Worum es hier geht

Dienstag, 1. November 2016

Licht am Ende ... Ihr wisst schon ...

Du meine Güte, was ging es mir mies!
Ich war wirklich ganz übel demotiviert ... aber ...

Am Sonntag saß ich mit einem Bekannten in einem Cafe, stand auf und ging auf die Toilette.
Auf dem WC fiel mir auf, dass ich einfach aufgestanden und zur Toilette gegangen war.
Klingt auch in der Wiederholung nicht aufregend, ist es aber - für mich.

Die Geschichte mit meinem Knie war so schmerzhaft geworden, dass ich mich mit beiden Händen am Tisch abstützen und hochdrücken musste, bevor ich dann erst einmal eine Weile am Tisch stehe und mich dabei immer noch festhalte, falls mein Knie evtl. einfach wieder zusammenklappen möchte.
Und dann humpelte ich steifbeinig los.

Der Gag am Sonntag war, dass ich nicht wusste, wann sich das geändert hatte.
Sollte mein Leben mal verfilmt werden, stelle ich mir die Szene putzig vor, wie ich da ungläubig auf dem Klo hocke, dann all meinen Mut zusammennehme und - aufstehe - freihändig!

Cool!

Gestern war ich wieder bei der Krankengymnastik - ich habe tatsächlich einen anderen bekommen - und als ich dran war, stand ich einfach von meinem Stuhl auf.
Der Mann bat mich, noch einmal Platz zu nehmen, was ich tat.
Und dann wieder aufzustehen - was ich mit dickem Grinsen tat.
Ja, ich habe wirklich jeden einzelnen Rat aus der Krankengymnastik beherzigt, mir einen Ball gekauft und die Übungen auch daheim gemacht.
Ihr könnt Euch meine grottenüble Stinklaune dabei nicht vorstellen!
Ich fand alles, das ganze Leben und jeden Menschen, einfach nur unfair!
Böse, ungerecht, fies.

Mein Plan war doch gewesen, die Kilos wieder loszuwerden und dann zu joggen!
Nun war ich die JoJo-Kilos wieder los, aber statt fröhlich wieder zu joggen, konnte ich nur unter Schmerzen gehen.
Schmerzen habe ich noch immer, aber seltener, anders und wenn ich langsam gehe, kann ich das Humpeln sogar verbergen, was mich glücklich macht, denn dieses offensichtliche Hinken, war mir einfach ... peinlich.

Als ich meinen Ball holte, fiel mein Blick auf einen Rollator und ich überlegte, wie geländegängig die wohl sind und ob man die Hunde daran festbinden könnte, damit man die Hände zum Schieben frei hätte.
Kurz sah ich vor meinem inneren Auge, die Hunde mit meinem Rollator abhauen ... und dann bekam ich das "ärm dier", weil ich gerade ernsthaft über Rollatoren nachdachte.
Bestimmt praktische, nützliche Teile - aber hey, ich bin noch keine 50!

Gut, ich achte bei jedem Schritt darauf, den Fuß nicht nach innen zu drehen, auch wenn nach innen drehen schmerzfreier ist.
Und neu:
Ich stehe auch nicht mehr mit durchgedrückten Knien, sondern ... schon wieder vergessen, wie es heißt.
Jedenfalls so, dass mich nicht meine Bänder, sondern meine Muskeln halten.

Außerdem habe ich ein Sportgerät wieder in Gebrauch genommen, das meine Kinder mal haben wollte.
Ein Power Plate Fake - so eine Art Rüttelplatte.
Auf der machte ich meine - ah, in Flex-Haltung herumstehen-Übungen, die durch das Gerüttel natürlich besonders effizient sind.

Bei der Krankengymnastik fragte ich, wie denn der Heilungsprozess bei meinem Knie sei - war das jetzt eine Anfangsverbesserung, würde aber wieder schlechter werden?
Nein, wenn ich mich nicht erneut vor ein Auto werfe, sollte es nicht wieder schlechter werden.

Ich lächle ...
Und gehe jetzt wieder meine Übungen machen.

Was das Saftfasten angeht - es lief unter erhöhtem TofuVerbrauch weiter.
Ich habe keine Ahnung, was ich wiege, da ich heute schon morgens um 4 Uhr hellwach war und die Sache mit dem Schlaf zu Gunsten von Kaffee im Bett und Lesen einfach aufgab.

Darum ... wiegen, Flaschen ... etc. alles später.
Das soll nur ein "es geht aufwärts"-Lebenszeichen sein.

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe, es geht weiter aufwärts, mit der Gesundheit natürlich, nicht auf der Waage.

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Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)