Worum es hier geht

Mittwoch, 29. Januar 2014

2. Wiegetag 105,5 kg

Nur kurz ... ich muss Ebay-Päckchen packen ...
Heute zeigte die Waage "nur noch" 105,5 kg an.
Man wird ja bescheiden und so habe ich mich gefreut.
Weniger wegen des weiterhin viel zu hohen Gewichts, sondern deshalb, weil ich seit einer guten Woche so einem selbstgestrickten Ernährungsplan folge, bei dem ich satt und zufrieden bin und dennoch langsam abnehme.
Da ich nicht rauskomme, turne ich nebenbei immer und immer wieder für ein paar Minuten auf der Wii herum.
30 Minuten arbeiten - 8 Minuten Wii - so ca.

Fühlt sich alles ganz gut an.
Morgen mehr :)


Weg sind 2014:
Kram: 129,76 kg + 12 kg +3,2 kg Ebay
Kilos: 800 Gramm

Samstag, 25. Januar 2014

endlich entweihnachtet ...

Ups?
Wo ist denn der Samstag geblieben?
Futsch, weg ...
Ich habe nichts Spannendes zu berichten.
Brot für die kommende Woche gebacken,
restliche Weihnachtsdeko eingesammelt und ordentlich auf dem Dachboden verstaut,
ein wenig auf der Wii herumgeturnt,
verfrorene Hunderunde heute selbst gemacht (aber eher kurz)
und beschlossen, jeden Monat ein anderes Zimmer als Schwerpunkt zu nehmen.
Der Januar war ganz klar das "Kinderzimmer" 1a, das nach der Flutung meines Büros auch noch unseren Vorrat an Hauhaltskrams und meine sämtlichen Ordner, zig Bücher und Co beherbergen muss.
Da unser Haus so ulkig geschnitten ist, hat mein Sohn sozusagen 2 Zimmer, wobei das kleinere von beiden Zimmern so um die 1750 herum noch der Schweinestall dieses Hauses war.
Lustig, passend und wahr :)
Wenn ich meinem Sohn sage, dass sein Zimmer ein Schweinestall ist, findet er das völlig in Ordnung.

Den Februar möchte ich der Küche widmen,
nebenbei aber auch noch das Bücherregal im Wohnzimmer und im besagtem Zimmer 1a weiter ausdünnen.

Ach ja ... und abnehmen.
Oh ja, im Februar ... ja, im Februar werde ich bestimmt wunderbar diszipliniert und auch inspiriert abnehmen.

Weg sind 2014:
Kram: 125,66 kg + 2.200 Gramm Bücher + 1.900 Gramm Bücher
Kilos: + 400 Gramm

Freitag, 24. Januar 2014

langweilig ...

Entrümpeln
Die Sache mit dem Bücherregal wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen, da ich ein elender Pedant bin und nicht anders kann, als die Bücher fein säuberlich zu fotografieren und dann auch noch recht aufwändig bei Ebay zu beschreiben.
Bei jedem einzelnen Klappentext, den ich abgetippt habe, dachte ich
"das wird eine 1-Euro-Auktion ... irgendwann ... du musst den Klappentext nicht abtippen ... das lohnt nicht"
Aber ... ich tippte.
Und ich würde vermutlich noch immer Klappentexte abtippen um irgendwann einen üppigen Euro pro Buch zu erhalten, wenn nicht plötzlich das passiert wäre:
noch 6 Auktionen und ich habe mein 100 Auktionen Limit für den Januar erreicht.
(Hey, wenn das alles verkauft ist, habe ich ca 100,- Euro verdient :)
(und jede Menge Platz da, wo bisher Kram war :))
Gut, bremse ich mich jetzt mit dem Entrümpeln etwas und räume erst mal wieder auf.
Das ist auch schon wieder nötig, denn ich sehe schon wieder kleine Stapel hier und da und dort.
Außerdem muss ich jetzt einen Platz finden/schaffen, an dem ich den ganzen Krempel lagere, der auf einen Ebay-Abnehmer wartet.
Einen Geistesblitz hatte ich bei Christopher Moore und Val McDermid - von beiden habe ich ganze Buchpakete angeboten, statt jedes Buch einzeln anzubieten.
Es ist mir aber auch passiert, dass ein paar Bücher, die ich gar nicht auf dem Zettel hatte, ein klares
"ich bleibe hier!"
geäußert haben.
Meine Entscheidung "Verkaufen, verschenken oder behalten", hat übrigens gar nichts mit "gutes Buch, schlechtes Buch" zu tun, sondern lediglich damit, ob ich Lust habe, es erneut zu lesen.
Bei Christopher Moore verabschiede ich mich von einigen skurrilen Lieblingsbüchern, deren Plot mir aber auch nach Jahren einfach noch zu präsent ist.
(die Bibel nach Biff habe ich behalten)
Und dann gibt es Bücher, von denen ich mittlerweile die Hörbuchvariante einfach noch lieber mag.

Bewegung
Sch ... Kälte ...
Die Hunde bekommen derzeit keine langen Runden mehr.
Eine kleine Runde und ein paarmal am Tag jage ich sie mit dem Ball übers Feld.
Und dann schnell wieder rein an den Ofen!
Mein Schrittzähler jubelt daher derzeit eher nicht.
Ich habe aber die Wii wieder für mich entdeckt und gestern gleich mehrfach ein Figur-Training darauf absolviert und auch ein wenig "Aerobic" - das lustige Schrittspiel, bei dem man begeisterte Blicke erntet, wenn man Schritte perfekt macht.
Der Plan war natürlich, heute auch wieder zu trainieren, aber das Kind war krank.
Haha ... ich bin froh, dass nicht mein Sohn krank ist, denn dann würdet Ihr meinen
"kein Wunder, wenn der arme Kerl immer mit den Hunden los muss!"
Nein, die Tochter war krank und das hat bestimmt nichts mit der Kälte, der miesen Busverbindung und dem Umstand zu tun, dass sie heute eh nur 2 Stunden gehabt hätte.
Nein, todkrank liegt sie seit heute Morgen auf dem Sofa und guckt eine Folge "breaking bad" nach der anderen.
Immerhin auf Englisch, so dass das schon als Bildungfernsehen durchgeht, oder?
"Mama, ich weiß jetzt, wie man Crack kocht!"
Aber morgen erobere ich mir die Zeit für die Wii zurück.
Immerhin war mein Alter dort gestern: 26
Sehr schön :)

Weg sind 2014:
Kram: 125,66 kg
Kilos: + 400 Gramm

Mittwoch, 22. Januar 2014

so viele Bücher ... so wenig Zeit!

gestern:
Schritte: 5.399
Ruhe: 1 Uhr

Abnehmen
Versagt, mal wieder.
Wann immer ich eine Diät beende und beschließe, lieber vernünftig und besonnen zu essen, als zu viel Zeit mit so einem ewigen Gekoche und Gewiege zu verbringen, darf ich dann ein paar Tage später überlegen, wie es um meine Vernunft oder Disziplin wohl bestellt ist ...
Mein Hinterkopf empfiehlt mir gerade wärmstens die Reisdiät, denn da kostet die Nahrungszubereitung wenig Zeit, viel zu denken und zu beachten gibt es auch nicht und ich habe eine Freundin, die damit mal fantastisch abgenommen hat.
(oh, sie hat mit einigen Diäten fantastisch abgenommen ;-)
Aber derzeit halte ich es mit Scarlett O'Hara:
Morgen ist auch noch ein Tag!
Und wirklich gute Diäten beginnen bekanntlich immer Morgen.

Shopping-Diät
Doch ja, ich mache sie.
Aber über eine Shopping-Diät ist noch schwerer zu berichten, als über das Entrümpeln (also, ich schmeiße ganz viel weg ...)
Ich kann ja schlecht all die Dinge auflisten, die ich nicht gekauft habe.
Aber Auswirkungen vom "Nicht-Kaufen"
So habe ich vorgestern eine Wartezeit damit überbrückt, dass ich in der Buchhandlung meines Vertrauens war.
Meine Lieblingsverkäuferin kam mit Kaffee und gutem Rat und nachdem ich mir den Kaffee mit einem großen Schluck und einer Lippenstiftspur am Tassenrand gesichert hatte, verriet ich ihr, dass ich dieses Jahr keinerlei Bücher kaufen werde.
"Oh, Shopping-Diät? Downshifting?", fragte sie "wir haben da ein Buch ..."
Dann mussten wir natürlich beide lachen.
Ich sinnierte, ob ich das wohl aufholen konnte - ein Jahr keine neuen Bücher kaufen ... und dann erschlug sie mich mit der Zahl der jährlich erscheinenden Bücher in Deutschland.
Ca. 90.000 Bücher erscheinen jährlich in Deutschland.
Der Wahnsinn (und die Zahl muss auch nicht korrekt sein)
Oh, und ich liebe es, neue Bücher zu lesen.
Ich bin eher niemand (mehr), der Bücher immer und immer wieder liest.
Früher tat ich das, aber mittlerweile empfinde ich die Zeit als zu knapp und bin auch experimentierfreudiger geworden.

Als ich dann abends in meinem kleinen Wohnzimmer stand, fiel mein Blick auf das übervolle Bücherregal.
Früher hatte ich riesige Bücherregale an den Wänden.
So etwas finde ich auch weiterhin wunderschön - da haben die Bücher schon eine Art Wohnwert und dekorieren die Wände besser als jedes Bild oder Tapete das kann.
Nach unserem Umzug in meine kleine Traum-Kate fehlen nun allerdings die vielen hohen Wände.
Sollte ich noch einmal umziehen, dann vermutlich in eine deutlich kleinere - Wohnung?
Jedenfalls steht nicht in Sicht, dass ich je wieder das Bedürfnis haben werde, kahle Wände mit vollen Bücherregalen zu verzieren.

Ich stand also so vor dem Regal, nippte an einer weiteren Kaffeetasse und begriff, dass ich gerade Schluss machte ... mit meinen Büchern.
"Es liegt nicht an Euch! Es liegt an mir!", sprach ich und beschloss, ihnen die Freiheit zu schenken.
Jemand anders wird sie wieder mehr zu würdigen wissen, als ich.
Ich nahm also alle Bücher aus dem ersten Regalfach, schleppte sie zum Esstisch und sortierte.
Zurück ins Regal kam dann alles von Sara Paretsky, Milena Moser, 2 dicke Loriot-Bücher, ein Buch von Christopher Moore, Rebecca von Daphne du Maurier und 3 Bücher von Jean Marcy, die mich mal auf einen Wein eingeladen hatte, als ich ihr bei der LitCologne sagte, dass ich all ihre Bücher gelesen hätte ;-)
Es war ein sehr netter Abend damals und sie hat vor 2 weiteren Autoren damit angeben können, dass sie sehr wohl Fans habe.
Sara Paretsky schreibt eine Serie um Vic Warshawski und begleitet mich durch die Jahrzehnte.
Eine der wenigen Figuren, bei denen ich Lust habe, einmal einen Herbst zu nutzen und noch einmal ganz vorne in der Serie beginnend, alle Bücher am Stück zu lesen.
Bei so vielen anderen Autoren, wurden die Protagonisten irgendwann ... unglaubwürdig.
Elizabeth George, Martha Grimes ... früher heiß geliebt und plötzlich merkt man, dass man aussteigt.
Ich möchte nicht sagen, dass der Autor nachgelassen hat, das Buch schlecht ist oder oder oder ... sondern sich einfach die Wege trennen. Was immer zB Inspector Lynley heute treibt, ich wünsche ihm alles Gute, aber es interessiert mich nicht mehr so weit, dass ich noch das ganze Buch kaufe. (ok, gelegentlich blättere ich in einer Buchhandlung gezielt das Ende auf und gucke, mit wem er jetzt gerade noch ein wenig unglücklicher wird ...) (und ja, ich weiß, dass er Fiktion ist) (und die Verfilmungen sind schlimm, ganz schlimm!)
Ok, kommen wir zum Punkt

Entrümpeln
Gerade stelle ich nach und nach die 50 Bücher aus dem 1. Regalfach meines Bücherschranks bei Ebay ein.
21 Bücher sind im Fach geblieben.
10 Paretsky, 6 Moser, 2 Loriots ... und dass die Buchstaben nah beieinander sind, ist kein Zufall - meine Bücher sind alphabetisch sortiert.
Naja, die meisten ...

Auf dem Dachboden war ich auch.
Eher unentschlossen und halbherzig, da ich in dem Korb meinte, "Herbstdekoration" zu erkennen.
Ich muss den einzelnen Deko-Körben erst einmal ihren festen Platz auf dem Dachboden schaffen ... aber ok, nehme ich das Körbchen eben einmal mit runter, räume es aus, alles wieder rein und stelle es anderswo auf den Dachboden.
Ich räumte es aus und entdeckte zu meiner Freude meine lang vermisste Mappe mit all meinen Nadelspielen zum Sockenstricken.
Toll!
Eigentlich schade, dass ich mittlerweile 2 neue Nadelspiele gekauft habe.
(eine bekloppte Katze liebt es, auf den Nadeln zu kauen ...)
(natürlich nur auf Nadeln, die noch nicht zerkaut sind ...) (Mistvieh!)
Außerdem fand ich 2 Tuben Handcreme, Merz Spezialdragees, Kieselerde (aha, eine "brüchige Nägel"-Phase) (manchmal wird man zum Archäologen im eigenen Haus ...) und und und ...
Zweifelt Ihr auch gelegentlich mal an Eurem Verstand? Oder tue nur ich das? Habe evtl. auch nur ich solche Anlässe für Zweifel?
Was trieb mich nur, all diese Dinge in ein Körbchen zu stopfen und es auf den Dachboden zu schleppen?
(hatte meine Mutter ihren Besuch angekündigt???)
Egal, jetzt bin ich ja toll besonnen, weise und shifte so was von down ...
Wieder ein Dachboden-Körbchen weniger.

Bewegung
Draußen ist es kalt und mein Laufband ... ich würde ja, wenn ich mehr Zeit hätte, aber was Bewegung und Ernährung angeht, hat mein Schweinehund wohl das Regiment übernommen.
Vorgestern zB kam mein Sohn nach hause und ich versprach spontan:
wenn du jetzt noch schnell die Hunderunde machst, schneide ich keine Zucchini ins Essen!
Er hasst Zucchini ... und ich hatte noch nicht mal eine im Haus.
Böse war das.
Gestern war ich sehr gewillt, mit den Hunden zu gehen, aber ... die Katze nieste und röchelte.
(und es waren keine Splitter einer Stricknadel)
Mein Sohn und ich sahen die "spratzelnde" Katze beide ratlos an.
Sie atmete laut rasselnd ein.
In ca einer Stunde mussten wir los zu einem Termin ... die Katze nieste.
"Wenn du die Hunderunde machst, kann ich mit ihr noch schnell zum Tierarzt!"
Der Sohn nahm die Hunde, ich packte die Katze ein (jetzt hasst sie mich) und ließ für 32,- Euro Antibiotika und Co in sie reinspritzen.
Sie rasselt, röchelt und niest noch immer.
Wenn das nicht besser wird, müssen wir noch einmal hin.
(Antibiotika für die Katze fallen nicht in die Shopping-Diät)

So, dann nehme ich heute mal die Hunde und mache ihre Runde, bevor der arme Sohn nach hause kommt und mir spontan wieder irgendwas einfällt, was ihn zur Runde durch die Kälte treibt.



Weg sind 2014:
Kram: 123,66 kg
Kilos: + 400 Gramm

Dienstag, 21. Januar 2014

Mittwoch - Wiegetag

Haha ... Ihr könnt schon mal wieder gespannt sein, was ich mir morgen einfallen lasse um sinnvoll zu begründen, dass ich besser nicht auf die Waage steige ...
argh

Aber immerhin klappt das Entrümpeln ganz wunderbar.

Also, bis morgen!

Weg sind 2014:
Kram: 123,66 kg
Kilos: 500 Gramm

Montag, 20. Januar 2014

Von Engeln, Vollmond und der Wii

gestern:
öhm ...

Der Schrittzähler steckte vergessen in der einen Hosentasche und überhaupt ...
... habe ich mich am Wochenende vom Vollmond erholt.
Ich habe es ja so gar nicht mit dem Eso-DingDong-Kram.
Aber der Vollmond ... an den glaube ich, da ich zum Vollmond entweder leicht manisch bin - wundervoll :)
Oder aber von den Geistern der letzten Weihnacht heimgesucht werde ... wie ich sie nenne.
Übrigens lästere ich nicht über Eso-Kram.
Meine "große Schwester", ein absoluter Fels in der Brandung meines Lebens, ist nämlich ... Tierheilpraktikerin, versorgt ihre Lieben mit Kügelchen (also auch die Zweibeiner) und gelegentlich geht auch mal eine Engelkarte.
Bei ihr vermutlich auch mehr, aber sie ist so gut, mich nie zu überfordern.
Ich bin immer gerne selbst verantwortlich, selbst schuld; lieber selbst der Held in meinem Leben, als ein Opfer der Umstände, Schwingungen, Engel, Nummern, Daten, Waldgeistern, Wasseradern und Co.
Ich liebe die Idee, etwas selbst verbockt zu haben, denn dann liegt es auch in meiner Macht, es nächstes Mal besser zu machen.
Immerhin ist mir bei allem auch bewusst, dass wir alle auf einem glühenden Ball mit hauchdünner Kruste in einem irren Tempo durchs All rasen.
Darum begegne ich gelegentlich angebotenen Engelkarten nie mit einem spontanen
"boah, ey, bist du bescheuert?"
sondern einem "nein, dafür bin ich heute einfach nicht offen!"
Und morgen auch nicht ...

Schreibe es, klinge evtl. echt abgeklärt und tough und denke an eine Zeit zurück, in der ich dann doch 2 Kristalle in der Hosentasche hatte, die ich gelegentlich auch unter fließendes Wasser hielt, damit sie ihre Energie wieder aufladen konnten ... eine ganz gruselige Zeit ... und die Kristalle kamen von meiner großen Schwester.

Egal ...
Da wollte ich doch gar nicht hin ...

Samstag beschloss ich, wieder "sauber zu ticken" und fragte den Nachwuchs, ob wir eigentlich die Wii noch brauchen.
Tja und den Rest des Wochenendes verbrachten wir dann damit, im Wohnzimmer Golf zu spielen, uns allesamt zu wiigen und ein wenig zu trainieren und und und ...
Das war wirklich Klasse und ja, wir brauchen die Wii ganz eindeutig noch.
Das ist eben die Rückseite des Entrümpelns:
Verstaubtes wird an die Oberfläche gezerrt und entweder entsorgt oder eben wieder gewürdigt.

(nein, fragt bitte nicht, wie etwas unter der Oberfläche verstauben kann ...)

Das Entrümpeln führt auch dazu, dass Entscheidungen insgesamt schneller gefällt werden, bzw Angelegenheiten überhaupt so weit auf den Punkt gebracht werden, dass sie zu einer Entscheidung führen.
So hat mein Sohn nun endlich ausgeprochen, dass ihn eine Vereinsmitgliedschaft eher belastet, als weiterbringt.
"Tja, dann kündigen wir deine Mitgliedschaft!", sprach ich aus und die ausgedruckte Kündigung liegt schon für die Post bereit.
Das Thema haben wir lange eher gemieden.
Die Teilnahme meines Sohnes an dem Verein verlief zwar immer unwilliger, aber die Kinder müssen ja irgendwas Sinnvolles tun und ... also hat man ihn immer wieder geschubst und dann ist er auch wieder hin gegangen ...
Und nun haben wir einen sauberen Schlussstrich und er überlegt sich etwas anderes, Sinnvolles.

Hinter mir steht auch wie geplant eine Kiste mit Spielen für das Kaufhaus Mehrwert.
Zwischendurch dachte ich, dass im Endeffekt alle dort landen würden, aber dann habe ich gestern doch einen großen Eifer entwickelt, Lohnendes zu fotografieren und bei Ebay einzustellen.

Mit der Laune habe ich mir dann auch noch den Korb vorgenommen, in dem der Inhalt des einen Regalfachs wartete, aber das war dann ... schräg.
Da muss ich nachher noch mal ran, denn ich habe die Sachen nicht nach dem Aspekt durchgesehen, was ich davon behalten möchte,
sondern was eine Ebay-Auktion lohnt.
Das heißt, dass im Endeffekt der Ramsch bereit liegt, wieder in das Regalfach gestellt zu werden - und das kann es ja nicht sein.
Ich möchte nicht meinen Besitz veräußern, sondern ... optimieren.
Auweia ... ich möchte meinen Besitz optimieren ... ne, das kann es auch wieder nicht sein.

Gerade jetzt möchte ich ... Kaffee!

Morgen mehr :)

Weg sind 2014:
Kram: 114,96 kg + 1,4 kg Ebay + 7,1 kg weggegeben + 200 Gramm jetzt Müll (vorher Kram)
Kilos: 500 Gramm

Freitag, 17. Januar 2014

Die Leichen im Keller der Pandora - oder so

Manchmal entrümpelt man fröhlich vor sich hin.
Voller Kraft und Tatendrang und plötzlich findet man sich auf einer Bremsspur wieder und weiß nicht recht, warum.
Mittlerweile weiß ich nun, dass ich dann dass ich auf Gegenstände gestoßen bin, die zB. an irgendeine Konflikt- oder Trauersituation erinnern.
Alte Fotos zB.
Was macht man damit?
Einfach wieder im Keller oder irgendeinem Regal vergraben?
Sachen wegzuwerfen, an denen andere noch Freude haben könnten, ist nicht so recht meins.
Kram behalten, der mir Unbehagen bereitet, aber auch nicht.
Und nun?

Richtig!
Schokolade!



(keine Belehrungen über Schokolade und Diät bitte sehr
Schokolade wird aus Kakao gemacht
Kakao wächst auf Bäumen
somit ist Schokolade Obst
)

Vollmond!

Ah, das erklärt
a) Schlaflosigkeit
b) Auftritt der Geister der letzten Weihnacht ...

hatte mich schon gewundert,
wo das jetzt alles wieder herkam.

ausgeshreddert

gestern:
versandt: 300 Gramm
Schritte: 3.072 (Mist)
Ruhe: 3 Uhr

Ja, die Überschrift dürfte außer mir wieder niemanden überraschen.
Ich hatte einen Blechuchen gebacken und ganz vernünftig die Kuchenränder abgeschnitten und aufgegessen.
Jeder weiß, dass keine Kalorien in den Kuchenrändern sind ;-)
Dadurch hatte ich natürlich keinen Appetit auf ein Bündel Shred-Mahlzeiten und habe mir erst abends dann wieder Brokkoli mit Tofu und einer Scheibe Käse gedünstet.
Ach, das war aber gestern gar nicht dran?!
Insgesamt war meine Ernährung von gestern aber gar nicht so blöde.
Morgens eine Portion Gemüse mit Ei, mittags Kuchenränder und abends Brokkoli.
Zwischendurch Milchkaffee.

Ich glaube, ich bleibe bei dem Gemüse+Ei-Frühstück, dachte ich - und dem Brokkoli-Abendessen, dachte ich.
Und Shred war beendet.

Tja ...

Ich fürchte, das sind meine Entrümplungs-Reflexe.
Sie greifen auch in meine Zeitplanung und Sozialkontakte ein.
ZB habe ich soeben auch Dinkys Kaffee-Einladung abgesagt.
Mag nicht.
In der Zeit kann ich etwas Besseres tun.
Lesen, zB, oder entrümplen, oder meine Büroklammern nach der Größe sortieren, zählen, wiegen und wegwerfen.
Oder meine Katzen rasieren.
Und ich möchte in meiner Freizeit auch nicht stundenlang im Shred-Buch blättern, wann genau ich was genau essen soll.

Nein, lieber sitze ich in meiner Freizeit gebannt vor dem Internet und lese alles über "einfaches Leben" "entrümpeln" "Downshifting" etc.
Ich habe einige Blogs gefunden und bin lustiger Weise aus den Bekanntesten immer gleich wieder ausgestiegen, da ich sie schlicht zu professionell fand. Und dann grinsen musste.
Es laufen regelrechte Wettkämpfe darin, wer nun am weitesten down geshiftet hat, am einfachsten lebt und den kleinsten, ökologischen Fußabdruck hat.
Leute, die ihre Gegenstände zählen und versuchen, mit 300 Gegenständen auzukommen und dann diskutieren, wie viele Gegenstände 12 Paar Socken sind: 24 Gegenstände, 12 Gegenstände oder 1 Gegenstand?
So weit bin ich noch nicht und ich bin auch nicht sicher, ob ich dorthin möchte.
Nein, ich bin sicher, ich will nicht.
Wie viele Gegenstände man braucht, um glücklich zu sein?


Mich interessiert aber nicht, wie viel ich brauche um glücklich zu sein, sondern eher, was ich loswerden möchte, da es mich belastet.
Die Dinge, die man besitzt, besitzen einen eben auch.
Wollen gewürdigt, geräumt, geputzt und genutzt werden.
Oder schlagen im Unterbewusstsein irgend einen unguten Ton an.
Manchmal merkt man das gar nicht richtig.

Dinge aus den Regalen in den Müll zu schaffen, kann sehr befreiend wirken.

Aber Dinge untergehen zu lassen, an denen andere noch Freude oder Nutzen haben könnten, tut mir nicht gut - daher der mühsamere Weg über Ebay, verschenken und weggeben.
Und lustig ist, dass ich in Regalen, die ich bereits entrümpelt habe, beim 2. Durchgang schon wieder Sachen finde - bzw. Sachen finde, die das erste Entrümpeln "überlebt" haben, die ich aber nun nicht mehr haben möchte.

Tja, wer weiß ... vielleicht lande ich ja irgendwann auch bei 300 Dingen :)

Ach ja, meine Tochter hat sich bitterlich beschwert, dass der Kuchen keine Ränder mehr hatte.
Sie wollte gerne Kuchenränder futtern.
Weiß ja jeder, dass die keine Kalorien haben!
Ich glaube, bevor sie auszieht, sollte ich ihr die Wahrheit über Kuchenränder verraten.
Mein Sohn tippte sich übrigens nur gegen die Stirn und futterte ungerührt gleich 3 Stück Kuchen.

Weg sind 2014:
Kram: 113,96 kg + 1 kg Ebay Krams
Kilos: 500 Gramm

George Carlin

Diesmal scheitere ich komplett daran, gegen 22.30 Uhr schlafen zu gehen,
weil ich bei Youtube all die George Carlin Filme sehen muss.

Meine Favoriten bisher:



Donnerstag, 16. Januar 2014

Aller Umfang ist schwer ...

gestern:
weggeworfen: -
Schritte: 10.099
Ruhe: 23 Uhr

Gestern habe ich mit einer Bekannten telefoniert und festgestellt, dass ich derzeit nichts vorzuweisen habe.
Also, sie erzählte von ihren Projekten 2014
Weltreise, neues Auto, Wintergarten

und ich grübelte:
abnehmen - glaubt kein Mensch mehr dran, außer mir (meistens)
entrümpeln - oh, ich werfe gerade ganz viele Sachen weg ... hm

carpe diem ... hm

"Meine Tochter hat einen Studienplatz und wird wohl im Sommer ausziehen!"
sagte ich also, sehr froh, vor den DINKS (doppeltes Einkommen, keine Kinder) etwas vorweisen zu können.
Wow! Ich sage Euch, die Frau ist gut!
Sie reagierte mit einem klassischen Hattrick aus:
"du musst aufhören, dich immer über deine Kinder zu identifizieren,
sonst bist du irgendwann so eine wunderliche Alte, die Fremden ungefragt Dutzende Kinderbilder zeigt!

und
Oh, dann kannst du ja wieder richtig arbeiten gehen!
und
das mit deinem Gewicht hast du also endlich wieder in den Griff bekommen?"

Ich liebe es, wie sie meine Selbständigkeit immer so nett und nebenbei vom Tisch wischt ...

Haha, ich habe ja immer noch meinen Sohn hier, antworte ich und verbeiße mir ein:
lieber Kinderbilder, als Euer "mein Haus, mein Auto, meine Yacht" ...

Ja, aber ich gebe zu ... es brachte mich ins Grübeln, warum mich das Entrümpeln so gepackt hat.
Ansonsten bringen mich die DINKs schon lange nicht mehr ins Grübeln.
Wie heißt es so schön:
sie kaufen Sachen, die sie sich nicht leisten können um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.
In meinen Augen der einzige Grund, warum dieser Kontakt überhaupt noch besteht.

Gelegentlich plagen mich durchaus Selbstzweifel (keine Sorge, ein, zwei Tafeln Schokolade und alles ist wieder gut ...)

Entrümpeln und erfolglos abnehmen, kann doch nicht alles sein?
Eine gute Freundin (Tochter macht gerade Abi mit 21 Jahren, hat dafür schon 3jährige Tochter)(chronisch pleite)(fällt immer auf die falschen Männer rein)(beneidenswert schlank) motiviert mich aber immer, was meine Diät angeht:
du musst nicht abnehmen - du musst nur darüber schreiben! *bitte, bitte* -
kein Mensch erwartet, dass du abnimmst!


Mit ihr telefonierte ich jedenfalls danach.
"Dinksy hat mich angerufen"
"Haha, ihr Mann hat ein Bild von seinem Piephahn gesimst"
"..."
Jedenfalls hat sie etwas für mich gehabt:
Es gibt für meine Entrümpelei tatsächlich so einen wunderbaren Trend-Begriff:
Downshifting
Mein Entrümplungsbedürfnis ist also nicht irgendwo grenzwertig und halb irre, sondern ein Trend.
einfaches Leben
Interessant!

Entrümpeln
Gut, dennoch habe ich gestern wenig downgeshiftet.
Ich habe beschlossen, dass ich am Montag alle Spiele, die ich bis dahin nicht bei Ebay eingestellt habe, in meine Sammelkiste packe und ins Kaufhaus Mehrwert bringe, damit es dann spätestens ab Dienstag mit dem Entrümpeln weiter geht.
Gestern habe ich dann auch halb motiviert 4 Auktionen eingestellt, während ich auf Sat1 den Dicken zusah.
Interessant war, dass die Dicken über die noch Dickeren in einer Art lästerten, die sie sich für sich selbst vermutlich verbitten würden.
Ich bin ein wenig der Meinung, dass wir alle in einem Boot sitzen (das wäre eng ...), sobald wir das Normalgewicht so deutlich überschritten haben. Meine persönliche Grenze sehe ich bei ca 80 kg.
Bis 80 kg kann ich meine Pfunde für mich selbst ganz gut ignorieren und mich eher als "vorübergehend" zu üppig betrachten, aber dahinter beginnt dann für mich schon das Reich der Dicken.
Wenn eine 140 kg Frau entgeistert fragt, wie man sich "so" gehen lassen kann und damit eine 180 kg Frau meint, finde ich das eher unfreiwillig komisch.

Bewegung
Gestern bin ich ohne Laufband über die 10.000 Schritte gekommen, auch wenn ich dafür in der einen oder anderen Werbepause schnellen Schrittes durch das Haus eilen musste.

Shred
Ja, fast brav.
Ich hatte mir einen Teller grünen Salat fertig gemacht, auf den ich dann doch noch einen Löffel Nudeln mit Sauce aus der Schüssel meiner Kinder packen musste.
Und ich glaube, die 25 Erdnüsse des Abends waren auch eher 75.
Jedenfalls ist die Tüte leer und ich werde keine neuen Erdnüsse kaufen.
Selbst ungesalzen und ohne Fett, machen sie mich doch zu ... gierig.

Weg sind 2014:
Kram: 113,93 kg + 300 Gramm Buch
Kilos: 500 Gramm

Mittwoch, 15. Januar 2014

sie werden ja so schnell groß ...

gestern:
weggeworfen: 430 Gramm Kirschkernsäckchen
Schritte: 2.322
Ruhe: 2.37 Uhr

Gestern habe ich etwas sehr wichtiges gelernt:
direkt das erste nach dem Aufstehen ist seit heute:
sämtliche Shred-Mahlzeiten für den Tag zubereiten

So habe ich vorhin sehr liebevoll eine kleine rote Paprika gewürfelt und mit 2 Eiweiß zu meinem Frühstück gebraten,
dabei einen Apfel verknuspert und dann noch 4 Möhren durch den Entsafter geschubst
= Frühstück


Über die Reste der Möhren haben sich die Hühner sehr gefreut - ansonsten nehme ich sämtliche Gemüsereste aus dem Entsafter immer auch als Grundlage für eine Brühe/Suppe.
Wer einmal selbst gemachten Möhrensaft getrunken hat, weiß warum es den Aufwand lohnt.
Und mit meinem Entsafter bin ich seeeehr glücklich.

Dann habe ich 14 Mandeln in ein Schälchen getan:
mein 10 Uhr 100 Kalorien Snack

Eine Portion Suppe und eine Portion Blattsalat steht bereit als Lunch um 11.30 Uhr
(öh, das ist jetzt und wird auch gleich verputzt)

Meinen 13 Uhr Snack habe ich dagegen heute Morgen schon getrunken, da ich aus dem 150 Kalorien Snack immer meinen Morgenkaffee mache.

Um 15.30 Uhr gibt es eine Mandarine und ein Glas Wasser mit Zitrone

Um 19 Uhr gibt es dann Brokkoli mit Tofu, Süßkartoffel und noch einen Saft

Um 20.30 Uhr 14 Salzstangen mit 2 Esslöffel Frischkäse.

Ok, ja, ich hoppel zeitlich immer etwas hinterher.
Finde die Esserei vormittags lästig und nachmittags/abends dafür dann lächerlich wenig.

Aber es ist ok.

Ja, das habe ich gelernt: Mahlzeiten jetzt immer morgens als erstes zubereiten.

Irgendwann habe ich auch gelernt: positiv formulieren.

So klingt es doch sehr viel positiver, wenn ich sage:
gestern habe ich etwas Wichtiges gelernt!
statt
gestern habe ich mal wieder völlig versagt ...

Die goldene Loser-Regel:
Learning by Failing

Gestern hoppelte ich nämlich mit gruseligem Abstand dem Alltag hinterher und beschloss, dass ich unbedingt erst noch einkaufen müsste und mir dann aber sofort einen Schwung Shred-Mahlzeiten auf einen Rutsch zubereiten würde.
Ganz bestimmt.
Also erst einkaufen, dann ab nach hause und ... hey, Überraschung!
Meine Tochter war schon da und völlig überdreht.
*hops* *hops* *hops*
Sie hat den Studienplatz!
Wir ließen einen Korken knallen, stießen auf den Studienplatz an (auf meinen nüchternen Magen) und ups, jetzt konnte sie mit ihrer 0-Promille-Grenze ja nicht mehr Auto fahren, musste aber ganz dringend zu Aldi, da es dort Bücher gab:
Abi-Vorbereitungsbücher
unverzichtbar
Auch wenn man das Abi eigentlich schon in der Tasche hat.
In der gleichen Tasche mit einem Studienplatz.
Meine Entrümplungsreflexe waren gegen die Bücher, mein Magen für geshredderte Mahlzeiten, aber die Übermutti schluchzte leise:
wie oft werde ich meinem Baby schon noch so einen Wunsch erfüllen können?

Diese weinerliche Kuh sollte übrigens für den Rest des Tages die Oberhand behalten und mit ihrem
"mein Baby"-Sentimentalkrams unmittelbar auf sämtliche ungute Fressi-Reflexe einwirken.
Wir kauften also die Bücher und danach kam ich dann endlich dazu, die Shred-Mahlzeiten zuzubereiten und mit Heißhunger zu verschlucken.
Das wertvolle Konzept der vielen kleinen Mahlzeiten ziemlich ad absurdum geführt.

Nachmittags saßen meine kleinen, süßen Babys dann beisammen und sinnierten über Studentenwohnheime.
Unsinn, sagte ich.
Haha, sie würde schnell einsehen, dass sie besser hier bei Mutti wohnt.
Sie muss dann nur ... oh, morgens kurz vor 5 Uhr die Bahn nehmen um dann täglich ... fast pünktlich ... anzukommen.
Hm ...
In mein leises Begreifen hinein, dass das mit dem Studentenwohnheim evtl. doch vernünftig sein könnte, verkündete mein Sohn:
ich werde in Passau oder Bayreuth studieren!
Haha ... der Kleine, mein Junior ... na, das hat ja noch Zeit!
Hm, ihn werde ich 2 Jahre länger hier haben, als seine Schwester.
(gerade noch G9 erwischt ... puh, was ein Glück!)

Passau ... Bayreuth ... das ist in Bayern.
904 km oder 643 km von Mutti entfernt.
Bei aktueller Verkehrslage: 8 Stunden 27 Minuten Fahrt nach Passau.
Da kommt man eher nicht mal eben zu Kaffee und Kuchen das alte Mütterlein besuchen.

Gegoogelt und Routengeplant habe ich das abends.
In 2 Jahren ... die Tochter plant auch ein Auslandssemester ein.

Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich mir ein Baby gewünscht habe.
Bei meiner Wünscherei habe ich irgendwie vergessen/verdrängt, dass die mal groß werden.

Ok, statt auf den Crosstrainer zu gehen, rollte ich erst Sellerie und dann später Gewürzgürkchen in Salamischeiben ein und widmete mich kauend bewährten Methoden der Bewältigung von Emotional-Stress und Zukunftssorgen.

Ziemlich gut, dass ich meinen Wiegetag auf gestern vorverlegt hatte, denn irgendwas sagt mir, dass die Waage heute nicht meine Freundin ist.

Entrümpelt
Auf Autopilot nahm ich ein Kirschkernkissen und beschloss, dass es Zeit für einen Abschied sei.
430 Gramm sorgsam entsorgt, denn ich schnitt es sogar auf und gab die Kerne in den Kompost.

Bewegung
Ich fürchte, die größte Bewegung hatte gestern mein Kiefer.
Der Rest war irgendwie gelähmt bei den Aussichten, mich in ca 2 Jahren neu definieren zu müssen.


Weg sind 2014:
Kram: 113,93 kg
Kilos: 500 Gramm


Dienstag, 14. Januar 2014

dick ist übrigens das neue schwul

gestern:
Schritte: 10.650
Ruhe: 23.10 Uhr

Bald werden die Leute sich bemühen, auch eine dicke Person im Freundeskreis zu haben um ihre Toleranz mit Dicken zu beweisen ;-)

Gestern telefonierte ich mit einer "Mit-Mutti", die mir nach den eigentlichen Schul-Neuigkeiten dann auch noch das Sahnehäubchen servierte:
"ich habe gehört, dass Herr "Lehrer" ja auch schwul sein soll!"
Ok, unsere Kinder sind jetzt in der Oberstufe und ich überlege, wie sie darauf kommt, dass der Herr "Lehrer" schwul sein könnte.
Liegt es evtl. an dem nahezu lebensgroßen Regenbogen-Sticker auf seiner Heckscheibe?
Seinen knallbunten Pullis?
An seiner fröhlichen "Hallöchen"-Grüßerei in einer wortkargen "Moin!"-Gegend?
An seiner Angewohnheit in einer erstaunlich hohen Tonlage zu sprechen?
Wobei ich übrigens auch jahrelang mit einem Regenbogen-Sticker durch die Gegend fuhr, einfach weil ich die total schön fand, damals in Köln öfter gesehen habe und keine Ahnung ob ihrer Symbolik hatte.
Später behauptete ich natürlich, der sei schon auf meinem Auto gewesen und "Hallo?!" gäbe es einen Grund, den zu entfernen?
Naaa?
Dieses abgeklärte Zeichen tiefer Toleranz erschien mir cooler, als das Eingeständnis, dass ich schlicht mal wieder keine Ahnung gehabt hatte.
Mein Bekanntenkreis fand mich schon daher naiv genug, dass ich ewig gedacht hätte, man würde sich gerade brüderlich die letzte Zigarette teilen. Nein, ich habe tatsächlich nicht mitbekommen, dass sie kifften.
(haha, aber sie haben auch nie mitbekommen, dass ich NICHT kiffte, da ich als Nichtraucher ihre kostbare letzte Zigarette immer undramatisch an den nächsten weiter reichte ...) (und nein, ich rieche das Zeug wohl nicht)(und albern konnten die immer sein ...)(ok, ja, ich hätte es merken sollen ...)
Ok, die Mit-Mutti überlegte prompt "ich bin gespannt, ob er sich outet?!"
Ja, jetzt, nach dem Fußballer ...
Meine Güte, interessiert das denn (hier) wirklich noch jemanden?
Mir ist wirklich herzlich egal, wer nun was ist und mit wem "Spaß im Bett" hat, so lange ... das Übliche: Kinder, Haustiere ...
Auch im Web entdecke ich da eine gewisse Unaufgeregtheit.
Nein, wer Emotionen will, muss sich mal bei den Dicken umschauen.
Neu in Mode ist es "body positive" zu sein. Ganz böse ist "fat shame".
Wobei "body positive" nicht einfach ist. Da ich zB meinen Körper so sehr liebe, dass ich ihm gerne ein paar Pfunde nähme, um es ihm im Alltag und in den Umkleidekabinen (Lehnstühlen, Flugzeugsitzen ...) leichter zu machen, bin ich nicht body positive.
Eine Dicke, die ihr Dicksein preist, ist body positive - eine Dünne, die ihren dünnen Körper öffentlich liebt, ist es vermutlich auch nicht.
Und eine Dünne, die sich über eine Dicke öffentlich aufregt und ausgerechnet über ihre Körperfülle angreift, erlebt jetzt einen Shit-Storm vom Feinsten, statt Zustimmung.
So geschehen zB bei der sehr blonden Geschäftsführerin einer Cafeteria namens "Sips ahoy", in der wohl im Bikini serviert wird.
Ok, also Blondie von Sips ahoy riet ihrer unfreundlichen Kundin via Facebook, etwas gegen den Welthunger zu tun und sich zu erschießen.
Mittlerweile hat sie ihre Facebook-Seite eingestampft, aber jemand anders hatte alles per Screen-Shot gesichert und *zack* schon eine "Boycot Sips Ahoy"-Seite eröffnet, die mittlerweile über 6.300 Fans hat und auf der weiterhin diskutiert wird, obwohl sich das Ganze schon vor Weihnachten zugetragen hat. Ihr müsst Euch das Filmchen hier anschauen.
Herrlicher Sturm im Wasserglas um 2 nun ja, unfreundliche Frauen, der aber zeigt, dass die Dicken schwer im Kommen sind, was ihre Wehrhaftigkeit angeht.
Zumindest im Web ;-)

Entrümpeln

Vorhin habe ich einen Heißhunger auf Entrümpeln gehabt.
Etwas unlogisch, habe ich kurzentschlossen das nächste Fach in dem Regal leergeräumt und den Inhalt des Fachs nun im Wäschekorb auf dem Tisch stehen.
Mein eigentlicher Plan, erst mal all die Dinge zu entsorgen, die ich in der letzten Woche aufgewühlt habe, erscheint mir noch immer besser, denn ... jetzt sieht es hier noch unordentlicher aus.
Ok, "all der aufgewühlte Kram" sind Spiele.
Vollständig, brauchbar, aber ein Blick zu Ebay ergab, dass das wohl alles 1,- Euro Auktionen würden.
(nein, ich will mir nicht einen Tag auf dem Flohmarkt die Beine in den Bauch stehen und frieren)
Dafür jedes Mal mit Verpackungs-Aufwand und horrenden Porto-Kosten.
Ich mag nicht ...
Irgendwie juckt es mich in den Fingern, den Stapel einfach zum Kaufhaus Mehrwert zu bringen.
Mal schauen.
Gestern war ich dort mit der Sammelkiste der letzten Woche.
Und außerdem habe ich eine Kiste mit Comics versandt, die ich auch versteigert hatte.

Shreddern

Ist eine zeitraubende Angelegenheit.
Die Mahlzeiten sind dabei recht schnell gemacht und durchaus lecker und so, aber man muss ständig blättern, planen, machen ...
Immerhin habe ich nun eine der Suppen gekocht und bekomme nach und nach ein wenig Routine.
Natürlich bin ich heute auch auf der Waage gewesen und habe umgehend die Zunahme wieder zugunsten einer Abnahme korrigiert ... obwohl morgen der Wiegetag ist.
(ja, täglich wiegen ist Unsinn)

Bewegung

Mittlerweile bekomme ich es ganz gut hin, abends noch auf das Laufband zu gehen, wenn die 10.000 Schritte so noch nicht erreicht waren. Im Shred-Programm ist noch moderate Bewegung empfohlen, die ich mit den Hunderunden und Laufband abdecken kann.

Nun ja, jetzt muss ich ganz dringend ... einkaufen, kochen, aufräumen und arbeiten ...


Weg sind 2014:
Kram: 113,5 kg
Kilos: 500 Gramm

Sonntag, 12. Januar 2014

den ersten Tag "geshreddert"

gestern:
Schritte: 10.168
Ruhe: 23.20 Uhr


Shred
Gestern habe ich mich erneut in die Mahlzeiten der Shred-Diät eingelesen,
mir für 2 Tage notiert, was ich also wann zu essen habe und dann war ich einkaufen.
Wenn man sich in die Mahlzeiten ein wenig eingearbeitet hat, verliert sich das Gefühl, völlig erschlagen zu werden, ein wenig.

Meinen festen Vorsatz, alle Mahlzeiten für heute schon gestern vorzubereiten, konnte ich im Endeffekt doch nicht umsetzen, da der Tag schlicht um war.
Keine Ahnung, wo er geblieben war.
Aber nachdem ich nach 22 Uhr noch auf dem Laufband war um auf meine 10.000 Schritte zu kommen (und das trotz mistwettriger Hunderunde), war es mit meinem Eifer auch geschehen und ich ging nach dem Eintrag im Blog schlafen.
Kochen wollte ich dann heute.

Leider begann "heute" dann bereits gegen 3.20 Uhr.
Total bescheuert!
Ich saß wach im Bett, grummelte leise vor mich hin und fand nicht wieder in den Schlaf.
Fein, also arbeitete ich bis morgens um 7.30 Uhr schon mal ein wenig.
Dann beschloss ich, noch ein Kapitel zu lesen und schlief prompt bei Licht mit Lesebrille auf der Nase und Buch im Arm ein.
Dabei muss ich mir den einen oder anderen Knochen verrenkt haben, bis ich gegen 9.30 Uhr wach wurde und einen Zombie-Tag verlebte.
Untot.
Nicht wirklich wach.
Und meinem Ernährungsplan eher hilflos hinterher hoppelnd.
So ziemlich blieb ich dem Plan treu, nur den Uhrzeiten nicht.
Und recht frei interpretierte ich "Snack 2" in "täglicher Halbliter-Becher Milchkaffee mit Agavensirup um"
Immerhin wurde in den Snacks ein Becher Milch mit einer Birne empfohlen - das kommt Milchkaffee schon sehr nahe.
Und ohne Kaffee geht nicht.
Jetzt ist es 20.05 Uhr und ich muss noch 2 Snacks futtern ...

Das heißt:
am ersten Tag scheiter ich nicht an meiner Disziplin, sondern unpassenden Schlafenszeiten.
Diese dämliche Schlaflosigkeit.
Gut, ärgern hat keinen Sinn.

Aber die Hunderunde war eine üble Qual. Nach der Hälfte des Weges, also mitten im Wald, fand ich die Idee sehr verlockend, auf einen der Hochsitze zu klettern und dort ein Nickerchen zu halten.
Meine Tochter war dagegen.
Wieder daheim machte ich einen Mittagsschlaf, bei dem ich glatt noch 2 Mahlzeiten verschlief und nachholen musste.

Entrümpeln
Von all den Sachen in meinem Schlafzimmer, stellte ich gerade mal 3 Bücher bei Ebay ein.
Also werde ich morgen keinesfalls weiter entrümpeln, sondern versuchen, das Geshredder auf die Reihe zu bringen und ansonsten noch die Reste abarbeiten, bevor ich das nächste Fach im Schrank angehe.

Ich hoffe sehr, dass ich morgen wacher bin ...


Weg sind 2014:

Kram: 105,2 kg + 4,3 kg Comics + 4 kg "Mehrwert"
Kilos: + 400 Gramm

Samstag, 11. Januar 2014

Dänemarks Aufbruch in die Moderne

gestern:
Schritte: 3.952
versandt: 3,2 kg Ebay-Krams + Kommode
Ruhe: 0.49 Uhr

Ups, wo ist denn der Tag geblieben?
Egal, schreib ich mal schnell was gestern anstand.

Wir waren in der nächsten wirklich großen Stadt, die sozusagen auch gleich das nächste Bundesland ist.
Während meine Tochter sich vorstellte und testen ließ, guckte ich mir Dänemarks Aufbruch in die Moderne an, der lustiger Weise im Keller der Kunsthalle stattfindet.
Oder fand, denn am 12.01. ist Schluss.
Wunderschöne Bilder und ich hatte mehr als 3 Stunden Zeit zu gucken.
Ich habe keine Ahnung von Kunst, ich gucke nur gerne.
Ich mag Kunst, die in schwere Goldrahmen passt.
Wenn die Farben und Materialien schön sind, oder mich die Werke grinsen lassen, mag ich auch moderne Kunst.
Aber ich gehöre zu den Banausen, die Wunst von Kunst nicht unterscheiden können, auch die Grenze zwischen Kunsthandwerk und Kunst könnte ich nicht sicher ziehen.
Muss ich ja auch nicht.
Aber mich ziehen Museen magisch an.
Malen kann ich übrigens auch nicht.
Seit der Lektüre des kleinen Prinzen male ich Kartons und behaupte, das Gewünschte sei darin.
Kartons bekomme ich hin.
Auch mein Farbempfinden ist eher ... ich denke mal, ich habe einen Geschmack wie eine Kuh und ich mag noch dazu, wenn es glitzert.
Darum bin ich sehr weiß eingerichtet. Weiß passt zu allem, vor allem zu weiß.
Ah, die Bilder gestern.
Gezeigt wurden Teile der Sammlung Hirschsprung.
Reicher Däne, der nicht nur eifrig Kunst sammelte, sondern auch Künstler förderte und unterstützte.
Seine Sammlung schenkte er dem Staate Dänemark, der sie erst aber gar nicht haben wollte, weil Herr Hirschsprung darauf bestand, dass seine Sammlung ein eigenes Gebäude bekäme.
Irgendwann möchte ich mir die Sammlung noch einmal in Kopenhagen anschauen.
Viele Bilder am Strand und viele, auf denen ich das Licht einfach wunderschön ... und so weiter.
Wegen der Shopping-Diät habe ich schweren Herzens darauf verzichtet, den Ausstellungskatalog zu kaufen.
Die Farben im Katalog sind aber auch nicht annähernd so faszinierend, wie die der Originale.
Da noch Zeit war, fuhr ich in das Obergeschoss hoch, wo sich eine Ausstellung von Eva Hesse befindet.
An Eva bewies sich wieder mein fehlender Kunstsinn:
mir gefielen die Farben und Materialien nicht, ich verstand keine Aussage und merkte, wie meine Entrümplungsreflexe ansprangen.
Ein fachkundiger Blick und mir war klar, dass nichts für Ebay dabei war, auch nichts fürs Kaufhaus Mehrwert.
Lediglich Abfallhof und Altpapier.
Ich hätte das Obergeschoss in ca 2 Stunden entrümpelt.

Allerdings klingelte nun mein Handy und ich spurtete ins Treppenhaus.
Wenn der Termin meiner Tochter Erfolg hat, wird sie nach dem Sommer dort studieren ... und wohl auch wohnen.
Sollte ich plötzlich beginnen, hier Aktbilder von mir zu veröffentlichen um die Werbeeinnahmen zu steigern, wisst Ihr, dass das mit dem Bafög nicht geklappt hat ...
Keinen Unterhalt und kein Kindergeld mehr für sie zu bekommen, dafür aber vermutlich (und hoffentlich) an den Wochenenden besucht zu werden, damit die Wäsche gewaschen und der Kühlschrank leer gefuttert werden kann ... ich habe vor Monaten so ein Glückslos gekauft und hoffe seither auf die Sofortrente ...

Entrümpeln
Vor der Fahrt in die große Stadt, hatte ich noch ein Paket mit Puzzeln verschickt - 3,2 kg
und abends kamen zwei Männer, drückten mir eben das Geld in die Hand und schleppten die Kommode von dannen.
Vorher hatte ich meinen Sohn gebeten, herauszufinden, was sie denn wöge.
Er holte eine Waage vom Dachboden und stellte die Kommode auf 2 Waagen.
Mit der einen Waage hätten wir auch ihren Körperfettanteil messen können ...
"50,7 kg", teilte er mir mit.
"Soll ich die 2. Waage wieder hoch bringen, oder möchtest du dich vorher auch noch wiegen?", fragte er spitz und duckte sich, weshalb mein Hausschuh auf den Ofensims flog.
Pah ...

Ab morgen wird übrigens geshreddert ...


Weg sind 2014:
Kram: 105,2 kg
Kilos: + 400 Gramm

Freitag, 10. Januar 2014

krank oder nicht krank?

gestern:
Schritte: 10.995
Ebay: Zeitschriften, Hörbuch, Buch eingestellt
versandt: 430 Gramm Ebay-Auktionen
Ruhe: 0.59 Uhr

Meine Stimmung passte gestern ganz hervorragend zum Wetter.
Grau, nass, stürmisch ... schauderhaft.
Nicht wirklich fit, aber auch nicht krank genug um mich selbst von Tee und Bett zu überzeugen.

Entrümpeln
Auf das nächste Regalfach hatte ich noch immer keine Lust und so entrümpelte ich lieber noch ein wenig links neben dem Regal und räumte erst mal ein paar medizinische Hilfsmittel meines Sohnes in eine Kiste.
Nein, nein, er ist kerngesund (meistens) aber über die Jahre haben wir lauter spannende Schienen, Gurte und Krams bekommen, die man bei Schulterbeinbrüchen, Bänderrissen und ausgekugelten, gezerrten und sonstwie misshandelten Körperteilen braucht.
Ich weiß nicht recht, was man mit solchen Sachen macht und da mein Sohn die Abwechslung liebt, hat sich bisher keine Verletzung wiederholt, so dass wir auch nie sagen konnten: "oh, das haben wir schon!"
Ich glaube, ich werde die Sachen mal dem Hausarzt mitbringen und einfach fragen, ob es da Abnehmer gibt.

Von den Sachen, die dort herumlagen, stellte ich später 3 bei Ebay ein und einen Scanner packte ich in die Verschenkkiste, die ich dann Montag wieder zum Kaufhaus Mehrwert bringe.
Der Scanner ist prima in Ordnung, aber mein neuer Drucker scannt auch und so wurde er überflüssig.
Der neue Drucker ist auch schon ein paar Jahre alt ... und er druckt nicht nur, sondern faxt, scannt und kopiert auch.
Mit anderen Worten: ich habe nicht die geringste Ahnung, wie er eigentlich funktioniert und brauche für jeden Unsinn Hilfe.

Neben dem Regal stand auch noch ein Brett von einem weiteren Schrank, den wir einmal auseinander gebaut haben.
Um die Ecke stehen die restlichen Bretter. Kann man ja alles sicher irgendwann mal brauchen ...
Kurz befand ich mich im Gewissenskonflikt, dieses Brett einfach zu den anderen Brettern zu stellen, aber dann hielt ich mich an meine eigenen Entrümplungsregeln und stellte es an die Haustür um es später gleich mit zum Abfallhof zu nehmen, wenn ich mit den Hunden raus ginge.
Ich guckte missmutig in den Regen.
Später, wenn die Sonne schiene ... die Schmetterlinge flögen und die Amseln mein Lied zwitscherten ...
Hm, weniger später würde mein Sohn aus der Schule kommen ... und irgendwie war ich doch ein wenig ... gesundheitlich angeschlagen, oder?
Rabenmutter!, schimpfte ich mich, zog entschlossen meine Schuhe und Jacke an.
Die Hunde musste ich nicht rufen, die hopsten schon glücklich um mich herum.
Also, Brett in der einen, Hundeleine in der anderen Hand, raus in den Regen, am Abfallhof vorbei, rein ins Vergnügen der schlammigen Feldwege.
Boah, ey, ne, nicht ... die Hunde hatten Spaß, ich nicht.
Immerhin konnte ich sie unbesorgt von der Leine lassen:
bei dem Wetter käme mir selbst im Januar keiner der vom Jahreswechsel noch hochmotivierten Jogger entgegen, die völlig hysterisch reagieren, wenn 2 freundliche Hunde aus einer Pfütze gehopst kämen um ihm freudig zu begrüßen.
Ich hatte einen Ball mitgenommen, den ich öfter mal weit in den Dreck schleuderte.
Als ich nach einer Weile meine Hunde farblich nicht mehr unterscheiden konnte, beschloss ich, dass das nun genug für heute sei.
Stapfte klatschnass mit ihnen wieder nach hause, rubbelte sie ... "trocken", zog mich einmal komplett um und wurde für all das "kalt, nass, stürmisch" dann von meinem Schrittzähler belohnt:
4.300!
Menno!

Nachmittags also noch eine Runde aufs Laufband ...

Heute falle ich in Sachen entrümpeln aus und Samstag werde ich erst einmal die entstandenen Reste versorgen, denn neben meinem Bett steht immer noch die Kiste mit Kram, die ich bei Ebay einstellen möchte ... argh!

Weg sind 2014:
Kram: 51,3 + 50,7 kg Kommode + 3,2 kg Ebay
Kilos: + 400 Gramm

Donnerstag, 9. Januar 2014

macht Biggest Loser dick?

gestern:
Schritte: 4.497
Ebay: Stapel Bücher eingestellt
Ruhe: 0.49 Uhr

Es gibt so viele Wege zum Glück!
Einer ist aufhören zu jammern.


Den Spruch bekam ich gerade bei Facebook um die Ohren geschlagen.
Dabei hatte ich ja hier noch gar nicht angefangen ...
Draußen regnet es in Strömen und hier drinnen überlege ich, ob ich krank bin.
Das kann ich ja gar nicht leiden.
Ich habe es lieber, wenn ich mit schmerzendem Wattekopf erwache, schauderhaft huste und beim Versuch aufzustehen, ganz taumelig bin, so dass ich beim besten Willen nichts anderes tun kann, als im Bett zu bleiben.
Heute könnte ich mit "bestem Willen" vermutlich noch das Badezimmer streichen.
Leicht verklebte Augen, ein wenig Husten, fettige Haare und tiefe Unlust auf alles.
Das klingt eher verlebt und asozial, als anständig krank ...

Gut, aber gestern habe ich meinen Sohn mit Tiefkühlpizza und Ben & Jerry "gekauft", damit er die Hunderunde macht, denn beim besten Willen, ich wollte nicht raus.
Als ich sagte, dass ich für meine 10.000 Schritte in mein Sport-Dress schlüpfe und auf das Laufband gehe, höhnte er "ja, bestimmt!" und behielt Recht ...
Er ging also tapfer in den Regen und ich sauste zum Supermarkt, wo ich beim Anblick der ekligen Tiefkühlpizza umgehend ein "ich auch!" beschloss. Immerhin ist gestern das Shred-Buch gekommen und ganz bald bin ich ganz diszipliniert auf Diät.
Schon logisch, dass ich dann gestern noch mal Pizza und Eis löffelnd auf der Couch neben meinem Sohn saß und wir "about a boy" auf Video guckten, oder?!
Noch aus dem Unterricht hatte mein Sohn mir nämlich eine SMS geschickt, dass er das Buch für den Englisch-Unterricht braucht.
Ich bin so stolz auf ihn, denn er schrieb nicht etwa in der Stunde, in der er das Buch gebraucht hätte, sondern in der, in der der Lehrer erwähnte, dass sie es brauchen werden.
Den Rest des Tages verbrachte er dann mit dem nun eingetroffenen "Kabale und Liebe" - als Hamburger Leseheft und sozusagen synchron als Film im Internet.
Es ist schwer, ihm Disziplin nahe zu bringen, denn Klausuren pflegt er allesamt mit 14 von 14 Punkten zurück zu bekommen.
"Du könntest ruhig mal mehr für die Schule tun!"
"Wozu?"

Als eine Freundin ihren Sohn in unserer Gegenwart einmal aufforderte, sich ein Beispiel an meinem Sohn zu nehmen, riet ich allerdings doch sehr dringend davon ab.
Er spielt NICHT Geige, sondern Schlagzeug und wir benutzen das Lieblingswort so vieler Einzelkind-Eltern nicht, aber ... psst hochbegabt ...
Fluch und Segen zugleich.
Sein Verstand ist so faszinierend, wie seine Motorik dazu führt, dass ich ausschließlich preiswerte Möbel und Geschirr anschaffe, da es nichts gibt, was nicht irgendwann unter der beständigen Misshandlung aufgibt.
Und es gibt keine Notaufnahme hier im Umkreis, bei der wir noch nicht waren.
3 Tage auf Helgoland?
Natürlich kennen wir die Notaufnahme auf Helgoland ...
Darum glaube ich eigentlich immer nur Eltern die Sache mit der Hochbegabung, die sie mit leise panischem Klirren in der Stimme äußern. Alle anderen überfordern einfach nur ihre Kinder und sollten sich lieber ein zu teures Auto zum Angeben anschaffen.

Holla!
Das hatte jetzt aber rein gar nichts mit Diät oder Entrümpeln zu tun ...

Entrümpeln
Schlapp wie ich gestern war, holte ich aus Zimmer 1a gestern lediglich einen Stapel Bücher, die auf einem Schränkchen neben dem Regal lagen. Ich war davon überzeugt, dass ich die allesamt mal bei Amazon eingestellt hatte, fand sie dort aber nicht.
Jedenfalls sind nun alle 8 bei Ebay eingestellt.
Genug entrümpelt für gestern :)
Ach, die Kommode ist in der letzten Minute von 5,51 Euro auf 31,50 Euro hochgeschnellt. Faszinierend.
Und wäre es nicht verboten, hätte ich gestern darauf gelauert, wann die Müllabfuhr in der Seitenstraße auftauchte und hätte dann meine überzähligen Mülltüten noch schnell aus dem Schuppen geholt und in die zuvor noch sehr leeren Mülltonnen meiner Nachbarn gestopft.
Danach hätte ich dann Kaffee kochend in der Küche gestanden und beobachtet, wie die Mülltonnen geleert wurden, wie Sekunden später der Nachbar von der anderen Seite kam und guckte, ob seine Tonne schon leer wäre und er sie direkt mit nach hause nehmen konnte - wir müssen unsere Tonnen nämlich an einem Feld vorbei zur nächst größeren Straße bringen.
Natürlich würde ich nie meinen Müll in fremde Tonnen stopfen und so habe ich mir natürlich keinen Schluck alkoholfreien Amaretto in meinen Kaffee gekippt, bei der Vorstellung, was der wohl abgezogen hätte, wenn ihn aus seiner Tonne meine 23 kg Sondermüll angegrinst hätten ...

Abnehmen

SHRED ist da ...
... und ich habe mich gezwungen, die komplette Einleitung und alles zu lesen.
Ich finde das bei amerikanischen Büchern immer höllisch schwer, da die Amis vor keinem Eigenlob und keiner Übertreibung zurück zu schrecken scheinen.
In meinen Augen ist es ein Fehler, wenn Übersetzer all diesen "Kram" wortgetreu ins Deutsche bringen.
Immerhin gelang es mir aber nun, bis zum Anleitungsteil vorzudringen.
Zu jedem Tag des 6-Wochen-Programms ist auf einer Seite das Workout erklärt, auf einer zweiten dann die Ernährung.
Sehr detailliert und sehr vage zugleich.
Die Ernährung erinnert auf den ersten Blick an "Grazing" - erinnert sich jemand?
Wie Kühe auf der Weide ständig kauen (grasen), so folgten viele kleine Mahlzeiten in kurzen Abständen.
Bei Shred auch: 8.30 Uhr, 10 Uhr, 11.30 Uhr, 13 Uhr, 15.30 Uhr, 19 Uhr und 20.30 Uhr.
Jetzt muss ich "nur noch" einen Plan aufstellen, was es um wie viel Uhr dann wirklich gibt, denn dort steht so etwas wie
"Snack" - höchstens 100 Kalorien
Mal gucken, was für 100 Kalorien-Snacks sich hinten im Rezept-Teil befinden.
Doch ja, ich bin durchaus gewillt, der Sache eine Chance zu geben, auch wenn es zum Tages füllenden Programm werden könnte.

Abends habe ich dann Biggest Loser geguckt.
Sagt mal, Silke Kayadelen - sie sieht ja wirklich prima aus, aber kann es sein, dass sie öhm, üppiger geworden ist?
Und der Trainer auch?
Als dieses "Vorher"-Foto von Frau Kayadelen gezeigt wurde, fand ich, dass sie genau so doch jetzt aussieht?!
Wobei, wie gesagt, sollte ich mal in dieser Gewichtsklasse wieder ankommen, werde ich mich als schlanke Elfe feiern!

Eine Siebzehnjährige dort mitmachen zu lassen, finde ich grenzwertig.
Ich drücke ihr die Daumen, dass ihr ihre Schulkameraden das Leben nicht gerade zur Hölle machen!

Witzig fand ich in der Werbepause das Wiedersehen mit "Cihan", der in diesem Jahr also nicht wieder bei den Biggest Losern mitmacht, sondern bei "schwer verliebt" (gucke ich nicht, keine Chance)
Ah, sein Loser-Profil pflegt er auch noch.

Genug getratscht.
Ich sollte mal die Regenrunde draußen in Angriff nehmen ...


Weg sind 2014:
Kram: 50,2 + 700 Gramm Brett
Kilos: + 400 Gramm


Mittwoch, 8. Januar 2014

1. Wiegetag 106,7 kg *hrmpf*

gestern:
Schritte: 12.948
weggeworfen: 170 Gramm Pappordner
Ruhe: Mitternacht

Wiegetag
Der Schritt auf der Waage fühlte sich an, als hätte mir der Trödeltrupp die 50 mühsam entrümpelten Kilos wieder in den Flur gekippt.
Ungut.
Ein leiser Trost war, dass ich nach dem ersten Schluck Kaffee dann ganz dringend noch einmal aufs "Örtchen" musste.
Ein kleiner Rest Stolz hielt mich aber davon ab, flugs die Kleidung abzuwerfen und erneut auf die Waage zu hopsen.
Nein, würdevoll und mit erhobenen Kinnen, habe ich das Ergebnis soeben auch in meiner Statistik eingetragen.
Ich schluchze leise innerlich.
Heute Abend kommen wieder die Biggest Loser im Fernsehen.
Bestimmt motiviert mich die Sendung ganz fantastisch ...

:(

Nein, nein, ich muss dringend etwas tun.
Das Erlebnis mit der geschrumpften Sportkleidung hat mich doch schon übel getreten.
In der Hoffnung irgendeine verjährte Sport-Leggins aus dem Schrank gerupft zu haben, probierte ich flugs noch alle anderen an und musste feststellen, dass sie sich allesamt sehr schwer darin taten, über den Hintern gezogen zu werden und dann auch oben zu bleiben. Sie wollten sich lieber wieder zu den Füßen verkrümeln.
Auch die anderen Sack-T-Shirts hingen eben nicht sackartig um meinen Körper herum, sondern schmusten allesamt mit meinen Pfunden.

*hrmpf*

ungut ...

Shopping-Diät

Nachmittags musste ich dann shoppen gehen.
Mein Sohn brauchte Kabale und Liebe.
"Ja, bestelle ich dir!", sagte ich.
Mit herzigem Hundeblick meinte er: "das muss ich Donnerstag gelesen haben!"
Sind das nicht völlig unmenschliche Lehrer, die "Kindern" montags sagen, dass sie Donnerstags ein Buch gelesen haben sollen???
Wüsste ich nicht, wie wahnsinnig zuverlässig, ordentlich und fleißig mein Sohn ist, würde ich ja annehmen, das sei ein "über die Weihnachtsferien"-Projekt gewesen ...
Jedenfalls waren wir eh in der nächst größeren Stadt und während mein Sohn eine Stunde mit Musikunterricht verbrachte, suchte ich eine Buchhandlung heim. Tja, Kabale und Liebe war nicht da, konnte aber für heute bestellt werden.
Toll, muss ich heute wieder 30 km durch die Gegend gondeln?
Wie letzte Woche, als ich die Fahrkarte für den Goldschatz erwarb?
Die Verkäuferin merkt an, sie wohne übrigens im eingemeindeten Nachbardörfli.
So ein Zufall, da komme ich oft mit meinen beiden Hunden durch.
Ach, Sie sind das?!

Stellt sich raus: wir kennen uns.
Ohne Hunde erkennen wir uns nur nicht ;-)
Ok, heute Abend kann ich das Buch bei ihr abholen und mein Sohn kann dann eine Nachtschicht einlegen, damit er morgen überzeugend so wirkt, als hätte er es komplett genossen, das Buch.

Meine Tochter zerrte mich dann sanft aus dem entstandenen Plausch mit der Buchhändlerin in den H & M nebenan, denn sie braucht noch einen Blazer für ein Vorstellungsgespräch am Freitag.
Meine Shopping-Diät ... bezieht sich ja nicht auf Dinge, die der Nachwuchs dringend und lebenswichtig (und gestern) braucht ...
Also probierte der andere Goldschatz gefühlte 200 Blazer an und entschied sich nach langem Grübeln für ... den teuersten.
(meine scherzhafte Bemerkung:
spar dir das Anprobieren, nimm doch einfach gleich den teuersten!,
hatte sie noch empört abgewehrt ...)
Jedenfalls, warum ich das alles schreibe:
in der Wartezeit fiel mir dann für den Eigenbedarf ein T-Shirt in 3XL zum Opfer.
"Probierst du das nicht an?", fragte meine Tochter.
Nein, sagte ich. Es soll sackartig hängen und wenn eine 3XL nicht sackartig hängt, bekomme ich einen hysterischen Anfall und das möchte ich lieber daheim hinter mich bringen.

Gut, ich war dann gestern noch mit dem T-Shirt und einer sehr engen, Flucht gefährdeten Leggins auf dem Laufband.
Als meine Tochter mich sah, rief sie "sackartig! total sackartig! viel zu weit!"
Hm, ich hatte ihr neben dem Blazer noch ein glitzerndes Bustier spendiert, das auf 5,- Euro herabgesetzt war (eher nicht für das Vorstellungsgespräch), was sie zu diesem ... Kompliment getrieben haben könnte.
Sonst neigt sie eher zu Bemerkungen wie "warte, ich hole dir einen, ... oder 2 Stühle ...!"

entrümpelt

Ich gebe zu, auch dieses Fach war schnell gemacht.
Das Bügeleisen gehört übrigens meinem Sohn.
Nicht, dass er es oft benutzt, aber ich habe all meinen Kindern zu ihrem 13. Geburtstag ihr eigenes Bügeleisen geschenkt und fortan nie wieder für sie gebügelt :)
Die beiden Pappordner habe ich beide weggeworfen (170 Gramm) und stattdessen 2 andere Ordner befüllt.
Einer ist wunderbar stabil aus Plastik und der andere hat einfach einen gewissen Erinnerungswert!
So langsam beginne ich damit, die Gegenstände zu entrümpeln, die ich mal zum Ordnung Schaffen angeschafft habe ... wobei sich immer klarer zeigt, dass der ganze Ikea-Papp-Kram, der beim Ordnung-Schaffen helfen sollte zuerst fliegt, weil er einfach sehr schnell verschleißt.


Weg sind 2014:
Kram: 50,2
Kilos: + 400 Gramm

Dienstag, 7. Januar 2014

burn baby, burn ...


gestern:
Schritte: 10.910
verbrannt: 13,2 kg Geschäftspapiere
versandt: 3,6 kg Ebay-Krams
Ruhe: Mitternacht

Bitte macht keinen Lärm, während Ihr hier lest, denn ich habe "Kopf"
"Rücken" wäre besser.
Aber seit ich beschlossen habe, keinen Alkohol zu kaufen, trinke ich viel mehr.
Sehr lustig.
Ich habe sehr eindeutig kein Alkoholproblem, da ich normalerweise über Wochen keinerlei Alkohol trinke.
Wenn ich mal eine Flasche Amaretto da habe, trinke ich einen Kakao oder Kaffee mit Amaretto nach dem anderen, bis die Flasche leer ist. Oder ich braue im Sommer Liköre aus Obst, Kandis und billigem Rum/Korn/Vodka.
Ich mag Wein, aber ich kaufe selten welchen, weil ich herzlich wenig Ahnung davon habe.

Gut, gestern habe ich uns einen Joghurt-Likör nach dem anderen gemixt, weil ich im Winter Ananas mit Rum, Kandis und Vanille-Stangen eingelegt hatte. Boah, war die Ananas lecker!
Und nun ist da noch das Schraubglas mit dem Ananas-Rum.
Wenn man das mit einem Fruchtjoghurt und Milch in einen Mix-Becher gibt ... also, nicht das Schraubglas, sondern großzügige Portionen aus dem Inhalt ... hat man am nächsten Tag Kopfschmerzen, aber zwischendurch viel lecker und Spaß :)

Gestern habe ich dann endlich mal die 13,2 kg Papier entsorgt, die mir mein Vater aufs Auge gedrückt hat.
Da er selten mal Bitten hat, habe ich willig ja gesagt, als er fragte, ob ich die alten Geschäftsberichte entsorgen könnte.
"Aber nicht ins Altpapier!", warf er mir ins Kreuz, als ich sie mit genau dem Altpapier-Vorsatz ins Auto packte.
"Nein, natürlich nicht!", stimmte ich zu.
Ja, hört man ja immer wieder, dass wichtige Papier im Altpapier gefunden und missbraucht werden.
*grummel*
Ich erkundigte mich beim Abfallhof nach den Möglichkeiten der Dokumente-Vernichtung und ... beschloss die Unterlagen einfach zu verbrennen ... irgendwann.
Und seither lagerten sie in Kinderzimmer 1 a - nein, halt - erst noch in meinem Büro, aber wie gesagt, Kinderzimmer 1 a verkam zum Lagerraum, nachdem ein Rohrbruch mein Büro flutete.
Da wir unter einem wunderschönen Reetdach leben, verbrennen wir im Garten eher selten etwas.
Eher gar nichts, außer Fleisch auf dem Grill um ehrlich zu sein.
Also ab in den Ofen.
Fest gebundene Geschäftsberichte ... die brennen nicht besonders leicht und hinterlassen übrigens höllisch viel Asche -> Dreck!
Daher eben der Endlos-Aufenthalt in 2 Kisten.

Heute Abend werde ich also den Ofen putzen.

"Voll der Streber" nahm ich mir auch das 1. Fach des 3. Schranks in besagtem Zimmer 1 a vor.
So langsam dringe ich damit zu "meinem Büro-Kram" vor. Eigentlich.
Aber irgendwie ist der Teil eher "Haushaltsschrank".
Jedenfalls schnell gemacht.

Auf dem Dachboden öffnete ich eine Kiste -> Wolle, Strickzeug. Bereits einmal sortiert und so weiß ich, dass nichts drin ist, was ich bei Ebay einstellen könnte.
Ich schloss die Kiste wieder, öffnete die nächste und ... -> Wolle, Strickzeug. Bereits einmal sortiert ...
jaaaa, ich übe fleißig weiter an dem Satz
"ich habe genug Wolle, ich brauche keine Wolle mehr kaufen!"
hach ...

Gerade schon wollte ich den Dachboden wieder verlassen, da kam eine ganz andere Kiste regelrecht ins Rutschen und donnerte mir vor die Füße.
Ein Zeichen!
Ich seufzte, schleppte sie ins Erdgeschoss, räumte den Inhalt komplett auf den Esstisch und hatte die Sachen sehr schnell zu Bastelkram und "verschenken" sortiert.

Ein größeres Problem war es gestern, auf 10.000 Schritte zu kommen, da mein Sohn so lieb war, mir die Hunderunde abzunehmen.
17 Uhr, draußen war es mittlerweile wie in der Tiefsee: klatschnass und dunkel.
Und auf meinem Schrittzähler gerade mal 4.000 Schritte.
Oh, Elend ...
Ich suchte also mein Sportzeug zusammen und ging auf das Laufband, wo ich mir dann im Schritttempo gehend einen Spielfilm ansah.
Ok, vorher verzweifelte ich leise, denn meine Sport-Leggins waren zu eng geworden und meine sackartigen T-Shirts, die ich gerne beim Sport trug, sind ... eingelaufen.
Jaja, ich bin wohl dicker als ich es mir selbst eingestehen möchte.

Da, seht Ihr, was das T-Shirt da in der Mitte macht?
Das ist selbst für ein T-Shirt schon verdammt boshaft!

Und als wäre das noch nicht genug, teilte meine Tocher mir später mit, dass meine Leggins von hinten durchsichtig sei.
Ist die so abgewetzt?, grübelte sie und dann in plötzlicher Erkenntnis "ach, die ist so überdehnt!"

Ich glaube, danach habe ich dann den Joghurt-Likör für uns gemixt ...


Weg sind 2014:
Kram: 50,03 + 170 Gramm Pappordner
Kilos: 1,1 kg

Montag, 6. Januar 2014

Hört Ihr mein Fluchen?

gestern:
Schritte: 9.506
weggeworfen: -
Ruhe: tja, jetzt IST es Montag 1.41 Uhr morgens ...

Natürlich ist es wunderschön, dass die Kinderlein wieder daheim sind, aber prompt rutscht alles durcheinander.
Trotz langer Hunde-Runde, bin ich mit den Schritten prompt unter 9.506 geblieben und noch dazu habe ich uns heute sozusagen überernährt.
Statt gemütlich nebenbei, durch mehr Bewegung und besonneneres Essen abzuspecken, muss wohl doch etwas Handfestes her.
(zB ein stabiles Schloss an den Kühlschrank)
Ich weiß auf jeden Fall, was noch mit in meine Shopping-Diät kommt:
Alkohol.
Wenn die Vorräte hier aufgesüffelt sind, kaufe ich auch nichts Neues.
Dazu Süßigkeiten.



Dafür werde ich mir die nächstbeste Diät-Sensation kaufen und befolgen.
Die Zubereitung seltsamer Diät-Mahlzeiten wird dann VOR dem Entrümpeln kommen.
So wie Meike Winnemuth nun 12 Monate in 12 verschiedenen deutschen Städten leben wird, werde ich nacheinander einen Schwung Diäten machen.
12 Städte wären mir lieber ...

Immerhin ist es mir gelungen, den Sonntag als echten Sonntag zu erleben, mit spätem Aufstehen, gemütlichem Frühstück/Mittagessen mit dem Nachwuchs, langer Hunde-Runde auch mit Nachwuchs und dann habe ich nacheinander in Monopoly, Malefiz und Cafe International verloren.
Da wir dabei dauernd Alkohol in Softdrinks gekippt haben und übrige Weihnachts-Naschis verspeist haben, kommt nun auch noch die spontane Entscheidung, dass der Wiegetag künftig der Mittwoch ist.
(das gibt mir 2 Tage um die Pfunde von heute unauffällig wieder abzuschütteln).

Oh, was für wunder, wunder, wunderschöne Vorsätze :)

Jetzt sollte ich ein wenig schlafen, denn morgen heute gilt es einen ganzen Schwung Ebay-Päckchen zu packen.

Die Kommode, die regungeslos im Flur herumsteht, wird mittlerweile von 58 Leuten "beobachtet".
Man sollte sich das nicht bildlich vorstellen ...
"Darf ich mal durch? Entschuldigung, darf ich mal durch? Ich möchte ins Bad. Entschuldigung ..."

Mein Sohn hat sein frisch aufgeräumtes Reich übrigens sehr gut verkraftet.
Zuerst einmal hat er seinen Koffer vor das Bett gekippt und dann hat er noch einen Kumpel eingeladen, der ihm nun dabei hilft, wieder den gewohnten Charme und Duft herzustellen.

Weg sind 2014:

Kram: 33,23 kg + 3,6 ebay + 13,2 kg Geschäftsberichte
Kilos: 1,1 kg




Sonntag, 5. Januar 2014

Sonntag

gestern:
Schritte: 14.763
weggeworfen: -
Ruhe: Mitternacht :)

Stimmt, gestern habe ich hier "nur" aufgeräumt und geputzt, aber nichts weggeworfen.
Erstaunlich.
Heute ist Sonntag und ich werde versuchen, die Sonntage als solches zu ehren.
Bis auf "Schritte" lasse ich alles ruhen.

Gestern habe ich hier noch gewütet und gewühlt, bis es um 20.30 Uhr Zeit wurde zum Bahnhof zu fahren.
Eine kleine, boshafte Stimme flüsterte mir zwar ein, mich doch noch ein wenig bequem und UNGESTÖRT mit einem Buch und einem Glas Wein hin zu setzen und den Kinderlein den Staubsauger in die Hand zu drücken, aber ich wollte, dass alles "perfekt" ist.
"Klar", höhnte die Stimme. "Nichts wissen Halbwüchsige so zu würdigen, wie einen frisch geputzten Haushalt ..."
Pah, sie wissen es evtl. nicht zu würdigen, aber ich habe ihnen über die Jahre beigebracht, an passenden Stellen Begeisterung zu heucheln.
Und nachdem ich mich überreden ließ, vom Bahnhof erst mal einen Abstecher zum Burger King zu machen, wo ich ihnen dann erzählte, dass ich bis zur letzten Minute noch geräumt und geputzt hatte, brachen beide in Stürme wahrer und aufrichtiger Begeisterung aus, als wir nach hause kamen.
:)

Meine eigene Begeisterung erfährt gerade einen klitzekleinen Dämpfer, denn hinter meinem Bett stehen nun ein paar Kästen mit:
Kram, der gerade aktuell auf Gebote bei Ebay wartet - das ist ok
Kram, den ich erst noch bei Ebay einstellen muss - nächste Woche
Kram - Mist ...

Weg sind 2014:
Kram: 33,23 kg
Kilos: 1,1 kg

Samstag, 4. Januar 2014

Entrümplungsverluste Teil II

Fingernägel ...
Frisch sortiertes Lego, eine Kiste voller "nur noch" Spielzeugautos, unzählige Hüllen von CDs und DVDs geöffnet und wieder verstaut ... all das führte dazu, dass sich meine Fingernägel durch Trümmerbrüche verabschiedeten.
Erst musste ich einfach nur auf lange Nägel verzichten, aber nach und nach kam ich mit dem Feilen kaum noch nach ...
Jetzt schlucke ich tatsächlich Dragees für Haar und Nägel, denke öfter ans Cremen und hoffe auf ein Comeback :)

Ihr Kinderlein kommet ...

gestern:
Schritte: 10.057
geräumt: nur 1 Kiste und ein Karton vom Dachboden
weggeworfen: Milchkartons
Ruhe: 1.40 Uhr

Gestern bin ich doch glatt am Computer kleben geblieben, um Youtube-Filmchen über Alison Moyet zu gucken.
Meine Güte, hat die Frau Gewicht verloren. Aber irgendwie auch Stimme und Charisma.
Wobei ... die alten Auftritte mit oder auch ohne Yazoo, packten mich auch nicht mehr so wie damals.

Heute läuft hier der Endspurt, denn abends kommen die Kinder nach hause.
Künftig werde ich in kleineren Häppchen nebenbei entrümpeln müssen, denn ein komplett verwüstetes Zuhause kann und möchte ich den beiden nicht zumuten. Wobei mir klar ist, dass es die beiden viel weniger stören würde als mich.
Als Mutter bin ich eine echte Glucke und setze meine Ansprüche an mich selbst oft viel zu hoch an.
Es war lustig, als ich vor ca 3 Jahren mal in eine regelrechte Trotzphase geriet und wütend wieder ins Bett ging, statt Obst in ein ausgewogenes Müsli zu schnippeln und nebenbei Obst und Brote für die Schule zu machen, weil ich mal wieder auf ein Lager gestoßen war, in dem genau meine liebevoll zubereiteten Brote + Obst gerade zu Kompost wurden ...
Was eine ganz üble Strafe (und natürlich nur Zwischenlösung) werden sollte, erwies sich als sehr gute Idee:
Seither schlafe ich morgens aus und die Kinder frühstücken oder frühstücken nicht.
Alt genug für ein wenig Frühstücks-Selbstverantwortung sind sie - mir tut das Ausschlafen gut und für die Familien-Harmonie ist es auch zuträglich, wenn hier morgens nicht 3 Morgenmuffel aufeinander stoßen.

So, die Küche ist nun aufgeräumt.
Ich muss noch Ebay-Päckchen packen, einkaufen, kochen, Hunderunde, Kinderzimmer 1a staubsaugen, Flur aufräumen/saugen und das Esszimmer von all den Sachen befreien, die ich bei Ebay einstellen möchte und ebenfalls staubsaugen.
Ah, und das Wohnzimmer und Badezimmer aufräumen ... *ächz*

Dachboden
heute nur Halbherziges:
Als erstes schleppte ich eine Kiste ins Esszimmer, in der ich dann ausschließlich Zeitschriften rund um Weihnachten fand.
Aha. Ne, da habe ich jetzt wirklich gar keine Lust drauf und außerdem habe ich ein Regal auf dem Dachboden, in dem ich mittels Kisten ein regelrechtes Zeitschriften-Archiv angelegt habe, das ich beruflich nutze.
Also, diese Kiste nur an den richtigen Platz geräumt.
Noch einmal zugegriffen und einen Korb mit runter genommen, in dem sich ein Strickprojekt befindet.
Sehr ärgerlich:
damals habe ich ein Vermögen für zig Farben ausgegeben, dann mit einem Feuereifer zu stricken begonnen und ... die Maße waren völlig verkorkst, die Sache wurde viel zu bunt und noch dazu irgendwie "falsch bunt".
In meinem Hinterkopf ist so die Idee gewachsen, die ganzen Garne zu einer Granny Squares Decke zu verarbeiten.
Ja, gute Idee. Allein: wann???
Nun, die Wolle ist samt Korb soeben in einer der Schubladen meines Bettes gelandet.
Wir sehen uns also spätestens dann wieder, wenn ich diese Schubladen entrümple - vermutlich räume ich die Wolle dann wieder auf den Dachboden?!

17 Uhr
und ich habe die Punkte "einkaufen", "Ebay-Kram versenden" und "Hunderunde" erledigt.
Eine Runde mit gut 7.000 Schritten und häufig geworfenem Ball, da ich die Langeweile von gestern wieder gutmachen musste, die die Hunde hier sicherlich hatten. Damit sind die 10.000 Schritte für heute auch geschafft.

Jetzt muss ich "nur noch" jede Menge aufräumen, staubsaugen, ein Brot backen, einen Nudelauflauf machen und dann die Kinderlein vom Bahnhof abholen.
Ja, gleich ... ich muss hier "nur noch" ein bisschen sitzen und vor mich her japsen ... ein paar Stunden Schlaf wären auch nett ... *ächz*

Weg sind 2014:
Kram: 24,3 kg + 430 Gramm Ebay + 8,5 kg Gesammeltes = 33,23 kg
Kilos: 1,1 kg

ich bin ein kranker Hamster ...

gestern:
Schritte: 13.077
geräumt: ein wenig hier, da und dort
weggeworfen: tja
Ruhe: 0.20 Uhr

Puh, endlich ... als ich heute erwachte, war es draußen schon hell, ich war ausgeschlafen und meine Laune frei von Motz und Depressionen. Als ich mir meinen Morgenkaffee kochte, klingelte auch prompt das Telefon wieder.
Diesmal verspürte ich nicht den Wunsch, den Anrufer zu beißen, egal wer gerade anriefe und so hob ich ab.
Ah, der Herr Ex-Mann.
Guuut, dass ich gestern nicht dran gegangen bin.
Wir konnten uns eine Freundschaft retten und die muss man ja nicht unnötig aufs Spiel setzen.
Er kennt sich mit meinem Computer aus, meinem Drucker und meinen Kindern ...
Mein Schnell-Check:
Wenn ich ihn sehe/höre und denke "hätte ich ihn damals nicht geheiratet, wäre ich heute nicht fett/einsam/frustriert", spiele ich Schnappschildkröte und halte die Klappe. Wenn ich denke "wir waren mal so richtig glücklich und ohne ihn gäbe es diese tollen, tollen Kinder nicht!" ... gehe ich unter anderem auch ans Telefon.

Tja, heute war ich zwar wieder voller Energie, musste mich aber ins Auto setzen und erst mal beim "Kaufhaus MehrWert" den Stuhl und den Wäschekorb mit Spielen loswerden. Dann ging es in die nächste größere Stadt, um die Fahrkarte für meinen Sohn zu bekommen. Oh Mann, das geht ins Geld, wenn die Kinder nicht mehr schulpflichtig sind ... dann wollte ich noch eine Speicherkarte für meine Knipse und neue Druckerpatronen und musste prompt in die nächst noch größere Stadt.
Das Schicksal, wenn man auf dem Land bzw im Kuhdorf wohnt.

Danach sprintete ich noch auf den Dachboden und ... kicherte nicht schlecht, als ich mir den nächsten Container griff und darin 37 leere Milchpackungen zu insgesamt 1,3 kg fand.
Stimmt ja, die hatte ich ordentlich ausgespült und gesammelt, weil ich daraus einen sehr großen Weihnachtsstern für den Garten basteln wollte und dann doch nie dazu kam.
Ich beschloss, niemals dazu zu kommen und füllte einen großen gelben Sack mit den Milchkartons, wobei ich leise vor mich hin murmelte, dass ich wohl ein kranker Hamster sei ... kranke Hamster sammeln sehr seltsame Sachen ...
In dem großen Karton befand sich nur noch eine Leinwand und die räumte ich flugs zu meiner gerne schöne Bilder malenden Tochter ins Zimmer. Sie freut sich immer, wenn ich entrümple, indem ich ihr ihr Zimmer voll räume ;-)
Der Karton landete gleich mal im Altpapier.

Abends lief ein Schwung Ebay-Auktionen aus.
Herr Grönemeyer wird nicht hier mitlesen, daher wage ich zu erwähnen, dass für seine Schiffsverkehr CD gerade mal 1,- Euro zu erreichen war. Nun, ein Euro ist ein Euro und mir tatsächlich lieber, als der Schiffsverkehr.

Die Hunde hatten heute kaum Auslauf - das mache ich morgen wieder gut.
Und um auf 10.000 Schritte zu kommen, bin ich im Flur energisch hin und her gelaufen.

Weg sind 2014:
Kram: 23 kg + Milchkartons = 24,3 kg
Kilos: 1,1 kg

Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein Tag wie Sirup

gestern:
Schritte: 12.975
geräumt: fertig "Kinderzimmer" 1
weggeworfen: tja
Ruhe: 0.25 Uhr

Na toll.
Wieder vergeblich darauf gehofft, dass ich morgens frisch und munter zu einer gescheiten Zeit aufwache.
5.20 Uhr und ... Neujahrsdepression? doof geträumt?
Keine Ahnung, aber jeder Schritt fühlte sich an, als würde ich durch zähen Sirup waten und die Verlockung, einfach vor dem Computer kleben zu bleiben, war verdammt hoch.
Statt also große Pläne für den Tag zu machen, erledigte ich langsam, missmutig, aber doch nacheinander weg einfach den Alltag.
3 Körbe Wäsche falten, motz, wegräumen, nörgel, Spüle ausräumen, keiner liebt mich, Dachboden!
Ich ging auf den Dachboden und begann außen rechts ... da lag der Deckel von einer Kuchenbox.
Den räumte ich weg.
Komm, das ist fusch!
Ok, ich nahm als nächstes noch eine Kabeltrommel, rollte das Kabel auf (und wusste damit, wer sie zuletzt benutzt, nicht aufgerollt und auf den Dachboden, statt zurück in den Schuppen zu räumen) (ich liebe ihn trotzdem) (meistens) und brachte die Kabeltrommel wieder in den Garten.
Besser, aber ...
... also nahm ich auch noch einen großen Korb mit Kleiderbügeln (billige Bügel, die man gratis sonstwo dazu bekam) (kann man bestimmt irgendwann mal brauchen!) und stellte ihn ins Auto.
Den ehemals schönen Korb hatte einer der Hunde mal angeknabbert - er flog später zusammen mit den Bügeln in den Container.
Ist schon praktisch, den Abfallhof direkt um die Ecke zu haben ...
Außerdem brachte ich gleich noch Altpapier und das Altglas weg, das mein Sohn eigentlich hätte wegbringen sollen.
(natürlich liebe ich ihn und außerdem gibt es keine Baby-Klappen für knapp 2 Meter 16jährigen)
Ich packte auch gleich noch einen alten Kinder-Schreibtischstuhl ins Auto und den Wäschekorb mit Spielen, die nicht zu Ebay kommen.
Beides brachte ich zur "MehrWert-Station", die aber ulkige Öffnungszeiten hat, weshalb ich morgen gleich noch mal hinfahre - bis dahin bleibt der Kram im Kofferraum.
Vor dieser Fahrt hatte ich auch noch die Hunde angeleint und das Haus verlassen, da das Telefon dauernd klingelte.
Mit der Laune telefoniere ich besser nicht.
Ich neige dazu, Unmut am liebsten weiter zu geben und wer immer da anrief, muss nicht traurig sein, dass ich meinen Unmut für mich behielt. Ich stapfte einfach los, wobei meine Füße sich ungerne heben ließen.
Boah, was für ein doofer Tag.
Die Hunde bekamen eine strenge, vermutlich eher verwirrende "bei Fuß!"-Lektion.
Glücklicherweise haben beide ein sehr sonniges Gemüt und nahmen mein Gemotze weder persönlich, noch ernst.
Da eh alles doof war, ging ich die lange Runde und habe damit auch heute locker über 10.000 Schritte geschafft.
Auf alles keine Lust, aber trotzdem gemacht - gar nicht übel.
Aber das große Putzen und Kram bei Ebay einstellen und so - nada!
Ach so - warum bei weggeworfen immer "tja!" steht:
die Tonne ist voll und so habe ich 2 proppenvolle Tüten in der Küche stehen, die morgen aber in den Schuppen wandern.
Ich habe leider den letzten Abholtermin verpasst, darum die volle Tonne.
Das Entrümpeln ist nicht der Alleinschuldige, denn das meiste landet im Altpapier, beim Abfallhof oder wird von mir weitergegeben.
Einer Freundin habe ich einen Schwung "Regina Regenbogen"-Kassetten wieder zugeschickt, die sie mir vor Jaaaahren für meine Kinder geliehen hatte.
Ihre Tochter hat geheiratet - sollten da mal "Enkel" kommen:
Regina Regenbogen wartet schon :)
(wunderschön, übrigens!)

So, für heute genug von mir und meiner Mistlaune.

weg:
2,7 kg Bügel
1,1 kg Altkleider (meine Meinung ;-)
9,7 kg Stuhl
8,3 kg Spiele
800 Gramm Kassetten -> Freundin
400 Gramm Buch -> Ebay

heute bin ich also 23 kg Kram losgeworden.
Schade, dass das mit dem Gewicht nicht auch so einfach ist :)

Ach so - ich beginne mit dem 01.01. neu zu zählen, da ich keine Ahnung habe, was die 1. Kommode und der Kratzbaum wohl gewogen haben.
Und ja, die Wiegerei ist bekloppt, aber befriedigend :)




Mittwoch, 1. Januar 2014

Aktivistinnen stellen XXL-Barbie vor - 105,7 kg

gestern:
Schritte: 13.603
geräumt: "Kinderzimmer" 1 + 1a
weggeworfen: tja
Ebay: ./.
Ruhe: 1 Uhr - Silvester

Nachdem ich gestern soooo viel geschafft habe, dachte ich natürlich, das ginge heute so weiter.
Pustekuchen.
Ich hatte gestern beschlossen, gegen 16 Uhr zu schauen, wie es mit den 10.000 Schritten aussähe, die täglich gehen möchte und notfalls noch eine Runde raus zu gehen, bevor es dunkel wird.
Ich war der 10.000 noch so fern, dass ich beide Hunde erneut anleite und los ging es.

Danach grub ich noch den Rest des Kinderzimmers um, bis ich für gestern (und damit 2013) meinte, mit dem Zimmer fertig zu sein.
Heute stachen mir noch 2 Rucksäcke ins Auge und mir fiel ein, dass es so etwas wie einen Bettkasten gibt.
Außerdem fand ich noch einen interessanten Beutel ... darin war Altglas, das mein Sohn vor ein paar Wochen mal wegbringen sollte, aber wohl nicht tat, sondern in seinem Zimmer an einen Haken hängte ...
Übrigens ist der junge Mann ein Goldschatz.
Ich liebe ihn abgöttisch und habe auch jeden Grund dazu - nur Ordnung ist so gar nicht seins und hach ja, er pubertiert ...
Ich habe keinen Zweifel, dass er seinen Weg machen wird und sich irgendwann die Haushälterin leisten kann, die er brauchen wird ... da wir in einem echten Kuhdorf leben, werde ich das nur noch bis zum Abi sein.
(und das sind nur noch 2,5 Jahre)
Studieren muss er anderswo :)

Ein Bettkasten ist übrigens ein grandioser Platz zur Aufbewahrung feuchter Handtücher.
Meinen Vorschlag, ein Handtuch nach dem Duschen aufzuhängen, evtl. erneut zu benutzen oder getrocknet in den Wäschekorb zu legen, scheint nicht so verlockend.
Schade.

Je dunkler es gestern wurde, desto schlapper wurde ich und nachdem das Zimmer so wunderbar aufgeräumt schien, war für gestern erst mal Schluss.
Lustiger Weise konnte ich mich dann kaum bis Mitternacht wach halten.
Tagelang bringt mich nichts vor 3 - 4 Uhr morgens ins Bett und ausgerechnet Silvester möchte ich ab 21 Uhr gerne schlafen ...

Hallo, 2014 ... dann noch warten, bis die Silvesterrakten verglüht waren, ein kurzer Blick rund ums Haus auf das Reetdach.
Es brannte nicht.
Wieder ein Silvester unbeschadet überstanden.
Ich ging dann mal schlafen um heute total erfrischt und so ...

Sagte ich schon "Pustekuchen"?
Pustekuchen!

Heute Morgen wachte ich um 5 Uhr auf und war wach.
Wach!
WACH!
Schlafen schien absurd und ich wollte Kaffee.
Wie blöd - mir war ganz klar, dass ich den halben Tag dann müde und schlapp sein würde.
Ich setzte mich an den Computer und arbeitete einfach 2 Stunden lang, bis ich gegen 8 Uhr trotz Kaffees und Arbeiten wieder Lust auf Einschlafen hatte.
Ganz clever hüpfte ich noch schnell mit der Taschenlampe durch den dunklen Garten und öffnete die Tür zum Hühnerstall.
Dann zog ich warme Socken an, deckte mich rundum richtig warm zu und ... hach ja, schlief noch einmal ein bis 10.23 Uhr.
Ich habe schon öfter gemerkt, dass es hilft, wenn ich mich ganz ganz warm eingepackt noch einmal hinlege.
Dieses Warme lässt mich noch einmal einschlafen und verhindert, dass ich den ganzen Tag völlig gerädert bin.
Allerdings zahle ich den Preis, für diese 2 - 3 Stunden Schlaf dann alles komplett waschen zu müssen, da ich wie ein Schweinchen schwitzend schlafe.

Wer das mit der Schlaflosigkeit kennt, zahlt ohne mit der Wimper zu zucken ...

Dennoch war ich heute schlapp und statt des geplanten Wahnsinnsprogramms, nahm ich mir einfach nur "Babysteps" vor.
Minimalprogramm
Ich weiß gar nicht, aus welchem Film ich das mit den "Babysteps" habe.
Ich glaube, es war ironisch gemeint.
Aber mir gefällt die Idee für schlappe Tage.
Ich beschloss umgehend, dass es mich alleine nicht im geringsten stören müsste, dass nun der Flur voller Kram steht und dringend gefegt und gewischt werden müsste.
Auch die Idee, weitere Sachen bei Ebay einzustellen, hakte ich einfach erst mal ab.

- Stattdessen machte ich mittags eine schöne lange Runde mit den Hunden und kam damit gleich über 10.000 Schritte.
- Ich holte einen Korb vom Dachboden, den ich flugs ausräumte - es waren nur 3 Windlichter darin - eines davon steht nun freundlich vor sich hin brennend auf dem Ofen.
- ich räumte die Rucksäcke aus und wusch sie
- ich räumte den Bettkasten auf und wusch gleich noch eine Ladung.
- ich holte die Kontoauszüge des letzten Quartals ab
- ich saugte im Kinderzimmer 1 Staub und schloss mit einem "fertig!" die Tür

Dann kochte ich aus den ewigen Vorräten einen Eintopf.
Gar nicht übel:
1 Packung Linsen, offiziell bis 2009 haltbar, aber was soll an Linsen schlecht werden?
1 angebrochene Packung Reis
1 angebrochene Packung Fadennudeln
1 Dose Tomatensuppe
1 paar selbstmordgefährdete Möhren
1 Packung Schinkenkochwurst (die waren neu :)
Da sollte ich morgen (und evtl. übermorgen) auch noch satt von werden.

Damit sah mein Tag 1 zwar weniger erfolgreich aus als geplant, aber damit kann ich leben.
Bis Samstag muss ich nun aber noch alles verteilen, was nun im Flur herumsteht - und putzen.

Meine Shopping-Diät begann dann auch gleich noch mit einem Einkauf:
2 Haarstäbe habe ich bestellt, da ich nur noch 2 Stück habe, die ich beide nicht sooooo passend finde.
Der eine hat eine große blaue Blume am Ende - das passt besser in den Sommer
Der andere ist einfach zu lang - ich sehe aus, als hätte ich eine Antenne am Kopf und wolle Kontakt zu Außerirdischen aufnehmen.
Evtl. werde ich meine Haar auch noch entrümpeln?
:)
Sie sind einfach zu lang, um sie offen zu tragen, wenn man gerade tatkräftig irgendwas macht.
Ständig geraten sie überall dazwischen.
Mein ganzes Leben lang habe ich meine Haare immer mal wieder sehr lang wachsen lassen, bis sie mich genervt haben.
Dann kam eine flotte Kurzhaarfrisur, bis sie nach und nach wieder sehr lang wurden.
Jetzt wäre es wieder mal Zeit sie kurz zu schneiden, aber mir ist so sehr bewusst, dass ich sie dann vielleicht nie wieder lang wachsen lasse.
Gestern entdeckte ich nämlich ein Haar, das entweder sehr hellblond ist - oder grau.
Lange graue Haare ... nicht meins.

Zur Überschrift:
Aktivistinnen stellen XXL-Barbie vor
lautete eine unsinnige Schlagzeile im Spiegel.
Der Spiegel behauptet,
Eine amerikanische Model-Initiative gegen Magerwahn hat eine füllige Version der Spielzeugfrau angefertigt.
Die Kurvenaktivistinnen wollen damit gegen Magerwahn vorgehen.

Dazu ein Foto mit einer herkömmlichen Barbie in pink und einer dicken Barbie mit ca 3 Kinnen und sehr viel Gewicht.
Nur: das 2. ist kein Foto einer echten Barbie, sondern einfach nur ein Fotoshop-Bild der dünnen Barbie.
Und die Seite http://plus-size-modeling.com/ hat keine dicke Barbie angefertigt, sondern nur ein Bild für die Umfrage
Should toy companies start making Plus Sized Barbie Dolls?
Das Bild setze ich hier lieber nicht rein, denn die Barbie-Macher mahnen ganz gerne Barbie-Bilder ab.