Worum es hier geht

Samstag, 31. Januar 2015

Keine Hühnersuppe für Mutti - die Möhrchen-Grippe

gestern war Tag 36 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 96,5 kg
abgenommen - 14,4 kg
gestern gegangene Schritte: ca 10 ...
auf dem Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft, Tee, viel Tee
Ebay: -
entrümpelt: 26.615 Gramm
Schlafenszeit: rund um die Uhr?


Es ist übrigens keine gute Idee, jemanden tröstend in den Arm zu nehmen, der eine miese, fiese, doofe Grippe hat.
Weil man dann nämlich ganz bald ganz selbst eine miese, fiese, doofe Grippe bekommt.
Woher ich das weiß?
Ratet mal ...

Also liege ich derzeit im Bett herum und überlege gelegentlich, ob ich mein Lager nicht in die Badewanne verlegen könnte; dann hätte ich es nicht immer so weit zur Toilette!
Leider habe ich kein Fieber.
Fieber wäre Klasse - zumindest auf der Waage.
So aber saugt mein Körper alle Kalorien aus meinem Milchkaffee und den Säften und hält beisammen, was seiner Meinung nach zusammen gehört.

Hin und wieder steckt der Alien den Kopf zu Türe hinein und fragt Sachen wie:
Du möchtest keine Pizza, oder?
Hühnersuppe?


Ich gebe zu, dass ich gelegentlich bei
Soll ich Dir noch einen Kaffee machen?
schwach werde.

Morgen muss ich wieder fit sein, denn morgen gehe ich mit der Prinzessin ins Ballett.
Morgen hopst das russische Staatsballett einen Schwanensee nach Hamburg und die Karten dazu habe ich - auf ausdrücklichen Wunsch - der Prinzessin zum Abi geschenkt.

Nächstes Jahr macht auch der Alien Abi.
Er wird sich eher keine Schwanensee-Karten wünschen, denke ich mal.
Gestern hat er mir sein Zeugnis an mein Lager gebracht, bevor er mit dem Inhalt meines Portemonnaies verschwand und mit seinen Freunden Party machte.
Die neuen Zeugnisse sind zu kompliziert für Mutti und so werde ich vermutlich in den nächsten Jahrzehnten immer wieder die lustige Geschichte hören, wie ich den Alien fragte, warum er immer nur 1 von 15 Punkten erhalten hat.

Hat er nicht.
Das waren Einsen mit 15 Punkten.
Und mehr als 15 Punkte gehen nicht.
Nur in Religion, da hat er nur 3 von 8 Punkten bekommen ...
Immerhin gut zu wissen, dass der Alien eher kein religiöser Eiferer ist, der später mal das Bedürfnis haben könnte, andere für schlechte Scherze über seinen Gott zu erschießen.

So, genug für heute.
Ich muss jetzt etwas schneller leiden, um morgen keine diplomatische Krise damit auszulösen, dass ich das russische Staatsballett mit Grippe infiziere.
Der Alien sagt, ich hätte bestimmt die "Möhrchen-Grippe"

Mittwoch, 28. Januar 2015

Abnehmen mit dem Springseil

gestern war Tag 33 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,0 kg
abgenommen - 13,9 kg
gestern gegangene Schritte: 27.306
auf dem Laufband: 150 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 26.615 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Gestern hatte ich so einen Bewegungsdrang - der Wahnsinn.
Nicht nur, dass ich eine große Waldrunde mit den Hunden drehte, ich war vorher auch noch 150 Minuten auf dem Laufband unterwegs und habe dabei sogar mal die "bergauf"-Funktion ausprobiert.
Und abends wühlte ich mein Springseil hervor und hopste so lange herum, bis ich 20 Sprünge (mit Zwischentitschen) am Stück hin bekam.
(Dafür habe ich ein paar Hundert Hopser gebraucht ...)

Heute bin ich dafür prompt soooo träge und "bäh, was ist das denn für ein Wetter da draußen!",
dass ich noch nicht mal Lust hatte, diesen Beitrag hier zu schreiben, geschweige denn, aufs Laufband zu gehen.

*gähn*

Dienstag, 27. Januar 2015

The day after ...

gestern war Tag 32 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,1 kg
abgenommen - 13,8 kg
gestern gegangene Schritte: 23.949
auf dem Laufband: 130 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 26.615 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Ich grummel immer noch leise vor mich hin, auch wenn ich gut 1 Extra-Kilo gestern wieder losgeworden bin.
Um die Haribo-Pfunde wieder loszuwerden, war ich gestern aber auch nahezu ununterbrochen in Bewegung.
Nach dem Walken mit meiner Bekannten, war ich abends dann auch noch für 2 Folgen biggest Loser auf dem Laufband.
Was mache ich nur, wenn ich alle US-Folgen gesehen habe?
Dann muss ich mal wühlen, ob ich auch noch die UK-Folgen finde und wo man überall englischsprachige Loser gedreht hat ...
Mein Alien ist ja der Meinung, ich solle mir sämtliche Folgen irgendwelcher Bildungsserien anschauen - "die Deutschen" oder so, aber ich konnte ihn durch bloßes Niederstarren wieder vertreiben.
Gestern kam er kichernd zu mir ans Laufband und bettelte, dass ich jetzt bitte, bitte schlafen ginge, da das Laufband und der Fernseher so laut seien, dass er nicht schlafen könne.
Warum lachst du?, fragte ich ihn etwas verwirrt.
Weil ich nie gedacht hätte, dass ich mal betteln würde, dass du weniger Sport treibst!
Ich kicherte mit, bettelte "das geht nur noch 10 Minuten!" und bekam diese bewilligt.
Was auch einen kleinen Rollentausch ausmacht, denn eigentlich sollte doch wohl ich als Mutti betteln, dass er endlich schläft ...

Mittlerweile entsaftet er auch.
Er macht sich morgens gerne eine Mischung aus Orangensaft, Banane und griechischem Joghurt, die er mit in die Schule schleppt.
(ratet, wer all den Kram aber abwaschen darf ...)
Es ist schon verrückt, wie sehr wir Eltern doch immer ein Rollenvorbild bleiben, auch wenn der Nachwuchs gerade stachelig ist und uns eigentlich völlig ablehnt.

Wenn ich es hochrechne, wird mich die doofe Haribo-Geschichte insgesamt eine ganze Woche meiner Saftfastenwoche aufhalten.
Schön dämlich.
Aber natürlich formuliert mein Hinterkopf gerade ein glasklares:
machen wir eben 67 Tage! pft!

Montag, 26. Januar 2015

Ich war walken!

Nach dem öffentlichen Outing meines Haribo-Desasters,
fuhr ich flugs zu einer Freundin, mit der ich einmal die Woche spazieren gehe.
Sie ist sehr sportlich und achtet mit Erfolg auf ihre Ernährung und ihre Bewegung.
Trotz des Mistwetters machten wir uns gleich auf den Weg in den Wald.
Nach einer ganzen Weile - ich hatte ihr eine Menge Krams erzählt - blieb sie plötzlich stehen und sagte:
Donnerwetter!

Ich sah mich um, ob irgendwo ein Baum besonders eindrucksvoll umgekippt sei oder so.
Sah aber nichts, obwohl wir auf dem "Gipfel" eines Hügels angekommen waren.
"Dich meine ich!", sagte sie daraufhin.
"Wir walken! Bergauf! Und du REDEST!"
Ganz unbemerkt und nebenbei hatte ich gerade Sport getrieben.
Sie marschiert eigentlich immer in ihrem Walking-Tempo los und lange, lange, habe ich sie nach einigen Metern immer darauf aufmerksam machen müssen, dass ich das Tempo nicht halten kann.
Und wenn wir diesen Berg heraufmarschierten, musste ich die Klappe halten UND oben angekommen immer erst einmal stehen bleiben und zu Luft kommen.
Und nun waren wir schon gut 30 Minuten in ihrem Walking-Tempo unterwegs gewesen und ich hatte sie nicht nur nicht gebremst, sondern auch noch geredet und keinerlei Anstalten gemacht, auf dem Hügel erst einmal zusammenbrechen zu wollen.
Haribo hin oder her - ich grinste!
Insgesamt waren wir gut 5 km walken und ich konnte problemlos mithalten.
Ein Erlebnis, das echt gut tat.
Auch unserer Freundschaft, glaube ich, denn sie schlug mit echter Begeisterung vor, dass wir das nächsten Dienstag wiederholen und freute sich wie ein Kind, dass sie damit den Sport für heute schon geschafft hatte.
Sie vertraute mir an, dass sie sonst nach unseren Spaziergängen immer noch mal eine Runde gegangen sei, da das Getrödel mit mir ja immer total nett sei, sie da keinesfalls je drauf verzichten wolle (freundschaftsrettendes Blablupp :) ihr das Ganze aber in sportlichen Aspekten nichts gebracht hätte und so gesehen schon so eine leise Zeitverschwendung ...
Ihr versteht schon ...

Noch eines wurde mir klar:
ich bin eine elende Schnabberschnüss und muss jetzt dringend wieder aktiv darauf achten, dass sie auch mal zu Wort kommt.
Sonst hat akute Atemnot mich über lange Strecken immer zu einer fantastischen Zuhörerin gemacht ...

Ach ja, das Leben ist schön!

Und ja, ich bin tatsächlich noch im Fastenmodus!

PMS trifft Haribo

gestern war Tag 31 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 98,3 kg
abgenommen - 12,6 kg
gestern gegangene Schritte: 12.361
auf dem Laufband: 40 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft, 1 Tüte Haribo
Ebay: -
entrümpelt: 26.615 Gramm
Schlafenszeit: schlimm


Ja, wer genau guckt, sieht dass ich über Nacht 2 kg zugenommen habe.
Auf dem Weg ins Bett, entdeckte ich nämlich eine Tüte Haribo, die da ganz allein auf dem aufgeräumten Ofen stand.
Schon länger, denn ich mag das Zeug eigentlich nicht und so hatte ich es nicht entsorgt, sondern als potentielle Kuchendeko verwahrt.

Dummer Fehler!

Mein innerer Schweinehund bekam in Sachen Heißhunger nämlich Unterstützung in Form von PMS.
Einer von beiden knipste mein Hirn aus und der andere schaufelte mir die komplette Tüte Haribo in den Leib.
Dass es mir nun gar nicht gut geht, liegt weniger an meinem "schlechten Gewissen", als an dem Gefühl, mich vergiftet zu haben.
Dauernd muss ich aufstoßen und dann scheint sich mein Körper von Kopf bis Fuß mit Zuckerschaum zu füllen.
Und wenn ich nicht mehr aufsoßen muss, verdurste ich umgehend und muss ganz dringend noch ganz viel mehr Wasser trinken.

Na gut, das wird vergehen.
Spannend ist dann eher:
ist mein Körper noch im Fastenmodus?
Wenn nicht - komme ich wieder rein?

Ich hasse Haribo!
Ich kann regelrecht spüren, wie mein Körper all den dummen Zucker gerade in Fett umwandelt und wieder in die frisch geleerten Fettzellen stopft und all die dusslige Chemie dafür als Schlacke in meine Adern ablagert.
Bah!

Ich wollte doch aus diesem Kölnberg eines Körpers einen Tempel machen und keinen Plattenbau!

Sonntag, 25. Januar 2015

Gemüsesaftrezept mit Karotten, Pomelo, rote Bete und Stangensellerie

Habe ich erwähnt, dass mich das Gemüsesaftfasten auch nach 30 Tagen nach begeistert?
Heute habe ich mir eine schöne Kanne Saft aus

1 kg Karotten
1 Pomelo - geschält
2 Stangen Sellerie
1 rote Bete

gemacht.
Lecker - durch die Pomelo in die lecker-bitter-Richtung :)

30 Tage Saftfasten

gestern war Tag 30 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 96,3 kg
abgenommen - 14,6 kg
gestern gegangene Schritte: 19.498
auf dem Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 2 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: Bücher
entrümpelt: 26.615 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Ich gebe zu, ich hatte halb das "30 Pfund in 30 Tagen"-Wunder erwartet, aber mein Körper hat den Kiloschwund eindeutig gedrosselt.
Das war zu erwarten und so hilfreich purzelnde Pfunde für die Motivation sind, so viel schenkt mir die Fasterei derzeit auch rechts und links davon, so dass ich noch weit von jeglichem Frust entfernt bin.
Allein, der wunderschöne Spaziergang mit den Hunden durch die verschneiten Landschaften gestern, war ein Geschenk.
Einfach mal wieder so weit gehen zu können, wie ich nur Lust habe - bzw. einfach wieder Lust auf Spaziergänge zu haben - toll!
Findet der Alien auch, der gar nicht fassen konnte, dass er ruhig mit seinem Computer herumdaddeln durfte und Mutti die Hunde selbst bespaßte ...
Morgens hatte er auch schon unbändige Freude geäußert, als er den Rest Schupfnudeln mit Hackfleischsoße vom Vortag fand und dann vor meinen Augen kalt frühstückte.
"Früher wären die Nudeln über Nacht verschwunden!", schmatzte er fröhlich.
Ja, früher, das war "letzten Monat" ... nur durch den Dezember-Umstand halt "letztes Jahr".
Aber ich gebe zu, das alles fühlt sich auch für mich sehr nach "früher" an ... wenn nicht sogar "damals"!

Lustig ist ja, wenn ich mich gerade so unendlich fit, sportlich und schlank fühle und mein kleines, gemeines Ich flüstert:
"Du wiegst übrigens gerade 10 kg mehr, als am Tag von Aliens Geburt!"
VOR der Geburt! um jegliches Missverständnis zu vermeiden.

Gestern habe ich ein wenig herumgeforscht, was man so zum Thema Saftfasten findet.
Hier in Deutschland wird vom Saftfasten eher abgeraten.
Bei fddb stolperte ich über einen dummen Artikel - vermutlich "Content", in dem vom Saftfasten allein schon wegen der horrenden Kosten abgeraten wird. Als Beispiel wurde dort ein Kilo Karotten genannt, mit dem man sonst eine Woche lang die Familie ernähren kann und das beim Saftfasten gerade mal für 500 ml Saft reicht.
Content sind übrigens Artikel, die lediglich für die Suchmaschinen zusammengepatscht werden und meist komplett ohne echten Infogehalt auskommen ...
Ich merke, dass ich richtig, richtig Geld einspare, seit ich nicht mehr esse, sondern lediglich Gemüsesaft und meinen Milchkaffee trinke. Und das, obwohl ich alles in Bio-Qualitäten kaufe, was ich hier im Dorf in Bio-Qualitäten bekomme.
Den Entsafter hatte ich schon vorher - den müsste ich sonst natürlich drauf rechnen.
Also:
mit 1 Kilo Karotten hätte ich auch vor dem Saftfasten keine Familie eine Woche lang ernährt ...
und fddb vergisst, dass man den Trester wunderbar in Broten, Kuchen, Bratlingen oder Konfitüre weiter verarbeiten kann.
Von 1 kg Karotten, bleiben mir immer noch 600 Gramm Trester um den Alien zu ernähren ...

Andere Artikel raten regelmäßig zu einem Saft-Wochenende.
Fein, dann steckt man also noch mitten in der doch eher mühsamen Umstellung auf den Fastenmodus - auch gerne "Detox" genannt und hört auf, bevor man das Fastenhoch zur Belohnung erlebt.
Das muss natürlich jeder für sich wissen, aber ich würde doch versuchen, 4 Tage Saftfasten einzuplanen, um dieses Hoch mitzunehmen.

Die Amerikaner schreiben zum Thema Saftfasten dafür ein Buch nach dem anderen und ich kicher mich weg - es gibt einen Autoren, der hat Bücher geschrieben zu 3 Tage Saftfasten, 4 Tage Saftfasten, 5 Tage Saftfasten, 7 Tage Saftfasten, 28 Tage Saftfasten ...
und rät jedem dringend, seine Bücher zu lesen, bevor er mit Saft fastet.

Joe Cross hat ein #askjoeanything eingerichtet, in dem er die Fragen der Leute vorliest, sie freundlich begrüßt und dann unermüdlich auf seine Seite samt Foren und seinem begleiteten Fasten hinweist.
Wo sein Service kostenpflichtig wird, weiß ich nicht recht.
Du kannst ihn also alles fragen und er wird Dir immer sagen, dass Du Deine Antworten irgendwo auf seinen Seiten findest ...

Dazu kommen noch zig Rezeptbücher.
Glaubt mir:
das braucht Ihr alles nicht!
Das Internet ist rappelvoll leckerer Rezepte, die auch allesamt sehr leicht zu verstehen sind, denn man muss nur die Zutaten verstehen und begreifen, welches Gemüse geschält wird und welches nicht.
Und man sollte nicht zu viel Obst beimischen, denn das bringt nicht nur viel mehr Zucker, sondern gerne auch Fruchtsäure mit.
Bio-Zitronen kann man ungeschält in den Entsafter schubsen, denn Zitronenschalen-Aroma ist lecker - bei Orangen würde ich zum Schälen raten, denn die Schalen sind gerne sehr bitter.
Spinat und ähnliches Blattzeug gibt wenig Saft ab - man sollte also zB eine Gurke, Äpfel oder Melone als Saftspender mit entsaften.
Lustig kann es sein, seinen Saft mit ein paar gefrorenen Blaubeeren oder Bananenscheiben in einen Mixer zu geben - das macht so ein Smoothie-Feeling.

Ich trinke die Säfte meist ungefiltert.
Wenn ich für den Alien mal filter, sehe ich im Tuch, wie viel Gemüse ich sonst zu mir nehme.
Gemüsesaftfasten ist eindeutig keine Nulldiät.
Und so brauchte ich meinen Darm auch nicht vorzubereiten - der arbeitet klaglos und unermüdlich weiter.
Glaubersalzen oder Darmspülung vor dem Saftfasten ist zumindest für mich völlig unnötig.

Was man in meinen Augen braucht:
Bewegung, eine Portion frische Luft und Sonnenlicht täglich, viel, viel trinken und ganz wichtig:
Jacken, warme Strümpfe, Pulswärmer, Schals und Tücher, Rollkragen
außerdem sollte zu den üblichen Heißhungerphasen alles Fressi außerhalb der Reichweite sein.
Also entweder im Müll (vergraben!) oder tiefgefroren.

Und:
Gemüsesaftfasten muss Dir liegen.
Es muss Dir schmecken, es muss in Deine derzeitige Lebensphase und zu Deiner Lebensphilosophie passen.
Wenn Du es eher als passende Strafe für Deinen fetten Körper siehst, lass es bleiben :)


Samstag, 24. Januar 2015

Karotten-Clementinensaft mit Sellerie und Zitrone - Saftfasten - Rezept

Mhm, da habe ich mir aber wieder etwas Leckeres zusammengemischt:

4 Clementinen (geschält)
1 Bio-Zitrone ruhig mit Schale
1/3 Bund Sellerie
1 kg Karotten

und ab in den Entsafter:

Die Geschichte von Drew Manning - from fit2fat

gestern war Tag 29 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 96,4 kg
abgenommen - 14,5 kg
gestern gegangene Schritte: 18.216
auf dem Laufband: 140 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 22.581 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Katie Hopkins, die man mittlerweile weggesperrt hat*, war bei weitem nicht die einzige, die absichtlich zugenommen hat.
Der amerikanische Fitness-Trainer Drew Manning war ihr da voraus.
Er hat auf sein Experiment ein ganzes Jahr verwandt und bei einem Ausgangsgewicht von durchtrainierten 87,5 kg auf 120,2 kg zugenommen. Dabei hat er in der Zeit komplett aufs Training verzichtet und sich vom typisch amerikanischen Fastfood ernährt.
Softdrinks, Weißmehlprodukte und Fertigmampf.
Dazu wöchentlich ein reißerisches Großfressevent, das er werbewirksam bei Youtube einstellte.
Naja, um in den USA Aufmerksamkeit zu generieren, muss man schon einiges bieten und dem kam Drew Manning mit durchschlagendem Erfolg nach. Seine Geschichte finde ich dennoch tatsächlich hilfreich.
Zuvor sind ihm nämlich massenhaft Kunden abgesprungen, die er trainiert hatte.
Herr Manning sagt, sein Fehler war es, völlig untrainierte, übergewichtige Menschen durch seine Routine schubsen zu wollen. Nach seinem Abstecher ins Übergewicht, hatte er tatsächlich sehr viel mehr Verständnis für die Trainingsmöglichkeiten untrainierter Dicker und deren Sucht nach Zucker, Fett und Kalorien, denn über die langen Wochen seiner "Zunahmereise", hatte er genau diese Gelüste und Süchte auch entwickelt.
Zudem hatte er sich mit seiner neuen, bauchigen Figur nun auch unsicher und abgelehnt gefühlt.
Als er zu Schnarchen begann, hat ihn seine Frau zB aus dem Schlafzimmer verbannt, was er damals wie einen grandiosen Witz verkaufte, obwohl es sein Ego schwer verletzte.
Seine Frau berichtete, dass er ihr fremd wurde.
Nicht nur sein Körper veränderte sich, sondern sein ganzes Wesen.
Er wurde träge, wollte nicht, dass sie ihn unbekleidet sah und war sehr empfindlich.
Ständig machte er das Licht aus und nahm Worte persönlich, die sie gar nicht beleidigend gemeint hatte.
Drew Manning hatte auch das Gefühl, als Vater zu versagen, weil er einfach nicht mehr die Kondition hatte, lange mit seiner zweijährigen Tochter zu spielen. Die Kleine weinte dann und bettelte, dass er doch weiter machen solle ...
Das Abnehmen und Trainieren nach der Zunahme stellte sich als viel schwieriger heraus, als er es sich vorgestellt hatte.
Seine Ernährungsumstellung von zuckrigen Frühstücksflocken auf Vollwertflocken ohne Zucker zB. schmeckte für ihn schwer nach Hundefutter und er hatte solche Gelüste nach dem Zuckerzeug!
Die erste Trainingswoche sei schlicht die Hölle gewesen und keine Erlösung.

Er hatte Kopfschmerzen, war launisch, depressiv - er sagt, er hatte Entzugserscheinungen, als hätte er Drogen abgesetzt, obwohl er lediglich auf Softdrinks, Fastfood, Weißmehlprodukte und zuckrige Frühstücksflocken verzichtete.
Auch das Gefühl, alles richtig zu machen und dennoch einen Gewichtsstillstand und den Frust darum, beschreibt er sehr nett.
Er tut nun nicht so, als könne er wirklich mitreden, was ein langjähriges Übergewicht und falsche Ernährung angeht, aber ich kann mir vorstellen, dass er seine neue Beliebtheit als verständnisvoller Trainer nun durchaus verdient.
Natürlich hat er auch ein Buch herausgebracht:

Und hier ist noch der Link zum Blog

Mein Sport und ich ...
Ich betone hier immer wieder, dass ich auf dem Laufband gehe.
An manchen Abenden, gehe ich bei einem Tempo von gerade mal 4 kmh.
Ich gucke immer sehr genau, welches Tempo sich gut anfühlt.
Wirklich gut - nicht eben machbar, sondern schön. Wohlfühlfaktor.
Es ist ganz egal, wie schnell ich gehe; ich schwitze auch bei 4 kmh kräftig, wenn ich das über eine Stunde durchziehe.
Und mir ist diesmal einfach nur wichtig, dass ich mir nicht selbst wieder Angst mache mit dem Anspruch auf höhere Leistungen.
Lustig ist, dass diese Rechnung ganz nebenbei aufgeht.
Gestern zB bin ich 140 Minuten lang bei 5 kmh gegangen, einfach weil sich dieses Tempo gut anfühlte; ich Lust darauf hatte und ich vorne auf den Rand trampelte, wenn das Laufband langsamer war.
Und ich erwischte mich bei dem Gedanken, ob das Laufband eigentlich stark genug sei um darauf zu rennen - und ob ich den Fernseher dann noch hörte.
Nein, ich bin nicht gerannt, aber ich hatte erstmals solche Gedanken.
Ach, und beim Entrümpeln war ich ja auf 3 Springseile gestoßen.
Mittlerweile habe ich davon 2 auf den Entrümplungshaufen geschubst, weil es keinen Spaß macht, mit ihnen zu springen.
Sie mögen die Sprünge zählen, aber die Strippen sind aus Plastik und verdrehen sich dauernd.
Das, was mir daran auffiel war aber: ich habe einige Minuten darauf verbracht, 3 Springseile auf ihre Tauglichkeit auszutesten.
Im Dezember wäre ich lieber gestorben, als gehopst!

*Katie Hopkins befindet sich derzeit im Promi Big Brother Container.

Freitag, 23. Januar 2015

Heiße Tomate am Abend - gut bei Heißhunger und Frösteln beim Saftfasten

Die heiße Tomate am Abend - ich nenne sie ja auch gerne "Pizza im Glas" - ist beim Saftfasten ein Mittel gegen Heißhunger, Frösteln und Gelüsten nach Knabberkram.
Eine Idee, die ich auf jeden Fall mit in die Zeit nach dem Gemüsesaftfasten transportieren werde!

Auf die genaue Zusammenstellung kommt es nicht an.





Aber die hier war lecker, daher en detail:
1 Pfund Tomaten
1 Gnubbel von einer Ingwerknolle
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Karotten
kochendes Wasser

Den Saft habe ich in Etappen über den Abend verteilt getrunken.
Knoblauch und Ingwer geben eine schöne, wärmende Schärfe und Geschmack.
Meine Gelüste lassen sich mit der heißen Tomate wunderbar ausbremsen oder schlicht stillen.



Green-Juice-Rezept mit Spinat und Banane

Jetzt habe ich mich doch mal an Green-Juice herangewagt
und wurde sehr positiv überrascht.
Aber ok, ich habe auch eine süße Kalorienbombe gebastelt.
In meinem Green-Juice sind:

1 kg Spinat
2 Bananen
5 Äpfel

Auf dem Foto sind nur 3 Äpfel, aber das war mir zu wenig Saft, daher habe ich spontan noch 2 weitere Äpfel durch den Entsafter geschubst.
Das Ergebnis sind 2 Gläser giftgrüner, pappsüßer, sättigender Green Juice.


Doch, es könnte sein, dass ich künftig öfter mit Spinat experimentiere.
Zumindest stört er nicht im Saft :)

4 Wochen Gemüsesaftfasten

gestern war Tag 28 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 96,5 kg
abgenommen - 14,4 kg
gestern gegangene Schritte: 16.496
auf dem Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 22.581 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Wahnsinn, jetzt sind es also wirklich schon 4 Wochen
und gleichzeitig:
Wahnsinn, das alles hat sich in nur 4 Wochen derart geändert???

Gestern vormittag war ich auf meinem Laufband und sah, wie ich es so sehr gerne tue, irgendeine dieser völlig idiotisch reißerischen "extreme weight loss" Geschichten aus dem Land der Fett-Extreme.
Immerhin wird mein Englisch dabei immer besser.
Gestern ging es also um Jacqui, die sich innerhalb eines Jahres unter Anleitung von Chris Powell halbiert.
In den ersten Staffeln seiner "extreme weight loss show", wird noch behauptet, dass Chris Powell jeweils für 90 Tage bei seinen Opfern Kunden einzieht. Mittlerweile kam heraus, dass er dies natürlich nicht tat und auch offiziell hat sich der Aufbau dahingehend geändert, dass die Dicken jetzt erst einmal für 90 Tage oder so, zu ihm und seiner Frau Heidi ins "Boot Camp" gehen.
Genau wie bei den Biggest Losern, werden die Dicken von mageren super sportlichen Trainern endlos schikaniert, zu sportlichen Höchstleistungen und gleichzeitig höchst intimen Zusammenbrüchen der Seelen-Striptease-Art getrieben.
"Als ich ein Kind war, starb vor meinen Augen mein Hamster und seither esse ich um Trost zu finden!"

Und nur, weil dieser Supermensch - also SportsCoach und Psychiater in einem, dies aus dem Dicken endlich hervorgelockt hat, wird er nun abnehmen und künftig ein glückliches Leben führen können.

Jacqui bekam gestern jedenfalls die Irrsinns-Aufgabe, täglich 1 Pfund Gewicht zu verlieren.
Was für ein Wahnsinn!, dachte ich.
Und dann musste ich kichern, denn ich habe in 28 Tagen 14 kg - sprich 28 Pfund abgenommen.
Sogar etwas mehr.
Und das ohne Quälerei.

Ja, ja, der JoJo-Effekt wird kommen und mich vernichten.
Sobald Leute "Fasten" hören, fällt ihnen der Jojo-Effekt ein - wer Fasten sagt, muss auch Jojo-Effekt sagen.
Mir ist sehr klar, dass ich nach dem Fasten eine Ernährungsumstellung vornehmen muss und dennoch erst einmal zunehmen werde, da mein Körper alles an sich raffen und für die nächsten Notzeiten bunkern wird, was er nur kann.

Vorteile des Gemüsesaftfastens:

Da ich aus dem Thema Ernährung jetzt erst einmal völlig ausgestiegen bin, habe ich eine tolle Gelegenheit, zu sehen, welche "Fressi-Gewohnheiten" ich eigentlich hatte, die mir früher noch nicht einmal bewusst waren!
Und gleichzeitig kann ich diese Gewohnheiten ablegen.
In den ersten Tagen des Fastens, merkte ich zB. dass ich immer dann etwas essen wollte, bzw einen "Fressi-Reflex" hatte, wenn ich eine Pause brauchte - mittlerweile kann ich einfach eine Pause machen, ohne in dieser Zeit zu kauen.
Der Fressi-Reflex setzte ein, wenn ich nach hause kam.
Sobald ich die Schuhe in den Schrank gestellt und die Hände gewaschen hatte, zog es mich zum Kühlschrank.
Auch das ist vorbei.
Ein heftiges Verlangen, große Mengen Chips zu kaufen und so ein Tütchen auf Ex zu kauen, setzte ein, wann immer in meinem Elternhaus wieder Probleme anstanden.
Dieser Reflex ist noch immer sehr lebendig.

Für mich ist das Gemüsesaftfasten einfacher einzuhalten, als bisher jede andere Diät, weil mir die Grenzen des Fastens so klar sind. Bei allen anderen Diäten habe ich mich selbst ausgetrickst. Bei WW durfte ich so viel Schwarzbrot essen, wie ich nur wollte und dafür nur einmal eine bestimmte Punktezahl hergeben? Ha! Ich konnte soooo viel Schwarzbrot essen, dass ich definitiv weniger Punkte hergab, als erlaubt und dennoch zunahm. Eine satte 8 kg Zunahme in meiner WW-Zeit ...
Low Carb? Funktionierte erst prima, aber ich war irgendwann so großzügig mit dem Begriff "Low", dass eigentlich kein Unterschied zu vorher bestand und final in die Knie ging die Diät bei einem Besuch bei meinem dementen Väterchen, der dann eben das von mir verschmähte Brot (trocken) essen und mir seine Wurst überlassen wollte.
Und so habe ich mich richtig schön albern bei jeder einzelnen Diät aus der Kurve schleudern lassen.
Beim Gemüsesaftfasten weiß ich: wenn es kein entsaftetes Gemüse (und Obst) ist, machst Du übrigens gerade was falsch - Basta!

Das Gemüsesaftfasten geht schnell.
Sowohl in der Zubereitung, als auch im Einkauf, ist das Fasten schnell gemacht.
Ich kaufe genau die Zutaten, die ich mag, schubse sie durch den Entsafter - Entsafter schnell abspülen - fertig.
Ich muss nicht im voraus planen, schnibbeln, stundenlang zubereiten, aufpassen, dass keiner meine Zutaten oder fertigen Mahlzeiten aufisst. Wenn mein Alien Lust auf Gemüsesaft hat, gebe ich ihm was ab und mache mir später mehr.

Keiner verdient was an mir.
Viele Diäten fand ich dadurch etwas demütigend, dass sie auch noch teuer waren.
Die Leute, die die Dosen mit dem Pulver herstellen - BCM zB - verdienen sich eine goldene Nase an uns Dicken. Es verbittert noch zusätzlich, wenn man dann alles wieder zunimmt ... oder nicht durchhält.
Es ist schon irgendwie peinlich, wenn man Detlef Soost so sieht und denkt - auch der hat einen Hunni an meinen Pfunden verdient ... *sigh*

Nach 4 Wochen widert mich weder der Geruch, noch der Geschmack des Gemüsesaftes an.
Im Gegenteil - während ich das hier tippe, überlege ich schon, welchen Saft ich mir gleich mache.
Und was ich dann wieder aus dem Trester zauber.

14 kg in 4 Wochen!
Ja, das ist ein Vorteil für sich. In so kurzer Zeit so viel Lebensqualität auf einmal zurück zu gewinnen, ist einfach wunderschön und höchst motivierend. Ich sehe nicht schlanker aus, aber ich fühle mich gesund.
Wie schlecht es mir eigentlich ging, merke ich erst jetzt, da ich mich so viel besser fühle!
Zuerst einmal konnte ich die Kopfschmerztabletten ins Medizinschränkchen räumen.
Die Tabletten standen längst griffbereit in der Küche, so normal waren die täglichen Kopfschmerzen geworden.
Und ich war auch längst vom normalen Aspirin auf deutlich stärkere Tabletten umgestiegen, von denen ich dann auch immer gleich 2 nahm.
Wobei ich immer jemand war (und wieder bin), der lieber gar keine Tabletten nimmt.
Als ich jetzt in der Küche aufräumte, fielen mir die Tabletten in die Hand und erst da fiel mir auf, wie lange ich schon keine mehr genommen habe. Bzw. keine Ahnung, seit wann ich keine mehr gebraucht habe.
Meine seltsame Atemnot ist auch wieder weg.
Sie hatte im Dezember erst begonnen, daher weiß ich nicht, ob sie mit dem Gewicht zusammen hing, oder was das jetzt war.
Tatsache war, ich konnte einfach nicht besonders tief einatmen. Nicht, dass es geschmerzt hätte. Es ging einfach nicht!
Mit dem Erfolg, dass ich alle paar Schritte stehen bleiben und atmen musste.
Als nächstes verschwanden sämtliche Probleme, die ich mit den Beinen hatte - die juckenden Schienbeine, die anschwellenden Knöchel und Füße - vorbei.
Wirklich bemerkt habe ich das auch erst, als ich mir wieder die Waden rasierte.
Klingt jetzt lustig, aber das hatte ich eingestellt um a) die Juckerei nicht zu provorzieren und b) die Schwellungen dazu geführt hatten, dass ich mich dauernd geschnitten hatte.
Als ich dann eher in Gedanken, denn bewusst, das Rasieren meiner Waden wieder in die Routine aufnahm, fiel mir das Abklingen beider Probleme auf.
Oh, und Spaziergänge!
Nicht nur, dass ich wieder viel weiter gehen kann - nein, es macht mir endlich wieder Spaß!
Im Dezember noch, trieb ich mich energisch an
"also, wenigstens noch bis zu dem einen Baum! Komm, die Hunde müssen schon so ein Stückchen Auslauf bekommen!"
Nebenbei blieb ich sehr oft stehen und warf ihnen den Ball, damit sie Bewegung bekämen (und ich nicht!)
Mittlerweile gehe ich wieder ganz andere Wege und allein der Gedanke "wie wohl der große, knorrige Baum jetzt mit Schnee aussieht?", ist ein Grund, einfach mal hinzugehen und zu gucken!
Die Kleidung - passt wieder!
Einiges beginnt sogar, recht locker zu sitzen.
Ich habe wieder etwas Spiel an den Oberarmen - Jacken und Pullis verleihen mir nicht gleich wieder das "Zwangsjäckchen"-Gefühl und ich merke, wie meine Schenkel in den Jeans am Stoff entlang gleiten, satt dass sich der Stoff wie eine Wurstpelle um sie spannt.
Angenehm!

Aber: nein, man sieht auch weiterhin keine Veränderung.
Ich sehe, dass mein Bauch abflacht - ich sehe nicht mehr hochschwanger aus.
Aber es ist definitiv nicht so, dass irgendwem auffallen würde, dass ich jetzt 14 kg leichter bin, als noch im Dezember.

Was sich außer der Gesundheit oder Optik aber geändert hat, ist mein Selbstwertgefühl und meine Zuversicht.
Ich bin von je her eher ein Optimist, als ein Pessimist.
Nun aber verlasse ich mich nicht nur auf mein Glück, sondern auch noch mehr auf mich selbst.
Ich bin durchaus ein wenig stolz auf meine Disziplin, mit der ich meinen Fressi-Reflexen doch meist die Stirn biete.

Meist!
Ich gebe zu, es gab höchst unwürdige, alberne Momente, in denen ich
a) wie eine kleine Schnappschildkröte in eine Bockwurst biss
b) bei der Zubereitung einer Sauce Tatar, den Löffel versehentlich ableckte - und zwar ca 20 Mal

Na gut, so kleine Ausrutscher müssen sein ... die machen die Göttin des Saftfastens etwas menschlicher, oder?
:)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Karotten-Ananassaft mit Clementinen und einem Hauch Ingwer

Oh, meine Saftmischung heute ist aber auch zu köstlich
- die müsst Ihr mal ausprobieren, auch wenn Ihr nichts mit Saftfasten am Hut habt :)

Also:

1 kg Karotten
3 Clementinen (geschält)
1 Ananas (geschält)
1 Stück Ingwer

(alles auf dem Foto)

einmal durch den Entsafter schubsen.
Göttlich!

Dienstag, 20. Januar 2015

Vom Laufband geplumpst!

gestern war Tag 25 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,3 kg
abgenommen - 13,6 kg
gestern gegangene Schritte: 14.860
auf dem Laufband: 60 Minuten
Ernährung: 2 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 22.581 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Ja, ratet mal, wer vom Laufband geplumpst ist.
Ok, nach der Überschrift ist das jetzt nicht so schwer.
Ich natürlich.
Da gestern wieder so ein Fröstel-Tag war, hatte ich anfangs einen dicken Pulli an (Mann), in dem es mir bald zu warm wurde.
Und so wollte ich ihn mir mal eben über den Kopf ziehen.
Dabei ging ich weiter, aber wohl nicht schnell genug, denn während ich mit dem Kopf im Pulli und mit den Armen in der Luft steckte, hörte hinter mir plötzlich das Laufband auf.
Im allerersten Schreck fiel mir siedend heiß ein, dass ich das Regal hinter dem Laufband immer noch nicht an der Wand befestigt hatte und sah mich schon in das Regal stolpern, das Regal dann samt Inhalt nach vorn kippend und mich und mein noch immer laufendes Laufband unter sich begrabend.
Kettensägenmassaker Teil 7
Nichts von all dem passierte.
Ich stand schlicht hinter meinem Laufband und kämpfte mich aus dem Pulli frei.

Heute geht es mir wieder besser.
Ich hatte in den letzten Tagen gar nicht so recht mitbekommen, dass es mir nicht so doll ging.
Oder ich wollte mich zusammenreißen.
Fakt ist aber, dass ich genervt, fröstelnd und dauermüde war.
Und all das bin ich heute nicht mehr.
Die 97 hält sich erstaunlich lange.

Ich hatte in den letzten Tagen auch mit allerlei Unsinn zu kämpfen.
Zum Beispiel hatte ich dem Alien und seinen Kumpels Muffins mit Würstchen gebacken.
Abends räumte er - erstaunlich vernünftig - die Reste in den Kühlschrank.
Prompt begannen die kleinen Dinger, nach mir zu rufen.
"Komm schon! Nur einen!"
Wenn ich jetzt ganz ganz ganz ehrlich bin, hatte ich mich ja schon beim Kochen dabei erwischt, wie ich plötzlich und ohne Vorwarnung einmal in eines der Würstchen beißen musste.
Sehr unwürdig.
Jetzt bestimmt nicht wegen der 3 Kalorien, sondern weil ich Gefahr laufe, mich aus dem Fastenmodus zu schubsen, wenn ich dussligen Gelüsten nachgebe.
Aus Gelüsten wird dann schlicht Hunger.
Gegen Gelüste hilft ja so etwas wie ein Hauch von Disziplin, Würde, Anstand ... aber bei Hunger gilt es dann abzufasten.
Und das will ich noch gar nicht.
So langsam habe ich nämlich Blut (bzw Gemüsesaft) geleckt, was den 60 Tage Reboot von Joe Cross angeht.
Da ist so ein "das kann ich auch!".

Also stapelte ich die Muffin-Dogs flugs in eine Brotdose für die Schule.
7 waren übrig - 6 passten nur in die Dose.
"Ein Zeichen!", jubilierte der innere Schweinehund.
"Das ist ein Zeichen vom Himmel! Gott will, dass du diesen Muffin jetzt isst!"
"Will er nicht!", knurrte ich und stopfte diesen Muffin flugs in den Biomüll.
Dann öffnete ich den Deckel vom Biomüll noch einmal und drückte den Muffin so richtig in die Trester und Kaffeefilter-Reste darunter.
Puh! Das war knapp!

Die restlichen Muffins brachte ich meinem Sohn schnell ins Zimmer.
"Hier, tu die schon mal in deine Schultasche, damit du die morgen nicht vergisst!"
Der Alien kicherte fröhlich:
"rufen sie dich???"

Ja, ja ...
Aber die Sache scheint ausgestanden.
Erst einmal.
Der Kühlschrank schweigt und meine Gelüste bezogen sich heute wieder auf Gemüse.
Bzw - 1 kg Möhren, 1 Zitrone und 3 Apfesinen, deren Saft zusammen echt lecker ist.
Zur Abwechslung habe ich den Saft heute mal durch ein Tuch gegossen, so dass er klar ist.

Lecker!

Auch beim Laufband habe ich ein wenig die Regeln geändert - diese 100 Minuten am Stück, sind eine zu strikte Vorgabe, die dazu führte, dass ich jetzt ein paar Tage lieber gar nicht auf das Laufband gegangen bin.

So, und bevor es dunkel wird, kommt jetzt erst mal die Hunderunde dran

Sonntag, 18. Januar 2015

Manchmal geht es auch schief

gestern war Tag 23 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,5 kg
abgenommen - 13,4 kg
gestern gegangene Schritte: 7.154
auf dem Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft, 1 Glas Sekt
Ebay: -
entrümpelt: 20.527 Gramm
Schlafenszeit: 1 Uhr


Mit meinem Titel beziehe ich mich auf meine Trester-Experimente, nicht auf das Saftfasten, das ich gestern aber etwas gedankenlos aufs Spiel gesetzt habe.
Eine Freundin hatte meinen Lieblingssekt mitgebracht.
Nachdem ich schon Samstag träge in den Seilen hing und die Hunderunde deligierte, stieß ich gestern nun auch fröhlich mit ihr an.
Sekt, nach 3 Wochen Saftfasten ist ... mächtig.
Nach nur einem Glas Sekt, war ich schlicht und ergreifend betrunken.
Eine Geld sparende Methode, wenn man es bedenkt.

Am Vortag hatte ich meinem Alien eine Gemüsesuppe gekocht, die ... ich kann gut verstehen, dass er nach einem Teller pappsatt war und sich später heimlich in die Küche schlich um sich eine Pizza zu machen.



Daher bekommt Ihr hierzu kein Rezept.

Das nächste Experiment stieß immerhin auf einen Hauch Gegenliebe.
Für die kleinen Gemüsefrikadellen hatte ich Karotten-Stangensellerie-Trester genommen.
Eier, Parmesankäse und geriebene Haselnüsse.
Die Masse blieb sehr bröckelig und ich habe Mini-Happen daraus gebraten, die recht feucht blieben.
Mit Mehl geht es doch besser.
Aber wie gesagt, sie wurden mal eben verputzt und ich werde in der Richtung weitere Versuche anstellen.



Ich habe nun sehr schön beobachten können:
wenn ich mich nicht bewege, zu spät schlafen gehe und noch dazu Alkohol trinke,
hält mein Körper seine Pfunde recht erfolgreich beisammen.

Weshalb ich genau jetzt wieder auf mein Laufband gehen werde.

Boah, ich bin sooo tapfer!

Freitag, 16. Januar 2015

Laufband bremst Heißhunger aus

gestern war Tag 21 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,7 kg
abgenommen - 13,2 kg
gestern gegangene Schritte: 14.168
auf dem Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 20.527 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Der Ärger und die entsprechende Laune ist noch da,
aber mein Gemüsesaft-Fasten habe ich nicht unterbrochen.

Mein Alien hatte mich auf meine Mistlaune angesprochen und vermutet, dass ich schlicht Hunger habe, denn immerhin habe ich ja nun ca. 1 Woche nichts gegessen.
3, dachte ich, sagte aber nur, dass dies ja noch lange kein Grund sei, Hunger zu haben.
Die innere Logik in dieser Aussage, schien meinen Alien zu überfordern und er war so nett etwas zu sagen, zu dem es völlig legitim, ja nahezu eine pädgogische Notwendigkeit war, dass ich explodierte und ihn als Blitzableiter instrumentalisierte.
...
Danach stapfte ich heißhungrig zu meinem Laufband und stellte nach ein paar Minuten relativ überrascht fest, dass meine Laune besser wurde und das Hungergefühl verschwand.
Verstehen wir uns richtig:
ich gehe auf dem Laufband - gestern sogar nur 4 kmh
Ich power mich da nicht aus wie eine Irre, sondern gehe, gucke bei Youtube anderen Dicken zu, die sich in den vergangenen Jahren in den USA im Biggest Loser Camp öffentlich demütigen und zu gruseligen Anstrengungen haben nötigen lassen.
Sobald ich deren Quälerei sehe, wächst mein Vorsatz, im Schrittempo erfolgreich abzuspecken.

Nebenbei sah ich, dass die Biggest Loser in Deutschland bald wieder losgehen.
In diesem Jahr ohne Silke Kayadelen, dafür mit Detlef Soost, der all seine Ersparnisse in Werbebanner für sein Body Change Programm zu stecken scheint.
Nebenbei: an seinem Programm bin ich auch schon gescheitert.
Ich gestehe: ich bin einer der Deppen, die ernsthaft Geld dafür ausgegeben hat.
Immerhin habe ich mich ein paar Mal krümelig lachen können, denn zum Programm gehörten auch Kochvideos, bei denen Herr Soost dann ernsthaft Rezepte vorstellte, bei denen man zuerst einmal die Tomaten öffnen sollte.
Nein, keine Dosen - Tomaten.
Öffnet eine Tomate ... mittlerweile gibt es von ihm sogar Kochbücher ...
Ein echter Experte halt ...
Sein Sportprogramm führte dazu, dass mein Körper tat, was er immer tut, wenn ich es rundum übertreibe:
ich wurde umgehend krank.
Sehr überzeugend mit Fieber und allem Drum und Dran.
Nicht gerade das, was eine alleinerziehende Freiberuflerin brauchen kann.
Man war sogar so nett, das Programm für mich zu verlängern, als ich wieder gesund war, aber kaum hatte ich 4 Tage wieder nach dem Programm trainiert, lag ich auch prompt wieder auf der Nase.
Mit Fieber und allem Drum und Dran.
Seither bin ich sehr der Überzeugung, dass ich meinen Sport meinem Gewicht anpassen sollte und daher gehe ich auf dem Laufband und achte auch sonst darauf, mich viel aber angenehm zu bewegen.
Ok, eine Zeit lang, habe ich eher theoretisch darauf geachtet - bzw. "ab morgen - aber dann wirklich" darauf geachtet.
Mittlerweile IST morgen.

Dass der Heißhunger sich durch das Laufband verkrümelte, fand ich ... interessant.
Ich plumpste gegen 23 Uhr ins Bett und heute Morgen um 4 Uhr war ich hellwach, da ich zum Thema "akuter Ärger" über Nacht zu einer Entscheidung gefunden habe, die ich jetzt durchziehen werde.
Hoffentlich bin ich nicht den kompletten Tag übermüdet.

Ich merke, wieviel innere Kraft mir dieses Saftfasten gibt.
Ich fühle mich weiterhin pudelwohl damit.
Klar, der Heißhunger kommt gelegentlich, aber das ist kein Hunger in dem Sinne und ich werde ganz bestimmt nicht auf meinen Körper hören, wenn der mich überreden will, eine Tiefkühlpizza vom Alien in den Ofen zu schubsen.
Wobei - eigentlich schlug er vor, 2 Pizzen so mit der Füllung aufeinander in den Ofen zu schubsen, dass sie als ein riesiges Käsesandwich wieder herauskommen!

Ja, da weiß ich, dass das eher nicht die Stimme der Vernunft, sondern Freund Heißhunger ist - und der kann mich auch mal gerne haben!

Ich habe einen ganz einfachen Test entwickelt:
"möchtest du einen gedünsteten Apfel?", frage ich mich ganz lieb und verständnisvoll.
Und so lange die Antwort "Riesen-Pizza-Sandwich!!!" lautet, weiß ich, dass es weiterhin nicht die Stimme der Vernunft ist und schubse den angebotenen Apfel mit ein paar Karotten und einer Zitrone durch meinen Entsafter.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Ganz schlechte Laune - und jetzt?

gestern war Tag 20 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 97,9 kg
abgenommen - 13 kg
gestern gegangene Schritte: 14.440
auf dem Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 20.527 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Ja, die eiserne Lady des Saftfastens hat schlechte Laune - ganz schlechte Laune.
Statt auf das Laufband, musste ich gestern Abend ans Telefon.
Der übliche Ärger, aber kein üblicher Ausweg bei der Hand.
Nach einem Telefonat mit Generve, konnte ich mir ja nicht das übliche Trösterchen in Form von Kalorien gönnen.
Bzw. ich will nicht.
Aber lustig war, dass ich umgehend und eindeutig mit Hunger reagierte.
Kaum hatte ich aufgelegt, hatte ich Hunger.
Das hob meine Laune überhaupt nicht!

Nun gibt es Probleme zu lösen, Dinge zu klären, Gedanken zu denken ... und mir fehlt das übliche Kompensationsmittelchen.
Bzw. ich merke jetzt ganz extrem, mit welchen Dingen (Fressi!) ich mich sonst motivieren und belohnen kann.
Ok, du rufst den Drachen jetzt an und dafür gönnst du dir danach diese total leckeren Kesselchips - und alles Fressi, was da noch so im Kühlschrank zu finden ist!

Jetzt habe ich nur: ok, du rufst den Drachen jetzt an!

Leider gehöre ich nicht zu denen, die Stress mit einem flott gejoggten Halbmarathon abbauen können.
Für ein paar Orgasmen am Stück, fehlen mir mal wieder die potenten Liebhaber.
Gegen Kompensation mittels Shopping spricht mein Konsumverzicht, mein Kontostand und dass ich eh nirgends reinpasse - ein Gedanke allein, der 2 weitere Tütchen Kesselchips verdienen würde um ihn jetzt besser zu verkraften.

Sagen wir es so:
ich habe Generve am Hals, bin fett, alleinstehend und muss das jetzt ohne die Abmilderung von ein paar (Tüten) Chips verkraften.

Das Leben ist ... nicht immer ... nett zu dicken Endvierzigerinnen.

Ich kann jetzt noch nicht mal sagen "ich beiß mich durch ..."

Mittwoch, 14. Januar 2015

die eiserne Lady des Saftfastens

gestern war Tag 19 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 98,5 kg
abgenommen - 12,4 kg
gestern gegangene Schritte: 18.045
auf dem Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
Ebay: -
entrümpelt: 20.527 Gramm
Schlafenszeit: nach Mitternacht


Wir spielen uns ja hier die Bälle hin und her, wer von uns nun eisern ist und ich habe festgestellt, dass ich tatsächlich "eisern" bin, aber nicht so sehr in Sachen Saftfasten.
Die Fasterei fällt mir eher leicht.
Nein, aber dass ich brav täglich auf das Laufband gehe, das ringt mir mittlerweile selbst ein wenig Respekt vor mir ab.
Wobei ich übrigens gemütlich bei 4,5 kmh gehe und keinesfalls renne.
Dabei gucke ich zu gerne auf Youtube die amerikanischen Staffeln Biggest Loser.
Dicke Menschen, die sich öffentlich wiegen, anschreien und misshandeln lassen.
Wenn ich das sehe, freue ich mich gleich, dass ich gemütlich auf meinem Laufband gehen darf und mich keiner zwingt, zu rennen.
Irgendwas sagt mir, dass ich mein Gewicht nicht beschleunigen und auf meine Kniegelenke donnern sollte.

Das Fasten selbst fällt mir leicht.
Einziges Problem ist, wenn ich in Gedanken versunken meinen Alien bekoche und dann mal einen Löffel ablecke.
Ich gebe zu, ich habe einen Löffel nach dem irrtümlichen Ablecken auch schon mal nicht ganz versehentlich erneut abgeleckt.
Schon eine Art Geschmacksexplosion, die ich beim gleichen Gericht zu normalen Zeiten nicht hätte - wurde mir bewusst, als mein Alien eine "einfach göttliche, phänomenale, boah ey" Nudelsoße "ganz lecker" fand.

Irgendeine weise Botschaft steckt da jetzt sicher drin.
So mit "Verzicht führt auch bei ganz netten Nudelsoßen zu Begeisterung".
Sollte ich den Alien eine Weile in den Wandschrank sperren, damit ihn meine Kochkünste mal so richtig begeistern?

Dienstag, 13. Januar 2015

Möhrensaft am Morgen ... Frikadellen am Abend

Dieser Beitrag wird über den Tag wachsen, denn ich habe vor zu zeigen, was ich nach dem Saftgenuss mit dem Trester mache.

Zuerst einmal habe ich 1 kg Möhren geputzt und durch den Entsafter geschubst.
Den Trester habe ich entnommen (also, die fein gedrechselten, entsafteten Möhrenstückchen) und in eine Schüssel getan, wo schon der Trester des Abendsafts wartete (4 Tomaten und 2 Stangen Sellerie)
Danach habe ich noch 4 Äpfel und eine halbe Zitrone entsaftet und den Trester in eine andere Kanne getan und mit kochendem Wasser aufgegossen.
Später werde ich das Wasser durch ein Tuch abgießen und dann über den Tag verteilt erst als eine Art Früchtetee trinken und später als aromatisiertes Wasser.

Aber erst einmal mein Karottensaft:
Davon habe ich zwei große Gläser - und es empfielt sich, einen Löffel zu benutzen, denn der Saft setzt sich ab.
Immerhin ist keine Gelatine drin, die dies verhindert.
Wenn mein Alien mit saftet, muss ich den Saft durch ein Tuch gießen, denn sonst ekelt er sich.
Durch ein Tuch gegossen aber, wird der Saft klar und sieht auch für empfindlichere Augen durchgehend lecker aus.

Und so sieht das Apfelwasser dann aus:
Schmeckt eben wie Wasser mit Apfel-Zitronenaroma und kommt ganz ohne "Aromen" oder sonstiges aus.
Mir schmeckt das Apfelwasser heiß wie Früchtetee, warm und kalt gut.

And dann nehme ich die 650 Gemüsetrester - hauptsächlich Karotten vom Morgen (siehe oben)
menge 100 Gramm Mehl, 170 Gramm geraspelten Käse und 3 Eier unter und würze mit Cayennepfeffer und ähm, Frittensalz - aber nur, weil mir das normale Salz ausgegangen ist.
Also, eigentlich Salz ;-)

Mit einem Esslöffel teile ich die Masse in 12 Portionen, forme diese zu Frikadellen und brate diese in Fett in einer Pfanne aus.
Mit einem bezaubernden Lächeln serviere ich meinem Sohn dann meine Abfälle und was soll ich sagen?
Er findet sie sehr lecker.
Was logisch ist - immerhin sind das wirklich gute Zutaten.
Mir dem geringen Anteil Mehl passen die doch auch noch in Low Carb, oder?
(ernst gemeinte Frage - eine Antwort würde mich freuen)

Eine meiner Möhren-Käse-Frikadellen kommt auf 126 Kalorien bei 7,6 Gramm Fett.
(oder 100 Gramm Frikadelle für 152 Kalorien)
Und das, wenn man den 45% Gouda reinschneidet und mit 20 Gramm Sonnenblumenöl brät.
Da kann man also noch sparen, wenn man mag.





Katie Hopkins - übergewichtig aus purer Gehässigkeit

gestern war Tag 18 vom Gemüsesaftfasten
Gewicht heute Morgen: 98,8 kg
abgenommen - 12,1 kg
gestern gegangene Schritte: 17.343
auf dem Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: kommt noch
Ebay: -
entrümpelt: 19.956 Gramm
Schlafenszeit: nach Mitternacht


Seit einiger Zeit lese ich zu gerne Artikel über Katie Hopkins, die in England für ihre Gehässigkeit bekannt ist.
Eigentlich ist das tatsächlich alles, was sie zu bieten hat.
Sie ist boshaft und beleidigt gerne andere Menschen.
Sie ist stolz darauf, hinter Vladimir Putin zum zweit unbeliebtesten Menschen der Welt (der Engländer) gewählt worden zu sein.
Schon interessant, worauf man eine Karriere aufbauen kann ...
Sie hat Eltern beleidigt, die Ihre Kinder Tyler, Chantelle oder Chardonnay genannt haben,
(nicht lachen, aber ihre 3 Kinder heißen India, Poppy und Maximilian - ja, "Poppy" - Poppy darf niemals mit einer Chantelle spielen ...)
sie hat Tätowierte beleidigt, die in ihren Augen allesamt asozial sind,
aber ihre größten Erfolge fuhr sie mit der Beleidigung der Übergewichtigen ein, die sie schlicht "die Fetten" nennt.
Wir Fetten sind allesamt faul und selbst schuld.
Damit mag sie im Grunde Recht haben, aber ich denke mal, das gilt für jeden.
Raucher, Alkoholiker, Drogen-, Tablettensüchtige, Gestresste ... Schwangere und Alte ...
Ihr geht es nämlich offiziell mit ihren Beleidigungen nicht darum, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, sondern um die Kosten, die die Fetten dem Gesundheitssystem aufbürden.
Selbst schuld sind zwar nahezu alle Menschen, was ihre gesundheitlichen Probleme angeht, aber wir Fetten sind eine sofort erkennbare und angreifbare Zielgruppe.
So etwas wie "Anonyme Dicke" gibt es nicht :)
Ich habe nicht im geringsten vor, meine Pfunde irgendwie zu rechtfertigen.
Viel lieber amüsiere ich mich darum, dass die Bosheit diese Frau nun wirklich dazu trieb, 6 Wochen lang 6.500 Kalorien am Tag zu fressen und keinen Sport zu treiben um übergewichtig zu werden.
Sie ist ausschließlich deshalb übergewichtig geworden um danach zu beweisen, wie einfach es ist, (wieder) abzunehmen.

Kann man sich einen dümmeren Menschen als Katie Hopkins vorstellen?

Ok, also das Gewicht, das sie sich unter Gejammer angefressen hat und mit dem sie sich entsetzlich hässlich fand, ist so ziemlich das Gewicht, das ich gerne hätte, denn Katie hat sich gerade mal auf einen BMI von 25 hochgefressen.

(sehr schön der Moment, wo sie fressend jammert "ich hasse die Dicken dafür, dass sie mir das hier antun!")

Ich weiß nicht genau, wer von uns Dicken ihr das jetzt angetan hat, aber mich erfreut ihre "fat story" über alle Maßen.
Die Sendung selbst ist so öde, dass ich sie nur unter viel Spulerei angesehen habe.
Aber so ein Lästerweib mit Bäuchlein im Selbstmitleid schwimmen zu sehen, ist Balsam auf die verspotteten Seelen.

Ihr Ziel war es in 3 Monaten 4 Stones zuzunehmen - das sind 25,04 kg
Ihr Ausgangsgewicht 8 stone 13lb sind ca 56,7 kg und sie ist 5’ 7” - 1,70m groß.
Ihr BMI lag also bei 19,6 und ihr Körperfettanteil lag bei 15%

Die Zunahme ist ihr nicht gelungen - sie nahm nur 19 kg zu.
Die Abnahme ist ihr auch nicht gelungen - sie nahm nur gut 14 kg wieder ab.

Am Ende ihrer 3 Monate Abnehmphase, wiegt sie 61 kg.
5 kg wurde sie also nicht wieder los.
Dennoch verkauft sie das Ganze als Erfolg - sie habe bewiesen, dass jeder Fette einfach durch Bewegung abnehmen kann.
Aha

Ich glaube eher, da hat sie bewiesen, wie dumm sie doch ist ...
Weder hat sie es geschafft, in 3 Monaten 25 kg zuzunehmen, noch hat sie es geschafft, in 3 Monaten ihre frisch angefressenen 19 kg wieder loszuwerden.
Und das, obwohl sie zu Beginn der Zunahmphase ein sportlich durchtrainierter Mensch ist.
Das heißt, sie weiß, wie man trainiert und kennt ihren Körper beim Sport sehr gut.
Welcher Übergewichtige hat diese Vorteile schon?

Noch dazu hat sie die dreimonatige Fressphase als Strafe empfunden und war froh, als die Kalorienfolter ein Ende hatte.
Anders als uns, hört sie keinen abendlichen Lockruf aus dem Kühlschrank ...
Wenn ich sehe, was sie da zu sich genommen hat, kann ich das lebhaft nachempfinden.
Ich wäre kreuzunglücklich, wenn ich 3 Monate herumsitzen und 6.500 Kalorien zu mir nehmen müsste.

Glücklich wäre ich allerdings, wenn ich den fettesten Katie Hopkins BMI von etwas über 25 erreiche.
Ein Gewicht von 65 kg
Damit wäre ich tatsächlich mit einem BMI von über 25 noch immer übergewichtig.

Witzig - heute Morgen habe ich mich über 98,8 kg gefreut.
Ein Gewicht, bei dem Katie Hopkins vermutlich mit einem Nervenzusammenbruch in der Klapse eingeliefert worden wäre.
Tja, liebe Katie, ich bin eindeutig sehr viel härter im Nehmen als Du!

Sie sagte: gaining weight reduced me to a blubbering wreck
Gewichtszunahme reduzierte mich auf ein blubberndes Wrack

Gut erkannt, Frau Hopkins.
Aus mir machte mein Übergewicht übrigens nur eine dicke, alleinerziehende Freiberuflerin, die bergauf eine sehr viel bessere Zuhörerin, als Rednerin ist ...


Montag, 12. Januar 2015

Rezepte für das Saftfasten nach Joe Cross

Tag 17
Gewicht: 99,4 kg
abgenommen - 11,5 kg
Schritte: 13.835
Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: 2 Bücher und ein Eierpiekser
Ebay: -
entrümpelt: 19.956 Gramm
Schlafenszeit: nach Mitternacht


Ich wurde gefragt woher ich meine Rezepte für das Gemüsesaftfasten nehme.
Ganz ehrlich:
ich entsafte genau das, wonach mir der Sinn steht.
In den ersten Tagen war ich ganz vernarrt in eine Kombination aus roter Bete, Möhren und Zitronen (evtl. auch noch Äpfel), aber derzeit kann ich roter Bete rein gar nichts abgewinnen.
In den letzten Tagen sind Tomaten meine Favoriten.
Immer noch zusammen mit Zitronen, aber auch Zwiebeln, Stangensellerie und Knoblauchzehen.
Vermutlich rieche ich etwas streng.
Nebenbei trinke ich übrigens auch noch recht viel Wasser, heißes Wasser, Ingwerwasser oder ich kippe heißes Wasser mit in meine Säfte.

Joe Cross, dessen Film (nicht nur) mich überhaupt erst auf die Idee des Gemüsesaftfastens gebracht hat, hat eine sehr große Vorliebe für Grünkohl und Mangold. Beides Gemüse, mit denen man mich jagen kann, wie Vampire mit Knoblauch!
Daher hat beides noch nie meinen Entsafter betreten.
Kein Green Juice in meiner Küche.
Evtl. werde ich Spinat mal eine Chance geben, aber der hat noch nicht recht Saison.

Wer Saftfasten möchte, braucht eigentlich nur zu überlegen, welches Gemüse er mag.
Gut, ich weiß nicht, ob Mais und Erbsen jetzt besonders hilfreiche Ideen wären.
Auf Sellerie habe ich übrigens auch keine Lust, der wirkt schlicht wie ein Geschmacksverstärker für die Tomaten, wenn man zu einem kg Gemüse 1 - 2 Stangen Sellerie mit entsaftet.
Ingwer und Knoblauch bringen eine Schärfe mit rein, die milder ist, als die Chillie-Schärfe.
Und Ingwer wärmt und würzt, ohne dass der Atem die Pegida auf den Plan ruft ...

Besonders gelungene Mischungen sammel ich übrigens rechts unter dem Label "Rezepte".
Dort sind auch die Rezepte, die ich für den Trester ausprobiert habe, denn das einfach entsaftete Gemüse ist doch zu schade, um es nach dem Entsaften gleich zu entsorgen.

Joe Cross ist so dermaßen eingeschlagen, dass er jetzt sogar offiziell zu den 10 bedeutendsten Leuten in Sachen Ernährungsumstellung gezählt wird. Und dabei kommt er herrlich unaufgeregt daher.
Da er ein Geschäftsmann ist, gibt es natürlich auch ein paar kommerzielle Ideen von ihm, wie Kochbücher und begleitetes Fasten.
Einige Rezepte sind aber auch frei zugänglich auf seiner Reboot with Joe-Seite zu finden.
Wer kein Gemüse-Englisch kann, versuche es mal mit etwas Phantasie und mit diesem Link

Von mir gibt es nichts Neues zu berichten.
Höchstens:
ich habe meine bis zuletzt treue Jeans vorhin aus dem Trockner geholt.
Sie rutscht.
Jetzt mag ich sie fast noch mehr.
Ich entwickle nahezu zärtliche Gefühle für eine Jeans, die mir langsam zu groß wird.



Sonntag, 11. Januar 2015

Und abends dann meine Pizza im Glas

Doch, doch, wir reden von Saft ...
so ziemlich.

Abends friere ich öfter mal.
Ob das jetzt am Wetter liegt, oder fastentypisch ist, sei dahingestellt.
Sicher ist, ich fröstel vor mich hin und mir ist auch nicht nach lecker kaltem Gemüsesaft.
Da mich Brühe schon einmal aus dem Fastenmodus geschleudert hat und ich Hunger bekam (vor Jahren, nicht aktuell), lasse ich die Pfoten von der Gemüsebrühe - so ziemlich jedenfalls.

Also:
500 Gramm Tomaten
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
evtl. auch noch ein Stück einer Chilischote

alles vorher schön gründlich putzen und dann durch den Entsafter schubsen.
Den Saft gebe ich immer nur zum Teil in mein Glas und gieße dann mit heiß Wasser auf.
Schon hat das Frösteln ein Ende und ich habe mein abendliches "Pizza-Erlebnis"

Ach so, den Trester des vorher gründlich geputzten Gemüses, vermische ich nun mit einem Päckchen Quark oder Frischkäse - mit dem Passierstab kann man das ganz glatt rühren - würze noch ein wenig mit Salz und evtl. Pfeffer nach und schon hat mein Alien einen ausgesprochen leckeren Tomatenquark oder -frischkäse.
Schmeckt ihm sehr lecker auf Brot oder als Dipp.

mein Morgens Wach und Fit Saft

Ich soll öfter mal verraten, welche Säfte ich mir so mache.
Also, morgens schmeckt mir immer sehr gut:

2 Stangen Sellerie
1 kg Möhren
500 Gramm Äpfel
1/2 Zitrone
durch den Entsafter geschubst

Ich kaufe eigentlich alles in Bio-Qualitäten.
Bei den Zitronen achte ich verstärkt auf Bio, denn ich entsafte sie mit Schale, da ich das Zitronenschalenaroma im Saft mag.
Wären das aber keine Bio-Zitronen, hätte ich kein schönes Zitronenschalenaroma, sondern Chemie im Glas, da herkömmliche Zitronenschalen gespritzt werden.

Auch lecker ist das Ganze, wenn man statt der Äpfel Apfelsinen nimmt.
Entweder Bio - dann spart man sich Arbeit ... oder Chemie, dann sollte man sie mit der Saftpresse entsaften.
Eigenlich unfair, dass man immer Bio dazu sagen muss.
Ich finde, eine Bio-Zitrone sollte eine Zitrone sein, während das gespritze Pendant dann bitte schön die Chemie-Zitrone sein dürfte.
Das würde auch das Einkaufsverhalten vieler ändern :)

Und ja, eigentlich ist das natürlich kein reiner Gemüsesaft
Aber lecker :)

Uhu - I believe I can fly ...

Tag 16
Gewicht: 99,6 kg
abgenommen - 11,3 kg
Schritte: 13.361*
Laufband: 100 Minuten
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: 1 Buch und 1 Schublade
Ebay: -
entrümpelt: 17.482 Gramm
Schlafenszeit: vor Mitternacht


Endlich zweistellig - wieder mal.
10.19 % von mir sind weg - BMI 38,9
Natürlich grummsel ich hier unzufrieden herum, bis ich zumindest unter die magische 93er Grenze falle, aber tief in mir drin hopst dann doch ein freudiges Ego herum und kräht "unter 100, unter 100!"
Dabei, wenn ich über das Halblitertässchen Milchkaffee nachdenke, das ich gefrühstückt habe ...
Ach was
Unter Hundert = UHU

Wirklich böse ist daran nur:
man sieht ja nichts!
Ich habe mir die Freude von Vorher-Nachher-Fotos gegönnt und nun alle 5 kg ein Foto in den gleichen Klamotten an gleicher Stelle gemacht und kann nur sagen, dass es so aussieht, als hätte ich mit 105 kg mehr auf den Rippen, als mit 110 kg und sei dann mit 100 kg auf das Niveau von 110 zurückgekehrt.
Werbefuzzis bekommen solche Vorher-Nachher-Fotos immer sehr viel eindrucksvoller hin ...
Das Schwierigste war übrigens, den Bauch NICHT einzuziehen.
Darum gucke ich auch so griesgrämig.
Selbstauslöser und Bauch NICHT einziehen - das hat mich völlig überfordert.
Ich bin gespannt, wie das 95er Bild wird.

Von vorne nach hinten 100 - 105 - 110 (so ca)

Ja, DAS dürfte der Unterschied zu VORHER sein.
Optisch mag sich wenig getan haben, aber innerlich baue ich so etwas wie Respekt vor mir selbst auf.
Zwar hungere ich wirklich nicht - Fasten ist kein Hungern - aber natürlich widerstehe ich dennoch seit 16 Tagen allen Verlockungen und Versuchungen auf die mein innerer Schweinehund nicht müde wird, mich hinzuweisen.
Vorher war ich bei Heißhungerattacken sicher, dass ich ihr eh erliegen würde, also konnte ich meine Kühlschrankplünderei doch auch ohne alberne Ziererei gleich durchziehen ...
Vielleicht stehe ich nach dem Saftfasten dem Heißhunger doch selbstbewußter gegenüber?
Vielleicht ist da ein "Du hast X Tage nicht nachgegeben, Du schaffst das auch heute Abend!"

Ich höre mittlerweile viel mehr auf mich.
Das ist jetzt ein Widerspruch zu dem Satz, dass ich dem Heißhunger widerspreche, was?
Ja, ich glaube, die Fressattacken waren auch mit ein Grund, dass ich lange nicht nett zu mir selbst war, bzw. meine Bedürfnisse regelmäßig ignorierte, da meinen Bedürfnissen nicht zu trauen war.
Nur essen, wenn man hungrig ist - dann würde ich, sobald ich wach bin, kauen!
Ich kenne die Abwesenheit von Heißhunger - aber Sättigung?
Bzw. mir scheint, dass ich alles für Hunger halte - Müdigkeit, Stress, Freude, Langeweile, Sorgen - hm, ich sollte mal was Leckeres essen!

Seit ich faste, erlebe ich mich anders.
Abends weiß ich jetzt, wann ich ins Bett gehen möchte.
Zwischendurch bekomme ich Lust auf ein heißes Bad statt einer Pizza.
Joe Cross nennt seine Safterei einen "Reboot".
Das fand ich erst seltsam, aber so langsam fühle ich nach, was er meint.
Als würde ich mein System einmal runter fahren, weil ein paar Programme spinnen oder abgestürzt sind und dann knipse ich den Computer wieder an, fahre ihn wieder hoch und siehe da, die abgestürzten Programme laufen wieder.

Hinter dem Fasten mag ja der große JoJo-Effekt lauern, aber mir scheint diese Fastenphase mit jedem Tag wertvoller.
Auch widersprechen die Wissenschaftler heute mal der alten Weisheit, dass nur ein langsamer Gewichtsverlust nachhaltig ist.
Es kommt schlicht auf das "Nachher" an.
Wenn ich mein Fastenende mit einer Pizza feier, kann ich sicher sein, dass mein durch Notzeiten trainierter Körper die Pizza und einige Liter Wasser eisern an sich raffen wird und ich über Nacht eben mal 5 kg zunehmen werde.
Darum plane ich einen eher allmählichen Ausstieg aus dem Fasten - wenn es so weit ist.
Noch gefällt mir die Fasterei wunderbar.

Noch etwas hat sich geändert:
mein Alien, der sich anfangs mehr oder weniger unverhohlen über meinen Gemüsesaft lustig gemacht hat, ist plötzlich umgänglich geworden. Er stellt Sachfragen zum Gemüsesaft und hin und wieder äußert er sich zu Themen, die ihn gerade umtreiben.
Man könnte sagen, er nimmt mich ernst - oder etwas ernster als noch vor Weihnachten.
Andererseits könnte das auch einfach eine seiner vielen Pubertätsphasen sein.

Evtl. nehme ich mich aber auch wieder ernster - was natürlich auch eine Pubertätsphase sein könnte ;-)

*der Schrittzähler lag nach dem Laufband bis zum Abend vergessen im Badezimmer, daher fehlen Schritte ...

Samstag, 10. Januar 2015

Ich bin ein Bär bzw. im Winterschlafmodus ...


Tag 15
Gewicht: 100,3 kg
abgenommen - 10,6 kg
Schritte: 6.381
Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft,
entrümpelt: 3 Bücher und Elektroschrott
Ebay: -
entrümpelt: 16.915 Gramm
Schlafenszeit: Mitternacht


Ok, ich war gestern nicht auf dem Laufband, aber ansonsten verglichen mit dem Vortag schon wieder richtig aktiv.
Stürmische Hunderunde, Mama-Taxi, Post und einkaufen.
Und mein Körper finanziert das alles mit Gemüsesaft, Milchkaffee und 100 Gramm körpereigene Fettreserven.
Ich bin voll Bewunderung für meinen eigenen Körper und weiß, dass ich in Notzeiten also vermutlich mein komplettes Umfeld eine ganze Weile überleben könnte.
Sofern eine Versorgung mit Milchkaffee und Gemüsesaft sicher gestellt würde ...

nachträglicher Einschub:
von der Septemberwelle inspiriert, habe ich mich heute einmal kurz aber intensiv mit meiner Waage beschäftigt und ihr neben dem Gewicht folgende Werte entlockt:
43,2 Fett
41,4 Wasser
29,2 Muskeln
Es verwirrt mich allerdings, wenn ich die Zahlen zusammen rechne und bei deutlich mehr als 100 ankomme - Prozent können das also nicht sein, oder?
Gerade habe ich mir die Gebrauchsanleitung online herausgesucht und sehe, dass ich evtl. meine Knochen und meine Muskelmasse vertausche, da ich auf der Waage stehend keinesfalls ein Hantelsymbol von einem Knochensymbol unterscheiden kann.
also ... erforsche ich das Phänomen morgen weiter ...



Ich vermute, ich verfüge über Teddybär-Gene und da ich in der Nahrungsbeschaffung in den letzten Wochen so erfolglos war, hat mein Körper ganz richtig erkannt, dass Winter ist und mich entsprechend auf Winterschlafmodus gesetzt - und nicht in den Fastenmodus, wie ich irrtümlich annahm.
Kuschel dich in die Ecke, beweg dich nicht und werde erst wieder aktiv, wenn dir die Sonne auf den Pelz brennt!
Dann findest du draußen wieder Beeren ... und Chips, Schokokekse, Pizza und Döner!

Ich betrachte meine Waden und überlege, ob der Einsatz des Ladyshaves meinen Körper von der Winterschlafidee wieder abbringen könnte. Rasierte Waden sind doch ein ganz eindeutiger Frühlingsbote, oder?
Und sorgen auch für eine optische Unterscheidung vom Teddy-Bären ...
Na gut, vermutlich ist der Einsatz des Laufbands erfolgreicher.
Ich probiere das gleich mal aus ...

Freitag, 9. Januar 2015

Nach 14 Tagen Gemüsesaftfasten ...

Tag 14
Gewicht: 100,4 kg
abgenommen - 10,5 kg
Schritte: 2842
Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft,
entrümpelt: 3 Gegenstände
Ebay: -
entrümpelt: 16.915 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Meine Güte, nun sind tatsächlich schon 14 Tage meiner Gemüsesaftfastenzeit um.
Gestern war ich schlapp, aber mir ging es nicht schlecht dabei.
Ich denke mal, meine Leistungsfähigkeit ist je nach Tagesform eben sehr begrenzt und ich bin froh, dass ich mir meine Arbeit frei einteilen kann.
Heute hätte ich wieder auf das Laufband gehen können und auch sollen, aber mir kommt der Sturm dazwischen.
Als ich gerade die Sportsachen angezogen hatte, riss der Himmel auf und nach Hagelsturm mit Blitzen und Donner, sah man einen blauen Himmel. Zudem war es nur noch windig.
Also zog ich umgehend meine Jeans an, eine Warme Jacke, schnappte mir die Hunde und machte schnell die Wald-Feldrunde mit den beiden. Denn der eigentliche Sturm ist erst für morgen angekündigt. Wer weiß, ob wir dann morgen überhaupt vor die Tür kommen?!
Als ich wieder nach hause kam, wurde es auch prompt wieder windiger und kurz darauf stürmte es so eindrucksvoll, dass die Bahn alle Fahrten einstellte und wir Eltern unsere Kinder an den Schulen abholen mussten.
Danach wollte der Alien noch in die Muckibude ... und natürlich auch wieder abgeholt werden ...
Da er nebenbei schon Fahrstunden hat, sind meine Tage als Mami-Taxi aber gezählt.

Das Gemüsesaftfasten gefällt mir immer besser.
Meinen Saft habe ich schnell gemacht und ich habe keinerlei Widerwillen dagegen.
Appetit hätte ich schon, aber ganz sicher keinen Hunger.
Ich darf über das eine oder andere Nahrungsmittel nicht zu lange nachdenken, aber das ist keine Qual.
Derzeit trinke ich viel Möhren-Tomatensaft mit zB ein paar Selleriestangen oder einer Zwiebel - alles durch den Entsafter geschubst.
Morgen muss ich mir einen Nachschub an Äpfeln, Zitronen, Sellerie und Möhren zulegen.
Die Kosten dieses Fastens bleiben trotz Biozutaten sehr im Rahmen und der Zeitaufwand ist minimal.
Keine Planung ist nötig, keine ellenlangen Einkaufzettel und dauernde Mahlzeiten-Zubereitungen.
Ich muss nie überlegen, wann ich was essen darf.
Also mache ich erst einmal weiter.

Donnerstag, 8. Januar 2015

evtl. die Fastenwand, bzw. Fastenkrise

Dumm von mir ...
Gestern blieb ich vor dem Computer hängen und kam erst um 2 Uhr morgens ins Bett.
Heute Morgen wachte ich vor 9 Uhr auf und alles schien gut.
Aber kaum war es 14 Uhr, ging bei mir sozusagen die Luft raus.
Ans Laufband ist nicht zu denken, die Hunderunde durfte der Alien machen.
Mir geht es nicht schlecht - ich bin einfach nur durch und durch träge.
Luft raus.
Mir fiel ein, dass es sein könnte, dass ich übermüdet in die berühmte "Wall" des Fastens gestolpert bin, die sich gerne um den 14 Tag herum plötzlich vor dem Fastenden auftürmt.
Viele brechen dann ab - bei vielen ist es evtl. auch vernünftig, dann abzubrechen.
Ich hoffe, dass ich, wenn ich mich heute dann einfach schone und wieder früher schlafen gehe, morgen wieder mehr Energie habe.
Wer fastet schläft gut und besser auch viel.
Ich habe übrigens keinen Hunger.
Klar, ich könnte jetzt problemlos den restlichen Auflauf in mich hineinfuttern, den ich meinem Sohn gemacht habe, aber das Lustige ist, dass es mir jetzt, während der Gemüsesaftfasterei viel leichter fällt, ihn NICHT zu essen.
Wer mich kennt weiß, dass so ein Auflauf hier sonst schlicht zu verschwinden pflegt, da mich sonst gerne die Gier überkommt.
Eigentlich ist es doch höchst erstaunlich, dass ich nach 2 Wochen Saftfasten dem Lockruf des Fressi so viel leichter widerstehen kann, als im Alltag.
Mein Körper ist ganz zufrieden im Fastenmodus.
Mir steht der Sinn nach ... Gemüsesaft.
Kein Scherz.
Und mehr Schlaf als gestern.
Heute habe ich die Kopfschmerztabletten weggeräumt, die in der Küche griffbereit herumlagen, statt im Medizinkästchen.
Ein paar Tage Saft und diese ewigen Kopfschmerzen sind weg und bleiben weg.
Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt mehr als 10 Tage am Stück keine Kopfschmerzen hatte.
14 Tage Saft und ich lebe ein Leben ohne Wehwehchen.
Auch die ständige Atemnot ist wieder weg.

Mein Entsafter fürs Gemüsesaftfasten

Tag 13
Gewicht: 100,5 kg
abgenommen - 10,4 kg
Schritte: 9486
Laufband: -
Ernährung: 2 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft,
entrümpelt: 3 Gegenstände
Ebay: -
entrümpelt: 11.439 Gramm
Schlafenszeit: 2 Uhr morgens


Gestern hatte ich eine eher ungute Laune, die schon fast Richtung Selbsthass ging.
Nö, so sollte man nicht mit sich selbst umgehen.
Natürlich läuft man immer Gefahr, dass der innere Schweinehund dieses Hintertürchen nutzt und einen mit Chips und Cola aufs Sofa lockt, aber andererseits finde ich es sehr wichtig, ganz doll lieb zu mir zu sein.
Denn wer soll nett zu mir sein, wenn nicht ich selbst?
Wenn ich mich mies behandle und immer selbst in die 2. Reihe zurück schubse, denken doch alle anderen, insbesondere pubertierende Aliens, dass das so seine Richtigkeit haben muss und behandeln mich eben auch, als wären sie allein die Krone der Schöpfung und Mutti das Personal.
Ganz wichtig ist es darum, hin und wieder mal Dinge zu formulieren, wie:


Du möchtest Essen?
Ok, wo ist dann bitte schön der rote Teppich in die Küche?


Jawohl, ich bin eine Göttin.
Etwas verborgen hinter Speck und meiner Kittelschürze, daher brauche ich selbst und andere gelegentlich verbale Unterstützung, die Göttin in mir zu erkennen.
In der Art von:

Räum deinen Teller gefälligst IN die Spülmaschine!


Einmal "sorry, ich konnte nicht kochen! Da stand noch dein Frühstücksgeschirr in der Küche herum!" bewirkt Großartiges.
1. Du gewinnst Zeit, weil du nicht kochst
2. der Alien lernt: nach der Schule kein lecker Essen - hm, vielleicht räume ich mein Frühstücksgeschirr doch lieber weg?!
3. Du gewinnst noch mehr Zeit, weil sich der Alien schmollend mit einem Butterbrot in sein Zimmer verkrümelt (und den Teller dann unter das Bett schubst ... schließlich war der kein Frühstücksgeschirr ...)

Gut, gestern hatte ich eine schöne Hunderunde gemacht, mit einer Freundin Milchkaffee getrunken und nachmittags einen Termin für und mit dem Alien wahrgenommen.
Dabei war ich dann im Bioladen "shoppen".
Ich habe mir im Saftregal ein paar Säfte eingepackt, die ohne Salz gemacht worden sind (hoffentlich).
Als wir dann nach 18 Uhr nach hause kamen, dachte ich "ok, jetzt ab aufs Laufband!", aber alles sträubte sich.
Sofa, Decke, Filmchen gucken und stricken! bitte, bitte

Hm, nichts bettelte um Chips.
Also, echtes Bedürfnis - kein innerer Schweinehund?
Ich war nicht sicher, strich aber das Laufband vom Tagesplan und kuschelte mich schön warm ins Wohnzimmer und guckte strickend lauter Youtube- und HULU-Filmchen über dicke Leute, die versuchten schlank zu werden.
Sehr motivierend.
Dazu gönnte ich mir einen unfassbar teuren Saft.
Biotta Breuss - ein Erlebnis in dunkelrot.
naturbelassener Saft, ohne Salz
Ich hatte den Gemüsesaft
Tja - hat mich jetzt nicht umgeworfen.
In der Küche steht noch ein Viertel Glas - ich glaube, ich habe rote Bete etwas über und dieser Saft schmeckt schon sehr nach roter Bete - was er ja auch soll.
Steht drauf.
Auf der Biotta-Seite kann man sehen, dass die noch sehr viele Säfte haben.
Mein Bioladen hatte nur diesen einen von der Marke.

Aber:
ich probiere die käuflichen Säfte eh nur aus Neugier aus und um evtl. schnell etwas mitnehmen zu können.
Ansonsten finde ich es viel preiswerter, einfacher und besser, mir das Gemüse meiner Wahl durch meinen Entsafter zu schubsen.

Ich habe schon 3 Entsafter ausprobiert und sie landeten immer wieder erst auf dem Dachboden und dann ... Tschüssn, weil ich entweder mit dem gewonnenen Saft unzufrieden war und/oder der Aufwand den Saft zu machen oder die Maschine wieder zu reinigen einfach zu hoch war.

Mit dem Entsafter, den ich im August 2013 kaufte, bin ich aber echt glücklich.
Man muss das Obst/Gemüse vorher nicht zerkleinern - so ca. die Größe einen Apfels, einer Fleischtomate passt unzerkleinert in das Rohr.
Der Saft landet brav in der Kanne, sofern man nicht vergisst, den Deckel auf der Kanne aufzulegen ...
(aber das passiert nur einmal, dann ist man so "saftig", dass man künftig einen guten "wo ist der Deckel?!"-Reflex hat ...)
Der Trester landet in einer runden Form, aus der er sich problemlos entnehmen lässt.
Und: alle Teile lassen sich sehr einfach auseinander nehmen und ohne Puhlerei, Kratzerei und Gefluche mal eben unter fließend Wasser reinigen.

Allerdings ist der Entsafter groß.
Er lässt sich nicht einfach so in einer kleinen Schublade verstauen.
Und billig ist er auch nicht.



Ah, wie ich sehe, ist er mittlerweile deutlich billiger geworden.
Ich habe damals noch gut 170,- Euro investiert und bereue nichts.
Jaaa, klingt, als würde ich für die Werbung bezahlt, ist aber mein Ernst :)

Der gewonnene Saft teilt sich in der Kanne schnell in
klarer Saft - unten in der Kanne
Gemüseschaum - oben in der Kanne

Für mich selbst, rühre ich öfter mal um - für evtl. mäkelige Mittrinker, gieße ich den Saft einfach durch ein Tuch in eine andere Kanne. (Ein eingehängtes Sieb in welches man das Tuch legt, hilft ungemein)
Dann hat man klaren Gemüsesaft in der Kanne und einen schönen Ansatz für Gemüsequark oder -Soßen im Tuch.

Wenn ich den Trester verwerten möchte, putze ich das Gemüse gründlichst.
Man kann Möhrentrester zB hervorragend in Fleischbällchen, Brot etc. mit einarbeiten.
Aus Gurkentrester habe ich gerade erst sehr leckere (sagt der Alien) und saftige Fischfrikadellen gemacht.
Also, aus Gurkentrester und Fisch :)

Soviel für heute.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Auf Diäten ist man viel dicker als vorher ...

Tag 12
Gewicht: 100,9 kg
abgenommen - 10 kg
Schritte: 15.896
Laufband: 100
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: 3 Gegenstände
Ebay: -
entrümpelt: 11.164 Gramm
Schlafenszeit: 23 Uhr


Ja, man sollte meinen, dass mir heute nach Feiern zu Mute ist.
10 kg nach 12 Tagen Gemüsesaftfasten zu verlieren, das ist schon was.
Eigentlich.

Wenn ich ehrlich bin, schlägt mir aber eher auf den Magen, dass ich 10 kg abnehme und noch immer über 100 kg wiege.
Rechnerisch hat das schon seine Richtigkeit.
In meinem Bewusstsein, wog ich aber noch gar nicht über 96 kg - bzw "um die 100 kg".
Man kann eine Zunahme von 14 kg also durchaus verdrängen, so lange man nicht all zu sehr darüber nachdenkt.
Und genau das aber tut man, sobald man sich (wieder mal) ans Abnehmen macht.
Und so bin ich nun zwar 10 kg los, aber nun doch bewusst viel dicker, als ich noch vor 14 Tagen war.

Ja, es geht mir gesundheitlich und auch mental viel besser.
Nur, ich bin jetzt viel dicker!
Mir ist derzeit ständig bewusst, wie unheimlich dick ich eigentlich bin.
Mal ehrlich - so ein laufender Meter wie ich mit über 100 kg.

Ach, hör auf zu jammern!
Immerhin habe ich nun wieder eine gewisse Auswahl unter meinen eigenen Hosen.
Bisher hieß es - entweder die Jeans, oder Leggins, während alle anderen Jeans nach und nach zu eng aus dem Trockner gekommen waren. Kennt man ja.
Man legt eine passende Jeans in den Wäschekorb und dann wird die im Trockner so dermaßen eng, dass man sie nicht mehr tragen mag.
Das hatte sicher nichts mit meinen Zunahmen zu tun ...

Oder?

Dienstag, 6. Januar 2015

11 Tage Gemüsesaftfasten

Tag 11
Gewicht: 101,5 kg
abgenommen - 9,4 kg
Schritte: 16.500
Laufband: -
Ernährung: 1 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: 3 Gegenstände
Ebay: 1 Buch eingestellt
entrümpelt: 9.228 Gramm
Schlafenszeit: 22 Uhr


Meine Kopfhaut hält sich für eine Schlange und hat beschlossen, mich in großen Stücken zu verlassen:
Monsterschuppen!
Ob das mit dem Gemüsesaftfasten zusammenhängt, weiß ich allerdings nicht.
Ich hoffe, das ist schnell vorüber.

Ansonsten gibt es herzlich wenig zu berichten.
Dinge, die vor 2 Wochen noch echte Hürden waren, erledige ich jetzt mit langweiliger Gelassenheit.
Schuhe an, Hunderunde machen, ist nichts mehr, was mich zu raffinierten, nahezu intriganten Aktionen mehr bringt, die im Endeffekt meinen Alien mit den Hunden in den Wald schickt.
Nö, ich mache die Runde eigentlich gerne selbst.
Das Matschwetter verlockt nicht zur Riesenrunde über Dingsdadorf, aber die Hunde bekommen mehrere Partien "holt den Ball" zur Runde dazu.

Auch daheim bin ich konsequenter und plötzlich ist an einem einzelnen Tag wieder viel mehr zu schaffen.
Der Fernseher steht leise verstaubend in der Ecke, denn meine Abende verbringe ich jetzt - vor einem anderen Fernseher - auf dem Laufband. Dort gucke ich wahlweise via Maxdome Serien oder wie ich es jetzt gelernt habe - Youtube-Filmchen.

Der Vorteil ist:
keine Werbung - bzw amerikanische Werbung, die ich noch dazu wegdrücken kann.
Nach dem Laufband schlafe ich dann immer schnell und gut ein.
Also, meinetwegen kann das ewig so weitergehen :)

Beim Saft, bin ich nun schon eine Weile bei einer Mischung aus 1 kg Möhren und 500 Gramm Tomaten, dazu ein wenig Sellerie, Knoblauch oder Zwiebel. Klingt nicht halb so lecker, wie es ist.
Ach so - und ich jage jedesmal eine halbe Bio-Zitrone mit durch den Entsafter.
Bio, damit mich die Schale nicht "vergiftet", sondern lecker Zitronenschalenaroma mitliefert.

Montag, 5. Januar 2015

mit Gemüsesaftfasten zu Adipositas Grad II

Tag 10
Gewicht: 101,9 kg
abgenommen - 9 kg
Schritte: 5460
Laufband: -
Ernährung: 2 Milchkaffee, frisch gepresster Gemüsesaft, Teeeeeeeeee
entrümpelt: 3 Gegenstände
Ebay: 3 Bücher eingestellt
entrümpelt: 7.904 Gramm
Schlafenszeit: 1 Uhr


Vielen Dank für die netten Worte zu meinem Durchhaltevermögen.
Ich lächle kurz und sehr heroisch, muss aber verraten, dass das gar nicht so groß ist.
Wie gesagt, ich bin eigentlich recht erfahren, was das Fasten angeht.
Früher war das für mich ein echtes Frühjahrsritual.
Ich habe aber mit Wasser gefastet und dabei auch sehr brav auf Kaffee verzichtet.
Heilfasten
Das hat herzlich wenig mit Gewichtsreduktion zu tun, da die verlorenen Pfunde ganz beiläufig nach dem Fastenende zurückkehren - aber damals ging es mir auch eher um meine Seele.
Glaubt mir, ich war jetzt eher überrascht, als ich merkte, dass mein Körper mit den Gemüsesäften und dem morgendlichen Milchkaffee brav nach etwa 2 - 3 Tagen in den Fastenmodus sprang.
Samt Energieschub und dem Ablegen sämtlicher Wehwehchen.
Dinge, die ich schon für selbstverständlich nahm - dauernde Kopfschmerzen - liegt bestimmt am Wetter ... - sind weg.
Was Hunger angeht, brauche ich absolut kein Durchhaltevermögen, denn ich hungere nicht - ich faste.
Mit BCM oder anderen Formulapülverchen, war jede Mahlzeit ein klarer Verzicht auf etwas Anständiges.
Es trat bei mir keinerlei Selbstverständlichkeit ein und mir wurde beim Öffnen der Dosen auch gelegentlich schlecht vom Kunstgeruch. Genau wie mir bei Dukan übel wurde, wenn ich über die nächste Fleischmahlzeit nachdachte oder rohes Fleisch kaufen und zubereiten musste. In mir sehnte sich prompt alles nach einem veganen Leben.

Jetzt, nach 10 Tagen Gemüsesaftfasten, kann ich genüßlich über meinen Mittagssaft nachdenken, gedanklich durch die Gemüseauswahl schwelgen und bei den Tomaten hängen bleiben.
Gestern habe ich einen Nudelsalat gemacht, Schokomuffins und ein Brot gebacken.
Und ich konnte ohne Rezepte arbeiten.
Das heißt, ich konnte gedanklich durch die jeweiligen Zutaten streifen und überlegen, welche Zutaten besonders harmonieren, ohne dass in mir eine Gier auf Essen ansprang.
Ich gebe zu, das geht nicht immer und manchmal blocke ich dann schnell.
Als mein Alien im Supermarkt abends um Nudelsalat bat und vorschlug, schon mal Zutaten zu kaufen, musste ich zB abblocken, da ich merkte, dass ich mir Appetit machte, als ich ihm schnell ein paar Zutaten nennen wollte.
Es war die "Fleischwurst", die ein "ham!" auslöste.
Ungewöhnlich verständig, sah der Alien aber ein einfaches "ich kann jetzt nicht über Nudelsalat nachdenken" ein und zog klaglos am nächsten Vormittag mit dem Einkaufszettel los.
Vormittags habe ich herzlich wenig Probleme damit, andere zu ernähren.
Gestern Abend blätterte ich bei einer Freundin in einer Land-irgendwas-Zeitschrift und klappte zu, als ich bei einem Polenta-Bacon-Kuchen landete.
Mir scheint, Gedanken an Speck etc. sollte ich vermeiden.
Bacon ...

Als ich den Nudelsalat vormittags machte, fand ich die Fleischwurst dann auch herzlich wenig ansprechend.
Mein Gurkensaft mit Zitrone danach, sprach mich deutlich verlockender an.

Relativ spontan beschloss ich gestern auch: "Es ist Sonntag! - Heute fallen Arbeit und Laufband flach!"
Spontan packte ich ein paar Muffins für meine Tochter ein und buk ihr noch ein Brot.
Sie büffelt für ihre Examen.
Als ich bei ihr war, ließ sie mich merken, dass sie meine Diäten verdammt satt hat.
Nicht so unfreundlich, wie das jetzt vermutlich auf Euch wirkt, teilte sie mir mit, dass sie erst mal abwarten möchte, wo ich in 2 Monaten stehe, bevor sie bereit sei, meinen neuerlichen Versuch ernst zu nehmen.
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich das Thema gar nicht angesprochen hatte.
Im Gegenteil, auf ihren Wunsch hin waren wir bei einem Asia Hub gelandet, wo ich Jasmin-Tee trank, während sie sich durch Suppe und Mahlzeit futterte.
(Dabei litt ich übrigens auch nicht. Es ist schon lustig, wie unbeteiligt man im Fastenmodus anderen beim Essen zuschauen kann.)
Diese klare Ansage meiner Tochter, finde ich - ich hatte auf der Rückfahrt viel Zeit, mir eine Meinung dazu zu bilden - gut.
Ich werde sie mit dem Thema in Ruhe lassen, sie nicht als Diät-Coach missbrauchen, obwohl ich glaube, dass ich das bisher eigentlich immer vermieden habe, oder zumindest vermeiden wollte ...

Als ich danach noch eine Freundin besuchte, trank ich mit ihr einige Liter grünen Tee "Harmonie", bevor ich dann daheim an 9 jungen Männern vorbei in mein Bett stolperte.
Unser Häuschen ist nun mit Computern, vielen Kabeln und jungen, übermüdeten Männern gespickt.
Ich glaube, ich werde einfach vom Bett aus arbeiten :)

Ach, mit 101,9 kg liegt mein BMI nun bei 39,8 und damit unter der BMI 40 Grenze zur morbiden Adipositas - Adipositas III
Damit sind meine sämtlichen Gesundheitsrisiken nun nicht mehr sehr hoch, sondern nur noch hoch ...