Worum es hier geht

Dienstag, 27. Mai 2014

Frühling ... ein Albtraum!

Für jemanden, dessen Streben das Entrümpeln ist, das Down Shiften, das große Weniger ... ist der Frühling ein verdammter Alptraum, da die Natur wuchert, sich vermehrt, wächst, quillt und aus allen Nähten platzt.
Wehe dem Entrümpler, der einen Garten hat und den besten Zeitpunkt verpasst hat, ihn komplett zu betonieren!
Das viele Grün da draußen scheint täglich näher zu kommen.

Nun gut, keine Sorge, es stört mich nicht wirklich, denn ich habe einen Plan.
Und Rindenmulch.
Was meinen Garten angeht, so brauche ich nur 2 Dinge:
meine Motorsense und Rindenmulch.
Ok, und Pappkartons.
Zuerst wird gesenst, dann werden Kartons flach gemacht und ausgelegt und dann kommt Rindenmulch darüber.
Und schon sehen Teile des Gartens fast ordentlich aus.
Da ich das schon seit Jahren betreibe, müsste mein Garten irgendwann auf einem Berg liegen.
Wenn man an die Küste fährt, sieht man öfter höher gelegene Bauernhöfe.
Meine Vermutung, dass diese über Jahrzehnte ihre Gärten auf meine Art bearbeitet haben, traf aber nicht zu.
Angeblich haben die künstlich aufgetragenen Wälle eher mit Wasser zu tun, denn mit Giersch.
Aber wer weiß?!

Letzte Woche Donnerstag ertrank die Gegend in einem wahren Unwetter.
Und statt mich Freitag dann um die Schäden im Garten kümmern zu können, fuhren wir erneut zu meinen Eltern.
(und mein Garten nutzte die Zeit und all das Regenwasser um in 3 Tagen zu wuchern, wie sonst in 4 Wochen ...)
Mein Väterchen zeigte mir gleich einmal sehr eindrucksvoll, warum es so wichtig ist, dass er noch nicht ins Altersheim kommt:
er begrüßte mich mit "Hallo Pfundi!" und bezeichnete meine Mutter als meine Mutter.
In seiner vertrauten Umgebung hält er mich also nicht mehr für eine polnische Krankenschwester.
Er kommt dort überhaupt viel besser zurecht und wirkt auch nicht wie ein alter, hilfloser Tanzbär.

Meine Schwestern und ich verbrachten einen Tag entrümpelnd im Haus.
Die beiden nahmen sich die Speisekammer vor und schafften vor Jahrzehnten gebunkerte Lebensmittel weg.
Ich sortierte mit meiner Mutter ihren Kleiderschrank durch.
Ach nein, ich habe gar keine Lust hier weiter zu erzählen ...
Stellt Euch einfach den üblichen Frust vor.
Vor uns tat sie dankbar, hinterrücks aber erzählt sie nun jedem, wir würden jetzt schon mal alles aus dem Haus schaffen und könnten nicht einmal ihr Ende abwarten.
Jaja ... möchte jemand Grillfleisch 1998 haben?

Sehr schön, ich bin nun gut 500 km entfernt, habe einen Garten voller Giersch und Brennnesseln, einen Dachboden voller Kram und einen Körper voller Fett.

Da mein Garten voller Obstbäume steht, insbesondere kleine, saure Kirschpflaumen, habe ich ein Regal voller Plaumenmus und -gelee auf dem Dachboden. Davon habe ich gestern schon mal ein Fach leer geräumt und hatte somit Platz für ein paar Backformen und Töpfe.
Anfangs hatte ich noch den Wahn, dass man die Pflaumen ja nicht verkommen lassen dürfte und habe sie geerntet und verarbeitet.
Das Problem ist nur, dass wir keine Pflaumenfans sind und unser Bedarf an Pflaumenprodukten somit herzlich gering ist.
Nach einigen Jahren sinnloser Arbeit, habe ich immerhin Ernte und Verarbeitung aufgegeben.

Nachdem ich am Wochenende dann mit meinen Schwestern gemeinsam vor so manchem Weckglas das lustige "Inhalt-Raten"-Spiel gespielt hatte, fiel mir das Wegwerfen gestern dann erstaunlich leicht.
(Und das, obwohl meine Gläser allesamt beschriftet sind.
Pflaumengelee, Pflaumengelee, Pflaumengelee ... (Pflaumen in den Entsafter, Saft mit Gelierzucker zu Gelee gekocht - das war die schnellste Verarbeitung ...)
Über Jahre hatte ich noch den Gedanken, die Pflaumengeleegläser "irgendwann und irgendwie" sinnvoll zu nutzen.
Jetzt möchte ich nur noch den Platz sinnvoll nutzen, den sie blockieren.


Samstag, 24. Mai 2014

And you may ask yourself Well...How did I get here?

Wenn ich das richtig sehe, bin ich heute ca. 7 Stunden auf der Autobahn unterwegs gewesen um 2 doofe Tage zu haben.

Naja, halb doof und halb sehr schön.
Einerseits werden wir morgen in meinem Elternhaus entrümpeln, aber anderseits sehe ich meine beiden Schwestern und werde auch bei der einen übernachten.

Sonntag dann die große Geburtstagsfeier meiner Schwiegervaters.
Dafür war ich gestern sogar shoppen.
Ich habe mir einen neuen, Figur formenden Body gekauft.
Eine patente Verkäuferin nahm mir den Mieder-Body ab, den ich gefunden hatte.
Ich hätte ihn gerne eine Nummer größer gehabt, da die 100 C zwar durchaus passte und formte, ich aber sah, dass mir das Teil am Rücken einen regelrechten Fett-Buckel formte.
Dort wo der Rückenausschnitt war, ballte sich mein Rückenfett regelrecht.
Die Größen gingen aber "nur" bis zur 100.
Ansonsten passte der Body auch tadellos und formte wie verrückt und ich beschloss einfach, meine Haare offen zu tragen.
Stattdessen kaufte ich im Endeffekt einen Body in einer 95 C, der auch noch doppelt so teuer war.
Dafür war er aber auch nur halb so dick, halb so viel Sauna-Gefühl.
Ich beäugte den Rückenausschnitt, als die Verkäuferin fragte, wie der Body saß.
Peinlich berührt, hielt ich mir den Vorhang vor den Körper und bemerkte noch peinlicher berührt, dass die Dame mir einfach über die Schulter in den Spiegel guckte und dort natürlich meine volle Breitseite betrachten konnte.
Sie griff einmal *zack* in den Rückenausschnitt, hob mich samt Body mal kurz an und siehe da:
der Fett-Buckel war weg.
Oh!
Ok, sagte ich, dann brauche ich nur jemanden, der mich Sonntag mal kurz am Ausschnitt packt und kräftig zerrt!
Mein Töchterlein sagte zu, dies zu tun.
Jetzt sehe ich immer noch aus, wie eine dicke Frau im Kleid - aber immerhin nicht mehr wie ein heftig schwitzendes Pirelliweibchen ...

Dennoch ... insgesamt 1.000 km Fahrt für eher wenig Freude.

Ich glaube, daran muss ich in den nächsten Wochen/Monaten mal arbeiten.

Und ja, ich musste grinsen angesichts der Familien-Entrümplungsideen.
Aber der Schwiegerpapi freut sich so, dass wir extra kommen und da habe ich das mit der Absage nicht über das Herz gebracht.
(ich wollte ... immerhin war ich schon zum echten Geburtstag da ... und hatte auch vor, mir damit die große Feier zu sparen ... aber dann hat er vor meinem Sohn eine Lobrede auf mich, meine Verlässlichkeit etc. gehalten ... und schon fand ich, dass er den Aufwand absolut lohnt ...)

Egal ... Same as it ever was ...


Dienstag, 20. Mai 2014

Hat jemand meinen Alltag gesehen?

Ta ...
Eigentlich führe ich hier ja einen Blog darüber, wie ich mein Zuhause entrümple,
nichts kaufe
und nebenbei schlank, schön und begehrenswert werde.

Ich komme nur nie dazu.

Zuoberst eine kleine Auflistung meiner Schritte von gestern, des entrümpelten Zimmers, meines Gewichtsverlusts.
Das war so nett und übersichtlich geplant.

Wenn Du Gott zum Lachen bringen möchtest, erhzähle ihm von Deinen Plänen ...

Der Spruch ist nicht von mir, aber immer wahr.
Und John Lennon steuert den hier bei:
Life is what happens while you are busy making other plans.
Den habe ich über die Todesanzeige meines Vaters gesetzt.
(bitte weiteratmen - nicht Väterchen, sondern Vater ... ich sagte doch Patchworkfamilie ... und meinen Vater habe ich bereits vor knapp 10 Jahren beerdigen müssen)
(Mein armes Väterchen durfte gestern ein Altersheim besichtigen und ich hörte, es habe ihm eher nicht gefallen ...)
(aber nein, ich werde jetzt keinen epischen Beitrag über meine Mutter, die tolle Frau schreiben)

Also, immer noch kein Alltag in Sicht.
Wann immer möglich, folge ich nun dem Lockruf des Gierschs in den Garten und rupfe.
Gestern wollte ich auch noch die Motorsense anwerfen, da ich alle Pflanzen, die ich erhalten möchte frei gerupft habe und nun sensen könnte, aber wie jedes Jahr, zickt die Motorsense erst einmal herum und ist nun bei unserem heimischen Fahrradhändler gelandet, der sie erst einmal wieder auf Trab bringt.

Den gerupften Giersch und die Brennnesseln zu wiegen, fände selbst ich albern.

Dazu kommt, dass mein Töchterlein nun zuhause ist.
Die Abi-Prüfungen sind geschrieben und sie hat Zeit und zieht bald aus.
Das führt bei ihr zu einem gesteigerten Kuschelbedürfnis.
War ich früher froh, sie überhaupt kurz auf ein Hallo zu sehen, fühle ich mich jetzt fast an jene Zeiten erinnert, da ich sie mit ins Badezimmer nehmen musste, wenn ich mal Pipi musste.
Und natürlich denke ich "nutze die Zeit, bald ist sie weg!" und dann nutze ich die Zeit, aber gelegentlich wird dieser Gedanke ein kleiner "bald ist sie weg!"-Stoßseufzer.

Böse ...
Es ist übrigens nicht wahr, dass ich Kaffee lieber mag als meine Kinder.
Ich mag ihn nur eben VOR meinen Kindern ...

Das gesteigerte Kuschelbedürfnis meiner Tochter führt zu einem gesteigerten Polterbedürfnis meines pubertierenden Sohnes.
Der findet mich zwar dumm und peinlich, möchte aber natürlich, dass Mami ihm mindestens so viel Aufmerksamkeit schenkt, wie seiner Schwester (die Mami ja eh viel lieber hat, jawohl ...)

Als ich gestern zur Toilette ging, fragte ich dann tatsächlich freundlich, ob sie mitkommen wollen ...

Und das Tückische an der "heutigen Jugend" sind ja diese doofen Handys.
Tochter kommt gut gelaunt an den Esstisch. Ich arbeite, gut gelaunte Tochter daddelt am Handy herum.
Das Daddeln wird hektischer, zorniger und plötzlich ist die Tochter wieder Single, hat entsprechend Liebeskummer, muss ihren Beziehungsstatus bei Facebook ändern und all die eingehenden Anfragen beantworten ...
Ok, das war jetzt eine überspitzte Darstellung.

Eine Freundin meinte mal, sie habe immer wenn sie am Tisch säßen, das Gefühl, die Männer hätten unter dem Tisch die Hosen geöffnet und würden sich ihre "Dinger" betrachten. Dabei hätten alle nur "unauffällig" ihre Handys unter der Tischdecke und würden "von Zeit zu Zeit" nach ihren Nachrichten schauen.

Gut, kurz gesagt, statt hier mit Volldampf zu entrümpeln und tolle Workouts zu machen, führe ich tiefschürfende Gespräche, rupfe Giersch und Brennnesseln und am Wochenende muss ich wieder nach NRW.
Unter anderem hat mein Schwiegervater Geburtstag und ich sehe all meine Ex-Schwäger und -Schwägerinnen wieder, die mich allesamt ca 20 kg leichter kennen und dieses Gewicht schon zu hoch fanden.
Oh, das wird eine Verlustigung allererster Kajüte.

Ob ich bis Sonntag noch besagte 20 kg wieder abnehmen kann?


Montag, 19. Mai 2014

Schlank mit Giersch

Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich eine Blogpause eingelegt habe.
Irgendwie vergeht die Zeit im Moment etwas schneller als sonst.

Ok, also am Sonntag, den 11.05. kam meine Tochter mit ihrer Biggest-Loser-Idee für uns beide.
Sie hat bei der Abi-Vorbereitung und während der Prüfungsphase ganz schön zugenommen, was außer ihr wohl keiner sehen würde - außer natürlich, sie zieht das tolle Kleid an, das wir im Herbst schon mal für den Abi-Ball gekauft haben, der Ende Juni stattfindet.

Wir haben 200,- Euro als Preis für diejenige eingesetzt, die bis dahin prozentual am meisten abnimmt.
Voll motiviert nahm ich die Hunde für eine schön lange Hunderunde und nach ca. 100 Metern stolperte ich, flog recht unelegant erst auf die Knie und dann die Hände.
Eigentlich hätte ich einfach da unten bleiben und wieder nach hause krabbeln sollen, aber ich rappelte mich wieder auf, humpelte heim und ließ mich bedauern, pflegen und in den nächsten Tagen durfte der Nachwuchs mit den Hunden gehen, während ich daheim auf dem Sofa leise vor mich hin jaulte.

Plötzlich und unerwartet war es wieder Sonntag und mein Töchterlein schubste mich unbarmherzig auf die Waage.
Sie hatte 1,9 kg abgenommen.
Ich stand vor einer 109,7 kg
Vermutlich halte ich den Rekord mit dem erfolglosesten Diättagebuch überhaupt ...

... aber immerhin bin ich von der Waage gestiegen, in meine Gartenklamotten und habe den Tag dann damit verbracht, in meinem Vorgarten den Urwald aus riesigen Brennnesseln, Diesteln und Giersch zu rupfen.
Außerdem behielt ich meinen Vorsatz im Auge, mich möglichst Low Carb zu ernähren.
Mittags kochte ich Blumenkohl und machte mir dazu eine sehr leckere Soße aus einem Rest Cashew-Mus, den ich mit Wasser erhitzte, sämig rührte und dann noch mit Frischkäse verlängerte.
Damit war auch dieses Reste-Glas verbraucht ...

Da ich in den 2 Wochen, in denen mein Väterchen hier war, weder beruflich, noch im Garten aktiv werden konnte und danach erst mal ein riesiges Arbeitsgebirge abarbeiten musste, sind die Brennnesseln auf eine imposante Höhe von ca. 1,80 m angewachsen.
Sie lassen sich zwar eben so schnell ausrupfen, wie kleine Brennnesseln, aber der Transport auf den Kompost im hinteren Teil des Gartens ist umfangreicher ...

Wer nun ein kleines, nettes Gärtchen hat:
Bei mir sind es 1.600 Quadratmeter Wildnis.

So, da ich dauernd unterbrochen werde ... heute Morgen zeigte die Waage dann 107,7 kg an.
Immer noch schrecklich, aber immerhin stimmt die Richtung.

Ach, ich habe übrigens damit begonnen, meinen Kleiderschrank wieder zu bestücken.
Alles was ich zuvor schon sortiert hatte, hängt nun wieder im Schrank.
Ein tolles Gefühl - ich muss nur überlegen, was zueinander, zu meiner Laune, zum Anlass oder zum Wetter passt.
Zu meiner Figur passt ja trotz Zunahme alles.
Das erspart schon mal sehr viel Frust!
(und Zeit)

Donnerstag, 8. Mai 2014

Sondermeldung - ich werde verlinkt :)

Hach, ich liebe es ja, wenn mein Blog verlinkt wird.
Bisher kommen alle Leser hier scheinbar von Sudda Sudda
aber - tataaaa:
unbemerkt kam jetzt auch noch die Septemberwelle dazu.

Damit hat sich die Zahl der Links zu meinem Geschreibsel verdoppelt.
Cool

Wer im Glashaus sitzt ...

... sollte weniger über seine Mami lästern ...

Nachdem ich hier mit Wonne einen Beitrag über die versiffte Küche meiner lieben Mutti veröffentlicht habe, öffnete ich voller Selbstgerechtigkeit meinen eigenen Küchenschrank.
Ach, ich wollte einfach noch ein wenig im Gefühl der Überlegenheit baden,
denn immerhin entrümple ich ja nun schon eine ganze Weile,
kaufe bewusst und achtsam ein und obwohl die Fächer des Vorratsschranks etwas übervoll wirken, dachte ich, das läge einfach daran, dass ich sehr wenig Platz für Vorräte habe.
Auf so wenig Platz, wirkt auch der sinnvollste Vorrat etwas chaotisch!
... dachte ich ...

Gut, ich sollte nicht lästern.
Ich räumte das oberste Fach aus:
meine Backzutaten (nicht Mehl und Zucker - die haben eigene Fächer)
sondern eher Hefe, Backpulver, Sesam, Mohn ... und Deko für Plätzchen und Kuchen.

Nach einigen Minuten, war meine Selbstgerechtigkeit erst einmal verflogen und wich einem ungläubigen Kichern.
Ich habe wohl einen Hang dazu, kleine Deko-Möhren und Lebensmittelfarbe zu kaufen.
Ja, ich erinnere mich durchaus, beides des öfteren gekauft zu haben.
Allerdings erinnere ich mich nicht daran beides je benutzt zu haben.
Bzw selten. Sehr selten.
Was dann dazu führte:


7 Packungen Speisefarbe ... so ganz zurechnungsfähig bin ich evtl. auch nicht.

Gestern fand ich im Fach darunter dann nicht ganz so intensive Anhaltspunkte für eine kapitale Macke.
3 angebrochene Packungen "Perlgraupen" und 2 angebrochene Packungen Linsen, die sich ganz wunderbar gemeinsam kochen ließen.
Abgekühlt, in eine große Schüssel umgefüllt, habe ich es nach und nach als Beilage zu diversen Mahlzeiten "verbraten".
Lecker!
Evtl. sollte ich mehr Perlgraupen und Linsen kaufen?
Ah, nein ... immerhin habe ich in gewohnter Halbherzigkeit beschlossen, es wieder mit Low Carb zu probieren und die durchaus leckere Graupen-Linsen-Mischung ist alles Mögliche, aber nicht Low Carb.

Auch der Kühltruhe habe ich meine Aufmerksamkeit geschenkt.
Ich horte TK-Brokkoli, Fisch und aus irgendwelchen kruden Gründen auch tiefgekühlte Beeren.
Ich mag keine Kerne, darum mag ich Beeren nur "entkernt", bzw. entsaftet.
Aber zuerst einmal habe ich mich nun meinen Brokkoli-Vorräten gewidmet und schon mal 2 Beutel verarbeitet.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Klamottenkur offiziell geendet hat.
Ich komme weiterhin mit ca 60 Kleidungsstücken zurecht und möchte auch erst einmal alles durchsortieren, bevor ich meinen Schrank wieder (über)fülle.

Viel zu tun!

Dienstag, 6. Mai 2014

Mein Alltag hat mich wieder ...

... allerdings kommt er durch meine Abwesenheit wie eine Flutwelle daher ...

Mein Väterchen hat die 2 Wochen bei mir gut überstanden und ist nun wieder samt polnischer Pflegerin in seinem Zuhause.
(meine Mutter ist weiterhin nur an den Wochenenden bei ihm)
Der Urlaub bei mir hat ihn völlig verwirrt und er war noch desorientierter als zuvor.
Mich erkannte er zB nicht mehr als Tochter, sondern siezte mich und erwähnte öfter, dass ich eine polnische Krankenschwester sei.
Immerhin ist er meist sehr freundlich zu polnischen Krankenschwestern und wir hatten eine anstrengende, aber auch schöne Zeit.
Da ich ihn nicht wie einen alten Tanzbären vorführen wollte, sah ich vom Bloggen ab.

Ich möchte mich hier wieder auf mein Entrümpeln und Co konzentrieren, daher erspare ich Euch auch weitere Anekdoten über meine Mutter, die tolle Frau ...

Nur so viel:
Nachdem ich mich 2 Wochen lang um ihren Gatten gekümmert und ihn dann die 500 km wieder nach hause gefahren habe und dann gemeinsam mit einer meiner Schwestern in einem echten Kraftakt ihre Küche entrümpelt und geputzt habe, ist sie derzeit nun zu tiefst beleidigt, weil ich sie nicht freundlich genug begrüßt habe.
Was stimmt, ich hatte mich zuerst einmal auf meinen Sohn gestürzt, den ich 2 Wochen lang nicht gesehen hatte.
Böse von mir, böse böse böse.

Aber:
es war einfach göttlich, die Küche meiner Mutter zu entrümpeln.
Wir fanden Lebensmittel, die 1989 abgelaufen waren.
Mit DM-Preisen, alter Rechtschreibung und vierstelligen Postleitzahlen von Herstellern, die es teilweise schon gar nicht mehr gibt.


Bei Puddingpulver mag das alles ja noch ganz witzig sein, aber leider sind nicht alle Lebensmittel nach Jahrzehnten noch so ansehnlich und so kämpften wir öfter mit Ekel und Fassungslosigkeit.
Der Brotkasten und Kühlschrank ... das überlasse ich Eurer Phantasie.

Leider ist eine direkte Kommunikation und somit eine Abstimmung unserer Hilfe mit meiner Mutter nicht möglich, da sie es vorzieht, wortreich (vor Dritten) unter ihren Töchtern zu leiden, die sich gegen sie verbündet haben und nun hinter ihrem Rücken ihr Haus plündern ...
(kein Scherz, angeblich haben wir Senfgläser gestohlen und den Messbecher vom Eierkocher
- ich habe ihnen umgehend einen neuen Eierkocher bestellt und meine Schwester bringt beim nächsten Besuch einen Schwung Senfgläser vorbei ...)

Nachdem ich irgendwann einmal gekränkt und bockig beschlossen hatte nieee wieder und gar nicht mehr zu helfen, kam ich dazu, als mein dementes Väterchen versuchte, aus dem verschimmelten Brotkasten und dem Kompost im Kühlschrank ein Abendessen zu machen.
Daher änderte ich meine Meinung komplett und werde künftig einfach stur tun was nötig ist und ist mir doch egal, was meine Mutter über mich erzählt.
(wir haben Mai, ich habe allein dieses Jahr nun 5 Wochen mit/bei ihnen verbracht und lasse sie völlig im Stich ... aha)

Beim nächsten Besuch ist zB der Vorratskeller fällig.
Dort stehen nicht nur zig prall gefüllte Regale, sondern auch noch 2 Kühltruhen, in denen noch Porree aus den 90er Jahren gekühlt wird.
(kann man alles noch brauchen)

So, ab morgen schreibe ich wieder von eigenen Entrümplungen.
Mein Gewicht würde ich zu gerne totschweigen ... aber die Waage meiner Schwester meinte:

*seufz*