Worum es hier geht

Montag, 29. August 2016

belanglos sonnige Tage

gefastet: 44 Tage
Gewicht: 96,9 kg = -13,2 kg
Sport: Hunderunde


Ich weiß, wenn man sonst während des Fastens so lange nichts von mir gehört hat, bedeutete das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, dass ich versehentlich in den Kühlschrank gefallen bin und ihn leer futtern musste, wenn ich doch schon mal da war ...

Diesmal nicht.
Bzw. selbst wenn, wäre ja lediglich Gemüse darin.
Nein, ich habe mich nun lediglich damit arrangiert, dass ich mich schön langsam verdünnisiere und es dabei auch wenig spektakuläre Erkenntnisse gibt.

Hin und wieder habe ich das Gefühl, dass bei der "Fettschmelze" die eine oder andere Altlast wieder zum Vorschein kommt.
Die eine oder andere Ursache für das eine oder andere Pfund steht unverarbeitet vor mir und erweist sich dann aber bei nährer Betrachtung als "gegessen".

Ich bin schauderhaft zufrieden mit allem.
Ok, der beim Universum bestellte Lottogewinn lässt auf sich warten.
Vielleicht sollte ich doch mittels Prime Mitgliedschaft die Übernacht-Lieferung erwirken?

Am Wochenende habe ich auch die Familie meines werdenden Mündels besucht.
Das Amtsgericht hat beschlossen, mir Steine in den Weg zu werfen und so muss ich noch ein Schreiben aufsetzen, damit ich Vormund des jungen Mannes werden und er seinen Asylantrag stellen kann.

Wenn Frau Merkel "wir schaffen das!" sagt, meint sie uns unverdrossenen Ehrenamtler, die wir die Hürden der Bürokratie nicht weiter hinterfragen, sondern stoisch jeden Brief vom Amt lesen und dann eben noch drei Schnörkel ziehen, bis wir irgendwann zum Ziel kommen.

Der junge Mann wird im Januar schon 18 - entweder bekomme ich die Bestallungsurkunde vorher, oder er stellt den Antrag dann eben als Erwachsener und wird dann vermutlich angepampt, warum er 1 Jahr mit dem Antrag gewartet hat ...

Die Familie ist sehr nett und schon seit 9 Monaten in Deutschland.
Erst als die beiden Eltern ihren Antrag stellten, bemerkten das Amt, dass der Junge kein Sohn, sondern ein Bruder war - und minderjährig.
So kommt es nun zu meinem Einsatz, der weniger umfassend sein wird, als bei meinen anderen Mündeln, denn er ist bis auf den bürokratischen Kram längst ganz gut angekommen und ein typischer 17Jähriger.
Schlaksig, modern und etwas verwundert, was die dicke Frau da von ihm will.
Ein Kumpel, der schon länger in Deutschland ist, übersetzt, was er noch nicht versteht.
Die Familie spricht Dari - das ist wie Persisch - etwas so wie Persisch, wie Östereichisch Deutsch ist, vergleicht unser Übersetzer.
Ich bin durchaus interessiert, kann aber nun leider auch kein Persisch und dass ich weiß, dass Paradeiser Tomaten sind, hilft nicht wirklich weiter.

Ok, die Familie spricht Dari, aber Sarah spricht fließend Deutsch mit leicht nordischem Einschlag.
Sarah ist 7, bildhübsch niedlich und einer der Gründe, warum ich an die Sache mit der Willkommenskultur glaube, denn die zahlreichen Kinder unserer Flüchtlingsfamilien lernen Landessprache und Gebräuche in einer schier unglaublichen Geschwindigkeit.

Nach den Sommerferien kommt sie ins 3. Schuljahr - unsere Schrift hat man ihr schon beigebracht.

Mein Mündel tut sich da etwas schwerer.
Pubertät, Coolness und Dari sprechende Kumpel machen ihm das Einleben schwieriger.
So wie der Umstand, dass erst nach dem Asylantrag irgendwann der Integrationskurs kommen wird, bei dem er dann in Kursen Deutsch lernen wird.
Damit wurde 1 Jahr verschenkt - hätte er direkt Zugang zu Deutsch- und Integrationskursen, könnte er nun schon mit Berufsschule und Ausbildung beginnen.
Wie viele Lehrstellen wurden nicht besetzt?
Er hätte sicher gerne eine.
Nö, ich schimpfe nicht auf die Bürokratie.
Irgendwo hat das alles sicher seinen Sinn ... hoffe ich.

Und was die Kilos angeht, begann ich dann heute damit, Wasser in die 14. Flasche zu füllen.
Mir kommt das alles unglaublich lange vor.
Vermutlich habe ich derzeit ein Problem mit gefühlter Zeit.
Kindheit meiner Kinder - ein kurzer Wimpernschlag und zack waren sie groß.
Ich muss mich echt zusammenreißen, dass ich jungen Müttern nicht dauernd ungefragt erzähle, wie schnell sie doch groß werden ...

Und da ich aber monatelang geplant hatte, ab dem Sommer dann abzunehmen und zu entrümpeln, habe ich das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt, weil sich das nun so zieht, statt sich ebenso "meine Güte, wie die Zeit rast" anzufühlen.

Mittwoch, 24. August 2016

Kommen wir zum 13. Kilo

gefastet: 39 Tage
Gewicht: 97,8 kg = -12,3 kg
Sport: Hunderunde


Eine Freundin hat etwas nachdrücklicher gefragt, wie ich mich fühle.
Nachdem ich ihr geschrieben habe, was meine Kinder und Haustiere so machen und wie sehr es mich nervt, dass mein scheinbar arbeitsloser Nachbar im Garten Radio hört, sobald es mal nicht regnet und er nichts zu mähen, sägen, bohren oder baggern hat ... schrieb sie mir die gleiche Mail noch einmal:
sie wollte wissen, wie es mir geht.

Hm, ich habe große Lust, den Nachbarn zu erwürgen.
Wäre ich besser gelaunt, würde ich ihm vermutlich einen neuen Job wünschen.
Oder Kopfhörer.
Dieser Mensch muss sich ständig mit einem Lärmteppich umgeben und hat noch dazu einen ganz gruselig schlechten Geschmack.
Und die Angewohnheit mitzusingen - allerdings ohne englische Sprachkenntnisse aufweisen zu können.
Oder eine Stimme zu haben, die mehr kann als "laut".
Es stört ihn auch nicht im Geringsten, dass Lieder so etwas wie Melodien haben - er kommt ohne aus.

Ach so, wie es mir geht?
Keine Ahnung!
Ich habe über die Frage nachgedacht und beschlossen, dass ich "unterwegs" bin.
Als würde ich noch im Bahnhof auf den Zug warten und sollte sagen, wie mein Urlaub ist.

Ich lasse es jeden Morgen sehr gemütlich angehen,
mache dann einen Köpper in die Arbeit und habe schlauer Weise nun irgendwo einen Wecker stehen, damit ich mir zwischendurch mal meinen Saft mache und dann auch noch irgendwann an die Hunderunde denke.

Da der Alien nicht mehr im Haus ist und ich meine Arbeit liebe, ist es mir nämlich ein paarmal passiert, dass ich mich an die Arbeit setzte und es dann irgendwann dunkel wurde.
Und das im August ...

Und dann freue ich mich nicht, was ich alles geschafft habe, sondern merke, dass mir speiübel und hungrig zugleich ist und meine Hunde mich vermutlich hassen.

Seither ist meine Eieruhr mein treuer Begleiter - damit aus einem Stündchen Programmieren nicht versehentlich der ganze Tag wird und der Postbote grübelt, ob ich einen Teppich habe ... weil ich nicht zum Staubsaugen gekommen bin.

Die Eieruhr ist prima!

Meine Abnehm-Bahn scheint ein wenig Verspätung zu haben ...
ich kann nicht fassen, dass ich heute am 40. Tag der Saftkur noch immer mit den JoJo-Pfunden beschäftigt bin.
Aber immerhin habe ich für mich beschlossen, dass ich mittlerweile wieder so weit erschlankt bin, dass ich bei den anderen als "ohne Jojo" durchgehe.
In meiner Gewichtsklasse sind 7 kg für Außenstehende nur schwer zu sehen.
Noch dazu hatte ich mich recht schnell bei der 95 kg Grenze eingependelt.
Ich sehe sehr nach 95 kg aus :)
Ich sehe sehr nach 95 kg aus :(

Die Sache mit den Flaschen macht mir viel Vergnügen.
Ich habe sie nun neu sortiert - immer 10 Flaschen in einer Reihe.
(klingt schon mal grandios, oder?)

Für meinen Alien hatte ich aber etwas mit den Hunden gefilmt und konnte mich dann selbst in dem Film bewundern.
Pfundi kommt ins Bild und bückt sich nach einem Ball.

Das "ich bin ein schlankes Reh"-Gefühl ging etwas verloren und der Alien bekam ein Foto - nur von den Hunden.
Ich habe keine Komplexe, was Fotos angeht - ich schäme mich nicht dafür, dass ich dick bin und ich posiere sonst auch einfach fröhlich und basta.
Aber sobald man abnimmt und sich mit seinem Gewicht beschäftigt, wird man sich dessen einfach auf ganz andere Art bewusst.
Einerseits ist das wichtig zur Motivation, andererseits ist es aber auch nervig.

Ich habe letztens eine Einladung abgelehnt, weil noch eine Frau gekommen wäre, die wahnsinnige Komplexe wegen ihrer Figur hat.
Sie leistet Unglaubliches und kompensiert eindeutig mit Essen.
Eine Diät ist derzeit sicherlich nicht ihr Anliegen.
Vor einem Jahr waren wir beide auf einer Party, als ich gerade beim Saftfasten war.
Die Gastgeberin hatte beteuert, dass ihr das nichts ausmachte, wenn ich nichts äße.
Machte es auch nicht, aber ihrer Bekannten habe ich regelrecht den Abend versaut.
Die ganze Zeit blieb sie beim Thema und rechtfertigte sich.
Meine bloße Anwesenheit war für sie Fatshaming pur.
Nein, nicht meine Anwesenheit - mein "nichts essen".
Das tue ich weder ihr noch mir wieder an.
Mit schlanken Menschen hat sie keinerlei Probleme - es ging nur darum, dass ich eben gerade mit dem Abnehmen beschäftigt war.
Und leider war das eine Art "wir sitzen alle rund um einen Tisch"-Party.

Nächsten Monat bin ich wieder eingeladen und ich habe mich sehr gründlich erkundigt - das ist eine Party mit Buffet und Rumstehen - das sollte gehen ...

Da werde ich schamlos lügen, wenn die berühmten "hast du schon das und das probiert"-Fragen gestellt werden.
Das tue ich ja auch, wenn ich esse ...
Da ich selbst sehr viel und auch sehr gut koche, schmeckt es mir bei Partys eh selten - Leute neigen dazu, große, eher geschmacklose Salate zusammenzuklatschen und kein Schwein möchte ernsthaft konstruktive Kritik zu einem Kartoffelsalat oder so haben - ganz schlimm war die Zeit, als sie Zwiebelsuppenpulver in absolut alles reingerührt haben ohne das Zeug dann zu erhitzen.
*schauder*

Jedenfalls habe ich nicht die geringste Lust, irgendwas wenig Nettes über übergewichtige Frauenkörper zu schreiben, auch nicht meinen eigenen.
Ich möchte nicht lästern - ich möchte ihn gern von Ballast befreien.
Wenn ich darüber nachdenke, wie viel einfacher und vergnüglicher die Hunderunden jetzt schon wieder sind, kann ich es einfach kaum erwarten, sie noch einfacher und vergnüglicher zu machen.
Auch bin ich neugierig, ob die Schmerzen im Knie evtl. nachlassen, wenn ich leichter werde - oder ob ich doch mal zum Arzt gehen sollte.

Zeit fürs Bild:

Die Reflektion ist niedlich - weckt Vorfreude in mir :)










Montag, 22. August 2016

Neue Woche, neue Flasche ...

gefastet: 37 Tage
Gewicht: 98,1 kg = -12 kg
Sport: Hunderunde


300 Gramm in 4 Tagen - ich finde es immer wieder interessant, wie mein Körper so funktioniert, denn ich halte mich brav an Gemüsesaft, Wasser, Tee und öhm, Milchkaffee.
Letzteres wird es sein, woraus mein Körper all das zieht, was er braucht um seine Pfunde bei sich zu behalten, allerdings möchten meine Nerven auch nicht auf ihn verzichten ...

Bei den vorherigen Saftkuren schwanden die Kilos schneller, weil ich nebenbei Sport treiben konnte - aber mein Knie zickt weiterhin herum und darum bleibt mein einziger Sport erst einmal die Hunderunde.

Die Prinzessin im fernen Oslo ist mental schon fast wieder daheim.
Kein Wunder, in nur 17 Tagen kommt ihr Papa schon bei ihr an und dann verreisen sie noch ein paar Tage in Norwegen, bevor sie mit der Fähre nach Kiel kommen, wo ich sie dann abhole.
Ich überlege schon, was ich alles kochen und backen werde, denn der geänderte Beziehungsstatus der jungen Dame kommt dann auch noch vorbei um sich mutig der Begutachtung der "Schwiegereltern" zu stellen.
Ich kenne ihn ja schon und mag ihn, wie ich bisher all die jungen Männer mochte, die zu geänderten Beziehungsstati bei Facebook führten :)

Der Alien schickt weiterhin atemberaubende Bilder aus Neuseeland und wenn wir chatten, ist er glücklich, beklagt aber den Mangel an bezahlbarem Gemüse.
Eine Paprikaschote für 5,- NZD - das sind heute 3,21 Euro - lehnt er ab :)

Ich selbst schwanke gemütlich durch den Regenbogen meiner zur Verfügung stehenden Stimmungen.
Da ist viel Raum zwischen Stolz, dem Gefühl grenzenloser Freiheit und dem freien Fall in Richtung Einsamkeit, völliger Nutzlosigkeit, dem Abstellgleis und drohendem Ruin.
Wann immer Warmduscher vorbeikommen, versuche ich NICHT über meine Kinder zu reden, was aber noch nie gelungen ist.
Da ich auf der Rennstrecke zwischen Hamburg und Skandinavien liege, kommen hier erstaunlich viele junge Leute mit dem Rad durch.
Couchsurfer wollen allesamt lieber nach Kiel, aber für Warmduscher wohne ich hier ideal und habe viel Spaß an den jungen Leuten.

Dazu bekomme ich gerade noch ein neues Mündel - einen jungen Afghanen, der mit einem Schwung Geschwister hier angekommen ist.
Da werde ich als Vormund nur für den bürokratischen Kram gebraucht, aber als ehemaliger Bänker kann ich diesen Teil auch recht gut und habe meinen Spaß daran.

Dieses ist wieder ein "langsam aber voll!"-Foto

mittlerweile sind es 12 volle Flaschen Wasser, die ich nicht mehr mit mir herumschleppe, wenn ich meine Hunderunde mache.
Das merke ich durchaus.
Meine Dreiviertel-Jeans sitzt mittlerweile angenehm locker und ich habe ein kindisches Vergnügen daran, sie an- und aus zu ziehen ohne den Reißverschluss oder Knopf zu benutzten ...
Und außerdem werden meine Runden immer länger.

Oje ... mein Kater kommt echt in die Jahre ...
Er ist 15 - und in letzter Zeit plumpst er dauernd von seinem Lieblingsplatz.
Ist es böse, wenn man seinen Kater auslacht?

Donnerstag, 18. August 2016

Kleine Torte statt vieler Worte ...

gefastet: 33 Tage
Gewicht: 98,4 kg = -11,7 kg
Sport: Hunderunde


Gestern die Torte zu machen und nicht zu essen, war überhaupt kein Problem.
Ich habe die Creme-Schüssel "ausgeleckt", hätte aber noch nicht mal Lust auf ein ganzes Stück Kuchen gehabt.
Also, tagsüber nicht.

Dafür hatte ich mir einen sehr leckeren, aber unfotogenen Saft quer durch den Garten gemacht.
Fallobst, wie Birnen und Äpfel eingesammelt, Hagebutten gepflückt, Blätter vom Weißdorn, Knöterich, Brennnesseln und Löwenzahn gepflückt und dazu noch blaue Trauben und Sellerie entsaftet.

Ich war gerade fertig, als meine beiden "Warmduscher" kamen.
Zwei blutjunge Dänen.
Irgendwie musste ich leise grinsen, welchen Eindruck die wohl von der wirren Alten hatten, die mit einem Rudel Haustiere zusammenlebt und ein seltsam schlammbraunes Gesöff zu sich nimmt.
Es war aber Kuchen übrig geblieben, der ihnen eindeutig schmeckte.

Für 2 Tage hatte ich eine kleine euphorische Phase - ein Gefühlshoch, weil der entrümpelte Kleiderschrank Spaß macht und weil ich auf der Waage nur noch zweistellig bin.

Das ist bereits wieder verflogen.
Nicht, dass ich jetzt völlig frustriert bin oder so, aber mir dämmert, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis ich eine bleibende Zufriedenheit erreiche.

Mir ist wieder ein Scherz eingefallen, den mein Väterchen in meiner 1. Schwangerschaft gemacht hat, als mein Gewicht über die 60 Kilo-Grenze gerutscht war (ja, ich war als Jugendliche/junge Erwachsene eher schlank) und ich mich unglaublich dick fühlte.
Über 60! kg ...
Der Scherz war nicht schlimm, aber er führt dazu, dass ich bei meinen Kindern möglichst darauf achte, ihre Schönheit, Intelligenz etc. zu preisen und wenn ich um Kritik gebeten werde, formuliere ich, dass ein Kleidungsstück zu eng/unvorteilhaft ist - wenn es sein muss - und keinesfalls je ungebeten.

Es gibt nichts Nervigeres, als Leute, die Freude daran haben, anderen Illusionen zu rauben und gegen ihre grauen Wahrheiten einzutauschen.

Mein Knie nervt.
Und - schön, dass ich wieder in mehr Hosen passe, allerdings habe ich in den engeren Hosen jetzt wieder einen ziemlichen Rettungsring, der sich wenig dekorativ über dem Hosenbund ballt.
So zupfe ich wieder dauernd an der Hose herum, aber nach wenigen Schritten hat sich der Bauch wieder fröhlich über den Bund gewobbelt.
"Muffin Top"
Weitere Hosen rutschen - passende Hosen führen zum Rettungsring, der für Dritte aussieht, als sei die Hose zu eng.
Zupf zupf zupf

Glücklicherweise konnte ich meinen inneren Griesgram noch im Zaum halten, bis die beiden Warmduscher mir geholfen hatten, eine völlig überladene Schubkarre mit Gartenschnitt zum Abfallhof zu schieben und Filznoppen unter meinen Esstisch zu pappen, so dass ich ihn jetzt einfacher schieben kann.
Mir dämmert, dass ich nicht mehr einfach warten sollte, bis jemand mit anpackt, um die Böden zu wischen ...

Und ganz unwillkommen ist der Griesgram auch nicht, denn er macht mich bei der Arbeit recht effizient.
Grummelnd packe ich einen ganzen Berg krams an, den ich schon eine Weile vor mir herschiebe.
Unkreativer Fließbandkram - erstaunlich, wie viel ich davon derzeit schaffe.

Und nebenbei fülle ich meine Flaschen ab:


Mittwoch, 17. August 2016

Wer hat an der Uhr gedreht?

gefastet: 32 Tage
Gewicht: 98,8 kg = -11,3 kg
Sport: Hunderunde


Huch?!
Wo ist der Tag hin?
Ich kann gar nicht fassen, dass schon wieder Abend ist.
Da ich aber heute Morgen ein Foto gemacht habe, hier noch schnell:

Dienstag, 16. August 2016

Ein Monat Saftfasten

gefastet: 31 Tage
Gewicht: 99,4 kg = -10,7 kg
Sport: Hunderunde


Oh, das mit dem Kleiderschrank war eine sehr gute Sache!
Ich habe mich ziemlich unwillig und grummelig ans Werk gemacht, da ich überzeugt war, dass mir im Endeffekt nur die paar Sachen passten, die ich nun ohnehin schon in dauernder Rotation trug.
Oft bediente ich mich direkt aus dem Wäschekorb und ignorierte den Kleiderschrank komplett.
Und nun habe ich einen ganzen Schrank voll passender Kleidung und dadurch, dass ich absolut alles anprobierte, habe ich auch wieder einen Überblick und viele Ideen, was ich anziehen und kombinieren kann.

Ca. 30 Kleiderstücke habe ich auf den Dachboden gebracht, weil sie zu eng sind.
Vieles davon hat schon mal gepasst, als ich 2015 "erschlankte", aber einiges hatte ich auch dann "schon mal" gekauft, weil es bald passen würde.
Unschlagbar meine Regenjacken-Aktion:
Deutlich erschlankt - also ca. 7 kg leichter als jetzt, hatte ich eine Regenjacke gekauft.
Ein sauteures Ding in einer wunderschönen Farbe.
Ich versank in der einen Jacke und die nächst kleinere Größe war noch einen Tick zu eng.
Natürlich habe ich die kleinere Größe gekauft, die ja ganz bald passen würde, wenn ich nur weiter erschlankte.
Statt dessen widmete ich mich dem Jojo-Effekt und nahm wieder etwas zu.
Ich kaufte also noch eine Regenjacke, die dann genau passte.
Etwas fassungslos musst ich im Sommer für den Norwegen-Urlaub die nächste Regenjacke kaufen, weil nun auch die nächste Jacke zu eng geworden war.

Mittlerweile passe ich wieder in die hellblaue "Zwischenjacke" und unter der Norwegen-Jacke kann ich im Winter nun auch noch einen dicken Pulli oder meine Jeansjacke tragen, was hier im Norden gut ist.

Im Endeffekt habe ich nicht so viel aus meinem Kleiderschrank räumen müssen, wie ich befürchtet hatte - ehrlich gesagt noch nicht mal so viel, wie ich gut fände, denn der Schrank ist in meinen Augen noch immer zu voll.
Daher werde ich die Aktion nächsten Monat wiederholen.
Bei guter Musik war das auch recht schnell erledigt, da ich den Schrank erst letztes Jahr entrümpelt hatte und so der Uralt-Ballast schon entsorgt war.

Auf dem Dachboden habe ich 2 Kleiderstangen stehen, an dem nun all meine "unpassenden" Kleidungsstücke hängen und auch die werde ich dann nächsten Monat anprobieren und dann entweder auf dem Dachboden lassen (müssen), in meinen (passenden) Kleiderschrank sortieren oder entsorgen.

Ich habe auch wieder damit begonnen, die Bügel zu drehen - das heißt, Kleidungsstücke, die ich nicht getragen habe, werde ich auf einen Blick erkennen und dann mal in mich gehen, warum ich sie nicht anziehe - ob sie nicht komplett entsorgt werden können.

Wie Ihr seht, wiege ich mich weiterhin täglich.
Mich frustriert es nicht arg, wenn mein Körper einiges Geschick darin beweist, kein Gewicht zu verlieren, obwohl ich mich wirklich stur an Saft (ok, und Milchkaffee) halte.

Gestern habe ich eine sehr köstliche Tomatensoße gekocht.
Auf dem Markt hatte ich 3 kg Tomaten für 2 Euro bekommen - es lohnt, immer mal zu fragen, ob sie Waren zum Einkochen haben - ich kaufe regelmäßig auch Normalpreisiges an den Ständen.
Diesmal sprach mich der Händler schon von sich aus an - er hätte da eine Kiste Tomaten, die er mir für 2,- Euro überlassen könnte.
Mit Obstkiste :)
Jedenfalls habe ich dann meine Tomatensoße mit Zwiebeln, Ingwer, viel Chillie, Essig, Salz, Zucker und Gewürzen gekocht.
Das ergab 5 kleine Flaschen voll Tomatensoße - und im Topf war nur noch ein winziger Rest, den ich dann mit viel heißem Wasser verdünnt getrunken habe.
Lecker!
Mein Körper muss "Salz! Zucker!" gejubelt haben.
Aber man kann doch keine Soßen kochen, ohne abzuschmecken ...
Die ersten 30 Tage war ich ja wirklich stur, aber so langsam rückt die Rückkehr der Prinzessin näher und ich kann damit beginnen, ein paar Vorräte für sie einzukochen.
Morgen werde ich auch mal wieder einen Kuchen für das Flüchtlingscafe backen.
Mal schauen, wie sehr der "friss mich!" brüllt.

Heute Morgen habe ich mit 2 netten Warmduschern am Tisch gesessen die eine irre Fahrradtour machen und schon seit Juni unterwegs sind. Ein junger Litauer und eine Tschechin, die in Wales und London leben.
(Den Brexit haben wir als Gesprächsthema ausgeklammert)
Sie ist sehr gesundheitsbewusst und schnippelte für beide ein Müsli zusammen, das ich völlig ungerührt ansehen konnte.
Ich mag kein Müsli!
Und selbst nach 30 Tagen mit Gemüsesaft, sah das kein bisschen verlockend für mich aus.
Sie fragten, ob das jetzt für mich nicht schwer sei, aber ich fühlte mich nur an die Jahre erinnert, in denen ich meinen Kindern morgens super gesundes Müsli mit frischem Obst, mehreren Sorten Getreideflocken und Nüssen/Kernen machte, damit sie in der Schule etwas Gesundes im Bauch hätten.
Jahrelang habe ich den beiden weisgemacht, dass ich in Ruhe Müsli frühstücken würde, sobald sie aus dem Haus wären.
Alles Lüge ...

Ja, im Moment bin ich rundum tiefenentspannt.
Mir geht es rundum gut und ich starre nicht in den Kalender und grübel, wann die 60 Tage endlich um sind, oder ob 50 Tage nicht auch reichen würden.
Im Gegenteil - ich bin auf eine Frau gestoßen, die 100 Tage Saftkur plant.
100 Tage klingt auch gut.
Das wären jetzt nur noch 69 Tage ... mal schauen :)
Ich klammer mich nicht wirklich an die Anzahl der Tage/Kilos - bin nicht auf der Jagd nach Rekorden.
Vielmehr überlege ich, ob es wohl ein Gewicht gibt, bei dem mein linkes Knie zu schmerzen aufhört.
Gestern habe ich zB eine sehr leckere Himbeere entdeckt - langsam werden sie echt selten ... - und dafür musste ich ein wenig klettern. Also, nur 2 Schritte - und dann, während ich die wohlverdiente Himbeere genoss, wurde mir klar, dass ich mich nun mit dem linken Bein wieder auf den Weg zurückhiefen musste.
Mein linkes Knie war nicht begeistert.

Ok, hier die Flaschen:

Sonntag, 14. August 2016

Ich bin ein Uhu :)

gefastet: 29 Tage
Gewicht: 99,5 kg = -10,6 kg
Sport: Hunderunde


Heute beäugten die Waage und ich uns mit beiderseitigem Erstaunen.
Schon wieder 600 Gramm?, staunte ich.
Was machst du morgens um 5 auf mir?, staunte die Waage.

Ich werde mich sicherlich nicht beschweren, dass die Pfunde nun wieder schneller purzeln, aber ich bin tatsächlich überrascht, denn alles was ich geändert habe ist:
ich sehe abends nicht fern.
Und das noch nicht mal ganz freiwillig.
Das Wetter im Norden ist sehr herbstlich und meine Satellitenschüssel überträgt vorausschauend schon mal Schneetreiben.
Der Empfang hier ist mies, was evtl. auch daran liegen könnte, dass die Schüssel neben dem Schuppen gerade in einem Dschungel aus Schlingpflanzen versinkt.
Egal, ich habe die letzten Abende erst ein langes Bad genommen und mich dann recht früh im Bett versenkt.

Als ich aufwachte und es noch dunkel war, tat ich mein Bestes, wieder einzuschlafen, aber mein Körper war wach.
Total wach.
Und eigentlich wurde es auch schon hell ...

Also tauschte ich die Schlafmaske gegen meine Brille ein und las das Ende meines Krimis.

Heute steht mir Arbeit bevor, denn ich hatte beschlossen, meinen Kleiderschrank erneut zu entrümpeln, wenn ich wieder unter der 100kg Grenze ankam.
Derzeit sind einfach zu viele Sachen im Schrank, die mir nicht passen.
Das war vor 10 kg auch so, aber da stand zu befürchten, dass ich nach einer Entrümplungsaktion vor einem sehr leeren Kleiderschrank stünde, in dem außer dem Bademantel nicht mehr viel zu finden wäre.
Jetzt sollte etwas mehr übrig bleiben.
Plan ist es, diese Aktion alle 10 kg zu wiederholen und dabei dann auch nach und nach die Sachen aus dem "Frauenzimmer" zu holen.
(Ex-Kinderzimmer meiner Tochter)
Dort habe ich irgendwann nämlich Kleiderstangen aufgestellt, auf denen ich alles aufgehängt hatte, das mir bei 95 kg zu eng war.

Es ist wichtig, den Kleiderschrank den Tatsachen anzupassen, denn so ein Schrank voller zu enger Klamotten ist eine Art morgendliche Ohrfeige.
Ich stecke nicht viele "passt nicht!"-Erlebnisse hintereinander weg und so trage ich seit Wochen (Monaten?) eigentlich die immer gleichen Sachen, bei denen mir dieser Frust erspart bleibt.
Auf die Art sind 90% des Kleiderschranks völlig überflüssig, weil ich gar nicht reinschaue.

Es wird überhaupt höchste Zeit, diese "wie konntest du das nur alles wieder zunehmen???"-Schockstarre endlich wieder zu verlassen.

Mit neuer Flasche:

Samstag, 13. August 2016

Ich mache übrigens kein Detox!

gefastet: 28 Tage
Gewicht: 100,1 kg = -10 kg
Sport: Hunderunde und Mel B


Das ist lustig:
gestern dachte ich so, dass ich heute dann die ersten paar Milliliter in Flasche Nr. 10 einfüllen würde und war völlig damit versöhnt, dass ich mit dieser Flasche dann auch wieder eine ganze Weile beschäftigt wäre.
Heute Morgen füllte ich sie dann auf einen Rutsch auf 1 kg Gewicht auf und musste grinsen.

Da hat das "esoterische Loslassen Können" ja gleich eine wirklich gründliche Wirkung erzielt!
Ich bin übrigens so was von gar nicht "Eso", dass es immer wieder lustig ist, wenn ich Erfolge in einer Welt erziele, zu der ich mich nicht zugehörig fühle.
Gleiches gilt für "Detox".
Gestern hatte mich eine Freundin angeschrieben, dass etwas über "meinen Saft" bei Galileo käme.
Ja, sehr "informativ".
Es ist immer das Gleiche: irgendjemand wird genötigt tagelang nur Saft zu trinken und dann erzählen sie, dass das mehr oder weniger gar nichts bringt.
Wobei der einzige Nutznießer in meinen Augen immer nur die eine "Saftboutique" ist, deren Säfte dabei verwandt werden.
Jaaaa, es müssen Säfte für 40,- Euro am Tag sein - alle fein in Einweg-Plastikflaschen abgefüllt.
Einmal geht der junge Mann dann in den Bioladen und kauft dort 9 kg Gemüse, denn man muss zwingend täglich den Saft aus 9 kg Gemüse zu sich nehmen und ist das nicht erstaunlich:
9 kg Gemüse aus dem Bioladen sind auch ganz schön teuer - und dann den Entsafter sauber machen!
Schier unmöglich!

Wah!

Meine Güte, wenn man wissen möchte, wie 5 Tage "Detox" ist, kann man nun wirklich problemlos 5 Tage Leitungswasser trinken.
Das hat den gleichen Effekt auf den Menschen, verursacht aber sehr viel weniger Kosten, Müll, Zeitaufwand und Arbeit.


Ein Gemüsesaft ist gesund - lecker - aber kein Zaubertrank.
Ich mache mir täglich ein - maximal zwei verschiedene Säfte und verbrauche dabei sicherlich keine 9 kg Gemüse.
Auch sehe ich nicht recht, warum alles aus dem Bioladen stammen sollte.
Zitrusfrüchte kaufe ich in Bioqualitäten, damit ich die Schalen mit entsaften kann, denn die sind bei konventionell angebauten Früchten gewachst und übel gespritzt. Das was die Schalen schön macht, möchte ich nicht trinken. Fertig.
Karotten und noch einiges kaufe ich auch in Bio, weil der Preisunterschied hier herzlich gering ist.
Allerdings achte ich da sehr darauf, dass ich zB kein Bio-Gemüse aus Ägypten kaufe, denn denen dort ihr knappes Grundwasser für ein besseres Einkaufsgefühl zu rauben, halte ich auch für sehr widersinnig.
Da kaufe ich lieber regional - gerne auch bei Hofläden, die darauf hinweisen, dass sie auch nicht spritzen, sich aber eine Bio-Zertifizierung kostenmäßig nicht rechnet.
Ich trinke zwischendurch viel Wasser - kalt, heiß, je nach Laune.
Mein Körper wäre gar nicht in der Lage, alle Vitamine und sonstigen Krams aus 9 kg Gemüse täglich zu nutzen.
Ich wiege das Gemüse nicht, denke aber, dass ich eher bei einem Verbrauch von 3 kg Gemüse täglich liege.
Und vieles davon stammt dann auch aus meinem Garten.
Äpfel, Giersch, Brennnesseln, Hagebutten, Brombeerblätter, Himbeerblätter, Weißdornblätter, Löwenzahn, Ehrenpreis, Beifuß, Breitwegerich, Dost, Engelwurz, Frauenmantel ... Klee ... vieles erwähne ich bewusst nicht, da ich nicht möchte, dass sich Leute mal eben mit Sachen vergiften, die aussehen wie zB Engelwurz oder wilde Möhre.
Nein, niemals werde ich wilde Möhre empfehlen, denn es gibt zu viel echt Giftiges, das sehr der wilden Möhre ähnelt.

Wer sich mit Wildkräutern und Wildgemüse auskennt, experimentiert eh von selbst herum!

Mir reicht es, den einen oder anderen Laien einfach mal auf die Brennnessel-Idee zu bringen.
Brennnesseln sind DAS Superfood schlechthin.
Da an ihnen aber keiner verdient, liest man das eher selten mal ...

So, nun vergesse ich ganz schnell wieder den dussligen Detox-Bericht.
Wobei ich hoffe, dass "Detox" noch lange Mode bleibt, denn ich finde es schon angenehm, dass man derzeit überall frisch gemachte Säfte kaufen kann.
Darum ja, wenn man gerade beim BurgerKing ein schön fettiges Menue genossen hat, bringt der Gemüsesaft danach garantiert total viel Detox!
Echt jetzt!

LOL

Glatt vergessen - die 10 vollen Wasserflaschen
vor langsam verblühenden Hortensien



Freitag, 12. August 2016

Chia-Samen sind böse

gefastet: 27 Tage
Gewicht: 101,1 kg = -9 kg
Sport: Hunderunde, Laufband und Mel B


Na toll, 200 Gramm seit Montag - wenn einen das nicht aufheitert ...
Ein Ü40 Stoffwechsel ist ein A ... loch!

Da ich meine 100 Gramm Schritte derzeit etwas unbefriedigend finde, war ich gestern auf dem Laufband, da mir durchaus klar ist, dass mein Körper Kalorien spart, wo er nur kann und dabei ist er verdammt erfolgreich.
Also bin ich gestern wild entschlossen wieder auf mein Laufband gegangen, musste aber nach 40 Minuten einsehen, dass mein linkes Knie nun schlimmer schmerzte.
Mit jedem Schritt schob sich der Schmerz weiter in den Vordergrund uns so brach ich ab, denn ich muss fit genug für die Hunderunden bleiben.
Bisher erlebe ich das dusslige Knie so, dass der Schmerz nach ein paar Schritten verschwindet - auf dem Laufband, obwohl ich da auch nur gehe, ist das anders.
Also muss ich meinen Kreislauf hochtreiben, ohne mein linkes Knie zu arg zu beanspruchen.

Mein Töchterlein empfahl mir dazu, bei Youtube nach Mel B Workouts zu suchen.
Ich entschied mich für "Arme"



Ich nahm meine Hanteln dazu und nach 4 Minuten beschloss ich, dass ich es auch hier nicht übertreiben sollte ...

Aber heute habe ich dann die kompletten 11 Minuten durchgezogen.
Ohne Hanteln - was sich als sehr hilfreich erwies.

Dienstag hatte ich den Tipp einer Freundin ausprobiert und mich fast mich Chia-Samen umgebracht.
Die kleinen Schleimer sind böse!

Also, meine Freundin sagte, dass ich statt Leinsamen mal einen Löffel Chia-Samen in meine heiße Tomate rühren sollte.
Die kleinen Wunderdinger regen den Stoffwechsel an, senken den Blutdruck und sind total das Superfood!
Hahaha!
Ich machte mir an dem Abend zwei heiße Tomaten und rührte jeweils einen Esslöffel Chia-Samen hinein.
Don't try this at home, kids!

Seither ahne ich, dass ich bei den "Samen", wie Leinsam, Sesam etc. wohl ein wenig übertreibe ... und das anfängliche Löffelchen Samen mittlerweile eher Schöpfkellige Ausmaße angenommen hat.
Bei Sesam konnte ich mich da relativ unbeschadet selbst beflunkern - bei Chi-Samen eher nicht.

Spät abends bekam ich Rückenschmerzen, dass ich nicht mehr wusste, wie ich sitzen sollte.
Sie erinnerten mich gruselig an die Wehen vor meiner ersten Geburt und auch mein Bauch erinnerte mich sehr an diesen Tag.
Meine Rückenschmerzen waren eigentlich Bauchschmerzen, begriff ich und googelte einfach mal
Chia-Samen und Bauchschmerzen.

Sieh an - das wird öfter mal gegoogelt!
Auf zig Seiten erfuhr ich nun, dass man bei Chia-Samen vorsichtig sein müsse, da es zu Bauchschmerzen führen könne, wenn man zu viele zu sich nimmt!
Ha!
Keinesfalls solle man mehr als 40 Gramm Chia-Samen zu sich nehmen!
Ich wog meine Chia-Samen-Tüte und musste feststellen, dass sie 75 Gramm unter der angegebenen Füllmenge lag.
Leider stand auf absolut allen Seiten das Gleiche:
nicht zu viele Samen nehmen, sonst kann man Bauchschmerzen bekommen.

Ach ja, das Internet, wo immer einer vom anderen abschreibt und zig Seiten statt Informationen nur "Content" anbieten.
Seitenlange Texte, die nur zu dem Zwecke geschrieben werden, in den Suchmaschinen ein hohes Ranking zu erreichen.
Ich hätte zu gerne gewusst, was man im Falle einer Chia-Samen-Überdosierung nun tun könne.

Ich machte mir eine Wärmflasche, was meinen Bauch dann auch ein wenig beruhigte.
In dieser Nacht war ich zig Mal auf der Toilette - die Wärmflasche war immer dabei ... und wurde auch mehrfach neu mit heißem Wasser befüllt, wenn sie abkühlte.
Morgens waren die Schmerzen dann ausgestanden und mein Bauch auch nicht mehr knallhart und geburtsbereit ...
Dafür war ich völlig übermüdet und schlapp.
Und hatte 300 Gramm zugenommen ... klar, Chia-Samen kann auch prima Wasser an den Körper binden ...

Meiner Freundin habe ich nicht den Hals umgedreht, aber sie doch darauf hingewiesen, dass Chia-Samen ein anderes Kaliber seien, als Leinsamen.
Ich werde diese scheußlich teure Tüte nach und nach - in sehr dezenten Rationen aufbrauchen, aber danach haben sie Hausverbot.

Da ich vorher mal Rezepte für "Chia-Samen-Pudding" und ähnliches gesehen hatte, war ich etwas sorglos gewesen, was die Mengen anging. Lehrgeld gezahlt ...

Gestern habe ich dann eine Hunderunde im Regen machen müssen und habe sie absolut genossen.
Nicht nur, weil ich den Regenwald ganz für mich allein hatte, sondern weil ich wieder in meine blaue Regenjacke passe, die ich gar nicht erst mit nach Norwegen genommen hatte, da ich den Reißverschluss nicht schließen konnte.
Sie passt :)

Hier also 9 prallvolle Flaschen - langsam aber weniger ...


Montag, 8. August 2016

Die Weisheit der Schnecke

gefastet: 23 Tage
Gewicht: 101,3 kg = -8,8 kg
Sport: Hunderunde


Auf meiner Lieblings-Hunderunde komme ich an einem Feldrand voll Brennnesseln vorbei, in denen in den obersten Blättern auffällig viele Schnecken hängen.
Nicht einfach zu fotografieren, übrigens ...
Ich hätte gern ein Bild gemacht, in dem man erkennt, dass die Schnecke da in eine ganz unglaubliche Höhe geschneckt ist.
Steil hoch an einem schwankenden Brennnesselstiel.
Wobei man auch leise grübelt:
was machen die Schnecken da oben?
Schnirkelschnecken klettern im August sonst gern so hoch um Trockenzeiten zu überstehen.
Nur: dieser August ist keine Trockenzeit.
Egal.

A photo posted by Carola (@nordseh) on


Man sollte meinen, dass Schnecken so etwas nicht tun - steil in schwindelnde Höhen hochschnecken.
Wer es noch nicht entdeckt hat, weiß es vermutlich nicht, denn es erscheint nicht so etwas, was man ausgerechnet Schnecken zutraut.
"Wow, du kletterst wie eine Schnecke!"
wird sich vermutlich nie als Kompliment durchsetzen ...
Und dabei schleppen sie auch gleich noch ihr ganzes Haus mit ...

Ich vermute mal, wenn eine Schnecke losklettert, dauert es eine ganze Weile, bis sie ankommt.
Vermutlich wären Selbstzweifel hinderlich.
Einfach losklettern - irgendwann ist man oben.
Ob die mit "just do it!" bei den Schnecken abgeguckt haben?

So langsam entspanne ich ...
Wobei ich gar nicht recht bemerkt hatte, wie verkrampft ich eigentlich war.
Keine Ahnung, was die Zukunft bringt, aber mein Entsafter und ich werden uns ganz gemütlich Richtung Normalgewicht bringen.
Wobei der Entsafter vermutlich Normalgewicht hat ...

Ich empfinde mein Gewicht öfter mal als Gefängnis- und da ich Beklemmungen bekomme, wenn ich irgendwo ein "hier kommst du nicht raus!"-Gefühl habe, ist das bedrückend.
Man hat keinen Reißverschluss am Rücken, über den man den man sein Fettgefängnis verlassen könnte.
Es gibt keine kurzen Fluchtwege.
Man kann nicht beichten gehen und die Absolution erhalten - die Entscheidung zu bereuen und den Kurs zu wechseln, ist langwierig und gelegentlich frustrierend.
Und womit kompensiert man Frust?

Es ist sehr gut, dass in den Frustmomenten nichts im Haus ist, das mich in alte Muster fallen lässt.
Nach 3 Wochen "Augen zu und durch!", stelle ich fest:
ich bin noch immer hier - und nicht unter den Normalgewichtigen ...
Und glaubt mir, so lange man in der persönlichen Jojo-Zone herumschneckt, ist das alles ein wenig zermürbend.

Nächste Woche irgendwann werde ich wohl ein Uhu.
Mein Gewicht wird unter 100 kg rutschen ... mal wieder ... gähn.

Nur, was wäre die Alternative?
Ich sollte nicht immer so verdammt bitterfotzig zu mir selbst sein.
Einfach mal anerkennen: ja doch, ich bin doch dabei!

Ich habe mich viel zu lange insgeheim als Flop empfunden, der zufällig 2 tolle Kinder hat.
Was heißt zufällig?!
Den Grips haben sie natürlich vom Vater!

Ich habe es nicht versaut.
Ich war den beiden vermutlich eine recht gute Mutter.
Mit der Pflicht bin ich da durch und die Kür macht Spaß :)

Jetzt, wo ich meinen Mutterpflichten bequem nebenbei im Chat nachgehen kann ... wird es Zeit, mich selbst zu bemuttern.
Anerkennung für kleine Erfolge spenden.
Zum Beispiel habe ich einen riesengroßen Garten, der unermüdlich vor sich hin wuchert.
Für einen Menschen allein, der von Gartenarbeit auch noch herzlich unbegeistert ist, viel zu viel Arbeit.
Außerdem ist meine Kondition eher gering und das Rupfen, Zerren, Schleppen, Mähen ... kostet Kraft, treibt Schweiß, bringt Muskelkater und zum Dank wird man von Brennnesseln, Brombeerranken, Disteln und Insekten gestochen.

In den letzten 2 Tagen habe ich meine Hortensienhecke wieder freigelegt, die in Brennnesseln ... ertrunken ist.
Als mich Samstag 2 Regentropfen trafen, attestierte ich "Starkregen", ging duschen und war für den Samstag fertig.
Aber gestern beendete ich die "Rupfarbeiten" um dann heute - oder morgen ... noch einmal mit der Motorsense nachzugehen.
Wenn ich als erstes mit der Motorsense mähe, habe ich danach deutlich weniger Hortensienhecke ... darum gilt es erst einmal die Hecke freizurupfen, damit ich mit der Motorsense Abstand halte.

Diese Hortensienhecke stellt nur einen kleinen Teil meines Gartens dar und niemand außer mir selbst (und den Hortensien) hat etwas davon, wenn ich dort Ordnung schaffe.
Und überhaupt der Riesengarten!
Das ist doch gar nicht zu schaffen!

Wenn ich das ignoriere, dass ich das gar nicht schaffen kann ... dann schaffe ich das, ging mir so auf.
Spätestens, wenn im Winter Schnee fällt, sieht mein Garten schön ordentlich aus.

Da ich nun seit Juli immer mal wieder rupfe, schneide, zerre und mähe, habe ich nun schon 4 ordentlichere Ecken im Garten und den Rest der Wildnis betrachte ich mittlerweile mit einem "euch kriege ich auch noch!"
Fast automatisch zerlege ich den Garten dabei in machbare Häppchen.
Und statt gestern herumzumaulen, dass das doch alles nicht zu schaffen ist, war ich einfach stolz auf meine freigelegten Hortensien.




Freitag, 5. August 2016

8 kg in 20 Tagen!

gefastet: 20 Tage
Gewicht: 101,7 kg = -8,4 kg
Sport: Hunderunde


Sorry, ich bin heute albern gelaunt und kam daher an der doofen Überschrift nicht vorbei.
Etwa so lauten die Werbebanner, die ich unermüdlich lösche, da ich sie für wenig seriös halte.
(was ich noch mit großem Eifer lösche, sind die fleckige Banane, die Banner mit den "Schlabberbäuchen" und die seltsamen Ekelbanner, die seit einer Weile so gehäuft geschaltet werden - igitt, igitt, igitt ...)

20 Tage liegen nun hinter mir und ich muss sagen:
diese Saftkur läuft mittlerweile ganz unspektakulär rund.

Meine Vorplanungen und Ideen gehen auf.
Meine selbst gewählte Einsamkeit tut mir gut.
Samstag durchbreche ich sie mutig und nehme an einem Seminar für Vormünder unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge teil.
Derzeit habe ich zwar keine Vormundschaften, da meine sämtlichen Mündel mittlerweile 18 und damit erwachsen sind, aber natürlich helfe ich ihnen noch hier und da mal weiter und möchte nach der Saftkur dann auch wieder "einsteigen", denn die Aufgabe macht mir viel Spaß.

Aber jetzt bin erst mal nur ich dran.
Ok, ja und meine Arbeit.
Und ja, das Entrümpeln.
Und abends abhängen und Serien glotzen.

Was die Saftkur angeht, sind mein Körper und ich nun ein eingespieltes Team.
Ich spurte vormittags durch das "Tagesgeschäft", denn irgendwann nachmittags sagt mein Körper freundlich
"rien ne va plus" und ich kann nur noch mit letzter Kraft nach meinem Strickzeug greifen - und mir heiße Tomaten aufgießen.

Gestern habe ich meinen Körper wohl mit der Kraft eines Kohlrabi gezwungen, den Feierabend vorzuverlegen.

Ich hatte in den letzten Tagen meine Säfte sozusagen am Reißbrett entworfen und gestern war es dann an der Zeit, ganz viel Kram aus dem Kühlschrank schnell noch durch den Entsafter zu schubsen, bevor er zu Kompost wurde.

Darunter war auch ein Kohlrabi - und den hätte ich besser entsorgt.
Oder als Rohkost genascht.
Nein, mein Magen sagt zu der Idee gerade: entsorgt!
Jedenfalls hatte ich eine große Kanne Saft, die von einem kleinen Kohlrabi dominiert wurde.
Der Saft roch nach Kohl.
Man schmeckte ihn nicht wirklich, aber mir war nach 2 Gläsern Saft klar, dass ich mich übergeben müsste, wenn ich auch nur noch einen einzigen Schluck zu mir nähme.
Also von dem Saft.

Mein Magen schaltete umgehend auf "Feierabend und heiße Tomate!" um - und wer bin ich, mich derart moderaten Wünschen meines Magens zu widersetzen?!

So gut es mir geht und so sehr ich jedem nur empfehlen kann, eine Saftkur in einem Urlaub zu beginnen, so sehr muss ich auch erkennen, dass ich auf jeden Fall deutlich zerstreuter bin als sonst.
Wenn ich sonst öfter mal beim Datum auf den Tag gucken muss, erwischte ich mich heute dabei, sogar beim Jahr nicht ganz sicher zu sein ...
Aber ok, bei Damen Ü40 rasen die kleinen Biester ja auch einfach nur so ...

Ah, und ich will nicht jedem eine Saftkur empfehlen - das soll bitte jeder selbst enscheiden :) - sondern lediglich denen, die eine lange Saftkur in Erwägung ziehen, empfehlen diese in einem Urlaub beginnen zu lassen und dann mit gewisser Saftkur-Routine an die Arbeit zurück zu kehren.

Donnerstag, 4. August 2016

Adipositas Grad II Dank Saftfastens :)

gefastet: 19 Tage
Gewicht: 102,1 kg = -8 kg
Sport: Hunderunde


Fein,
ich bin also wieder bei Adipositas Grad II

Ich hoffe inständig, dass ich es diesmal zu der anderen Richtung hin verlasse.

Übrigens habe ich keine Infos gefunden, was diese dreistufige Einteilung eigentlich soll.
Schlimm, schlimmer, am schlimmsten?
Sämtliche Webseiten plappern die Einteilung nach, aber nirgendwo eine Information, was die eine oder andere Gruppe nun bedeutet.

Für mich beginnt heute die 3. Woche meiner Saftkur.
Mittlerweile läuft es wirklich rund und mein Saftfasten ist Routine.
Mein Magen/Körper denkt in Saft und schickt mir entsprechende Gelüste.

Abends ist mir meine heiße Tomate sehr wichtig.
Die hat nichts mit Joe Cross zu tun - ich gebe zu, bis auf die Idee, mit Gemüsesaft abzuspecken, habe ich eigentlich eh herzlich wenig mit Joe Cross zu tun.
Ich bin ihm ungemein dankbar für seinen Film, denn der hat mich damals auf das Saftfasten gebracht.
Aber seither habe ich mein eigenes Ding daraus gemacht.

Ich entsafte, worauf immer ich Lust habe und abends mache ich mir eine Art Abendbsüppchen aus heißem Wasser und 500 Gramm passierten Tomaten.
Nicht auf einen Rutsch, sondern in mehreren Etappen.
Ca 200 Gramm passierte Tomaten, ein dicker Löffel Sambal Olek und aufgekochtes Wasser - schöne Mischung.
Gelegentlich gebe ich einen Esslöffel Sesam hinein - oder auch mal einen Teelöffel gutes Öl.
Verrückt, aber plötzlich habe ich Lust auf einen Teelöffel Öl in meiner "Tomate".
Das mache ich dann auch.

Vorgestern hatte ich gedacht, dass ein Löffel guter Erdnussbutter hin und wieder sicher auch lecker wäre, ohne Appetit anzuregen. Seit der Alien Veganer ist, habe ich oft Soßen/Suppen mit Ernussbutter gemacht - echt lecker.

Aaaaber ... Erdnussbutter im Haus zu haben, war dann wieder zu verlockend.
Ich bin sehr froh, dass es ein kleines Glas war, denn ich habe es tatsächlich in ca. 3 Litern heißer Tomate weggeschlabbert.

Was ich mir auch in meine heiße Tomate rühre, sind gelegentlich Hefeflocken.
Man liest gern eindringliche Warnungen, dass einem beim Saftfasten Protein fehlt und deshalb sogar Muskeln abgebaut werden.
Aha.
Die Sache mit den Hefeflocken stammt auch vom veganen Ernährungsplan des Aliens - zudem sind Hefeflocken für Veganer ein toller Ersatz für Parmesan.
Hefeflocken kann man prima auf Nudeln streuen - oder eben in Suppen rühren.

Was die 8 Kilo angeht:
yeah, yeah ... habe ich weiterhin das "Problem", dass ich den Erfolg nicht recht würdigen kann, da ich die Niederlage davor so gekonnt ignoriert hatte.
Meine Freude wird bei der 95 eintreten, denn da passen mir dann auch meine Klamotten gleich wieder viel besser ...
Bzw. es wird eine Wiedervereinigung mit meinen Lieblingsklamotten geben.
Derzeit habe ich die Wahl zwischen 3 Hosen:
einer Dreiviertelhose, die ich mag, die nirgendwo defekt ist und die auch gut sitzt - leider spielt das Wetter nicht immer mit und ich muss auf eine Jeans zurückgreifen, die zu lang ist und an den Innenseiten der Oberschenkel sehr dünn geworden ist.
An einer Stelle so dünn, dass es eigentlich ein Loch ist - gerade noch zu ignorieren ...
oder auf eine graue Jeans, die so stretchig ist, dass sie mir vermutlich auch mit 200 kg noch passen würde.
Die Verkäuferin war völlig begeistert - ich nicht - weil das Material soooo komfortabel ist!
Das Material ist so dünn, dass sie jede einzelne Delle betont und noch ein paar dazu erfindet!
Ich fühle mich in dem Teil wie eine wandelnde Orangenhaut-Warnung.
Aber ich werde jetzt natürlich nicht noch eine Hose kaufen.
Ich habe genug Hosen ... ich komme nur nicht rein ;-)

Und keine Sorgen, was die Flaschen angeht:
da ist noch reichlich Platz und hinreichend Hortensien :)




Dienstag, 2. August 2016

Ich will aber jammern!

gefastet: 17 Tage
Gewicht: 102,6 kg = -7,5 kg
Sport: Hunderunde


Aaaalso, es geht mir gut.
Es ist nur so:
Sonnenscheinblogs, in denen alles immer supi toll ist, gibt es genug.
Ich jammer derzeit wohl etwas viel herum.
Ja, mein Konto macht mir, als ehemaliger Bankkauffrau, wenig Freude.
Aber:
selbst schuld, sozusagen,
denn wer war denn im Juni ausgerechnet in Skandinavien im Urlaub?
Naaaa???

Genau: ich!

Die Gelegenheit war einfach zu verlockend ... die Prinzessin nach Oslo bringen und mir selbst noch ein wenig Norwegen ansehen.
Geil!

Ich bereue nichts ...
Die ganze Zeit habe ich mich damit getröstet, dass dann die nächsten Monate zwar ganz gruselig eng würden, ich aber in der Zeit auch ganz allein daheim wäre und meine Lebenshaltungskosten in Grund und Boden senken könnte, ohne dass meine Kinder Panik bekämen.
Die Rechnung geht auf - naja ...
... was ich nicht bedacht habe war, dass Ihr Euch Sorgen machen könntet.

Das ist nun wirklich nicht meine Absicht!
Vielmehr sollt Ihr Zeuge werden, wie aus dem dicken Brathuhn ein eitler Pfau wird, der dann wie Phoenix aus der Asche ...
Ihr versteht schon ...

Aber noch suhle ich mich in der Asche!
So und damit zum Jammer-Anlass von gestern:

mein Entsafter ist hinüber!
Gerade, als ich einen sehr harmlosen Saft mit Äpfeln, geschälten Orangen und Minzblättern machte, begann der Entsafter wieder zu spinnen. Er wollte sich wieder um sich selbst drehen, was ich mit einem beherzten Griff verhindern konnte.
Als ich ihn ausstellte, wurde er schlicht schneller und ich rupfte den Stecker aus der Dose.

HÖ?!

Ich habe den Entsafter erst mal genkipst, dann komplett gereinigt und dann den Stecker noch mal in die Steckdose stecken wollen, aber schon im Eingangsbereich der Steckdose machte es *fump*!

Gut, ich habe einiges getan um den Hersteller zu verlocken, mir ein Ersatzgerät zu spendieren.

Glücklicherweise habe ich auch noch einen Entsafter.
Der lässt sich nur nicht so schnell reinigen ...

Abends habe ich dann festgestellt, dass mein schmerzendes Knie laut knirscht.
Hö?!
Wer "Knie knirscht und schmerzt" googelt, landet unweigerlich bei "Arthrose"
Eigentlich muss man nur "Knie knirscht" tippen - das "und schmerzt" wird freundlich vorgeschlagen, so dass ich weiß:
damit bin ich nicht allein.

Mit der unguten "Arthrose"-Botschaft wurden wohl schon viele erfreut ...
Ratiopharm hat eine nette Info-Seite dazu und natürlich auch Medikamente.
Beide sind mir a) zu teuer und b) ist mir mein knirschend schmerzendes Knie lieber als die möglichen Nebenwirkungen.
Ich neige dazu, immer sämtliche Nebenwirkungen einzusammeln.
Auch zum Arzt zieht es mich weiterhin nicht.
Der würde mir raten, mein Gewicht zu reduzieren ... und entweder Medikamente verschreiben, die ich nicht kaufen möchte, oder mir eine Op schmackhaft machen ... wobei ... wenn ich das alles richtig gelesen habe, bin ich dafür noch kein Kandidat.

Heute schmerzt das Knie auch gleich viel weniger!

Neben all dem Gegrummel:
der Alien schickt unermüdlich tolle Fotos - die Anzahl der Herzchen steigt UND er hat sich sogar in den Chat bemüht.
Die Prinzessin verwöhnt mich auch mit Aufmerksamkeit.
Und noch einmal schlafen und ich bin aus der Adipositas Grad III-Kategorie wieder raus.
Hoffe ich.

So, wenn ich hier herumjammer, gönnt Euch bitte ein:
geschieht ihr ganz Recht!
oder so :)


Montag, 1. August 2016

7 volle Flaschen

gefastet: 16 Tage
Gewicht: 103,1 kg = -7 kg
Sport: Hunderunde


Montag UND gestern war Ultimo.
(jaja, genau Bänker ... irgendwann mal)
Das heißt, heute wurden all meine Daueraufträge ausgeführt und ich gucke nur mit Helm und Schutzweste in meine Kontoauszüge.

Das sind so Tage, an denen man beim Entrümpeln innehält und überlegt, ob man die Dinge, die man glasklar als Müll erkannt hat, nicht doch irgendwie gewinnbringend bei Ebay verkaufen könnte.
Am Wochenende hat mir so ein jungdynamischer Erfolgsmensch mal wieder meine Hausfrauenseite abkaufen wollen.
Für einen geringen, bis mittleren 6stelligen Betrag!
Nach Steuern wäre das ein geringer, bis mittlerer 5stelliger Betrag und wovon bitteschön, soll ich dann leben?
5stellige Beträge neigen dazu, sich ganz schnell aufzubrauchen ...
Dazu kam, dass Google so nett war, einiges aus dem Nähkästchen des Interessenten zu plaudern.
Ich antwortete also, dass ich viel zu viel Spaß an der Seite und übrigens auch genug Geld hätte.
Hat Spaß gemacht.
Und überhaupt, was soll ich mit Geld anfangen?
Mein Garten ist voller Äpfel und Brennnesseln, die alle auf den Entsafter warten.

Ja, ich gebe zu, es gibt nix von gestern zu erzählen.
Ultimo arbeite ich immer unter einem gewissen Hochdruck, damit der neue Monat dann auch würdig auf der Seite begrüßt wird.
Außerdem hat es geregnet.
Bis auf eine kurze Hunderunde am Kanal hat es mich da auch nicht weiter aus dem Haus gelockt.

Aber hier präsentiere ich stolz:
7 randvolle Flaschen!