Worum es hier geht

Samstag, 30. Januar 2016

Wiegetag nach 15 Tagen Saftfasten

Sehr lustig:
gestern entwickelte ich völlig begeistert noch ein wunderbares Rezept zur Verwertung von Brokkoli/Wirsing-Trester
(kommt später)
und dachte nun, dass ich an der Geschichte dran bleibe.
Als ich dann aber vor der Gemüsetheke stand und Gemüse/Obst für die nächsten Säfte auswählte, meldete sich mein innerer Schweinehund laut und deutlich zu Wort:

Nimm Kohl und ich schrei nach Pizza!

Obwohl sich der Trester so wunderbar verwerten lässt, werde ich in den nächsten Tagen wohl eher gar keinen Kohl in meinen Entsafter stopfen :)
(Verdammt schade, mir schwebten leckere Sachen aus dem Rosenkohl-Trester vor ... aber mit meinem inneren Schweinehund sollte ich keinesfalls anlegen ...)

Nach 15 Tagen Saftfasten bin ich nun 5,6 kg leichter.

Da es sich um die gleichen Kilos handelt, die ich auch letztes Jahr schon mal abgenommen habe, spare ich mir den Jubel.
Wobei ich aber durchaus eine satte Zufriedenheit verspüre.
Nein, ich flenne nicht herum, dass ich im Herbst wieder so zugelegt habe, sondern nutzte das eher um einen Schwung "Vorher-Fotos" zu machen, über die ich im letzten Jahr noch nicht verfügte ...
Aber insgesamt habe ich das Gefühl, mich in einer Warteschleife bis zur "91" zu befinden.
2016 sollte es doch gelingen, mal wieder unter diese seltsam magische Grenze zu kommen!

Draußen regnet es heute von allen Seiten ... aber sobald das Wetter es (mir) erlaubt, werde ich auch wieder die Joggerei beginnen.
Ja, klar, wenn ich mit den Hunden unterwegs bin, begegnen mir auch jetzt schon Jogger und dass ich das Wetter vorschiebe, mag nach einer Ausrede klingen, aber ... neeeeee!

Donnerstag, 28. Januar 2016

Wirsing entsaften - Wirsingsaft und Wirsingtrester


Wirsing lässt sich erstaunlich gut entsaften.
Er eignet sich nicht zum Alleingenuss, kann aber gut in einem gemischten Gemüsesaft untergebracht werden.
Ich habe ihn mit Birne, Zitrone und Trauben kompensiert.



So viel süßes Obst ist aber völlig unnötig.
Der fertige Saft war lecker, aber schon zu süß für meinen Geschmack und ich habe ihn tüchtig mit Wasser verlängert.



Heute habe ich wieder einen Viertel Wirsingkopf in meinem Saft untergebracht - erneut zusammen mit Birnen, außerdem Karotten, Pastinaken und Äpfeln.


Sehr lecker!

Eigenschaften von Wirsing
Wirsing ist voller Antioxidantien, die im Rufe stehen, Krebs vorzubeugen.
Zudem soll Wirsing das schlechte Cholesterin im Blut senken.
Mehr zum Wirsing

Da ich mich an die Devise halte, "den Regenbogen zu entsaften" - also möglichst viele verschiedene Gemüse- und Obstsorten im Wechsel durch den Entsafter zu schubsen, interessiert mich am Wirsing aber eher, dass er sich im Kühlschrank auch angeschnitten in einem Beutel oder einer verschlossenen Schüssel gut aufbewahren lässt.

Aus 400 Gramm Wirsing gewinnt man ca. 100 Gramm Saft.

Das heißt, bei 400 Gramm entsaftetem Wirsing, erhält man ca. 300 Gramm

Wirsing-Trester
Der Wirsing-Trester sieht sehr appetitlich aus und ist zum Wegwerfen wirklich viel zu schade!
Wer Wirsing mit in seinen Saft presst, sollte auch mit dem Wirsing beginnen und den Wirsing-Trester aus dem Entsafter nehmen, bevor die restlichen Zutaten entsaftet werden.
Nicht nur um den Wirsing-Trester danach verwerten zu können, sondern auch weil der Wirsingtrester recht trocken und voluminös nun den Trester-Behälter füllt und weniger Platz für den Trester der anderen Zutaten lässt.
Der Wirsing-Trester selbst lässt sich wunderbar und lecker weiter verarbeiten.
Man merkt kaum, dass es sich um entsafteten Wirsing handelt.
Stattdessen hat man wunderschön fein gehackten Wirsing.

Beim ersten Mal habe ich diesen Wirsing zu veganer Wirsingcremesuppe verarbeitet.

Dazu habe ich 2 Zwiebeln gepellt und gewürfelt.
In Öl gedünstet und dann 400 Gramm geschälte, gewürfelte Kartoffeln zugefügt.
Noch einmal 5 Minuten in dem heißen Öl gedünstet und dann die 300 Gramm Trester mit hineingerührt und so lange dünsten lassen, wie 1,7 Liter Wasser im Wasserkocher brauchten um aufzukochen.
Dann habe ich noch Gemüsebrühpulver mit in den Wirsing gerührt, mit dem kochenden Wasser abgelöscht und noch mal 5 Minuten kochen lassen, bis ich die Suppe dann mit einem Pürierstab glatt passiert habe.
Diese Suppe war genau so schon sehr köstlich und mein Sohn hat sie innerhalb kürzester Zeit verspeist.



Die Idee mit der Suppe hatte ich schon vor dem Entsaften gehabt, noch bevor ich gesehen hatte, wie lecker der Wirsing-Trester aussah.
Als ich nun erneut den Wirsing mit in den Saft gegeben habe, wurde der Wirsing-Trester einfach zu einer kleinen Gemüsebeilage.
Mit einer gewürfelten Zwiebel in etwas Öl gedünstet (muss nicht lange sein) und lecker gewürzt.
Zu Wirsing passen Kümmel, Nelken, Koriander, Muskat oder Knoblauch.

Doch, auch wenn die Saftausbeute nur 1/4 des Gewichts ausmacht, ist Wirsing in meinen Augen eine prima Saftzutat - insbesondere im Winter.
Preiswert, gesund, haltbar, kein Aufwand und der appetitliche Trester ist ein schönes Extra.

Dienstag, 26. Januar 2016

Endlich angekommen - Saftfasten 2016

Tag 12 und endlich bin ich im Saftfasten angekommen!
Mein sonntägliches Innehalten und Stoßseufzen hat mich regelrecht auf Kurs gebracht.
Ich nahm tatsächlich ein Schaumbad und ging danach mit einer Tasse Tee ins Bett, obwohl es erst gegen 21 Uhr war.
Ich habe mich dadurch auf meinen Heißhunger konzentrieren können, statt von ihm überrollt zu werden.
"Komm nur, ich bin bereit!"

Montag erwachte ich lächerlich früh und das war eigentlich auch gut so, denn so konnte ich früh aufs Laufband gehen, duschen und mich an die Arbeit setzen.
Yeah!
Laufband und Duschen bekam ich hin, aber dann stellte mein Alien fest, dass er kein Brot mehr hatte, aber dafür Hunger.
So ein selbstgemachter 2-Meter-Mann kann ganz schön nerven.
(er ist noch nicht mal wirklich 2-Meter groß ... "nur" 1,93 m, aber Ihr wisst schon, was ich meine)
Er grummelte mit seiner Montagslaune hier herum, hatte leider erst sehr spät Schule, bemerkte das Fehlen der Cornflakes, erwähnte seinen Hunger und was "gute Mütter" (alle Mütter außer mir!) täten (morgens aufstehen, Frühstück für ihre Söhne machen, ihre T-Shirts bügeln ...) und verschwand brummelnd unter der Dusche.
Pöh!
Ich buk aus 250 Gramm Mehl, 500 ml Sojamilch, 40 Gramm Zucker und Backpulver ein veganes Eierkuchengebirge und wo ich gerade dabei war, gleich noch 12 vegane Kirschmuffins, bevor ich mir dann auch noch meinen Saft machte.

Als mein Alien dann endlich verschwunden war, begann ich mit der Arbeit ... kam aber nicht so weit, als mir das Packeis einfiel.
In den letzten Tagen hatten wir ein bezauberndes Winterwunderland im Norden gehabt.
Wenig Schnee, aber alles entzückend weiß gepudert und Eiszapfen überall.
Ich muss ca 500 Fotos gemacht haben, war aber nicht ans Meer gekommen und nun würde das Packeis von mir ungesehen schmelzen!

Im nächsten Moment hatte ich Kaffee, mehr Saft und die Hunde ins Auto gestopft.
Nach kurzem Überlegen scheuchte ich die Hunde erst mal mit dem Ball über die Wiese und ließ sie dann wieder einsteigen, denn ich möchte nicht erleben, dass mir einer der beiden noch in mein Mini-Auto pinkelt.
Und dann ging es ab nach St. Peter Ording.
Wattenmeer.
Eine saugute Entscheidung!
Ich habe nicht vor, hier nun ständig meine Ausflüge aufzulisten, aber diesmal muss es (für mich) so ausführlich sein, weil der lange Strandspaziergang eine wahre Fastenwanderung war.
Es war so nebelig, dass rechts und links von mir die Welt in einem Wattegrau verschwand.
Dazu Meeresrauschen und gelegentlich ein Seevogel.
Vom Meer sah ich nicht viel.
Auf der ganzen Welt gab es nur mich und 2 völlig glückliche Labrador Retriever, die sozusagen in ihrem Element sind.
Obwohl beide hier geboren sind, merkt man ihnen ihre Herkunft.
So etwas wie "zu kalt und ungemütlich" gibt es für die beiden nicht.
Es war so neblig - obwohl es nicht regnete, musste ich mir dauernd das Wasser aus den Augen wischen, während ich den Holzbohlenweg Richtung Meeresrauschen ging.
Die Aussicht war Klasse, aber sehr begrenzt.
Zweimal tauchten aus dem Nebel andere Wanderer auf und wir begrüßten uns knapp, aber nahezu euphorisch.
Bekloppte unter sich :)
Am Ende des Holzbohlenwegs konnte ich das Wasser nicht sehen.
Auch das Toilettenhaus nicht.
Oje, das hieß, ich würde am Wasser auch den Holzbohlenweg nicht sehen und dann?
Glücklicherweise entdeckte ich die deutliche Spur aus Fußstapfen im Sand und denen folgte ich.
Aus dem Nebel tauchte dann sogar das wohl schönste Toilettenhaus Deutschlands auf und für all die Sommerurlauber die sich fragen, warum es ein Pfahlbau ist:
hier begann dann auch das Meer.
Der Sand war bedeckt von harschen Eisplatten, auf denen sich meine Labbis umgehend und ausgiebig zu wälzen begannen.

Ein von Carola (@nordseh) gepostetes Foto am


Dahinter das Meer, aber das Rauschen verriet, dass es nicht so "flüssig" war wie sonst.
Die Wellen schwappten träger, das Rauschen raschelte.
Aber alles verschwand im Wattegrau.
Ach, herrlich.

Als ich später zum Auto zurück kam, war ich klatschnass - aber das hatte ich geahnt und so konnte ich mich abtrocknen und eine andere Jacke/Mütze anziehen.
Weiter ging es zur "Badestelle" nach Vollerwiek.
Der Vorteil dort ist, dass dort direkt hinter dem Wiesendeich ein Weg entlang führt und man besser auf das Wasser herunter schauen kann. In St. Peter Ording hatte ich das Packeis nur ahnen und hören können - hier aber konnte ich es auch sehen.
Die Sicht war weiter begrenzt, aber doch viel weiter.
Ich weiß gar nicht, wieeee lange ich gestern draußen herumgelaufen bin, aber es hat mich "erfüllt".
Glücklicher gemacht, als Chips das je könnten ...
Und es erinnerte mich an den Film von Joe Cross.
Zwar bin ich jetzt mit dem Auto nicht kreuz und quer in den USA unterwegs, aber Nordfriesland ist kein übler Ersatz.

Was ich sagen will ist:
natürlich muss ich arbeiten und natürlich sind meine Kinder mein Leben (oder so) aber 2016 werde ich mit Händen, Füßen und meinem kleinen roten Auto Platz für mein Saftfasten schaffen!
Ein Fasten keine Diät - für eine Saft-Diät könnte ich beim Arbeiten Saft trinken und gut ist.
Ein Fasten kostet Zeit, Raum, Konzentration und ein "sich drauf Einlassen".
Und deshalb nun das Gefühl, endlich im Fasten angekommen zu sein.

Ein von Carola (@nordseh) gepostetes Foto am



Boah, für meine Verhältnisse war das jetzt schon seeeeehr esoterisch!

Praktisch:
Heute ist Tag 12
die Waage sagte 98,4 kg

Und jetzt muss ich nur noch die Fotos hierfür herauswühlen!



Sonntag, 24. Januar 2016

Die Leistungsfähigkeit beim Saftfasten ... und "Freund Heißhunger"

Die berühmten 4 Anfangstage liegen weit hinter mir, denn immerhin ist heute schon Tag 10 meines Saftfastens, aber dennoch bin ich fröstelig und fahrig.
Meine Arbeit erledige ich zögerlich, lasse mich schnell ablenken und völlig aus dem Konzept bringen und habe auch herzlich wenig Lust auf Arbeit.
Auf Chips hätte ich gerade Lust.
Es ist nach 19 Uhr und probehalber tippt mir Freund Heißhunger auf die Schulter.
Der kommt derzeit jeden Abend vorbei und gestern trug er einen Teilsieg davon, da ich plötzlich glasklar erkannte, dass Cornflakes aus Mais gemacht werden und dann doch eigentlich Gemüsesaft sind, oder?
Also habe ich die restlichen Cornflakes aus einer Tüte trocken verknuspert und mich insgeheim schon darüber geärgert.
Immerhin ist jetzt mehr Platz auf dem Küchenschrank, denn heute Morgen konnte ich den Karton wegwerfen.

Wenn mich abends meine Gelüste heimsuchen, kann ich sie recht klar von "Hunger" unterscheiden, aber einfacher macht es die Sache nicht. Ich wünschte, ich könnte mir selbst bis zum Morgen den Stecker ziehen, denn abends verlassen mich schon mal sämtliche guten Geister, die morgens wieder ihren Dienst antreten.
Was da hilft?
Ein schönes Schaumbad zB und dann mit einem guten Buch fern ab der Küche schlafen zu gehen.
Während des Fastens sollte man auch nicht unbedingt seine Lieblingsspeisen im Haus haben.
Andererseits wird beim Fasten schnell alles zur Lieblingsspeise und wer kann, sollte vor dem Fastenbeginn alles aus dem Haus schaffen, was nicht zu Gemüsesaft verarbeitet werden kann.
Ich kann nicht, denn mein Alien braucht Nahrung.
Immerhin ist er ja seit dem Sommer Veganer und so isst er vieles, was man zu Gemüsesaft verarbeiten könnte.
Aber auch Brot, Tofu und und und ... andere Dinge, die einer saftfastenden Mutter abends prima schmecken würde.
Was hilft ist:
die Mengen so gering halten, dass sich ein "dann hat der Junge morgen kein Frühstück!" zwischen den Kühlschrank und die gierigen Finger schmeißt.
Bei meinen früheren Fastengängen hat sich der abendliche Hunger irgendwann gelegt.
Ich fände es Klasse, wenn dies jetzt bitte auch langsam wieder geschähe.

Ok, ein ablenkendes, wärmendes Schaumbad hilft bei mir gegen den Heißhunger.
Heißes Wasser oder Tee dämpfen den Heißhunger auch.
Und Gedanken an den Morgen, wenn man "stark" geblieben ist.
Es hilft auch, in der Badewanne zu liegen und sich schlanken Tagträumen hinzugeben oder zu visualisieren, wie man sich das letzte Mal fühlte, als man zB eine Packung Cornflakes leer gefuttert hat ... *grummel*
(immerhin ungezuckerte Cornflakes)
Habt Ihr vor einer Weile die Artikel über die Schlange gelesen, die ein komplettes Stachelschwein heruntergewürgt hatte und daran im Endeffekt gestorben ist?
Wenn man Saft fastet, sollte man langsam abfasten und erst mal etwas gedünstetes Gemüse zu sich nehmen - oder einen gedünsteten Apfel. Keinesfalls sollte man ein komplettes Stachelschwein herunter würgen.
Oder irgendwas, nach dem der Heißhunger gerade schreit und was sich kurz darauf täuschend echt wie ein komplettes Stachelschwein anfühlt.
Ohne Scherz:
wer beim Saft fasten irgendwelchen Gelüsten nachgibt, hat keine gute Nacht mit geruhsamen Schlaf vor sich!
Ich habe mich gerade sehr nett mit einer Saftfasterin aus Kanada ausgetauscht, deren Mann im Krankenhaus gelandet ist, nachdem er 2 Wochen lang ihr Saftfasten mitgemacht hat und dann ausgerechnet in ein Steakhouse gegangen ist.

Heftigste Magenkrämpfe waren die Folge - immerhin hat er sich rasch wieder erholt.

Eine andere Sache ist, wenn man schlicht Hunger hat.
Morgens, mittags, abends und das auch nach der berühmten 4-Tage-Grenze.
Wenn der Hunger länger bleibt und quält, ist der Einstieg ins Fasten einfach nicht gelungen.
Tagsüber habe ich keinerlei Hunger - darum lässt sich das abendliche Generve ja so gut als "Freund Heißhunger" erkennen.

Wie gesagt, heute gedenke ich mich mittels Schaumbad zu wehren :)

Samstag, 23. Januar 2016

Lebeleicht Hamburg

Donnerstag war es Zeit, mein Töchterlein wieder in die Stadt zu bringen und nachdem ich vielversprechende Artikel über die neue Saftbar "lebeleicht-hamburg.de" in der Eppendorfer Straße in Hamburg gelesen hatte, ließ ich meinen Entsafter mal Entsafter sein.

Auf der Homepage der Saftbar hatte ich gesehen, dass es dort auch Lunchvariationen gäbe, so dass mein Töchterlein nicht hungern müsste.

Die kleine Saftbar ist sehr modern eingerichtet.
Zu zwei Seiten voll verglast, eine Wand ist weiß gekachelt und wird von Kühlschränken eingenommen und die 3. Seite ist die Theke samt Entsaftern.
Ich war gespannt.

Den Sun Reboot No 05, den ich angesichts der Kälte gern gehabt hätte, gab es nicht.
Schade.
Die Mischung aus Karotte, Kurkuma, Orange, Süßkartoffel und Ingwer klang interessant.
Statt dessen empfahl man mir Nobel Orange No 09
Karotte, Orange, Ananas, Mango und Zitrone.
Naja, das sind so ca. die Zutaten, die ich mir derzeit auch regelmäßig in den Entsafter schubse.
Ich wartete also, dass man mir meinen Saft machte und wurde etwas überrascht, denn statt den Entsafter anzuschmeißen, ging die Bedienung zu einem der Kühlschränke und brachte mir eine Plastikflasche Saft.
500 ml für 7.99 Euro


Meine Tochter bekam einen Wrap mit getrockneten Tomaten im Teig.
Ich hätte Euch gern ein besseres Foto gezeigt, denn es sah wirklich interessant aus.
Aber meine Tochter, die sonst für ihren Instagram-Account gern Fotos macht, wenn sie aus isst, hatte kein Bild machen wollen, da sie ihren Wrap in einem Plastiknapf mit Deckel bekommen hatte und sie das für ein Foto unschön fand.
Eigentlich fand sie es überhaupt unschön, dass ihr der Wrap nicht auf einen Teller gelegt wurde.

Ich hatte mir für meinen Saft extra noch eine Serviette genommen - das ist dann ganz fotogen :)


Mein Saft war auch wirklich lecker - aber leider nichts wirklich Ungwöhnliches.
Das sind Zutaten, die ich hier auf dem Dorf auch problemlos bekomme und regelmäßig zusammen entsafte.

Nach dem Essen haben wir dann unser "Geschirr" in den Mülleimer getan.

Ich fürchte, für den etwas sterilen, unterkühlten Plastik-Charme des Lebeleichts und seinen Kühlschränken sind wir nicht das Zielpublikum.
Was gut ist, denn die Preise könnte ich auch nicht regelmäßig bezahlen.





Freitag, 22. Januar 2016

1. Woche Saftfasten 2016

Heute ist Tag 8. meiner 3. Saftfastenkur
Gewicht 99,1 kg


Vielen Dank für die netten Mails :)
Nachdem ich 2015 vor meiner 2. Saftfastenkur gefühlt 200 Mal morgens "Heute ist Tag 1!" geschrieben hatte und dann abends den Kühlschrank plünderte, kann ich die Zweifler unter Euch durchaus gut verstehen, nachdem ich nach meinem neuen "Tag 1" Beitrag verschwand.
Aber heute ist tatsächlich Tag 8 meiner 3. Saftfasterei und ich habe mich aus der Dreistelligkeit wieder auf eine 99,1 kg gefastet.

Allerdings hatte ich im Herbst einiges auf den Januar verschoben.
ZB meine gesammelten Steuererklärungen zu machen.
Merke: Saftfasten und Steuererklärungen sind eine krude Mischung.
Dinge, die ich sonst an ca. 1-2 Tagen erledige, beschäftigten mich nun gut 5 Tage und es wird noch spannend werden, was das Finanzamt von all dem hält ...

Zudem war mein Töchterlein überraschend noch einmal zu Besuch hier.
Nächste Woche startet sie für 9 Monate nach Skandinavien und so haben wir noch mal die gemeinsame Zeit genossen.
Mehr oder weniger.
Ich durfte die Erfahrung machen, dass es außerordentlich hart ist, dem Saft die Treue zu halten, wenn man dazu genötigt wird, eine komplette Kinovorstellung neben jemandem zu sitzen, der Tortilla-Chips mit Kunstkäse, Salsasoße und Jalapenos futtert.
Man könnte das die Nacho-Folter nennen, die auch nachts noch nachwirkte und mich aus dem Bett an den Kühlschrank trieb, wo ich einiges zu "Gemüsesaft" erklärte, das mein Alien morgens eigentlich ganz gern gefrühstückt hätte.

Auch ist es so, dass ich diese Kilos, die ich gerade wieder abschüttel bereits letztes Jahr mal abgenommen hatte.
Und so empfand ich beim neuerlichen "Uhu Werden" nicht annähernd die Freude, wie beim letzten Mal.

Nein, kommt mir nicht mit dem JoJo-Effekt.
Ich habe meine abgespeckten Kilos bis zum Herbst ganz gut gehalten und musste dann einfach einen Strich ziehen.
Aus der körperbewussten Pfundi, die sich freute, tatsächlich wieder joggen zu gehen, wurde durch die üblichen Herbstdepressionen und ein wenig "Leben" ein eher krisengebeuteltes Etwas, das sich mit bewährten Methoden gegen einen Totalabsturz wehrte.
Die Vergangenheit zeigte, dass ich mit kochen, bekochen und essen so einiges kompensieren kann.
Das mag nicht schlau sein, aber es funktioniert.

Während meiner "Fressphase" hatte ich klar den Januar im Blick und als ich mein erstes Gemüse in den Entsafter stopfte, war ich noch immer 10 kg leichter, als beim ersten Mal.

Und das ist eine Premiere.
Normaler Weise wog ich nach einer Diät und anschließendem JoJo immer ca 5-10 kg mehr als vor der eigentlichen Diät.
Bei den WeightWatchers fing ich zB mit 78 kg an und verließ sie mit gut 90 kg (das muss man erst mal schaffen ...)

Und ich bin wirklich glücklich mit meinem Saft.
Natürlich könnte ich jederzeit irgendwas essen, aber anders als bei allen anderen (evtl. viel vernünftigeren Diäten) kann ich mir ein Zuviel nicht schönreden.

Ab jetzt, ohne mein Töchterlein, werde ich es schaffen, meinen Alltag mit mehr Bewegung zu füllen und dafür den Kaffeekonsum wieder auf eine morgendliche Tasse reduzieren.

Und meinen Blog werde ich auch wieder führen, auch wenn ich bis zu den 91,8 kg, bei denen ich schon mal war, nicht das Gefühl habe, wirklich Neues zu schreiben.

Samstag, 16. Januar 2016

Saftfasten Tag 1

Sehr lustig ...
In den ersten Tagen des Saftfastens ist man übrigens ziemlich zerstreut.
Darum kann ich Euch heute nicht berichten, was ich nun wiege.
Und am gestrigen 1. Abend meines Saftfastens, bin ich spontan beim Burger King vorbei gefahren, als ich meinen Sohn zu einer Party brachte, da ich hungrig war und das Fasten schlicht völlig vergessen hatte.
Ich bin aber genau so spontan wieder vom Parkplatz gefahren, als es mir gerade noch rechtzeitig einfiel.
Daher muss ich jetzt keine Burger-Panne beichten.


Heute habe ich nun auch erstmals einen Saft so zubereitet, wie ich es geplant hatte.
Ich habe Sellerie, Äpfel, eine Birne und eine halbe Zitrone durch den Entsafter geschubst und dann habe ich einer Portion des gewonnenen Saftes ein Stück Banane püriert.
Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend.
Die Banane setzt sich recht schnell nach oben ab - ok, da kann man rühren - aber nach 2 Gläsern Saft möchte ich mir unbedingt die Zähne putzen, da ich das Gefühl habe, nun einen Bananenpelz auf meinen Zähnen zu tragen.
Auch nicht schlimm, aber ... kein saftiges Highlight.
Mir schwebte ein sämiger Saft vor - das war es nicht.

Bei uns liegt seit heute Schnee und so habe ich lieber eine lange Hunderunde gemacht, statt auf das Laufband zu gehen.


Hund, schüttelnd

Freitag, 15. Januar 2016

Da bin ich wieder

2015 habe ich gut 20 kg durch Gemüsesaftfasten nach Joe Cross abgenommen.
Insgesamt habe ich das Gewicht dann bis zum Herbst gehalten und sogar wieder zu joggen begonnen.
Im Spätherbst bin ich dann wieder mal "abgestürzt".
Ich neige zu Herbst/Winterdepressionen und kann aber ganz gut durch kochen, bekochen und vor allem essen die Stimmungsschwankungen kompensieren.
Ich sage "kann" und statt mich noch zusätzlich für die Rückgewinnung etlicher Pfunde selbst zusätzlich zu deprimieren, war mir durchweg klar, dass ich im Januar wieder mit der nächsten Saftphase einsetzen werde.
An vernünftigen Diäten bin ich jahrelang gescheitert, da ich innerhalb solcher Diäten durchweg nicht vernünftig bin.
Mir hilft der komplette Abstand vom Essen, wie ich ihn beim Fasten habe.
Beim Saftfasten weiß ich durchweg: kommt es nicht aus dem Entsafter, ist es falsch!
Dadurch entgehe ich meiner eigenen Fähigkeit, mir in einer Heißhungerphase absolut alles schön reden zu können.

Mein Jahr endete - was meine Optik angeht - also so:

Wie Ihr seht, sind einige Pfunde wieder da und dafür die Haare ab.
Und ich mag das Kleid.
Und den Strand.
Und natürlich hatte ich Sekunden später einen wirklich schön warmen Mantel (wieder) an.
So, wie ich das stehe (ok, ohne die Klamotten) brachte ich wieder 103 kg auf die Waage.


Heute ist es mir endlich gelungen, Gemüse durch den Entsafter zu schubsen und mir einen Gemüsesaft zu machen.
Etwas ungewöhnlich, da heute "irgendwie" schon Tag 3 meines neuen Saftfastens ist ...
Aber wie der Alltag so spielt, kam mir immer dann etwas dazwischen, wenn ich gerade den Entsafter hätte benutzen sollen.
Immerhin habe ich das Essen weggelassen, was aber zu einer eher kruden "Kaffeefasterei" mit viel Milchkaffee und gekauften Säften geführt hat.
Als Werbetrommel für das Saftfasten eher ungeeignet, aber ... so ist es nun einmal gewesen.
Warum sollte bei mir denn plötzlich einmal etwas wie geplant klappen?

Also verbuche ich die ersten beiden Tage eben einfach als "Einstimmung ins Fasten", bei dem man die Nahrung kräftig reduziert (und dafür Unmengen Kaffee trinkt)

Mein 1. Saftfasten kurz nach Weihnachten 2014 habe ich spontan von jetzt auf gleich begonnen, nachdem ich den Film von Joe Cross gesehen hatte.

Man braucht auch weiter gar nichts zum Saftfasten, als einen Entsafter und Gemüse/Obst nach Geschmack.
Da Obst viel Zucker enthält, sollte man ein Saft aus sehr viel mehr Gemüse, als aus Obst bestehen.
2015 habe ich alle Zutaten durch den Entsafter geschubst - im Laufe des Jahres habe ich mir aber den einen oder anderen Trick bei den Saftläden abgeschaut und werde künftig das preiwwerte Gemüse weiterhin entsaften, aber die teuren Obstzutaten dann lieber in den Saft pürieren.
Wenn man sich einen Saft an einem der Stände kauft, werden immer Äpfel, Sellerie, Karotten ... entsaftet und dann ein winziges Stück Mango (oder so) hinein püriert.
Auf die Art bekomme ich natürlich mehr Abwasch, aber natürlich sind solche Säfte in den Zutaten gleich viel preiswerter.
Meine heutige Mischung aus Stangensellerie, 1 Birne, 1/2 Zitrone und einer Handvoll Spinat, war übrigens eher langweilig.
Aber: das offizielle Saftfasten ist somit gelungen!