Worum es hier geht

Mittwoch, 30. November 2016

Kaffeefasten nach Sybille ...

Tag 3
Gewicht - 90,8 kg
abgenommen insgesamt - 20,1 kg


Ich sehe schon, diesmal muss ich aufpassen, dass ich auch wirklich Saft trinke, denn in mir schreit alles nach Kaffee - immer.
Zum Aufwachen trinke ich eine Tasse Kaffee - auch beim Saftfasten.
Das ist sicher nicht im Sinne der Anhänger der Detox-Idee.
Allerdings glaube ich auch nicht an Detox; ich glaube an Kaffee ...
Detox-Anhänger bei Instagram machen gern Fotos von sich, bei denen sie die Helligkeit aufreißen um zu zeigen, wie rein sie durch Detox schon sind.
Die sind soooooo sauber, die pupsen mittlerweile Regenbögen und duften auch morgens schon nach Rosenblättern im Tau.
Also vor dem Duschen!

Ich nicht so ...
Ich wache morgens mit sehr trockenem Mund auf.
Ein Umstand, der mich ahnen lässt, dass ich doch noch ... ein wenig ... schnarche.
Und dem Bedürfnis nach Kaffee.
Meine Kinder pflegten morgens in mein Halbliterbecherchen zu gucken und "ist das der erste??" zu fragen, bevor sie Diskussionen mit Mutti in Erwägung zogen.
Also: der Morgenkaffee steht bei keiner einzigen Diät zur Disposition.

Aber in den letzten Tagen hat sich nicht nur ein Nachmittagskaffee eingeschlichen, sondern gleich auch noch ein Zwischendurchkaffee.
Es gilt den Zwischendurchkaffee wieder durch Saft zu ersetzen!

Es ist dieser Kälte da draußen geschuldet, dass der Griff zum Wasserkocher so viel näher liegt, als der zum Entsafter ...

Ich mag es übrigens, dass ab heute mein "schon mehr als 20 kg abgenommen" wieder stimmt.
20.1 kg
Jetzt ran an die nächsten 20 ...

Montag, 28. November 2016

Das Wunder des ersten Fastentages ...

Tag 2
Gewicht - 91,5 kg
abgenommen insgesamt - 19,4 kg


Der Einstieg ins Saftfasten ist jedes Mal interessant.
Gestern habe ich mir zB wie gewohnt eine ToDoListe geschrieben, um sie dann umgehend komplett zu ignorieren.
Praktisch:
da brauche ich mir heute keine neue Liste zu schreiben, sondern kann die von gestern wieder benutzen
(oder ignorieren ... je nachdem)
Auf der Liste stand natürlich auch, dass ich einen Saft machen, fotografieren und bloggen sollte.
Stattdessen habe ich ein Tetra Pak aufgeschraubt und ansonsten Tee und zu viel Kaffee getrunken.
Aber immerhin kann man das Ganze als Trinkkur zusammenfassen.

Außerdem war mir im Wechsel wieder kalt und wenn ich dann etwas überzog, umgehend auch wieder zu warm.
Abends fielen mir vor Müdigkeit die Augen zu, aber kaum lag ich im Bett, war ich hellwach und malte mir eine Zukunft aus, in der ich von meinen Jobideen völlig überfordert wurde.
Meine Zukunft lag vor mir: vereinsamt, verarmt und überhaupt nicht schön.
Glücklicherweise riss mich 6 Mal das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen aus den Grübel- und Träumereien.
Keine unbedingt schöne Nacht - aber auch diesen depressiven Einstieg ins Fasten kenne ich schon und so freute ich mich durch die düsteren Gedanken hindurch einfach schon mal auf den bevorstehenden Energie- und Euphorieschub, der meist auf das finstere Tal folgt.
Der Vorteil, wenn man schon mal eine satte depressive Phase mit allem Drum und Dran am Hals hatte ist, dass man über solche Anflüge eher grinst, als ernsthaft abzustürzen.

Meine Flaschen liegen übrigens allesamt in einer großen Schublade.
Sie werden aus meinem Schlafzimmer in das Büro umsiedeln, denn meine Schlafzimmerfensterbank habe ich mit Kerzen dekoriert, die ich abends gern zu Hörbuch und Tee anzünde.
Es deprimiert mich nicht, dass ich wieder welche auskippen muss.
Ich habe einfach mein Gesamtgewicht im Blick - und das Ziel innerhalb eines Jahres abzunehmen, bis der Alien wieder vor der Tür steht.
Während er in Neuseeland war, habe ich ca. 20 kg abgenommen.
Jetzt ist er in Australien und die nächste Saftrunde beginnt.
Wenn ich dazu komme, bekommt auch das Laufband heute mal wieder eine Chance.

Sonntag, 27. November 2016

Tag 1 - mal wieder :)

Tag 1
Gewicht - 93,6 kg
abgenommen insgesamt - 17,3 kg

Da bin ich wieder!

Wann ich jetzt genau aus der letzten Saftrunde gerutscht bin, weiß ich gar nicht so genau.
Sicher ist nur, dass ich ab heute wieder die Muße und Gelegenheit habe, bis zum 20. Dezember eine Gemüsesaftkur zu machen.

Ein kurzes Update:
mit der Krankengymnastik bin ich durch und ich bin auch weitgehend wieder "einsatzfähig".
Der Anlaufschmerz hat mich so ziemlich verlassen - ich kann einfach aufstehen und gehen.
Hohe Absätze sind allerdings weiterhin schlicht unmöglich und ich laufe langsamer und auch etwas angestrengter als vorher.

Nebenbei habe ich begonnen, mich beruflich umzuorientieren.
Ich habe mir ein 2. Standbein gesucht und werde in den nächsten Monaten intensiv daran arbeiten, die nötige Ausbildung und weitere, geforderte Voraussetzungen zu schaffen.
Das fühlt sich gut an - und schüchtert mich gleichzeitig auch ein wenig ein.

Für ein Infogespräch war ich mit meiner Tochter shoppen, denn ich musste feststellen, dass ich für mein aktuelles Gewicht über kein seriöses Outfit verfügte.
Ich konnte kein Kleid anziehen, da ich in den passenden Pumps nicht laufen kann und niemand bereit war, mich auf einer Sackkarre in das betreffende Büro zu schaffen ...
Mittlerweile bin ich dem Fahrerflüchtling fast dankbar dafür, dass er mich vom Zebrastreifen geschubst hatte, denn ein kurzer Hinweis darauf, dass ich angefahren wurde, klingt einfach besser als die Erwähnung von Verschleißerscheinungen am Knie.
Und ich habe den Verdacht, dass ich die Folgen des Unfalls mittlerweile überwunden habe und entsprechend "nur noch" mit dem Knorpelschaden kämpfe.

Wir bummelten los, mit dem Ziel, einen Blazer und "seriöse" Hosen für mich zu erstehen.
Der Blazer war schnell gefunden, aber die Hosen ... machten keinen Spaß.
Früher kämpfte man sich in eine Hose und wenn es gelang - mit welchen Tricks auch immer - den Reißverschluss zu schließen, passte die Hose ...
In dieser Tradition schlüpfte ich in der Umkleidekabine in eine schöne Hose, schloss den Reißverschluss und musste feststellen, dass nun mein Bauch auf dem Hosenbund lag und sich als massiven Rettungsring unter dem Pulli abzeichnete.
Ich lachte leise - und die Verkäuferin brachte mir einsichtig eine Hose mit hohem Bund ...
ABER:
Noch im Juli hätte ich mich mit 17 kg mehr in dieser Umkleidekabine aufgehalten und die Anprobe wäre ungleich gruseliger verlaufen. Ich befinde mich derzeit also an der Grenze zwischen Hosen mit hohem Bund und wieder normalen Hosen.
Wie schön!
Ich vergeudete nicht eine einzige weitere Sekunde mit Komplexen.
Wir fanden dann noch einen weiten Pulli für mich und dann guckte ich lieber zu, wie sich meine Tochter durch 1.001 Abendkleid probierte.
Nicht, dass sie ein neues Abendkleid bräuchte, aber es gibt halt so ein Alter und auch Kleidergrößen, in denen Abendkleider Anprobieren Spaß macht.

Am Morgen meines Infogesprächs schlüpfte ich doch noch mal in meine schicken, hohen Stiefeletten - perfekt!
Also, wenn ich einfach nur stehe - und mich dabei leicht im Türrahmen festhalte ...
Mein "du musst ja nur vom Auto bis in das Büro - kannst ja flache Schuhe für die Fahrt ..." war ausgeträumt, denn ich konnte in den Stiefeletten noch nicht einmal stehen, geschweige denn, festen Schrittes ein Büro betreten und so wirken, als sollte man mir einen Job geben.

Das Infogespräch war sehr ... informativ.
Dieser Weg ... wird kein leichter sein ...
Aber ich habe dennoch ein ganz neues Lebensgefühl.
Ich muss die passenden Schulungen machen - erst mal die passenden Kurse finden und die Finanzierung auf die Beine stellen.
Außerdem muss ich irgendwo hospitieren.
Und zig Papiere zusammentragen.
Heute Abend schreibe ich mir dazu einen schönen Zeitplan und lege los.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich schon ab Januar arbeiten würde.
Jetzt sagt mir irgendwas: Juni.

Egal!
Es ist weiterhin ein gutes Gefühl, ein machbares Ziel zu haben.

Ich bin gespannt, wie oft ich nun wieder Beiträge mit "Tag 1" überschreibe, oder ob mir der Wiedereinstig ins Saftiversium heute schon gelingt.

Dienstag, 1. November 2016

Licht am Ende ... Ihr wisst schon ...

Du meine Güte, was ging es mir mies!
Ich war wirklich ganz übel demotiviert ... aber ...

Am Sonntag saß ich mit einem Bekannten in einem Cafe, stand auf und ging auf die Toilette.
Auf dem WC fiel mir auf, dass ich einfach aufgestanden und zur Toilette gegangen war.
Klingt auch in der Wiederholung nicht aufregend, ist es aber - für mich.

Die Geschichte mit meinem Knie war so schmerzhaft geworden, dass ich mich mit beiden Händen am Tisch abstützen und hochdrücken musste, bevor ich dann erst einmal eine Weile am Tisch stehe und mich dabei immer noch festhalte, falls mein Knie evtl. einfach wieder zusammenklappen möchte.
Und dann humpelte ich steifbeinig los.

Der Gag am Sonntag war, dass ich nicht wusste, wann sich das geändert hatte.
Sollte mein Leben mal verfilmt werden, stelle ich mir die Szene putzig vor, wie ich da ungläubig auf dem Klo hocke, dann all meinen Mut zusammennehme und - aufstehe - freihändig!

Cool!

Gestern war ich wieder bei der Krankengymnastik - ich habe tatsächlich einen anderen bekommen - und als ich dran war, stand ich einfach von meinem Stuhl auf.
Der Mann bat mich, noch einmal Platz zu nehmen, was ich tat.
Und dann wieder aufzustehen - was ich mit dickem Grinsen tat.
Ja, ich habe wirklich jeden einzelnen Rat aus der Krankengymnastik beherzigt, mir einen Ball gekauft und die Übungen auch daheim gemacht.
Ihr könnt Euch meine grottenüble Stinklaune dabei nicht vorstellen!
Ich fand alles, das ganze Leben und jeden Menschen, einfach nur unfair!
Böse, ungerecht, fies.

Mein Plan war doch gewesen, die Kilos wieder loszuwerden und dann zu joggen!
Nun war ich die JoJo-Kilos wieder los, aber statt fröhlich wieder zu joggen, konnte ich nur unter Schmerzen gehen.
Schmerzen habe ich noch immer, aber seltener, anders und wenn ich langsam gehe, kann ich das Humpeln sogar verbergen, was mich glücklich macht, denn dieses offensichtliche Hinken, war mir einfach ... peinlich.

Als ich meinen Ball holte, fiel mein Blick auf einen Rollator und ich überlegte, wie geländegängig die wohl sind und ob man die Hunde daran festbinden könnte, damit man die Hände zum Schieben frei hätte.
Kurz sah ich vor meinem inneren Auge, die Hunde mit meinem Rollator abhauen ... und dann bekam ich das "ärm dier", weil ich gerade ernsthaft über Rollatoren nachdachte.
Bestimmt praktische, nützliche Teile - aber hey, ich bin noch keine 50!

Gut, ich achte bei jedem Schritt darauf, den Fuß nicht nach innen zu drehen, auch wenn nach innen drehen schmerzfreier ist.
Und neu:
Ich stehe auch nicht mehr mit durchgedrückten Knien, sondern ... schon wieder vergessen, wie es heißt.
Jedenfalls so, dass mich nicht meine Bänder, sondern meine Muskeln halten.

Außerdem habe ich ein Sportgerät wieder in Gebrauch genommen, das meine Kinder mal haben wollte.
Ein Power Plate Fake - so eine Art Rüttelplatte.
Auf der machte ich meine - ah, in Flex-Haltung herumstehen-Übungen, die durch das Gerüttel natürlich besonders effizient sind.

Bei der Krankengymnastik fragte ich, wie denn der Heilungsprozess bei meinem Knie sei - war das jetzt eine Anfangsverbesserung, würde aber wieder schlechter werden?
Nein, wenn ich mich nicht erneut vor ein Auto werfe, sollte es nicht wieder schlechter werden.

Ich lächle ...
Und gehe jetzt wieder meine Übungen machen.

Was das Saftfasten angeht - es lief unter erhöhtem TofuVerbrauch weiter.
Ich habe keine Ahnung, was ich wiege, da ich heute schon morgens um 4 Uhr hellwach war und die Sache mit dem Schlaf zu Gunsten von Kaffee im Bett und Lesen einfach aufgab.

Darum ... wiegen, Flaschen ... etc. alles später.
Das soll nur ein "es geht aufwärts"-Lebenszeichen sein.