Worum es hier geht

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Tschüssn 2014

2014 war nicht mein Jahr, was Glücksgefühle angeht.
2014 war mehr so eine Arbeitsjahr, in dem ich viel getan und einige Weichen gestellt habe.
Wohin die Züge dann 2015 nun wirklich fahren, wird sich zeigen.
Silvester hat gerne etwas Bittersüßes.
Als Mutter war ich vermutlich tüchtiger, denn als Frau.
Auch als Tochter war ich im Einsatz.
Anerkannt wird das natürlich nicht.
Das sage ich ohne Bitterkeit.
Wie viel ich von der Liebe und Herzlichkeit meines Vaters hatte, wurde mir erst Jahre nach seinem Tod bewusst und so streue ich so viel Glitzer wie möglich ins Leben meiner Kinder.
Mehr im Andenken an meinen Vater, als für ein direktes Feedback von den beiden.
Was immer ich für meine Eltern (Patchwork, nicht wundern ;-) tue, ist eher Pflichtbewusstsein als dass es mir oder ihnen etwas bringen könnte.
Mein Väterchen ist dement und meiner Mutter sind wir allesamt eine Enttäuschung.
Schade für sie, denn ich finde meine Schwestern und mich ziemlich gelungen.
Ende Vierzig, ist nicht unbedingt die erfüllendste Zeit meines Lebens, aber immerhin bin ich so weit, dass ich mich selbst in die Pflicht nehme, dies zu ändern.
Hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, aber eben das zu ändern, das in meiner Macht liegt.
Und so trinke ich nun meinen Gemüsesaft aus und werde für 100 Minuten auf mein Laufband gehen.
Ein schiefer Blick auf die Uhr und mir wird bewusst, dass ich mich sputen muss, wenn ich dort nicht Silvester verpassen möchte.

Ah, immerhin bin ich jemand, der aus einer Klobürste ein Einhorn basteln und damit eine junge Frau zum Grinsen bringen kann.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch!

feuchte, dicke Hausfrauen in Nylonstrumpfhosen

Oh wow, gibt es etwas Härteres,
als einen dicken, frisch geduschten, etwas unsportlichen Körper in eine Nylonstrumphose zu zwingen?
Zwischendurch kam auch noch mein Alien ins Zimmer, guckte traumatisiert und ging ganz schnell wieder - und das, obwohl Mutti natürlich erst ein Kleid angezogen hatte ...
Mein Alien hatte nämlich die Idee gehabt, Eier zum Frühstück zu kochen und natürlich war das viel komplizierter, als gedacht.
Wir haben Besuch.
Darum Kleid und Nylonstrumpfhose.
Und Frühstückseier.
Den zweiten Fuß in die Nylonfalle zu stecken, ist nicht einfach.
Die Strumpfhose dann in die Startposition zu bringen auch nicht.
Aber immerhin wurde dieser harte Kampf dann durch den Anblick des frisch erschlankten Körpers im Festtagskleid belohnt.
Es spannt nicht mehr am Bauch :)

Gemüsesaft-Fasten - Pizza und andere Verlockungen

Tag 5
Gewicht: 104,2 kg
abgenommen - 6,7 kg
Schritte: 20.084
Laufband: 70 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: -
Ebay: 7 Bücher eingestellt
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 22.30 Uhr


Mein Alien ist wieder daheim und hat erwartungsgemäß die Augen rollen lassen, als Mutti das Saftfasten erwähnte.
Erwähnen musste, denn dem Alien war nach einem Begrüßungs-Döner zur Feier seiner Rückkehr.
Immerhin konnte ich ihn mit "ich habe TK-Pizza gekauft!" versöhnen.
Zudem fiel mir "wie auf Kommando" ein, dass ich dringend noch Raketen und Jägermeister für meine Silvesterparty brauche.
*hust*
Da habe ich noch 6 Monate lang einen gewissen Erpressungsspielraum, was sein Wohlsinnen meinen "Schwachsinnsideen" gegenüber angeht. Als er mir im Supermarkt ein wenig dumm kam, merkte ich, dass ich eigentlich gar keine Lust auf Jägermeister habe.
Schmeckt nicht, passt nicht zum Gemüsesaftfasten.
Erst, als der Alien plötzlich der allerliebste, freundlichste Sohn der Welt wurde, kam die Lust auf Jägermeister zurück und er schleppte brav Muttis Karottenbeutel zur Kasse.

Karotten sind mein Grundnahrungsmittel.
Gurke + Apfel + Zitrone + eine Stange Sellerie sind auch lecker,
aber
Karotte + rote Bete + Apfel + Zitrone bleibt mein Favorit.

Und dann schob sich der Alien also seine Pizza in den Ofen und mein Leiden begann.
Diese Düfte ... das war wirklich nicht sooo einfach.
Auch, weil er gewisse Freude hatte, seine Begeisterung zu verbalisieren und mich an seinem Geschmackserlebnis teilhaben zu lassen ...
Ich schrie mein Leid in die Welt ... ja, Facebook ... erntete sanften Spott ... schubste 2 unschuldige Gurken durch den Entsafter und stellte mir Situationen vor, in denen es einfach wundervoll wäre, dort normalgewichtig zu erscheinen.
Das motiviert ganz ungemein.
Die Pizza duftete noch eine ganze Weile durchs Haus und wird auch immer wieder duften, da das Kühlfach noch voller Pizzen ist, aber im Endeffekt halte ich solche Herausforderungen für "machbar".

Fast schwieriger sind die kleinen Anlässe, zu denen ich unbewusst Appetit bekomme.
In den letzten Tagen habe ich bemerken dürfen, in welchen Situationen ich esse.
Wenn ich zB das Haus betrete und meine Schuhe wegstelle, habe ich eine Art automatischen Fressi-Reflex Richtung Kühlschrank.
Wenn ich den Fernseher anmache, wenn ich eine Pause von der Arbeit machen möchte ...
und tadaaa: wenn ich müde werde.
Scheinbar vertausche ich da etwas: Müdigkeit und Hunger

Hunger habe ich übrigens nicht.
Und anders als beim Wasserfasten, läuft meine Verdauung nahezu normal weiter.
Sagen wir mal, ohne in eklige Details gehen zu wollen:
Ich bekomme viel mehr Bewegung und lerne sämtliche Kundentoiletten kennen, weil ich so oft auf die Toilette gehen muss in Sachen "Harndrang". Aber machbar ohne peinliche "jetzt oder zu spät!"-Situationen, die ich von zB den Kohlsuppen-Abnahmeversuchen kenne.
Auch die restliche Verdauung funktioniert wunderbar, wenn auch in sehr origineller Farbgestaltung.

Ah, und dann hatte ich gestern so ein zartes Lächelerlebnis, als ich mit den Hunden unterwegs war.
So ca. auf Mitte meiner sonstigen Hunderunde, blickte ich einen Hang herab und dachte
"Mensch, du warst schon lange nicht in Dingsdadorf!" und statt also die Runde kurz zu beenden, verdoppelte ich sie mal eben und schritt den Hang herab, über die Wiese, durch ein kleines Wäldchen mit Bach nach Dingdsdadorf.
So ca. auf der Wiese kam das Lächeln, denn der Groschen fiel, dass ich mich in den letzten Wochen doch eher über den kurzen Weg geschleppt hatte und daher keinerlei Gedanken an Dingsdadorf vergeudet hatte.
5 Tage Saftfasten und meine Welt wird ganz von selbst wieder etwas größer und bunter.
Fühlt sich gut an.
Ich frage mich, ob bei weiterhin schwindenden Kilos evtl. auch die Lust auf Radfahren zurückkehren würde.
Zurückkehren wird.
Ich bin früher so viel und so gerne Rad gefahren.
So nach und nach begreife ich, was ich mir mit dem Fett so alles geraubt habe, denn die letzten Radtouren waren eine Hölle, bei denen ich irgendwann abstieg und das Rad nach hause schob.
Ich muss mal in den Schuppen schauen, wie es ihm eigentlich geht ...
(in ein paar Kilozehnten ...)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Gemüsesaft-Fasten: der Lockruf der Fleischbällchen

Tag 4
Gewicht: 105 kg
abgenommen - 5,9 kg
Schritte: 14.280
Laufband: 100 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: -
Ebay: -
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 0.30 Uhr


Da habe ich gestern wunderbar Details notiert, weshalb man zum Fastenbeginn am besten alleine sein sollte.
Mein Hauptargument waren die Stimmungsschwankungen, die ich ungern an meinem Alien ausgelassen hätte.
Das eigentliche Hauptargument rief sich mir dann aber gestern in den Sinn:
Man sollte in den ersten Fastentagen allein sein, damit man in den ersten Fastentagen nicht mit fester, leckerer, duftender, verführerischer Nahrung konfrontiert wird oder gar mit ihrer Zubereitung beschäftigt ist!

Es begann ganz harmlos:
mir fiel es schwer, das leckere Biogemüse aus dem Trester einfach wegzuwerfen.
Daraus müsste man doch etwas machen können?!
Als mein Sohn dann fragte, ob ich etwas für seine Silvesterpary zubereiten könnte, spielte ich einige Optionen durch.
Gefüllte Teigtaschen mit einer Mischung aus Gemüse, Frischkäse, Ei und Käse zB.
Schmeckt aber frisch zubereitet besser und Silvester muss ich vormittags zu einem Geburtstag.
Gestern entschied ich nach einem Karotten-Tomatensaft spontan:
Fleischbällchen!
Ich kaufte 1 kg Hackfleisch, mischte 600 Gramm Karotten-Tomatentrester dazu.
Dann 4 Eier, kräftig Chillieflocken und Salz.
Daraus rollte ich 58 Fleischbällchen, die ich bei 200°C ca 30 Minuten im Ofen buk.
Oh, sieh an:
trotz Entsaftung, bekamen die Fleischbällchen nasse Füße.
Ich holte sie vom Blech, schob das Blech wieder in den Ofen, hängte den Bratrost darüber und schubste die Fleischbällchen für noch einmal 20 Minuten auf den Rost.
Prompt wurden sie lecker braun und dufteten ... es war schier unerträglich verlockend, seeeeehr sehr verlockend.
Meine Güte, waren die verlockend.
Low Carb Fleischbällchen mit herzlich wenig Fett :)
Ach, und die Argumente, einen einzigen zu probieren, prasselten nur so auf meine arme Standhaftigkeit ein.
Also, einen müsste ich doch probieren um zu schauen, ob die überhaupt schmecken!

Ich glaube, ohne meinen Blog hier, hätte ich es nicht gepackt!
Die Vorstellung, hier schreiben zu müssen, dass mich ein kleiner Fleischball in die Falle gelockt hat, war mir doch zu peinlich, denn wir wissen doch alle:
es wäre nicht bei dem einen Fleischbällchen geblieben!
Nein, Fleischbällchen nach Fleischbällchen wäre in meinem gierigen Schlund verschwunden und vermutlich hätte ich irgendwann noch angefangen, die kleinen Dinger in irgendwelche Soßen zu dippen.

Ha!
Danke liebe Leser, Ihr habt mich gerettet!
Als die Fleischbällchen hinreichend abgekühlt waren, habe ich sie flugs verpackt und eingefroren.

"Vormittags" habe ich es gestern dann auch endlich mal aufs Laufband geschafft und meine geplanten 100 Minuten täglich wirklich geschafft. Leider war es danach dann dunkel und die Hunde bekamen nur Schnee sei Dank noch ein Ballwerfen in der relativen Dunkelheit, denn Dank des Schnees und der Straßenlaternen konnte man auf der Wiese noch ein wenig sehen.
Heute Morgen ist der Schnee leider wieder weg.

Entrümpelt habe ich nichts, gar nichts.
Schande.

Montag, 29. Dezember 2014

Saftfasten-Tipps: Saftfasten beginnen

Gebe ich doch ein paar neu gesammelte Saftfasten-Tipps weiter :)

Zeitpunkt
Für mich stellte es sich als großer Glücksfall heraus, dass ich mit dem Saftfasten begann, als ich alleine war, da ich an den ersten beiden Tagen doch so meine Stimmungsschwankungen hatte und froh bin, dass ich sie an niemandem ausließ.
Außerdem war ich sehr schlapp und fröstelte.
Ab Tag 3 habe ich zwar deutlich mehr Energie, bemerke aber öfter, dass es um meine Konzentrationsfähigkeit nicht zum besten steht.
So wollte ich den Hunden vorhin Hühnerfutter geben.
Bei mir haben diese kleinen Patzer keine großen Folgen - die Hühner fraßen ohne zu meckern auch aus dem Hundenapf - aber wer wichtige "roter oder grüner Draht?!"-Entscheidungen zu treffen hat, sollte das Saftfasten besser in den Urlaub schieben.

Vorbereitung
Ich habe von heute auf morgen spontan mit dem Saftfasten begonnen.
Da auch meine Verdauung weiterhin anstandslos funktioniert, halte ich eine Vorbereitung mit Glaubersalz für überflüssig.
Ich hatte am Vortag aber eher fettarm und wenig deftig gegessen.
Das könnte hilfreich gewesen sein.



Gemüsesaft-Fasten Tag 3

Gewicht: 105,9 kg
abgenommen - 5 kg
Schritte: 8.630
Laufband: - Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Kühlschrank
Ebay: 1 Hörbuch eingestellt
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 0.25 Uhr


Gestern war er da, DER Energieschub.
Schon dafür lohnt sich das Fasten, um so ein Fasten-Hoch zu erleben.
Heute fröstel ich wieder leise und habe ein leises Watte-Gefühl, weshalb es nicht ganz so einfach ist, sich wieder in das gestrige Powerfrauen-Gefühl zu versetzen.
Glücklicherweise habe ich den Energieschub NICHT genutzt, um stundenlang über das Laufband zu watscheln, sondern in einen profunden Putzrausch gesteckt. Ich war sehr motiviert, gleich auf das Laufband zu gehen, wollte vorher nur ein wenig staubsaugen.
Beim staubsaugen schob ich auch Möbel durch die Gegend, die ich sonst lieber "umsauge" und drang so zu Stellen hervor, die bisher nur die Haustiere und der Staub entdeckt hatten.
Umgehend füllte ich auch noch einige Eimer mit Wasser und "dem General".
Eher gesagt einen Eimmer immer wieder mal mit frischem Wasser und "dem General" und schrubbte, was das Zeug hielt.
Stopfte Wäsche erst in die Waschmaschine und dann in den Trockner, faltete den ersten Schwung, schwitzte und stank leise vor mich hin, würde aber dann gleich nach dem Laufband duschen und dann die Hunderunde ...
Ein Blick in den Kühlschrank und ich räumte alles aus dem Kühlschrank heraus, warf Abgelaufenes und Fehlkäufe weg, schrubbte den Kühlschrank, räumte alles für den Alien wieder in den Kühlschrank und nein, es verlockte mich rein gar nichts.
Ich habe aber auch hauptsächlich Milchprodukte und Blätterteig im Kühlschrank.
Krude Nach-Weihnachts-Mischung ...

Draußen schien die Sonne ... das Häuschen erschien sauber und duftig.
Ganz im Gegensatz zu mir.
Ich konnte mich nun selbst riechen und meine Haare waren ... eklig.
Die Uhr zeigte kurz vor 15 Uhr und mir dämmerte, dass die Sonne nicht mehr lange schien.
Meine Wetter-App bescheinigte Mistwetter für die folgenden Tage und so vermummte ich mich a) warm b) Duft verschleiernd und c) die fettigen Haare unter einer dicken Wollmütze, schnappte mir die Hunde und rundete mit ihnen durch die sonnige Gegend.

Wieder daheim hatte sich mein Energieschub verkrümelt und ich fiel in eine Art bestrickende Starre vor Youtube, wo ich wahllos Filmchen konsumierte. Biggest Loser Staffel 14 - wie gemein, ausgerechnet Folge Nr. 10, das Makeover - und ich liebe das Makeover! - sind online nirgends zu finden.
Und ich habe gesucht!
Selbst virenstrotzende, verbotene Quellen besucht, wo sich mir viele nackte, schlanke Frauen willig anboten, aber kein Makeover der Staffel 14.
Gemein!

Ich guckte stattdessen die erste Folge von der 1. Staffel.
Hey, DAS erinnert an unser Biggest Loser!
Der Gewinner der 1. Staffel hat übrigens umgehend absolut alles wieder zugenommen.
Erfährt man alles auf dieser Seite "Then + Now - Biggest Loser Winner"

Zwischendurch habe ich auch noch schnell ein Hörbuch bei Ebay eingestellt, um nicht gar nichts in Sachen Entrümplung getan zu haben. Der Kühlschrank gilt nicht, da ich ihn ja wieder auffüllen muss.
Außerdem habe ich meinen alten Entrümplungsblog wiederbelebt, da die Berichte hier einfach zu lang werden.
Der Krempel den ich rief

Bei meinem Spaziergang stellte ich fest, dass meine Atemnot wohl ausgestanden ist.
Ob das jetzt am Fasten liegt, oder sie eh wieder verflogen wäre, weiß ich nicht, aber was immer das war, ich hoffe es kommt nicht wieder, da es wirklich beängstigend war.
Gestern war ich versucht, mir selbst einzureden, dass ich wieder lange Strecken bergauf und bergab am Stück zügig gehen könnte, bis ich mich selbst dabei erwischte, dass ich nötige Pausen immer damit kaschierte, dass ich den Hunden den Ball warf.
Von den Hunden sehr willkommener Selbstbetrug :)

Gestern habe ich mit dem Gemüse experimentiert und einen super leckeren Saft entdeckt:


Den habe ich gestern gleich zweimal gemacht.
Von der ersten Portion habe ich die Möhren allein durch den Entsafter geschubst und dann den Trester entnommen, bevor ich die restlichen Zutaten entsaftet habe.
Mir erscheint es unsinnig, das schöne Gemüse wegzuwerfen und so werde ich heute ein Karottenbrot mit dem Trester backen.
Angesichts der "Entsaftung" gebe ich ein Ei zusätzlich in den Teig und dann mal schauen, wie es dem Alien schmeckt.

Oh, oh, und wie der Alien auf Muttis neueste Wunderdiätidee reagiert.
Manchmal habe ich Sorgen, seine Pupillen könnten bei der Augen-Verdreherei irgendwo hängenbleiben ...
... und noch mehr Sorgen, er habe insgeheim ja Recht ...

Sonntag, 28. Dezember 2014

Gemüsesaft-Fasten 2. Tag

Gewicht: 106,5 kg
abgenommen - 4,4 kg
Schritte: 5.294
Laufband: - Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Badezimmer Nr. 1
Ebay: 1 Buch eingestellt - 2 versandt
"aus dem Haus": 775 Gramm
Schlafenszeit: 2 Uhr morgens ...


Gestern hat sich mein Körper einfach runtergefahren.
Der hat gleich mitbekommen, dass ich faste und sofort das Energiesparprogramm angeknipst.
Ich kann mir richtig vorstellen, wie in allen Abteilungen die Alarmsirene losging:
"Achtung, sie macht wieder eine Wunderdiät!"
Bis dann etwas ältere Zellen meinen ... "hm, das kenne ich noch aus meiner Kindheit ... sie fastet!"
Das Ergebnis war das Gleiche:
Ich war schlapp, antriebslos und fror leise vor mich hin.
Und grinste ... leise und wenig Kraft raubend.
Denn auch ich kenne diese Reaktionen auf den Fastenbeginn noch sehr gut und freue mich sehr, dass er auf die kinderlose Zeit fällt.
Bis mein Alien wieder im Haus ist, müsste ich eigentlich nur so vor Energie strotzen.
So, ab morgen etwa.
Also ergab ich mich gestern wohlig seufzend in mein träges Schicksal, kuschelte mich in Decken, schlürfte den heißen Aufguss meines Gemüsesaftes und guckte auf Youtube eine halbe Staffel biggest Loser aus den USA.
Die in der am Ende Rachel Frederickson etwas untergewichtig und 60% leichter als zu Beginn der Staffel als Siegerin hervorgeht.
Es ist so lustig, dass die Zuschauer meinten, sie habe übertrieben, denn Hallo?!
Es galt 250.000,- USD zu gewinnen und Rachel ist in der Show 24 Jahre alt und ehemalige (oder jetzt wieder) Leistungssportlerin.
Natürlich hat sie nicht ausgewogen abgenommen, sondern vermutlich übelst gehungert und unvernünftigen Kram getrieben um das Geld zu gewinnen - genau wie die beiden anderen Finalisten auch.
Für 250.000,- USD finde ich das auch durchaus angemessen.
Könnte mir bitte jemand mit der Summe vor der Nase herumwedeln?
Es könnte sein, dass ich das Saftfasten dann schlicht 2015 durchziehe, der Bank dann mein Häuschen abkaufe und künftig nachts herrlich ruhig und unbesorgt schlafe.
Hach!
Ich würde auch ganz tolle Sachen sagen, wie:
"Dank der Sendung habe ich endlich gelernt, mich so zu lieben wie ich bin und mich nicht mehr zu verstecken!"
"Endlich kann ich die Mutter sein, die meine Kinder verdienen!"
blablupp
Ok, es ist böse, die Staffeln in Zeitraffer zu schauen und dann zu lästern, macht aber Spaß.
Die amerikanischen Dicken sind viel besser als unsere Deutschen Dicken.
Jeder von ihnen hat eindeutig ein Drehbuch mit seiner Rolle und muss vor Drehbeginn Textbausteine auswendig lernen, die dann während der Sendung gebetsmühlenartig wiederholt werden.
Auch muss komplett in der Rolle geblieben werden.
Diese Dicken streiten nie, sondern lieben sich allesamt, werden eine große, dicke Famlie und gönnen einander so innig den Sieg, dass am Ende wirklich ganz egal ist, wer nun gewinnt.
(alles andere würde sie auch im übelsten Shitstorm ertrinken lassen, den man sich nur vorstellen kann)
Und jeder einzelne öffnet sich seinem Trainer, der auch über die 100. tragische Geschichte und deren 500. Wiederholung noch mitleidige Tränen vergießen kann und doch umgehend die weisesten Worte des Trostes zu sprechen vermag.
Hach!

Ja, und dafür bleibe ich wach, statt gesundheitsfördernd zu schlafen und abzunehmen ...

Gut, bevor ich träge versumpft bin, habe ich aber doch eine Art Pflichtprogramm absolviert (in dem leider das Laufband völlig fehlt)

Zuerst einmal war ich einkaufen und habe 2 Bücher zur Post gebracht, die ich über Ebay vertickt hatte.
775 Gramm - im letzten Moment kam ich noch drauf, zu wiegen, was ich da entrümple.
Mein Einkauf war lustig und bestand aus Katzenfutter, 4 Flaschen meines Lieblingssekts (ich habe immer 2 große und 2 kleinere Flaschen im Haus) und ansonsten 4 Beutel Karotten, 2 Rote Bete, Ingwer, 3 Gurken, viele Tomaten, 2 Staudensellerie, Pastinaken und ein Beutel Äpfel.
Das meiste davon in Bio-Qualität.
Eigentlich dachte ich, dass ich zweimal Saft pressen würde, aber als das Frösteln begann, kochte ich mir lieber wieder den Trester des 1. Saftes auf und schlürfte ihn aus der "doofen" Tasse.
Ich weiß echt nicht, was in meine Schwester gefahren ist, aber sie hat mir zu Weihnachten eine völlig hässliche, unnütze Riesentasse mit Weihnachtsmotiv geschenkt.
Man sieht das auf dem Foto nicht, aber sie ist etwa doppelt so groß, wie die Tchibo-Halbliterbecherchen ...
Mir ist spontan danach, sie umgehend wieder zu entrümpeln, aber bis dahin fülle ich sie mit der warmen Gemüsebrühe und schlürfe diese abends. Ich bin halt immer bemüht, eine nette, dankbare Schwester zu sein ...
(und doch, das ist eine sehr doofe Tasse!)
Ich stellte schnell noch ein neues Buch bei Ebay ein und entrümpelte dann das 1. Badezimmer.
Dort gab es dank meiner Vorarbeit nur eine Ablagefläche.
Das kleine Regal in der Dusche halte ich pedantisch ordentlich, seit ich meinen Alien bei der Abreise bat:
"vergiss deine 3 angebrochenen Duschgel-Flaschen nicht!"
Daraufhin hat er alle 3 Flaschen, von denen keine ganz leer war, in den grünen Punkt gedonnert.
Ok, künftig darf er mein blumiges Sonderangebots-Duschgel mit benutzen oder sich sein eigenes kaufen.
Hugh!
Und es ist ein böses Gerücht, dass ich mein echtes, wundervolles, teures Duschgel und Shampoo im Bettkasten verstecke und immer nur zum Duschen ins Badezimmer bringe :)
Der Luft-Entfeuchter landete erst einmal auf dem Dachboden.
Die Dosen wurden einzeln ausgekippt und abgelaufene Medikamente und Vitaminpillen landeten im Beutel für den Medi-Eimer im Abfallhof.
Sämtliche Haarspängchen und -gummis kamen wieder in den richtigen Kasten im anderen Badezimmer.
Der Deko-Kram zum größten Teil aber wieder auf die Ablage.
Glücklicher wäre ich, wenn das Schild hinge, aber dafür die Fliesen durchlöchern?
Ich weiß nicht recht ...

Dann gab es noch eine kleine, halbherzige Hunderunde, bei der die Hunde sehr viel mehr Bewegung bekamen, als ihr fröstelndes Frauchen mit den klappernden Zähnen.

Danach, wie gesagt:
Schlafanzug an, dicke Wollsocken, 2 Kissen im Kreuz, 2-3 Decken auf und meinen Luxuskörper, das Litertässchen in der Hand und anderen beim Abspecken zuschauen.
Herrlich!



Samstag, 27. Dezember 2014

Tiny House Nation

In den USA und anderswo werden die Tiny Houses immer populärer.
Hier in Deutschland mit Tausenden von Bauvorschriften, sind sie in der Form noch nicht möglich, wie man sie in der Serie Tiny House Nation sehen kann.
Ich habe die erste Folge der Serie verlinkt.
Da zieht eine dreiköpfige Familie in ein knapp 16 qm mobiles Haus um.
Mich faszinieren die Tiny Houses schon lange.
Allerdings ... ich hätte gerne ein Badezimmer.
Und so lange all meine Haustiere leben, reizt mich ein so kleines Zuhause auch noch nicht.
So ein einzelner Labbi-Pups weiß so ein Tiny House in Sekunden unbewohnbar zu machen und meine Katzen wären absolut ungenießbar, wenn sie sich nicht aus dem Weg gehen können.
Aber irgendwann ... doch ja, reizt mich.

Interessant ist auch die Seite Tiny Houses, die übrigens deutschsprachig ist und einen guten Überblick über die Möglichkeiten des "winzig Wohnens" in Deutschland Urlaub in Tiny Houses anderswo gibt.
Mich hat der Gedanke gepackt, als ich in der winzigen, noch völlig leeren Studentenwohnung meiner Tochter ein Wochenende verbrachte und es einfach liebte.
(Aber gerne abgeschiedener hätte)

Am oben genannten Film amüsiert mich der riesige Fernseher.
Für eine Person allein ... da wo das Kinderzimmer ist, würde ich einen wundervoll bequemen Sessel hinstellen und dort lesen, lesen und lesen (und auch mal ein paar Reihen stricken).

Auch bei Youtube findet man zig Filme zum Thema Tiny Houses, wobei dann auch solche Wohnkünstlerdabei sind, die ausgesprochen wandelbare Möbelstücke haben, die sie zu immer neuen Möbeln drehen, ziehen oder zusammenstecken können.
Das ist auch eher nicht so meins.
Ich neige dazu, Dinge zu verkanten, die gar nicht verkanten können oder mich an Sachen zu klemmen, an denen sich auch niemand klemmen kann. Außerdem mag ich es solide. Sozusagen aus einem einzigen Stück Holz gemacht. Statt einen Tisch zu haben, der sich für 12 Personen ausziehen lässt, lade ich eben lieber nur eine Person zum Kaffee ein :)
Aber interessant ist die "6 Zimmer"-Einzimmerwohnung natürlich schon.
Und bei dieser Wohnung liebe ich die Badewannen-Idee.
Überhaupt entspricht Valentina Mainis Idee vom Wohnen und Leben mehr meinen Ideen (und Büchermengen).

Ach ja, die Bücher ... wobei ich hier ja schon enorm reduziert habe und auch immer weiter abbaue.
Mittlerweile fällt es mir nicht mehr schwer, mich von Büchern zu trennen, weil ich begriffen habe, dass es ununterbrochen neue Bücher gibt und ich gar nicht lange genug leben werde, sie alle zu lesen.
Warum dann Bücher horten, die ich schon kenne?
Natürlich habe ich Lieblinge unter ihnen, aber seit ich verkrafte, dass mein Schatz, meine Tochter, anderswo wohnt, weiß ich, dass ich nur wissen muss, dass es ihr gut geht.
Sie muss gar nicht die ganze Zeit bei mir sein um mich dennoch sehr sehr glücklich zu machen.
Im ... Gegenteil ... nein, das Wort ist zu hart ... aber nach ein paar Tagen, wenn sie mich jetzt besucht, fällt es mir viel leichter sie noch ein wenig mehr zu verwöhnen, wenn ich weiß, dass sie bald wieder geht.
Und so bin ich auch schon die Art Rabenmutter, die sich sehr darauf freut, wenn der Alien sein Abi in der Tasche hat und zum Studieren in die große weite Welt zieht.
Also:
so lange ich die Bücher nicht in den Müll kippen muss, kann ich mich mittlerweile von ihnen trennen.



Gemüsesaft-Fasten 1. Tag

Gewicht: 108 kg
abgenommen - 2,9 kg
Schritte: 9.307
Laufband: 31 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Facebook
Schlafenszeit: kurz vor Mitternacht



Jetzt muss ich mich erst einmal wieder sortieren, wie ich hier eigentlich schreibe.
Also:
vormittags über den vergangenen Tag.
Ein wenig dusselig also, dass ich gestern Abend über gestern schrieb.
Chaotisch, könnte man sagen und ich wollte das Chaos doch bitteschön nicht mit ins Jahr 2015 nehmen.
Noch 4 Tage, um es abzuschütteln.

Also: vormittags über den Vortag schreiben, Sybille!

Der Tag gestern war viel zu kurz.
Das einzige, dem ich wirklich gerecht wurde, waren die Hunde, die eine wirklich lange Runde über die Feldwege mit viel Ballwerfen und dem Toben mit fremden Hunden bekamen.
Lang im Sinne von Zeit, nicht Kilometer.
Nach einer sehr stürmischen, regnerischen Woche, war das jetzt aber auch fällig.
Nur regnerisch stört sonst weder mich, noch die Hunde, aber bei Sturm bin ich nicht gerne unterwegs, seit mir mal ein halber Baum entegen kam.
Und so hatten die Hunde tagelang nur kurze Runden und Ballwerfen auf der Wiese.
Da es aber allen Hundehaltern hier so ging, waren gestern auch alle ausgiebig unterwegs.
Dazu war der Boden schön fest gefroren, so dass die beiden auch nicht besonders dreckig wurden.

Ach doch, gearbeitet habe ich auch genug.
Wobei mir aber alle auf den Wecker gingen.
Ich habe eine Strickanleitung geschrieben und veröffentlicht.
Bei Facebook kommentierte dann glatt so ein weihnachtlich verbittertes Frauenzimmer: "furchtbar"
Da mein Model dies auf sich beziehen könnte, habe ich den Kommentar umgehend verborgen und die Verursacherin geblockt.
Ich glaube, von ihr möchte ich nichts mehr lesen.
Fertig.

Facebook-Entrümpeln
Jemand nervt Dich mit fiesen Kommentaren bei Facebook?
Trübt Dein Vergnügen bei anderen Seiten und Gruppen?
Ganz einfach:
klick ihr Profil an, lästere einmal innerlich über alles ab, was Du dort siehst und klicke beherzt die drei Pünktchen an.
Es erscheint die Option "blockieren"
Klicken, bestätigen und Ruhe ist.
Derjenige kann nicht nur nicht mehr auf Deine Beiträge reagieren, sondern sie gar nicht mehr sehen.
Auch Dein Profil nicht mehr.
Für blockierte Personen existierst Du auf Facebook gar nicht und sie für Dich auch nicht.

Bei meiner Mistlaune gestern, war ich kurz versucht, alle über 80.000 Follower so einer Pegida-Dreckseite zu blocken, erkannte das dann aber doch als Zeitverschwendung und ging stattdessen doch noch auf mein Laufband.
Ich schleppte mich bei nur 4 kmh eine halbe Stunde über das Band.
Immerhin wäre ich noch pünktlich um 22 Uhr ins Bett gekommen, aber mein Entschluss, die Küche einfach so verwüstet zu lassen, wie sie war, kam ins Wanken, als ich mir vorstellte, am nächsten Morgen meinen Kaffee zwischen gammligen Gemüseresten und ungespültem Geschirr kochen zu müssen.
Also putzte, spülte und sortierte ich vor mich hin, bis die Arbeitsfläche sauber und das Geschirr im Schrank war.

Noch ein Tipp:
den Trester der Säfte habe ich in einem Topf gesammelt,
mit Wasser aufgefüllt, aufgekocht, ein wenig köcheln lassen,
durch ein Tuch gegossen und abends dann heiß getrunken.
Lecker!

(ok, der Rotkohl wird es definitiv nicht erneut in meine Säfte schaffen ...)



Freitag, 26. Dezember 2014

pünktlich: meine neue Wunderdiät

Wie geplant, ist heute Tag 1
meines ganz wundervoll neuem, konsequenten, disziplinierten Wunderjahres.
Ich brachte 110,5 kg auf die Waage.
Fast wäre ich gestern auch super pünktlich um 22 Uhr schlafen gegangen, aber ich blieb an einem Film hängen.

Fat, sick & nearly dead
Ich habe ihn auf englisch bei HULU gesehen.

Die Botschaft ist recht einfach:
Der Australier Joe Cross hat einen Entsafter eingepackt und ist dann 60 Tage durch die USA gereist.
Dabei ernährte er sich ausschließlich von frischen Obst- und Gemüsesäften und plaudert mit zig Amerikanern über die Themen Ernährung, Gewicht und Gesundheit.

Ich wollte ja keinesfalls eine neue Wunderdiät beginnen, aber ...
... ich tue es auch nicht so ganz.
Aber die Idee mit den Gemüsesäften hat mich gestern regelrecht gepackt.
Ich bekam richtig Lust darauf und so habe ich heute meinen Entsafter wieder hervorgeholt und nach und nach alles Gemüse aus meinem Kühlschrank entsaftet.

Mein Mittagessen hat mir dabei sehr gut geschmeckt.
Eine Mischung aus 6 Tomaten, 1/2 Chinakohl, einige Champignons, 1/4 Zitrone
(habe ich jetzt noch was vergessen?)

Das ließ sich prima so trinken und war lecker.
Da mir kalt war, habe ich ein wenig heißes Wasser dazu gegeben und es fast wie eine Gemüsebrühe getrunken.

Nachmittags schubste ich 1 Gurke, 1 Kiwi, ein Stück Rotkohl, 1 Kohlrabi und 1 kg Möhren entsaftet und war spontan erst einmal gar nicht begeistert.
Als ich den Saft noch einmal durch ein Tuch filterte, wurde er trinkbarer.
Fast lecker.

Morgen werde ich mir neben Gemüse auch noch Ingwer, Chilli und ein paar Kräuter gönnen um die Geschmacksrichtungen etwas zu steuern.
Pilze, Rotkohl und ich vermute mal, auch die Kiwi müssen nicht sein.
Aber Möhren, Tomaten, Sellerie, Gurke ... und mal schauen ... der Chinakohl war erstaunlich lecker im Saft, aber man sollte ihn nicht zuerst in den Entsafter stecken, da der Saft dann erst einmal recht intensiv nach Kohl riecht.

Und ich habe keine Ahnung, wie lange ich das machen möchte.
Eigentlich schwebt mir ja eher eine "vernünftige, ausgewogene" Ernährung vor und ich wollte meine Kalorien über myfitnesspal im Auge halten.
Darum mein vehementes "keine Ahnung, wie lange ich das mit dem Saft durchziehen werde", wobei ich einem mal wieder völlig euphorisiertem Stimmchen, das "ha! 60, 90, ach was, bis zum Idealgewicht-Tage!" in meinem Hinterkopf herumkräht, einen Knebel in den Schnabel stopfe.
Keine Ahnung, warum der Film gestern so eine Lust auf Saftdiät in mir geweckt hat.
Wobei mich dieser Film nur angeregt hat, ich aber ansonsten jetzt "freihändig" entsafte und bisher keinen besonderen Rezepten folge. Auch werde ich Joe Cross "kein Kaffee"-Gebot ignorieren.
Mein Tag beginnt mit Milchkaffee und Agavensirup oder gar nicht ...

Also weiter - das Laufband wartet.

entrümpelt:
wie geplant sind die Farm-Heroes von Sybilles Facebook-Seite geflogen.
Ich schreibe nicht meiner Facebook-Seite, da Sybille nur mein entrümpelndes Diät-Ich ist.
Ganz echt, ich heiße nicht wirklich Sybille Pfundi.
Wer weiß, wer ich "wirklich" bin, ist da keinem Riesengeheimnis auf die Spur gekommen - ich möchte lediglich nicht dass dieser Blog zu meinem Namen gegoogelt werden kann.

Facebook lässt sich recht einfach entrümpeln:
einmal auf Startseite klicken
dann erscheinen rechts alle Gruppen und Apps.
Mit der Maus über die entsprechende App gehen und schon erscheint unter anderem die Auswahlmöglichkeit, das Spiel zu löschen.
Beherzt klicken und künftig wieder mehr Zeit haben :)


Montag, 22. Dezember 2014

Mentale Vorbereitung auf 2015

Es ist wirklich erstaunlich:
Ich weiß ja, dass Ihr in diesem Blog in Kürze verfolgen könnt, wie ich 2015 schlank, ordentlich und erfolgreich werde.
Allein, man merkt es nicht!
Eines der Wunder wird sein, wie mit Beginn 2015 Konsequenz, Energie und Disziplin diesen trägen, schwabbeligen Körper plötzlich erfüllen werden.
Einer der ersten Beiträge wird sich vermutlich dem Thema "Facebook entrümpeln" widmen müssen, bei dem ihr dann erfahrt, wie das neue, konsequente Ich als letztes bestehendes Klicki-Spiel auch noch die Farm Heroes löscht, das ich ja eigentlich nur bei langweiligen Telefonaten spiele.
Seit der Löschung der Sims, erstaune ich mich selbst damit, immer und immer wieder ganz ohne langweilige Telefonate, herumzuklicken.
Geistlos.
Aber befriedigend ...
Irgendwo las ich den Spruch, dass einem bei Facebook ausgerechnet die Menschen immer am meisten Leben schicken, die selbst gar keines haben.
Seither klicke ich zwar noch, versende aber keine Leben mehr.
...
Ja, darüber werde ich gleich nachdenken, wenn ich raus in den Sturm gehe und die Hunde steigen lasse ...

Sonntag, 21. Dezember 2014

Chaos 2014

Nein, dieses seltsame Design ist rein gar keine Absicht.
Ich habe ein wenig experimentiert und nicht mitbekommen, dass Blogspot gleich ernst macht.
Und jetzt habe ich gerade leider so gar keine Zeit, wieder zurück zu experimentieren.

Heute Nacht durfte ich wieder als Taxi für den Nachwuchs fungieren und mitten im Wald eine Hausnummer suchen, von der TomTom hartnäckig behauptete, dass es sie nicht gäbe.
Nachdem ich sämtliche kleinen und sehr wenig vertrauenserweckende Feld- und Waldwege langsam abgefahren war und ein kleines Häschen nicht tot fuhr, fand ich meinen verdrießlich dreinschauenden Sohn, der mich prompt anpampte, warum ich so lange gebraucht hätte.
Mir war ja so dermaßen danach, ihn einfach wieder auszusetzen und dann alleine nach hause zu fahren.
Aber das wäre so wenig mütterlich gewesen.
Außerdem fährt er heute für eine Woche zu seinem Papa - da soll er doch gleich pünktlich zum Bahnhof kommen und nicht durch finstere Wälder irren.

Ich kam gegen 4 Uhr morgens wieder ins Bett und habe seither etwas sehr seltsames:
ich bin atemlos.
Völlig aus der Puste.
Ich japse, schnaufe; mein Atem rasselt und blubbert und ich atme, als würde ich joggen.
Das nervt!
Das hat mich aber soeben doch mal auf die Waage getrieben und sieh an:
allerneuester Höchststand: 110,9 kg
Ja, eine Woche kein Sport und eine Aufholjagd bei der Arbeit, die leider mehr Nerven, als Kalorien verbrennt.

Bis zum 25.12. habe ich Besuch - mein neuer Startschuss wird nun also der 26.12.2014
Mein Projekt 2015 bin nun ganz klar: ich selbst
Ja, war ich schon öfter ... diesmal verzichte ich aber stur auf die ganzen "aber ..."
So, wundert Euch bitte nicht über das versehentliche Design ... daran schraube ich ein anderes Mal.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Zeiträuber entrümpelt - Sims Freispiel

Heute habe ich mein IPad Mini aufgeklappt und als allererstes ein Spiel gelöscht.
Sims Freispiel

So ein elender Zeiträuber!

Was dusslige Spiele, auch bei Facebook angeht, war ich seit der letzten Entrümplungsaktion sehr wehrhaft,
aber als mich mein Töchterlein bat, doch bitte dieses eine Spiel zu installieren, da sie dadurch Punkte und Schnickschnack bekäme,
wurde ich doch irgendwann weich.
Obwohl ich wusste, dass ich dem Sog eines solchen Spieles viel zu viel Zeit opfern würde.
Tat ich denn auch wieder!

Vor kurzem kam dann ein kurzes
"wärst du sauer, wenn ich die sims lösche?"
von meiner Tochter.

Ja, war ich ...
Aber das ist der Vorteil, wenn man über "Messages" kommuniziert.
Schmollend schrieb ich:
"aber nein, es ist doch nur vernünftig, so ein dussliges Spiel zu löschen!"

Boah ey, pädagogisch voll wertvoll, und dass wo wir hier von einer bald 21 jährigen Studentin reden.

Also, dusslige Spiele löscht man am besten morgens als allererstes!
Nicht das Spiel öffnen, sondern es von der Oberfläche des I Pads löschen.
Ohne allerletzten Abschiedsbesuch!
(ok, evtl. wusste ich gestern Nacht schon, dass ich heute Morgen löschen würde)

Mir bleibt der Spruch:

Keine Zeit zu schlafen?
Kauf Dir eine Kaffeemaschine!


Bei Facebook habe ich genau 1 Spiel überleben lasse, in dem ich bei Telefonaten gerne herumklicke.
Das hält mich immerhin wach und ich arbeite dann nicht nebenbei.
Auch löst dieses Spiel keinen all zu starken Sog auf mich aus.
Niedliche kleine Sims sind da schon eine andere Nummer.
Insbesondere, wenn es bei der neuesten Challenge gerade einen Teddy zu gewinnen gibt.

Argh.

Ich höre jetzt lieber auf, darüber zu schreiben, sonst werde ich rückfällig.
Denn, was ich meiner Tochter nicht verrate:
man kann sie einfach wieder installieren, waschen, füttern, mit Kaffee abfüllen und weiter spielen ...

Marienpalmen

Im Finke-Gorge-Nationalpark in Australien befindet sich das Tal der Palmen.
Dort wachsen die letzten Marienpalmen.
Die Pflanzenarten in diesem Tal sind so alt, dass man dort einen Eindruck davon gewinnen kann, wie die Welt in den Augen der Dinosaurier aussah.
Palm Valley gehört somit ganz eindeutig auf meine Liste.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Watte im Kopf - 107,9 kg

Nach meinem Besuch "daheim", ging ich ein wenig blauäugig davon aus, mich nun wieder oder nun endlich voll auf mich und meine Pfunde konzentrieren zu können.
ha ha ha
ha ha ha
Plötzlich befinden wir uns mitten in einem Krimi.
Vermutlich werde ich einmal ein Buch schreiben müssen ...
Derzeit aber, heißt es abwarten, dann wieder etwas Ungeheuerliches tun und wieder abwarten.
Das ist so gar nichts für meine Nerven.
Mir wäre nach:
noch mehr Abstand, dort den Kopf in den Sand stecken und mir dabei den Hintern bräunen lassen ...
Die Sand-Diät hätte auch weniger Kalorien.
Derzeit stehen hier überall Plätzchen herum und ich bin jemand, der weiß, dass er mit Plätzchen ganz wunderbar Stress kompensieren kann.
Die Plätzchen sind auch nicht vom Himmel gefallen.
Die habe ich durchaus selbst an strategisch günstige Stellen gestellt.

Bis gestern hätte ich nun wenigstens behaupten können, dass ich immerhin für Bewegung sorge.
Für viel Bewegung.
Aber kaum wollte ich gestern den entsprechenden Eintrag verfassen, überkam mich das große Nichtstun.
Ich war müde, träge und überhaupt:
es wird immer wieder zu Trainingspausen geraten!
Jaaaa!
Wenn man zu viel trainiert, dann ... keine Ahnung ... irgendwas sprach ganz doll dagegen.
Ich war so müde und ausgelaugt.
Und darum verharrte ich Plätzchen kauend vor dem Bildschirm und sah mir sämtliche Folgen der letzten Biggest Loser Staffel online an. Immerhin lernt man dabei auf englisch fluchen.
Auf Hulu findet man die 16. Staffel der amerikanischen Loser, die noch deutlich professioneller daher kommen, als die deutschen Loser.
Dort specken derzeit nämlich ehemalige Sportler ab - eine der Teilnehmerinnen hat olympisches Gold daheim und auch die anderen waren mal echte Sport-Asse.
Danach war es dann 1 Uhr morgens und ich wühlte bei Youtube nach den Biggest Loser Skandalen der letzten Jahre.
Teilnehmer, die umgehend wieder zunahmen oder/und öffentlich über die Fake-Methoden bei der Show berichten.
Denn das muss man im Hinterkopf behalten:
Biggest Loser ist eine Show, keine Dokumentation.
Und daher gibt es Drehbücher und Tricks, Tricks, Tricks.
ZB sind die einzelnen Wochen in den USA durchaus auch mal 6 Wochen lang, was Gewichtsverluste von 33 Pfund in einer Woche erklärt.

Und danach landete ich dann auch noch bei Ajay Rochester.
Sie war von 2006-2009 die Moderatorin der australischen Loser und hat seither so um die 50 kg zugenommen.
Wieder mal etwas abgenommen, wieder zugenommen ... Ihr wisst schon ...
Dumm ist sie aber nicht:
sie hält sich und ihre Pfunde recht gut im Geschäft.
Selbst unsere Dumpfbacken-Presse berichtet gerne über die australische "Pummel-Nixe".
Ich mag ihren Humor und es wurde 4 Uhr morgens, bevor ich ins Bett plumpste.

Ratet mal ... für Sport fühle ich mich nun zu ... träge.
Dafür mache ich mir Sorgen, wie das nächste Woche an der Elternfront weitergeht.
Ich glaube, ich backe mir noch ein paar Plätzchen ... und serviere hier DEN Klassiker.

Neuer Tag 1 wird der 01.01.2015
Aber dann ... ich sage Euch ... dann geht es hier richtig ab!

*krümel*

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Grummel

So, wieder im Lande und durchaus bereit, völlig unverdrossen:
Tag 1
zu sagen ...

Ja, ich war in der Heimat, habe meine liebe Mama besucht
und lecke nun meine Wunden.
Am ersten Tag erzählte sie mir fröhlich, sie habe ein Gedicht geträumt.
Ein Achtzeiler, mit rund-gesund und fett-nett Krams.
Ja, ich träume auch immer in Achtzeilern.
Ich habe sie eine Woche lang täglich zum Kaffee besucht und täglich hold zu Bemerkugen zu meinem Gewicht gelächelt.
Meine Einstellung zur Mutterschaft ist eine andere.
Aber ich habe schlicht resigniert, was meine Einstellung zum Tochter Sein angeht.
Alle paar Monate muss ich meinen Pflichten mal nachkommen und an einer Auseinandersetzung bin ich nicht mehr interessiert.
Dieses Verhältnis ist vor vielen Jahren gestorben.
Es gibt nichts mehr zu klären, nur noch Pflichten zu erfüllen.

Gut, berichten ich morgen von ... Tag 1 :)

Montag, 1. Dezember 2014

1. Adventskalendertürchen - für Frau Ding Dong

Sport / Bewegung: Weniger Rumsitzen, mehr Bewegung!
Habe ich mich in diesem Jahr mehr bewegt oder weniger?
In welcher Hinsicht habe ich meine Bequemlichkeit reduziert?


Ich habe mein Level wohl insgesamt gehalten.
Durch die Hunde bin ich zu einem täglichen Spaziergang gezwungen, wenn es mir nicht gelingt, diese Pflicht meinem Alien aufs Auge zu drücken.
Zudem versuche ich immer wieder täglich auf das Laufband zu gehen.
Auch mal mit mehr oder weniger Energie.
Gerade mal wieder mit mehr Energie.
Ich habe auch meinen Schrittzähler wieder hervorgewühlt und bringe ihn täglich über etwas mehr als 10.000 Schritte zum Jubeln.
Da ich insgeheim einsehe, dass es mir schwer fällt, auf Essen zu verzichten *sigh* lege ich gesteigerten Wert auf regelmäßige Bewegung und bin über die Auswirkungen ganz froh.
So wiege ich zwar über 100 kg, konnte aber vorgestern problemlos 4 Stockwerke in einem Parkhaus Treppen steigen, als der Aufzug außer Betrieb war.
Und das noch dazu unter erheblichen Glühweineinfluss *hicks*
Ich merkte unterschwellig, dass meine Begleitung hektisch plante, wie eine Wiedervereinigung zwischen mir und dem Auto zu erreichen sei, wobei er die 4 Stockwerke und die dazwischen liegende Treppe eindeutig für eine für mich nicht zu nehmende Hürde hielt.
Oben angekommen, vermied ich zu sprechen, um sogar den Schein, NICHT kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen, wahren zu können.
Die Stufen hatte ich deutlich lockerer genommen, als meine Beine sich anfühlten.
Für 2015 nehme ich mir wie immer noch mehr Bewegung und dafür weniger Gewicht vor.

Tag 8 ... Dezember

Am Wochenende hatten wir Besuch und haben viel unternommen ... und gegessen ... weshalb ich den Schritt auf die Waage heute unterlassen habe.
Ich möchte ihn weder mir, noch der Waage zumuten.
Mein Alien hat "den Kram" diesmal weder in seinen Kleiderschrank, noch unter das Bett gestopft.
Diesmal hat er mich mit einem randvollen Wäschekorb überrascht.
Da die Sachen nun hinreichend häufig hin und her geräumt wurden, sind sie allerdings auch wieder so angeschmuddelt, dass ich ein erneutes Waschen für durchaus angebracht hielt und so läuft gerade die Waschmaschine.

Dennoch möchte ich mich über den Alien nicht beklagen, denn eine der Unternehmungen des Wochenendes, bestand im ausgiebigen Besuch von gleich 2 Kunsthandwerkermärkten, die er nahezu klaglos über sich ergehen ließ.
Na, da kann ich doch wohl mal ein wenig ungetragene Wäsche erneut waschen ...