Worum es hier geht

Montag, 30. März 2015

Mittwoch ist das neue Morgen

Nach einer Weile habe ich begriffen, dass es mir im Dezember deshalb so mühelos gelungen ist, mit der Saftfasterei zu beginnen, da ich komplett allein war.
Nun ratet mal, was ich ab Mittwoch auch wieder bin :)

Mein Alien hat sich für die Osterferien einen Job gesucht, der ihm ein neues Raumschiff finanzieren soll.
Derzeit weilt auch die Glitzerprinzessin bei uns und ich bekoche uns rund um die Uhr.
Nach meiner Planung, sind dann Mittwoch keine Lebensmittel und auch keine Kinderlein mehr hier und ich kehre zurück aufs Laufband und den Entsafter.

Man liest sich!

Montag, 23. März 2015

blaue Weintrauben im Saft

Wenn ich Weintrauben mit in meinen Gemüsesaft mische,
nehme ich gern blaue Trauben mit Kern.

Mit Kern sind sie nicht nur billiger, als die kernlose Variante, sondern auch gesünder, da die Kerne für einen Hauch Traubenkernöl im Saft sorgen.
Und was die Farbe angeht:
In den blauen Trauben sind deutlich mehr Antioxidantien, als in den grünen Trauben.

Ich mische Weintrauben in den Saft, weil ich den Geschmack mag :)
Aber ich habe gelesen, dass Weintrauben auch so richtig gesund und nützlich sind.

Der hohe Kaliumgehalt hat eine entwässernde Wirkung.
Resveratrol und OPC (oligomere Procyanidine) in den Traubenkernen, regt die Durchblutung an - darum die Trauben unbedingt mit Stielen und Kernen entsaften (vorher aber gründlich waschen und überhaupt - auch wenn teurer:
wann immer es geht, Bio-Trauben kaufen, da diese nicht mit den üblichen Chemiekeulen gespritzt werden)

Das in den blauen Trauben enthaltene OPC gilt übrigens als wahrer Jungbrunnen, da es gegen die Zellschädigungen und damit verbundenen Alterungsspuren wirkt.

Weintrauben sind (ganz anders als Avocado und Bananen) regelrecht fettfrei, dafür aber voller Fruchtzucker.
Beim Saftfasten achte ich übrigens absolut nicht auf Fett oder natürlich enthaltene Fruchtzuckeranteile, sondern sorge lieber dafür, dass mir der Saft schmeckt, damit ich möglichst lang Freude am Saftfasten habe.
In den blauen Trauben sind deutlich mehr Antioxidantien, als in den grünen Trauben.

Aus 100 Gramm blauen Trauben gewinnt man ca 60 ml frischen Traubensaft

Sonntag, 15. März 2015

Die Dicke mit dem Fernsehverbot

So langsam gehe ich mir selbst ein klitzekleinwenig auf den Wecker.
Jeder Tag beginnt als Tag 1 und endet mit "Versumpfen vor dem Fernseher".

Gestern musste ich mich als Zielgruppe von Sat1 Gold erkennen, wo "meine" alten Serien liefen.
Mord ist ihr Hobby, Diagnose Mord, Agentin mit Herz
Ich versumpfe ...
... das bedeutet, ich komme viel zu spät ins Bett,
bin dann am Folgetag müde und zu schlapp für das Laufband
außerdem latent verfressen
und versumpfe dann prompt abends wieder auf dem Sofa

Heute habe ich mir selbst also wieder ein Fernsehverbot erteilt.
Hoffentlich muss ich den Fernseher jetzt nicht in den Kühlschrank stellen und das Fahrradschloss davor ketten ...

Erstaunlich ist aber:
mir werden meine Hosen zu weit!

Ohne weiter abgenommen zu haben, musste ich jetzt 2 Leggins und 1 Jeans aussortieren, da die einfach albern um mich herumschlabberten.

Das versteh mal einer ...

Donnerstag, 12. März 2015

und täglich beginnt als Tag 1 ...

Derzeit beginne ich jeden Tag mit:
das ist Tag 1 der 2. Phase Gemüsesaft
und beende jeden Tag mit:
ok, also morgen ist Tag 1 ...

Allerdings lebe ich jeden Tag weiterhin mit 15 kg weniger, als ich noch im Dezember wog und so bin ich nicht all zu böse auf mich.
Mir fehlt allerdings die Bloggerei über den Gemüsesaft und auch das Erfolgserlebnis, morgens weniger Pfunde auf der Waage zu sehen, als am Vortag.

Na, wer weiß?!
Vielleicht ist heute ja tatsächlich mal Tag 1
:)

Freitag, 6. März 2015

Das war nicht Tag 1

Als ich gestern Abend spät nach hause kam und noch ein wenig im Internet herumstöberte,
bestand mein "inneres Kind" plötzlich auf Müsli.
Viel Müsli!
Und wenn ich Müsli sage, meine ich etwas, das zu 40% aus Schokolade und 60% Zucker besteht.
Nach einer aus 3 Schüsseln bestehenden Schocktherapie, wagte ich einen erneuten Blick, was mich denn da wohl gerade so aus der Ruhe gebracht hatte.
Sieh an:
Harrison Ford war wohl mit dem Flugzeug abgestürzt.
Ha!
Es mag ja fein sein, Gedanken lesen, unsichtbar werden oder sonstige magische Kräfte vorweisen zu können, aber ich bin ganz froh darüber, die Zauberkraft zu besitzen, mit Essen alles mögliche kompensieren zu können.

Im Oktober vor gut 10 Jahren klingelte nämlich mein Handy.
Danach deaktivierte ich übrigens erst einmal die Rufumleitung vom Festnetz aufs Handy, denn ich begriff, dass es Dinge gibt, die ich nicht unterwegs erfahren möchte.
An meinem Handy war eine Bekannte, die verwirrender Weise den gleichen Vornamen hat, wie eine meiner Tanten.
Nachdem diese Bekannte nun klargestellt hatte, dass sie nicht meine (entferntere) Tante sei, geriet sie aber ins Stocken.
Eigentlich wollte sie mich nämlich um Hilfe bitten.
Sie selbst wohnte in München und machte sich nun gerade Sorgen um ihre Schwester, die sie gerade recht hysterisch angerufen hatte, da sie von 2 Polizisten besucht wurde, die ihr berichteten, dass ihr Mann vermutlich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war.
Nachdem diese Bekannte, die nicht meine Tante war nun angedeutet hatte, dass etwas Schreckliches passiert sei, geriet sie ins Stocken, denn ihr ging auf, dass der Ehemann ihrer Schwester mein Vater sei und dass ich evtl. selbst auch hysterisch reagieren könnte, wenn ich aus heiterem Himmel erführe, dass mein Vater vermutlich tot sei.
Sie irrte!
Ich wurde bereits hysterisch, weil die Schwester meiner Stiefmutter nicht mit der Sprache herausrückte, was denn nun eigentlich geschehen sei. Da sie mich noch nie angerufen hatte, war mir schnell klar geworden, dass sie nicht plaudern wollte.
Die Freundin, deren Haus ich soeben verlassen hatte um nach hause zu fahren, setzte flugs Kaffee auf, als sie etwas verwundert mit ansehen musste, wie ich mit meinem Handy auf das Dach meines Autos eindrosch und ein wenig herumbrüllte.
Das tat übrigens erstaunlich gut und brachte meine Anruferin dann auch dazu, mir alles zu erzählen, was sie wusste.

Es war ein Sonntag - am Samstag darauf waren wir verabredet.
Ich hätte meine Kinder zu meinem Vater gebracht und wäre dann selbst mit einer Linienmaschine nach Sardinien geflogen.
Dort hätte ich einen Mietwagen abgeholt und wäre zum kleineren Flugplatz für Privatmaschinen gefahren, um dort meinen Vater, meine Kinder und meine Stiefmutter abzuholen.
Da ich oft mit meinem Vater flog, meine Stiefmutter aber die geübtere Navigatorin war, hatten wir uns für diese Aufteilung entschieden. Meine Kinder freuten sich ganz unglaublich auf den Urlaub mit ihrem Opa und auch der spannenden Anreise, denn bisher waren sie immer nur kürzere Strecken mit ihm geflogen. Es passten schlicht nur 4 Personen in seinen Flieger und wir waren doch aber 5 Personen.
Ich wäre zu dem Flugplatz gekommen und hätte auf den gewohnten Anblick meines Vaters bei der Landung gewartet.
Auf die fröhlichen Gesichter meiner Kinder, die wieder beide gleichzeitig vom Flug erzählen würden.
Auf das eher tapfer beherrschte Gesicht meiner Stiefmutter, die sich erneut freuen würde, selbst nie Kinder bekommen zu haben.
Auf meinen Vater.

Und keiner von ihnen wäre je wieder gelandet.

Mit wachsender Unruhe hätte ich gewartet, in jeder ankommenden Privatmaschine immer die Mooney meines Papas erwartend und dann enttäuscht, dass sie es wieder nicht war.
Wann und wie hätte ich wohl begriffen oder erfahren, dass die Mooney samt ihrer kostbaren Fracht nicht mehr landen würde?
Was wäre dort in Olbia von mir übrig geblieben?

Als ich erfuhr, dass mein Vater beim Rückflug von Elba im französischen Jura abgestürzt war, empfand ich nichts, als tiefe, glühende Freude darüber, dass er nicht einen Flug später abgestürzt war.
Evtl. war mein Papa, während er eine Notlandung versuchte, auch erleichtert, dass seine beiden Enkel nicht hinter ihm saßen?

Ich konnte nie etwas anderes denken, als dass ich gerade in Olbia die schreckliche Tatsache erfahren hätte und bat und bettelte, dass dies bitte, bitte, bitte nicht geschehen sei - und mir dieser Wunsch gewährt wurde.

Und so lieb ich meinen Papa auch hatte, so schob sich immer das Gefühl tiefer Dankbarkeit und Demut zwischen mich und die Trauer.
Wie wichtig es aber ist, um einen Vater zu trauern, darf ich seither immer mal wieder und völlig unerwartet spüren.

Er hatte seine Fliegergene übrigens vererbt und mein Alien wurde ein begeisterter Segelflieger.
Auch hier wurde wohl mein Wunschdenken wahr und vor einiger Zeit musst er seine Fliegerei aufgeben, da er zu groß für die Segelflugzeuge des Vereins wurde. hach :)

Gut ja, sagen wir nun also:

Heute ist Tag 1 der 2. Saftphase
(und ich muss meinem Alien ganz dringend neues "Müsli" kaufen)
















*
Ich habe sogar eine klitzekleine Idee, was mein Vater wohl während des Absturzes dachte, denn ähnlich wie Herr Ford, hatte mein Vater einmal einen Absturz überlebt und schwärmte seither, dass er, wenn er schon sterben müsse, dann bitte bei einem Absturz sterben wolle, denn er sei so voller Adrenalin gewesen, dass er noch immer versuchte, die Maschine zu stabilisieren, als längst ein erster Helfer bei ihm ankam und ihm aus dem Wrack half.
Wie es war, seine Andenken an den überlebten Absturz dann aus seiner Vitrine in den Müll zu räumen, die Brille mit den zerbrochenen Gläsern zB. wäre evtl. irgendwann ein Eintrag im Entrümplungsblog.


**
Ah, die Erklärung heißt: Patchworkfamilie
Auf die Art kam ich zum zweiten Vater, der mich Dank der Demenz nun gelegentlich mal für eine polnische Pflegekraft hält.



Mittwoch, 4. März 2015

Home sweet home ...

Zwischen mir und meinem Zuhause lagen gestern noch etliche Kilometer und Schneeflocken.
Von meinem wundervollen Hörbuch war kurz vor meiner Ankunft noch eine halbe Stunde übrig und ich fuhr kurzentschlossen auf einen Wanderparkplatz, sah den Schneeflocken zu und hörte mir das wohlverdiente Happyend an, bevor ich dann nach hause fuhr.

Immer noch zu früh.

Mein Sohn kam mir etwas hektisch aus dem Haus entgegen, schlug vor, dass ich mich doch noch ein wenig in den Garten setzen könnte - es war ca 19 Uhr, dunkel und es schneite ... er verwarf die Idee selbst wieder, beteuerte mich "so früh" noch nicht erwartet zu haben und kurz bevor ich die Haustür erreichte, fragte er, ob ich abgenommen hätte, ich sähe echt gut aus.

Ich war besorgt.

Und kurz danach nur noch der Schnappatmung fähig.

Die Idee, meine Schuhe auszuziehen, verwarf ich wieder ...
Der Fußboden sah wenig vertrauenserweckend aus und die Möbel standen nicht dort, wo sie sonst stehen, sondern befanden sich allesamt als Stapel in einem Zimmer.
Im Wohnzimmer sah ich meine sämtliche Deko wieder - auf dem Sofa.

Ich stellte meine Tasche in mein Schlafzimmer und mein Alien meinte:
Chips, möchtest du Chips?

Wenig später saß ich dann mit meinem Sohn auf meinem Bett und wir picknickten dort Chips und andere Partyreste.
Und heute morgen radelte er sehr früh durch den Schnee, damit ich lecker frische Milch für meinen Kaffee hätte.

...

Und jetzt ist mein Haus wieder sauber, die 4. Waschmaschine wäscht - aus irgendwelchen Gründen waren lauter nasse Handtücher im Wäschekorb - und als ich eben einkaufen war, musste ich nur 19 Cent bezahlen, den Rest finanzierte der Pfandbon.

Ich vermisse die Zeiten, in denen der Alien noch dachte, es gäbe einen Riesenärger, wenn Mutti merkt, dass er heimlich Party gemacht hat, während Mutti weg war ... Gemerkt habe ich es natürlich immer, aber nie so drastisch wie diesmal.

Als ich heute Morgen Kaffee kochte, trat ich barfuß in einen Kronkorken!

Jedenfalls steht aber der Plan:
ab morgen wird wieder entsaftet :)

Sonntag, 1. März 2015

Fern der Heimat

Nur eine kurze Zwischenmeldung für den Monatswechsel, den ich mit 94,6 kg hinter mich brachte.

Die letzten Tage waren voller Kaffee, Salaten, Weißwein und "etwas weniger" Gemüsesaft als geplant.
Aber ich hielt mich ganz gut im 93er Bereich.
Gestern feierte dann eine Freundin ihren 60. Geburtstag.
Leider klingelte über Tag dauernd das Telefon und irgendwelche Gäste mussten absagen, da sie an der Anreise scheiterten.

Oje, oje, sie hatte doch dieses wundervolle Buffet bestellt!
Von Kunz-Mahl in Köln. Klingt nach Kunst-Mahl und hat hier im Kölner Raum absolute Fans.
Mich zum Beispiel.
Nein, weder verwandt, verschwägert, noch geschäftlich beteiligt - sondern einfach nur verfressener Fan ...
Meinen Abschied von Köln habe ich damals auch mit einem "Kunst-Mahl" gefeiert.


Als meine Freundin also die Absagen zusammenzählte und dann noch "und du trinkst nur Gemüsesaft!" jammerte, habe ich unsere Freundschaft und ihre Laune mit einem sehr tapferen "Ach, da werde ich heute mal eine Ausnahme machen!" gerettet.
Ich habe extra einen kleinen Teller genommen ... aber leider habe ich diesen ganz erstaunlich voll bekommen ... ganz erstaunlich oft.

Non, je ne regrette rien.

Ok, nachts hatte ich sehr wirre Träume, in denen ich aus irgendwelchen Gründen wieder Gastmutter für die Schüler einer Sprachschule war und statt der üblichen 1-2 Sprachschüler musste ich ca 30 Schüler samt Gepäck in dem Zimmer unterbringen, was mich die ganze Nacht sehr rege in Aufregung hielt.
Vermutlich versuchte ich wohl die Partygäste allesamt zu verstauen?

Egal.
In Sachen Lebensgefühl oder Taille hat der Februar nicht allzu viel gebracht.
Durch die Grippe, die Reise in die heimatlichen Gefilde, die Party und nicht zu vergessen, den Zusammenbruch des Entsafters No. 1 hatte er es aber auch nicht wirklich einfach.
Es scheint - nebenbei gesagt - nun auch noch so, als hätte ich den Ersatz-Entsafter an Philips zurück gesandt und den defekten Entsafter dem Freund meiner Nichte mitgebracht.
Ungut.
(Sch ... Grippebrummschädel)
Strich drunter
------------------------------------------------------------------------------------------------

Ab jetzt ist März und



Things can only get better
(die 90er waren einfach Klasse ...)