Worum es hier geht

Donnerstag, 28. Januar 2016

Wirsing entsaften - Wirsingsaft und Wirsingtrester


Wirsing lässt sich erstaunlich gut entsaften.
Er eignet sich nicht zum Alleingenuss, kann aber gut in einem gemischten Gemüsesaft untergebracht werden.
Ich habe ihn mit Birne, Zitrone und Trauben kompensiert.



So viel süßes Obst ist aber völlig unnötig.
Der fertige Saft war lecker, aber schon zu süß für meinen Geschmack und ich habe ihn tüchtig mit Wasser verlängert.



Heute habe ich wieder einen Viertel Wirsingkopf in meinem Saft untergebracht - erneut zusammen mit Birnen, außerdem Karotten, Pastinaken und Äpfeln.


Sehr lecker!

Eigenschaften von Wirsing
Wirsing ist voller Antioxidantien, die im Rufe stehen, Krebs vorzubeugen.
Zudem soll Wirsing das schlechte Cholesterin im Blut senken.
Mehr zum Wirsing

Da ich mich an die Devise halte, "den Regenbogen zu entsaften" - also möglichst viele verschiedene Gemüse- und Obstsorten im Wechsel durch den Entsafter zu schubsen, interessiert mich am Wirsing aber eher, dass er sich im Kühlschrank auch angeschnitten in einem Beutel oder einer verschlossenen Schüssel gut aufbewahren lässt.

Aus 400 Gramm Wirsing gewinnt man ca. 100 Gramm Saft.

Das heißt, bei 400 Gramm entsaftetem Wirsing, erhält man ca. 300 Gramm

Wirsing-Trester
Der Wirsing-Trester sieht sehr appetitlich aus und ist zum Wegwerfen wirklich viel zu schade!
Wer Wirsing mit in seinen Saft presst, sollte auch mit dem Wirsing beginnen und den Wirsing-Trester aus dem Entsafter nehmen, bevor die restlichen Zutaten entsaftet werden.
Nicht nur um den Wirsing-Trester danach verwerten zu können, sondern auch weil der Wirsingtrester recht trocken und voluminös nun den Trester-Behälter füllt und weniger Platz für den Trester der anderen Zutaten lässt.
Der Wirsing-Trester selbst lässt sich wunderbar und lecker weiter verarbeiten.
Man merkt kaum, dass es sich um entsafteten Wirsing handelt.
Stattdessen hat man wunderschön fein gehackten Wirsing.

Beim ersten Mal habe ich diesen Wirsing zu veganer Wirsingcremesuppe verarbeitet.

Dazu habe ich 2 Zwiebeln gepellt und gewürfelt.
In Öl gedünstet und dann 400 Gramm geschälte, gewürfelte Kartoffeln zugefügt.
Noch einmal 5 Minuten in dem heißen Öl gedünstet und dann die 300 Gramm Trester mit hineingerührt und so lange dünsten lassen, wie 1,7 Liter Wasser im Wasserkocher brauchten um aufzukochen.
Dann habe ich noch Gemüsebrühpulver mit in den Wirsing gerührt, mit dem kochenden Wasser abgelöscht und noch mal 5 Minuten kochen lassen, bis ich die Suppe dann mit einem Pürierstab glatt passiert habe.
Diese Suppe war genau so schon sehr köstlich und mein Sohn hat sie innerhalb kürzester Zeit verspeist.



Die Idee mit der Suppe hatte ich schon vor dem Entsaften gehabt, noch bevor ich gesehen hatte, wie lecker der Wirsing-Trester aussah.
Als ich nun erneut den Wirsing mit in den Saft gegeben habe, wurde der Wirsing-Trester einfach zu einer kleinen Gemüsebeilage.
Mit einer gewürfelten Zwiebel in etwas Öl gedünstet (muss nicht lange sein) und lecker gewürzt.
Zu Wirsing passen Kümmel, Nelken, Koriander, Muskat oder Knoblauch.

Doch, auch wenn die Saftausbeute nur 1/4 des Gewichts ausmacht, ist Wirsing in meinen Augen eine prima Saftzutat - insbesondere im Winter.
Preiswert, gesund, haltbar, kein Aufwand und der appetitliche Trester ist ein schönes Extra.

1 Kommentar:

Ich bitte die "Anonymen" zur besseren Unterscheidung mit einem Vor- oder Spitznamen zu signieren :)