Worum es hier geht

Mittwoch, 4. Juni 2014

Meine Waage hat ihre Tage ... 109,5 kg

Anders ist dieses Gewicht nun wirklich nicht zu erklären ...

Obwohl doch ... angesichts der Hitze hier im Norden, scheint mein Körper Wasser zu bunkern.
So gesehen bin ich eine Oase.

Nein, natürlich macht mich diese Entwicklung nicht glücklich und ich finde es auch nicht wirklich lustig, aber es hilft ja nur:
anfangen und dran bleiben.

Oder ignorieren ...

Erfreulicher war es dann, dem Vorratsschrank auf dem Dachboden den Rest zu geben.
Nun enthält nur noch 1 Fach Selbstgemachtes, während in den anderen Fächern nun Backformen und Bräter stehen.
Ich habe gleich noch 2 große Kisten Altglas als solches erkannt und auch gleich entsorgt.
Zuvor waren das "kann man noch brauchen"-Schraubgläser.

Nachmittags habe ich dann mein neues Spielzeug eingeweiht.
Ich habe jetzt auch etwas, mit "Apps".
Da habe ich mir gleich die App von myfitnesspal.com heruntergeladen und dann heute mal meine sämtlichen Lebensmittel dort eingetragen.
Man empfiehlt mir 1.550 Kalorien zu mir zu nehmen und ... ich habe dann doch 2.169 verputzt.
Interessant, denn ich habe den Tag schon eher als kalorienarm empfunden und könnte problemlos noch etwas essen.
Bzw. es ist gerade gar nicht so problemlos, nicht doch noch mal in den Kühlschrank zu schauen.

Als ich meinen Tag dort für heute schloss, gab man mir sehr motivierend mit auf den Weg:
Wenn jeder Tag wie der heutige wäre... Wäre dein Gewicht in 5 Wochen 108,6 kg




Dienstag, 3. Juni 2014

Mr. Darcy ist tot

Gestern habe ich gelesen, dass Mr. Darcy gestorben ist.
Ich konnte nicht weiterlesen und habe das Buch beiseite gelegt.
Ich sah Colin Firth in den albernen Weihnachtspulli vor mir und mich übekam eine tiefe Traurigkeit.
Nun, immerhin habe ich herausgelesen, dass Bridget auch erst mal 5 Jahre um ihn getrauert hat, bevor das Buch einsetzt, das auf jeden Fall wieder in ein Happy End münden wird.
Nur eben ohne Mr. Darcy.
Eine völlig überdrehte 51jährige Bridget mit 2 Kleinkindern.
Vielleicht braucht das Buch einfach nur eine 4jährige Ruhephase in meinem Regal, bis auch ich meine Trauer um Mr. Darcys Ableben überwunden habe.
Natürlich musste die Autorin zu dieser Wendung greifen, denn eine Trennung der beiden war undenkbar.
Ich weiß noch, als ich damals bemerkte, dass meine Ehe verstorben war.
Es war gruselig.
Insbesondere, da ich als Trauernde nicht mit Beileid rechnen konnte, da mein Gatte kerngesund war.
Irgendwann in der Trennungsphase sagte ich mal, dass ich ihm natürlich alles Gute wünsche, es aber doch schön fände, Witwe zu sein. Ich könnte ihn und unsere Ehe problemlos völlig überhöhen und um ihn trauern.
Stattdessen war ich "die Böse" und musste unser Leiden noch durch völlig nutzlose Dinge wie Eheberatung und Co. verlängern.
Während unsere Ehe leise zu stinken begann und Fliegen anzog, erzählten mir besorgte Mitmenschen, dass wir kämpfen und an die Kinder denken müssten.
Puh, bin ich froh, dass wir unserer Ehe doch noch rechtzeitig ein würdiges Begräbnis gönnten und uns somit eine tiefe Freundschaft retten konnten. Fast hätte mich der Wunsch, eine gute Mutter zu sein und allgemeiner Rechtfertigungsdrang dazu gebracht, etwaige Eigenheiten meines Mannes zu Makeln hochzupushen und überhaupt ekelig von ihm zu reden um ein wenig Unterstützung zu erfahren.
Jetzt, rückblickend bin ich froh - nicht nur, keine Witwe zu sein, denn ich hätte einen innigen Freund weniger in meinem Leben und meine Kinder wären ohne Vater aufgewachsen - sondern eben, dass wir rechtzeitig aus einer toten Beziehung ausgestiegen sind.
Eben wegen der Kinder.
Gute Mütter beenden schlechte Ehen!

Mir fällt dazu prompt wieder eine Anekdote mit meiner Mutter ein, die ich Euch aber vorenthalten werde :)

Ok, ok, ok ... mir ist in den letzten Tagen (Wochen und Monaten) aufgefallen, wie selten ich eigentlich zu meinem Alltag komme.
Während Bridget also noch mit 51 Jahren unverdrossen über ihren Tagebucheinträgen ihr Gewicht und ihren Zigarettenkonsum notiert, halte ich das kaum mal 3 Tage am Stück durch.
Immerhin Zigartten - 0 denn geraucht habe ich noch nie.
Und wenn ich jetzt wenigstens sagen könnte:
hach, nach dem Strandtag war ich zu müde zum Entrümpeln
hach, von dem Museumsbesuch war ich noch zu erfüllt von ...
hach, der Abend war so romantisch, aber ich möchte ja keinen Porno schreiben


Ne, stattdessen fahre ich ein paar Tage lang herum um auf Wunsch meiner Mutter das perfekte Hotel für meine Eltern zu suchen,
das nie benutzt wird.

Spreche mit einem Nachbarn ab, dass er künftig als Hausmeister bei meinen Eltern fungiert,
was meine Mutter umgehend umstößt, da sie nun lieber eine Bekanntschaft aus der Klapse als Hausmeister/Pfleger einstellen möchte.
(bestimmt eine tolle Idee)

Entrümple ich den Kleiderschrank meiner Mutter, während diese Bubble Witch und andere spannende Facebook-Spiele spielen muss.

und und und

Ich habe fertig ...

Es regt sich der Trotz ... und ungewogen und wenig erwähnt, habe ich es im Hintergrund doch durchgezogen, immerhin auf dem Dachboden Fach für Fach einen Vorratsschrank zu entrümpeln und mich von eher ungeliebten Gelees des letzten Jahrzehnts zu trennen.
Wieder etwas gelernt:
die Pflaumen gehören den Vögelchen und Co.
(ok, das hatte ich ja schon länger beherzigt)

Neu ist eher:
man kann mühevoll gemachte Gelees und Marmeladen, die kein Schwein mag, auch einfach wegwerfen!

Es tut mir natürlich Leid um Gläser und Zutaten,
wie gesagt:
noch trauriger ist es um den Platz, den sie blockieren
und
die Arbeit die sie machen, denn gelegentlich möchte man das Regal ja doch mal putzen

Dennoch ... es macht keine Freude zu berichten, dass man Vorräte wegwirft, wenn einem doch bewusst ist, dass anderswo Menschen hungern. 1. Welt-Probleme ...
Nur hungern die nicht weniger, wenn ich die Gläser weiter im Regal verstauben lasse.
Da waren die Entrümplungsaktionen bei meinen Eltern doch hilfreich.
Munteres Gläser-Raten:
was meinst du, was das ursprünglich mal war?

Oder auch der Gedanke, dass Flug-Ananas und Co. evtl. doch ökologischer sind, als einige Zentner Gemüse und Obst aus dem Garten in gleich 2 Kühltruhen über Jahrzehnte frisch zu halten, aber nie zu verbrauchen.

Wer kennt ihn nicht, diesen Gedanken beim Blick in die Tiefkühltruhe:

Keine Ahnung, was das ist, von wann das ist und wer das je essen soll
aber das sind gute, teure Lebensmittel, die kann man ja nicht einfach wegwerfen!


(Ich habe die Truhe bei der Scheidung meinem Ex überlassen und mit meinem Gefrierschrank gehe ich einmal wöchentlich hart und streng ins Gericht, so dass ich meinen Kompost immerhin nicht auch noch teuer kühle ...)

So, das Entrümpeln läuft auf Sparflamme also weiter ... aber mein Gewicht ...
Ab morgen ziehe ich das mit den Wiegetagen wieder durch.
Aber knallhart!
Bestimmt!




*ach so ... nein, man kann selbstgemachte Gelees, Säfte und Konfitüren nicht weitergeben, da man wenig Verlässliches über die genauen Zutaten und Haltbarkeiten mitteilen kann.