Worum es hier geht

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Tschüssn 2014

2014 war nicht mein Jahr, was Glücksgefühle angeht.
2014 war mehr so eine Arbeitsjahr, in dem ich viel getan und einige Weichen gestellt habe.
Wohin die Züge dann 2015 nun wirklich fahren, wird sich zeigen.
Silvester hat gerne etwas Bittersüßes.
Als Mutter war ich vermutlich tüchtiger, denn als Frau.
Auch als Tochter war ich im Einsatz.
Anerkannt wird das natürlich nicht.
Das sage ich ohne Bitterkeit.
Wie viel ich von der Liebe und Herzlichkeit meines Vaters hatte, wurde mir erst Jahre nach seinem Tod bewusst und so streue ich so viel Glitzer wie möglich ins Leben meiner Kinder.
Mehr im Andenken an meinen Vater, als für ein direktes Feedback von den beiden.
Was immer ich für meine Eltern (Patchwork, nicht wundern ;-) tue, ist eher Pflichtbewusstsein als dass es mir oder ihnen etwas bringen könnte.
Mein Väterchen ist dement und meiner Mutter sind wir allesamt eine Enttäuschung.
Schade für sie, denn ich finde meine Schwestern und mich ziemlich gelungen.
Ende Vierzig, ist nicht unbedingt die erfüllendste Zeit meines Lebens, aber immerhin bin ich so weit, dass ich mich selbst in die Pflicht nehme, dies zu ändern.
Hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, aber eben das zu ändern, das in meiner Macht liegt.
Und so trinke ich nun meinen Gemüsesaft aus und werde für 100 Minuten auf mein Laufband gehen.
Ein schiefer Blick auf die Uhr und mir wird bewusst, dass ich mich sputen muss, wenn ich dort nicht Silvester verpassen möchte.

Ah, immerhin bin ich jemand, der aus einer Klobürste ein Einhorn basteln und damit eine junge Frau zum Grinsen bringen kann.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch!

feuchte, dicke Hausfrauen in Nylonstrumpfhosen

Oh wow, gibt es etwas Härteres,
als einen dicken, frisch geduschten, etwas unsportlichen Körper in eine Nylonstrumphose zu zwingen?
Zwischendurch kam auch noch mein Alien ins Zimmer, guckte traumatisiert und ging ganz schnell wieder - und das, obwohl Mutti natürlich erst ein Kleid angezogen hatte ...
Mein Alien hatte nämlich die Idee gehabt, Eier zum Frühstück zu kochen und natürlich war das viel komplizierter, als gedacht.
Wir haben Besuch.
Darum Kleid und Nylonstrumpfhose.
Und Frühstückseier.
Den zweiten Fuß in die Nylonfalle zu stecken, ist nicht einfach.
Die Strumpfhose dann in die Startposition zu bringen auch nicht.
Aber immerhin wurde dieser harte Kampf dann durch den Anblick des frisch erschlankten Körpers im Festtagskleid belohnt.
Es spannt nicht mehr am Bauch :)

Gemüsesaft-Fasten - Pizza und andere Verlockungen

Tag 5
Gewicht: 104,2 kg
abgenommen - 6,7 kg
Schritte: 20.084
Laufband: 70 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: -
Ebay: 7 Bücher eingestellt
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 22.30 Uhr


Mein Alien ist wieder daheim und hat erwartungsgemäß die Augen rollen lassen, als Mutti das Saftfasten erwähnte.
Erwähnen musste, denn dem Alien war nach einem Begrüßungs-Döner zur Feier seiner Rückkehr.
Immerhin konnte ich ihn mit "ich habe TK-Pizza gekauft!" versöhnen.
Zudem fiel mir "wie auf Kommando" ein, dass ich dringend noch Raketen und Jägermeister für meine Silvesterparty brauche.
*hust*
Da habe ich noch 6 Monate lang einen gewissen Erpressungsspielraum, was sein Wohlsinnen meinen "Schwachsinnsideen" gegenüber angeht. Als er mir im Supermarkt ein wenig dumm kam, merkte ich, dass ich eigentlich gar keine Lust auf Jägermeister habe.
Schmeckt nicht, passt nicht zum Gemüsesaftfasten.
Erst, als der Alien plötzlich der allerliebste, freundlichste Sohn der Welt wurde, kam die Lust auf Jägermeister zurück und er schleppte brav Muttis Karottenbeutel zur Kasse.

Karotten sind mein Grundnahrungsmittel.
Gurke + Apfel + Zitrone + eine Stange Sellerie sind auch lecker,
aber
Karotte + rote Bete + Apfel + Zitrone bleibt mein Favorit.

Und dann schob sich der Alien also seine Pizza in den Ofen und mein Leiden begann.
Diese Düfte ... das war wirklich nicht sooo einfach.
Auch, weil er gewisse Freude hatte, seine Begeisterung zu verbalisieren und mich an seinem Geschmackserlebnis teilhaben zu lassen ...
Ich schrie mein Leid in die Welt ... ja, Facebook ... erntete sanften Spott ... schubste 2 unschuldige Gurken durch den Entsafter und stellte mir Situationen vor, in denen es einfach wundervoll wäre, dort normalgewichtig zu erscheinen.
Das motiviert ganz ungemein.
Die Pizza duftete noch eine ganze Weile durchs Haus und wird auch immer wieder duften, da das Kühlfach noch voller Pizzen ist, aber im Endeffekt halte ich solche Herausforderungen für "machbar".

Fast schwieriger sind die kleinen Anlässe, zu denen ich unbewusst Appetit bekomme.
In den letzten Tagen habe ich bemerken dürfen, in welchen Situationen ich esse.
Wenn ich zB das Haus betrete und meine Schuhe wegstelle, habe ich eine Art automatischen Fressi-Reflex Richtung Kühlschrank.
Wenn ich den Fernseher anmache, wenn ich eine Pause von der Arbeit machen möchte ...
und tadaaa: wenn ich müde werde.
Scheinbar vertausche ich da etwas: Müdigkeit und Hunger

Hunger habe ich übrigens nicht.
Und anders als beim Wasserfasten, läuft meine Verdauung nahezu normal weiter.
Sagen wir mal, ohne in eklige Details gehen zu wollen:
Ich bekomme viel mehr Bewegung und lerne sämtliche Kundentoiletten kennen, weil ich so oft auf die Toilette gehen muss in Sachen "Harndrang". Aber machbar ohne peinliche "jetzt oder zu spät!"-Situationen, die ich von zB den Kohlsuppen-Abnahmeversuchen kenne.
Auch die restliche Verdauung funktioniert wunderbar, wenn auch in sehr origineller Farbgestaltung.

Ah, und dann hatte ich gestern so ein zartes Lächelerlebnis, als ich mit den Hunden unterwegs war.
So ca. auf Mitte meiner sonstigen Hunderunde, blickte ich einen Hang herab und dachte
"Mensch, du warst schon lange nicht in Dingsdadorf!" und statt also die Runde kurz zu beenden, verdoppelte ich sie mal eben und schritt den Hang herab, über die Wiese, durch ein kleines Wäldchen mit Bach nach Dingdsdadorf.
So ca. auf der Wiese kam das Lächeln, denn der Groschen fiel, dass ich mich in den letzten Wochen doch eher über den kurzen Weg geschleppt hatte und daher keinerlei Gedanken an Dingsdadorf vergeudet hatte.
5 Tage Saftfasten und meine Welt wird ganz von selbst wieder etwas größer und bunter.
Fühlt sich gut an.
Ich frage mich, ob bei weiterhin schwindenden Kilos evtl. auch die Lust auf Radfahren zurückkehren würde.
Zurückkehren wird.
Ich bin früher so viel und so gerne Rad gefahren.
So nach und nach begreife ich, was ich mir mit dem Fett so alles geraubt habe, denn die letzten Radtouren waren eine Hölle, bei denen ich irgendwann abstieg und das Rad nach hause schob.
Ich muss mal in den Schuppen schauen, wie es ihm eigentlich geht ...
(in ein paar Kilozehnten ...)

Dienstag, 30. Dezember 2014

Gemüsesaft-Fasten: der Lockruf der Fleischbällchen

Tag 4
Gewicht: 105 kg
abgenommen - 5,9 kg
Schritte: 14.280
Laufband: 100 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: -
Ebay: -
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 0.30 Uhr


Da habe ich gestern wunderbar Details notiert, weshalb man zum Fastenbeginn am besten alleine sein sollte.
Mein Hauptargument waren die Stimmungsschwankungen, die ich ungern an meinem Alien ausgelassen hätte.
Das eigentliche Hauptargument rief sich mir dann aber gestern in den Sinn:
Man sollte in den ersten Fastentagen allein sein, damit man in den ersten Fastentagen nicht mit fester, leckerer, duftender, verführerischer Nahrung konfrontiert wird oder gar mit ihrer Zubereitung beschäftigt ist!

Es begann ganz harmlos:
mir fiel es schwer, das leckere Biogemüse aus dem Trester einfach wegzuwerfen.
Daraus müsste man doch etwas machen können?!
Als mein Sohn dann fragte, ob ich etwas für seine Silvesterpary zubereiten könnte, spielte ich einige Optionen durch.
Gefüllte Teigtaschen mit einer Mischung aus Gemüse, Frischkäse, Ei und Käse zB.
Schmeckt aber frisch zubereitet besser und Silvester muss ich vormittags zu einem Geburtstag.
Gestern entschied ich nach einem Karotten-Tomatensaft spontan:
Fleischbällchen!
Ich kaufte 1 kg Hackfleisch, mischte 600 Gramm Karotten-Tomatentrester dazu.
Dann 4 Eier, kräftig Chillieflocken und Salz.
Daraus rollte ich 58 Fleischbällchen, die ich bei 200°C ca 30 Minuten im Ofen buk.
Oh, sieh an:
trotz Entsaftung, bekamen die Fleischbällchen nasse Füße.
Ich holte sie vom Blech, schob das Blech wieder in den Ofen, hängte den Bratrost darüber und schubste die Fleischbällchen für noch einmal 20 Minuten auf den Rost.
Prompt wurden sie lecker braun und dufteten ... es war schier unerträglich verlockend, seeeeehr sehr verlockend.
Meine Güte, waren die verlockend.
Low Carb Fleischbällchen mit herzlich wenig Fett :)
Ach, und die Argumente, einen einzigen zu probieren, prasselten nur so auf meine arme Standhaftigkeit ein.
Also, einen müsste ich doch probieren um zu schauen, ob die überhaupt schmecken!

Ich glaube, ohne meinen Blog hier, hätte ich es nicht gepackt!
Die Vorstellung, hier schreiben zu müssen, dass mich ein kleiner Fleischball in die Falle gelockt hat, war mir doch zu peinlich, denn wir wissen doch alle:
es wäre nicht bei dem einen Fleischbällchen geblieben!
Nein, Fleischbällchen nach Fleischbällchen wäre in meinem gierigen Schlund verschwunden und vermutlich hätte ich irgendwann noch angefangen, die kleinen Dinger in irgendwelche Soßen zu dippen.

Ha!
Danke liebe Leser, Ihr habt mich gerettet!
Als die Fleischbällchen hinreichend abgekühlt waren, habe ich sie flugs verpackt und eingefroren.

"Vormittags" habe ich es gestern dann auch endlich mal aufs Laufband geschafft und meine geplanten 100 Minuten täglich wirklich geschafft. Leider war es danach dann dunkel und die Hunde bekamen nur Schnee sei Dank noch ein Ballwerfen in der relativen Dunkelheit, denn Dank des Schnees und der Straßenlaternen konnte man auf der Wiese noch ein wenig sehen.
Heute Morgen ist der Schnee leider wieder weg.

Entrümpelt habe ich nichts, gar nichts.
Schande.

Montag, 29. Dezember 2014

Saftfasten-Tipps: Saftfasten beginnen

Gebe ich doch ein paar neu gesammelte Saftfasten-Tipps weiter :)

Zeitpunkt
Für mich stellte es sich als großer Glücksfall heraus, dass ich mit dem Saftfasten begann, als ich alleine war, da ich an den ersten beiden Tagen doch so meine Stimmungsschwankungen hatte und froh bin, dass ich sie an niemandem ausließ.
Außerdem war ich sehr schlapp und fröstelte.
Ab Tag 3 habe ich zwar deutlich mehr Energie, bemerke aber öfter, dass es um meine Konzentrationsfähigkeit nicht zum besten steht.
So wollte ich den Hunden vorhin Hühnerfutter geben.
Bei mir haben diese kleinen Patzer keine großen Folgen - die Hühner fraßen ohne zu meckern auch aus dem Hundenapf - aber wer wichtige "roter oder grüner Draht?!"-Entscheidungen zu treffen hat, sollte das Saftfasten besser in den Urlaub schieben.

Vorbereitung
Ich habe von heute auf morgen spontan mit dem Saftfasten begonnen.
Da auch meine Verdauung weiterhin anstandslos funktioniert, halte ich eine Vorbereitung mit Glaubersalz für überflüssig.
Ich hatte am Vortag aber eher fettarm und wenig deftig gegessen.
Das könnte hilfreich gewesen sein.



Gemüsesaft-Fasten Tag 3

Gewicht: 105,9 kg
abgenommen - 5 kg
Schritte: 8.630
Laufband: - Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Kühlschrank
Ebay: 1 Hörbuch eingestellt
"aus dem Haus": weiterhin 775 Gramm
Schlafenszeit: 0.25 Uhr


Gestern war er da, DER Energieschub.
Schon dafür lohnt sich das Fasten, um so ein Fasten-Hoch zu erleben.
Heute fröstel ich wieder leise und habe ein leises Watte-Gefühl, weshalb es nicht ganz so einfach ist, sich wieder in das gestrige Powerfrauen-Gefühl zu versetzen.
Glücklicherweise habe ich den Energieschub NICHT genutzt, um stundenlang über das Laufband zu watscheln, sondern in einen profunden Putzrausch gesteckt. Ich war sehr motiviert, gleich auf das Laufband zu gehen, wollte vorher nur ein wenig staubsaugen.
Beim staubsaugen schob ich auch Möbel durch die Gegend, die ich sonst lieber "umsauge" und drang so zu Stellen hervor, die bisher nur die Haustiere und der Staub entdeckt hatten.
Umgehend füllte ich auch noch einige Eimer mit Wasser und "dem General".
Eher gesagt einen Eimmer immer wieder mal mit frischem Wasser und "dem General" und schrubbte, was das Zeug hielt.
Stopfte Wäsche erst in die Waschmaschine und dann in den Trockner, faltete den ersten Schwung, schwitzte und stank leise vor mich hin, würde aber dann gleich nach dem Laufband duschen und dann die Hunderunde ...
Ein Blick in den Kühlschrank und ich räumte alles aus dem Kühlschrank heraus, warf Abgelaufenes und Fehlkäufe weg, schrubbte den Kühlschrank, räumte alles für den Alien wieder in den Kühlschrank und nein, es verlockte mich rein gar nichts.
Ich habe aber auch hauptsächlich Milchprodukte und Blätterteig im Kühlschrank.
Krude Nach-Weihnachts-Mischung ...

Draußen schien die Sonne ... das Häuschen erschien sauber und duftig.
Ganz im Gegensatz zu mir.
Ich konnte mich nun selbst riechen und meine Haare waren ... eklig.
Die Uhr zeigte kurz vor 15 Uhr und mir dämmerte, dass die Sonne nicht mehr lange schien.
Meine Wetter-App bescheinigte Mistwetter für die folgenden Tage und so vermummte ich mich a) warm b) Duft verschleiernd und c) die fettigen Haare unter einer dicken Wollmütze, schnappte mir die Hunde und rundete mit ihnen durch die sonnige Gegend.

Wieder daheim hatte sich mein Energieschub verkrümelt und ich fiel in eine Art bestrickende Starre vor Youtube, wo ich wahllos Filmchen konsumierte. Biggest Loser Staffel 14 - wie gemein, ausgerechnet Folge Nr. 10, das Makeover - und ich liebe das Makeover! - sind online nirgends zu finden.
Und ich habe gesucht!
Selbst virenstrotzende, verbotene Quellen besucht, wo sich mir viele nackte, schlanke Frauen willig anboten, aber kein Makeover der Staffel 14.
Gemein!

Ich guckte stattdessen die erste Folge von der 1. Staffel.
Hey, DAS erinnert an unser Biggest Loser!
Der Gewinner der 1. Staffel hat übrigens umgehend absolut alles wieder zugenommen.
Erfährt man alles auf dieser Seite "Then + Now - Biggest Loser Winner"

Zwischendurch habe ich auch noch schnell ein Hörbuch bei Ebay eingestellt, um nicht gar nichts in Sachen Entrümplung getan zu haben. Der Kühlschrank gilt nicht, da ich ihn ja wieder auffüllen muss.
Außerdem habe ich meinen alten Entrümplungsblog wiederbelebt, da die Berichte hier einfach zu lang werden.
Der Krempel den ich rief

Bei meinem Spaziergang stellte ich fest, dass meine Atemnot wohl ausgestanden ist.
Ob das jetzt am Fasten liegt, oder sie eh wieder verflogen wäre, weiß ich nicht, aber was immer das war, ich hoffe es kommt nicht wieder, da es wirklich beängstigend war.
Gestern war ich versucht, mir selbst einzureden, dass ich wieder lange Strecken bergauf und bergab am Stück zügig gehen könnte, bis ich mich selbst dabei erwischte, dass ich nötige Pausen immer damit kaschierte, dass ich den Hunden den Ball warf.
Von den Hunden sehr willkommener Selbstbetrug :)

Gestern habe ich mit dem Gemüse experimentiert und einen super leckeren Saft entdeckt:


Den habe ich gestern gleich zweimal gemacht.
Von der ersten Portion habe ich die Möhren allein durch den Entsafter geschubst und dann den Trester entnommen, bevor ich die restlichen Zutaten entsaftet habe.
Mir erscheint es unsinnig, das schöne Gemüse wegzuwerfen und so werde ich heute ein Karottenbrot mit dem Trester backen.
Angesichts der "Entsaftung" gebe ich ein Ei zusätzlich in den Teig und dann mal schauen, wie es dem Alien schmeckt.

Oh, oh, und wie der Alien auf Muttis neueste Wunderdiätidee reagiert.
Manchmal habe ich Sorgen, seine Pupillen könnten bei der Augen-Verdreherei irgendwo hängenbleiben ...
... und noch mehr Sorgen, er habe insgeheim ja Recht ...

Sonntag, 28. Dezember 2014

Gemüsesaft-Fasten 2. Tag

Gewicht: 106,5 kg
abgenommen - 4,4 kg
Schritte: 5.294
Laufband: - Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Badezimmer Nr. 1
Ebay: 1 Buch eingestellt - 2 versandt
"aus dem Haus": 775 Gramm
Schlafenszeit: 2 Uhr morgens ...


Gestern hat sich mein Körper einfach runtergefahren.
Der hat gleich mitbekommen, dass ich faste und sofort das Energiesparprogramm angeknipst.
Ich kann mir richtig vorstellen, wie in allen Abteilungen die Alarmsirene losging:
"Achtung, sie macht wieder eine Wunderdiät!"
Bis dann etwas ältere Zellen meinen ... "hm, das kenne ich noch aus meiner Kindheit ... sie fastet!"
Das Ergebnis war das Gleiche:
Ich war schlapp, antriebslos und fror leise vor mich hin.
Und grinste ... leise und wenig Kraft raubend.
Denn auch ich kenne diese Reaktionen auf den Fastenbeginn noch sehr gut und freue mich sehr, dass er auf die kinderlose Zeit fällt.
Bis mein Alien wieder im Haus ist, müsste ich eigentlich nur so vor Energie strotzen.
So, ab morgen etwa.
Also ergab ich mich gestern wohlig seufzend in mein träges Schicksal, kuschelte mich in Decken, schlürfte den heißen Aufguss meines Gemüsesaftes und guckte auf Youtube eine halbe Staffel biggest Loser aus den USA.
Die in der am Ende Rachel Frederickson etwas untergewichtig und 60% leichter als zu Beginn der Staffel als Siegerin hervorgeht.
Es ist so lustig, dass die Zuschauer meinten, sie habe übertrieben, denn Hallo?!
Es galt 250.000,- USD zu gewinnen und Rachel ist in der Show 24 Jahre alt und ehemalige (oder jetzt wieder) Leistungssportlerin.
Natürlich hat sie nicht ausgewogen abgenommen, sondern vermutlich übelst gehungert und unvernünftigen Kram getrieben um das Geld zu gewinnen - genau wie die beiden anderen Finalisten auch.
Für 250.000,- USD finde ich das auch durchaus angemessen.
Könnte mir bitte jemand mit der Summe vor der Nase herumwedeln?
Es könnte sein, dass ich das Saftfasten dann schlicht 2015 durchziehe, der Bank dann mein Häuschen abkaufe und künftig nachts herrlich ruhig und unbesorgt schlafe.
Hach!
Ich würde auch ganz tolle Sachen sagen, wie:
"Dank der Sendung habe ich endlich gelernt, mich so zu lieben wie ich bin und mich nicht mehr zu verstecken!"
"Endlich kann ich die Mutter sein, die meine Kinder verdienen!"
blablupp
Ok, es ist böse, die Staffeln in Zeitraffer zu schauen und dann zu lästern, macht aber Spaß.
Die amerikanischen Dicken sind viel besser als unsere Deutschen Dicken.
Jeder von ihnen hat eindeutig ein Drehbuch mit seiner Rolle und muss vor Drehbeginn Textbausteine auswendig lernen, die dann während der Sendung gebetsmühlenartig wiederholt werden.
Auch muss komplett in der Rolle geblieben werden.
Diese Dicken streiten nie, sondern lieben sich allesamt, werden eine große, dicke Famlie und gönnen einander so innig den Sieg, dass am Ende wirklich ganz egal ist, wer nun gewinnt.
(alles andere würde sie auch im übelsten Shitstorm ertrinken lassen, den man sich nur vorstellen kann)
Und jeder einzelne öffnet sich seinem Trainer, der auch über die 100. tragische Geschichte und deren 500. Wiederholung noch mitleidige Tränen vergießen kann und doch umgehend die weisesten Worte des Trostes zu sprechen vermag.
Hach!

Ja, und dafür bleibe ich wach, statt gesundheitsfördernd zu schlafen und abzunehmen ...

Gut, bevor ich träge versumpft bin, habe ich aber doch eine Art Pflichtprogramm absolviert (in dem leider das Laufband völlig fehlt)

Zuerst einmal war ich einkaufen und habe 2 Bücher zur Post gebracht, die ich über Ebay vertickt hatte.
775 Gramm - im letzten Moment kam ich noch drauf, zu wiegen, was ich da entrümple.
Mein Einkauf war lustig und bestand aus Katzenfutter, 4 Flaschen meines Lieblingssekts (ich habe immer 2 große und 2 kleinere Flaschen im Haus) und ansonsten 4 Beutel Karotten, 2 Rote Bete, Ingwer, 3 Gurken, viele Tomaten, 2 Staudensellerie, Pastinaken und ein Beutel Äpfel.
Das meiste davon in Bio-Qualität.
Eigentlich dachte ich, dass ich zweimal Saft pressen würde, aber als das Frösteln begann, kochte ich mir lieber wieder den Trester des 1. Saftes auf und schlürfte ihn aus der "doofen" Tasse.
Ich weiß echt nicht, was in meine Schwester gefahren ist, aber sie hat mir zu Weihnachten eine völlig hässliche, unnütze Riesentasse mit Weihnachtsmotiv geschenkt.
Man sieht das auf dem Foto nicht, aber sie ist etwa doppelt so groß, wie die Tchibo-Halbliterbecherchen ...
Mir ist spontan danach, sie umgehend wieder zu entrümpeln, aber bis dahin fülle ich sie mit der warmen Gemüsebrühe und schlürfe diese abends. Ich bin halt immer bemüht, eine nette, dankbare Schwester zu sein ...
(und doch, das ist eine sehr doofe Tasse!)
Ich stellte schnell noch ein neues Buch bei Ebay ein und entrümpelte dann das 1. Badezimmer.
Dort gab es dank meiner Vorarbeit nur eine Ablagefläche.
Das kleine Regal in der Dusche halte ich pedantisch ordentlich, seit ich meinen Alien bei der Abreise bat:
"vergiss deine 3 angebrochenen Duschgel-Flaschen nicht!"
Daraufhin hat er alle 3 Flaschen, von denen keine ganz leer war, in den grünen Punkt gedonnert.
Ok, künftig darf er mein blumiges Sonderangebots-Duschgel mit benutzen oder sich sein eigenes kaufen.
Hugh!
Und es ist ein böses Gerücht, dass ich mein echtes, wundervolles, teures Duschgel und Shampoo im Bettkasten verstecke und immer nur zum Duschen ins Badezimmer bringe :)
Der Luft-Entfeuchter landete erst einmal auf dem Dachboden.
Die Dosen wurden einzeln ausgekippt und abgelaufene Medikamente und Vitaminpillen landeten im Beutel für den Medi-Eimer im Abfallhof.
Sämtliche Haarspängchen und -gummis kamen wieder in den richtigen Kasten im anderen Badezimmer.
Der Deko-Kram zum größten Teil aber wieder auf die Ablage.
Glücklicher wäre ich, wenn das Schild hinge, aber dafür die Fliesen durchlöchern?
Ich weiß nicht recht ...

Dann gab es noch eine kleine, halbherzige Hunderunde, bei der die Hunde sehr viel mehr Bewegung bekamen, als ihr fröstelndes Frauchen mit den klappernden Zähnen.

Danach, wie gesagt:
Schlafanzug an, dicke Wollsocken, 2 Kissen im Kreuz, 2-3 Decken auf und meinen Luxuskörper, das Litertässchen in der Hand und anderen beim Abspecken zuschauen.
Herrlich!



Samstag, 27. Dezember 2014

Tiny House Nation

In den USA und anderswo werden die Tiny Houses immer populärer.
Hier in Deutschland mit Tausenden von Bauvorschriften, sind sie in der Form noch nicht möglich, wie man sie in der Serie Tiny House Nation sehen kann.
Ich habe die erste Folge der Serie verlinkt.
Da zieht eine dreiköpfige Familie in ein knapp 16 qm mobiles Haus um.
Mich faszinieren die Tiny Houses schon lange.
Allerdings ... ich hätte gerne ein Badezimmer.
Und so lange all meine Haustiere leben, reizt mich ein so kleines Zuhause auch noch nicht.
So ein einzelner Labbi-Pups weiß so ein Tiny House in Sekunden unbewohnbar zu machen und meine Katzen wären absolut ungenießbar, wenn sie sich nicht aus dem Weg gehen können.
Aber irgendwann ... doch ja, reizt mich.

Interessant ist auch die Seite Tiny Houses, die übrigens deutschsprachig ist und einen guten Überblick über die Möglichkeiten des "winzig Wohnens" in Deutschland Urlaub in Tiny Houses anderswo gibt.
Mich hat der Gedanke gepackt, als ich in der winzigen, noch völlig leeren Studentenwohnung meiner Tochter ein Wochenende verbrachte und es einfach liebte.
(Aber gerne abgeschiedener hätte)

Am oben genannten Film amüsiert mich der riesige Fernseher.
Für eine Person allein ... da wo das Kinderzimmer ist, würde ich einen wundervoll bequemen Sessel hinstellen und dort lesen, lesen und lesen (und auch mal ein paar Reihen stricken).

Auch bei Youtube findet man zig Filme zum Thema Tiny Houses, wobei dann auch solche Wohnkünstlerdabei sind, die ausgesprochen wandelbare Möbelstücke haben, die sie zu immer neuen Möbeln drehen, ziehen oder zusammenstecken können.
Das ist auch eher nicht so meins.
Ich neige dazu, Dinge zu verkanten, die gar nicht verkanten können oder mich an Sachen zu klemmen, an denen sich auch niemand klemmen kann. Außerdem mag ich es solide. Sozusagen aus einem einzigen Stück Holz gemacht. Statt einen Tisch zu haben, der sich für 12 Personen ausziehen lässt, lade ich eben lieber nur eine Person zum Kaffee ein :)
Aber interessant ist die "6 Zimmer"-Einzimmerwohnung natürlich schon.
Und bei dieser Wohnung liebe ich die Badewannen-Idee.
Überhaupt entspricht Valentina Mainis Idee vom Wohnen und Leben mehr meinen Ideen (und Büchermengen).

Ach ja, die Bücher ... wobei ich hier ja schon enorm reduziert habe und auch immer weiter abbaue.
Mittlerweile fällt es mir nicht mehr schwer, mich von Büchern zu trennen, weil ich begriffen habe, dass es ununterbrochen neue Bücher gibt und ich gar nicht lange genug leben werde, sie alle zu lesen.
Warum dann Bücher horten, die ich schon kenne?
Natürlich habe ich Lieblinge unter ihnen, aber seit ich verkrafte, dass mein Schatz, meine Tochter, anderswo wohnt, weiß ich, dass ich nur wissen muss, dass es ihr gut geht.
Sie muss gar nicht die ganze Zeit bei mir sein um mich dennoch sehr sehr glücklich zu machen.
Im ... Gegenteil ... nein, das Wort ist zu hart ... aber nach ein paar Tagen, wenn sie mich jetzt besucht, fällt es mir viel leichter sie noch ein wenig mehr zu verwöhnen, wenn ich weiß, dass sie bald wieder geht.
Und so bin ich auch schon die Art Rabenmutter, die sich sehr darauf freut, wenn der Alien sein Abi in der Tasche hat und zum Studieren in die große weite Welt zieht.
Also:
so lange ich die Bücher nicht in den Müll kippen muss, kann ich mich mittlerweile von ihnen trennen.



Gemüsesaft-Fasten 1. Tag

Gewicht: 108 kg
abgenommen - 2,9 kg
Schritte: 9.307
Laufband: 31 Minuten
Ernährung: Milchkaffee und frisch gepresster Gemüsesaft
entrümpelt: Facebook
Schlafenszeit: kurz vor Mitternacht



Jetzt muss ich mich erst einmal wieder sortieren, wie ich hier eigentlich schreibe.
Also:
vormittags über den vergangenen Tag.
Ein wenig dusselig also, dass ich gestern Abend über gestern schrieb.
Chaotisch, könnte man sagen und ich wollte das Chaos doch bitteschön nicht mit ins Jahr 2015 nehmen.
Noch 4 Tage, um es abzuschütteln.

Also: vormittags über den Vortag schreiben, Sybille!

Der Tag gestern war viel zu kurz.
Das einzige, dem ich wirklich gerecht wurde, waren die Hunde, die eine wirklich lange Runde über die Feldwege mit viel Ballwerfen und dem Toben mit fremden Hunden bekamen.
Lang im Sinne von Zeit, nicht Kilometer.
Nach einer sehr stürmischen, regnerischen Woche, war das jetzt aber auch fällig.
Nur regnerisch stört sonst weder mich, noch die Hunde, aber bei Sturm bin ich nicht gerne unterwegs, seit mir mal ein halber Baum entegen kam.
Und so hatten die Hunde tagelang nur kurze Runden und Ballwerfen auf der Wiese.
Da es aber allen Hundehaltern hier so ging, waren gestern auch alle ausgiebig unterwegs.
Dazu war der Boden schön fest gefroren, so dass die beiden auch nicht besonders dreckig wurden.

Ach doch, gearbeitet habe ich auch genug.
Wobei mir aber alle auf den Wecker gingen.
Ich habe eine Strickanleitung geschrieben und veröffentlicht.
Bei Facebook kommentierte dann glatt so ein weihnachtlich verbittertes Frauenzimmer: "furchtbar"
Da mein Model dies auf sich beziehen könnte, habe ich den Kommentar umgehend verborgen und die Verursacherin geblockt.
Ich glaube, von ihr möchte ich nichts mehr lesen.
Fertig.

Facebook-Entrümpeln
Jemand nervt Dich mit fiesen Kommentaren bei Facebook?
Trübt Dein Vergnügen bei anderen Seiten und Gruppen?
Ganz einfach:
klick ihr Profil an, lästere einmal innerlich über alles ab, was Du dort siehst und klicke beherzt die drei Pünktchen an.
Es erscheint die Option "blockieren"
Klicken, bestätigen und Ruhe ist.
Derjenige kann nicht nur nicht mehr auf Deine Beiträge reagieren, sondern sie gar nicht mehr sehen.
Auch Dein Profil nicht mehr.
Für blockierte Personen existierst Du auf Facebook gar nicht und sie für Dich auch nicht.

Bei meiner Mistlaune gestern, war ich kurz versucht, alle über 80.000 Follower so einer Pegida-Dreckseite zu blocken, erkannte das dann aber doch als Zeitverschwendung und ging stattdessen doch noch auf mein Laufband.
Ich schleppte mich bei nur 4 kmh eine halbe Stunde über das Band.
Immerhin wäre ich noch pünktlich um 22 Uhr ins Bett gekommen, aber mein Entschluss, die Küche einfach so verwüstet zu lassen, wie sie war, kam ins Wanken, als ich mir vorstellte, am nächsten Morgen meinen Kaffee zwischen gammligen Gemüseresten und ungespültem Geschirr kochen zu müssen.
Also putzte, spülte und sortierte ich vor mich hin, bis die Arbeitsfläche sauber und das Geschirr im Schrank war.

Noch ein Tipp:
den Trester der Säfte habe ich in einem Topf gesammelt,
mit Wasser aufgefüllt, aufgekocht, ein wenig köcheln lassen,
durch ein Tuch gegossen und abends dann heiß getrunken.
Lecker!

(ok, der Rotkohl wird es definitiv nicht erneut in meine Säfte schaffen ...)



Freitag, 26. Dezember 2014

pünktlich: meine neue Wunderdiät

Wie geplant, ist heute Tag 1
meines ganz wundervoll neuem, konsequenten, disziplinierten Wunderjahres.
Ich brachte 110,5 kg auf die Waage.
Fast wäre ich gestern auch super pünktlich um 22 Uhr schlafen gegangen, aber ich blieb an einem Film hängen.

Fat, sick & nearly dead
Ich habe ihn auf englisch bei HULU gesehen.

Die Botschaft ist recht einfach:
Der Australier Joe Cross hat einen Entsafter eingepackt und ist dann 60 Tage durch die USA gereist.
Dabei ernährte er sich ausschließlich von frischen Obst- und Gemüsesäften und plaudert mit zig Amerikanern über die Themen Ernährung, Gewicht und Gesundheit.

Ich wollte ja keinesfalls eine neue Wunderdiät beginnen, aber ...
... ich tue es auch nicht so ganz.
Aber die Idee mit den Gemüsesäften hat mich gestern regelrecht gepackt.
Ich bekam richtig Lust darauf und so habe ich heute meinen Entsafter wieder hervorgeholt und nach und nach alles Gemüse aus meinem Kühlschrank entsaftet.

Mein Mittagessen hat mir dabei sehr gut geschmeckt.
Eine Mischung aus 6 Tomaten, 1/2 Chinakohl, einige Champignons, 1/4 Zitrone
(habe ich jetzt noch was vergessen?)

Das ließ sich prima so trinken und war lecker.
Da mir kalt war, habe ich ein wenig heißes Wasser dazu gegeben und es fast wie eine Gemüsebrühe getrunken.

Nachmittags schubste ich 1 Gurke, 1 Kiwi, ein Stück Rotkohl, 1 Kohlrabi und 1 kg Möhren entsaftet und war spontan erst einmal gar nicht begeistert.
Als ich den Saft noch einmal durch ein Tuch filterte, wurde er trinkbarer.
Fast lecker.

Morgen werde ich mir neben Gemüse auch noch Ingwer, Chilli und ein paar Kräuter gönnen um die Geschmacksrichtungen etwas zu steuern.
Pilze, Rotkohl und ich vermute mal, auch die Kiwi müssen nicht sein.
Aber Möhren, Tomaten, Sellerie, Gurke ... und mal schauen ... der Chinakohl war erstaunlich lecker im Saft, aber man sollte ihn nicht zuerst in den Entsafter stecken, da der Saft dann erst einmal recht intensiv nach Kohl riecht.

Und ich habe keine Ahnung, wie lange ich das machen möchte.
Eigentlich schwebt mir ja eher eine "vernünftige, ausgewogene" Ernährung vor und ich wollte meine Kalorien über myfitnesspal im Auge halten.
Darum mein vehementes "keine Ahnung, wie lange ich das mit dem Saft durchziehen werde", wobei ich einem mal wieder völlig euphorisiertem Stimmchen, das "ha! 60, 90, ach was, bis zum Idealgewicht-Tage!" in meinem Hinterkopf herumkräht, einen Knebel in den Schnabel stopfe.
Keine Ahnung, warum der Film gestern so eine Lust auf Saftdiät in mir geweckt hat.
Wobei mich dieser Film nur angeregt hat, ich aber ansonsten jetzt "freihändig" entsafte und bisher keinen besonderen Rezepten folge. Auch werde ich Joe Cross "kein Kaffee"-Gebot ignorieren.
Mein Tag beginnt mit Milchkaffee und Agavensirup oder gar nicht ...

Also weiter - das Laufband wartet.

entrümpelt:
wie geplant sind die Farm-Heroes von Sybilles Facebook-Seite geflogen.
Ich schreibe nicht meiner Facebook-Seite, da Sybille nur mein entrümpelndes Diät-Ich ist.
Ganz echt, ich heiße nicht wirklich Sybille Pfundi.
Wer weiß, wer ich "wirklich" bin, ist da keinem Riesengeheimnis auf die Spur gekommen - ich möchte lediglich nicht dass dieser Blog zu meinem Namen gegoogelt werden kann.

Facebook lässt sich recht einfach entrümpeln:
einmal auf Startseite klicken
dann erscheinen rechts alle Gruppen und Apps.
Mit der Maus über die entsprechende App gehen und schon erscheint unter anderem die Auswahlmöglichkeit, das Spiel zu löschen.
Beherzt klicken und künftig wieder mehr Zeit haben :)


Montag, 22. Dezember 2014

Mentale Vorbereitung auf 2015

Es ist wirklich erstaunlich:
Ich weiß ja, dass Ihr in diesem Blog in Kürze verfolgen könnt, wie ich 2015 schlank, ordentlich und erfolgreich werde.
Allein, man merkt es nicht!
Eines der Wunder wird sein, wie mit Beginn 2015 Konsequenz, Energie und Disziplin diesen trägen, schwabbeligen Körper plötzlich erfüllen werden.
Einer der ersten Beiträge wird sich vermutlich dem Thema "Facebook entrümpeln" widmen müssen, bei dem ihr dann erfahrt, wie das neue, konsequente Ich als letztes bestehendes Klicki-Spiel auch noch die Farm Heroes löscht, das ich ja eigentlich nur bei langweiligen Telefonaten spiele.
Seit der Löschung der Sims, erstaune ich mich selbst damit, immer und immer wieder ganz ohne langweilige Telefonate, herumzuklicken.
Geistlos.
Aber befriedigend ...
Irgendwo las ich den Spruch, dass einem bei Facebook ausgerechnet die Menschen immer am meisten Leben schicken, die selbst gar keines haben.
Seither klicke ich zwar noch, versende aber keine Leben mehr.
...
Ja, darüber werde ich gleich nachdenken, wenn ich raus in den Sturm gehe und die Hunde steigen lasse ...

Sonntag, 21. Dezember 2014

Chaos 2014

Nein, dieses seltsame Design ist rein gar keine Absicht.
Ich habe ein wenig experimentiert und nicht mitbekommen, dass Blogspot gleich ernst macht.
Und jetzt habe ich gerade leider so gar keine Zeit, wieder zurück zu experimentieren.

Heute Nacht durfte ich wieder als Taxi für den Nachwuchs fungieren und mitten im Wald eine Hausnummer suchen, von der TomTom hartnäckig behauptete, dass es sie nicht gäbe.
Nachdem ich sämtliche kleinen und sehr wenig vertrauenserweckende Feld- und Waldwege langsam abgefahren war und ein kleines Häschen nicht tot fuhr, fand ich meinen verdrießlich dreinschauenden Sohn, der mich prompt anpampte, warum ich so lange gebraucht hätte.
Mir war ja so dermaßen danach, ihn einfach wieder auszusetzen und dann alleine nach hause zu fahren.
Aber das wäre so wenig mütterlich gewesen.
Außerdem fährt er heute für eine Woche zu seinem Papa - da soll er doch gleich pünktlich zum Bahnhof kommen und nicht durch finstere Wälder irren.

Ich kam gegen 4 Uhr morgens wieder ins Bett und habe seither etwas sehr seltsames:
ich bin atemlos.
Völlig aus der Puste.
Ich japse, schnaufe; mein Atem rasselt und blubbert und ich atme, als würde ich joggen.
Das nervt!
Das hat mich aber soeben doch mal auf die Waage getrieben und sieh an:
allerneuester Höchststand: 110,9 kg
Ja, eine Woche kein Sport und eine Aufholjagd bei der Arbeit, die leider mehr Nerven, als Kalorien verbrennt.

Bis zum 25.12. habe ich Besuch - mein neuer Startschuss wird nun also der 26.12.2014
Mein Projekt 2015 bin nun ganz klar: ich selbst
Ja, war ich schon öfter ... diesmal verzichte ich aber stur auf die ganzen "aber ..."
So, wundert Euch bitte nicht über das versehentliche Design ... daran schraube ich ein anderes Mal.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Zeiträuber entrümpelt - Sims Freispiel

Heute habe ich mein IPad Mini aufgeklappt und als allererstes ein Spiel gelöscht.
Sims Freispiel

So ein elender Zeiträuber!

Was dusslige Spiele, auch bei Facebook angeht, war ich seit der letzten Entrümplungsaktion sehr wehrhaft,
aber als mich mein Töchterlein bat, doch bitte dieses eine Spiel zu installieren, da sie dadurch Punkte und Schnickschnack bekäme,
wurde ich doch irgendwann weich.
Obwohl ich wusste, dass ich dem Sog eines solchen Spieles viel zu viel Zeit opfern würde.
Tat ich denn auch wieder!

Vor kurzem kam dann ein kurzes
"wärst du sauer, wenn ich die sims lösche?"
von meiner Tochter.

Ja, war ich ...
Aber das ist der Vorteil, wenn man über "Messages" kommuniziert.
Schmollend schrieb ich:
"aber nein, es ist doch nur vernünftig, so ein dussliges Spiel zu löschen!"

Boah ey, pädagogisch voll wertvoll, und dass wo wir hier von einer bald 21 jährigen Studentin reden.

Also, dusslige Spiele löscht man am besten morgens als allererstes!
Nicht das Spiel öffnen, sondern es von der Oberfläche des I Pads löschen.
Ohne allerletzten Abschiedsbesuch!
(ok, evtl. wusste ich gestern Nacht schon, dass ich heute Morgen löschen würde)

Mir bleibt der Spruch:

Keine Zeit zu schlafen?
Kauf Dir eine Kaffeemaschine!


Bei Facebook habe ich genau 1 Spiel überleben lasse, in dem ich bei Telefonaten gerne herumklicke.
Das hält mich immerhin wach und ich arbeite dann nicht nebenbei.
Auch löst dieses Spiel keinen all zu starken Sog auf mich aus.
Niedliche kleine Sims sind da schon eine andere Nummer.
Insbesondere, wenn es bei der neuesten Challenge gerade einen Teddy zu gewinnen gibt.

Argh.

Ich höre jetzt lieber auf, darüber zu schreiben, sonst werde ich rückfällig.
Denn, was ich meiner Tochter nicht verrate:
man kann sie einfach wieder installieren, waschen, füttern, mit Kaffee abfüllen und weiter spielen ...

Marienpalmen

Im Finke-Gorge-Nationalpark in Australien befindet sich das Tal der Palmen.
Dort wachsen die letzten Marienpalmen.
Die Pflanzenarten in diesem Tal sind so alt, dass man dort einen Eindruck davon gewinnen kann, wie die Welt in den Augen der Dinosaurier aussah.
Palm Valley gehört somit ganz eindeutig auf meine Liste.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Watte im Kopf - 107,9 kg

Nach meinem Besuch "daheim", ging ich ein wenig blauäugig davon aus, mich nun wieder oder nun endlich voll auf mich und meine Pfunde konzentrieren zu können.
ha ha ha
ha ha ha
Plötzlich befinden wir uns mitten in einem Krimi.
Vermutlich werde ich einmal ein Buch schreiben müssen ...
Derzeit aber, heißt es abwarten, dann wieder etwas Ungeheuerliches tun und wieder abwarten.
Das ist so gar nichts für meine Nerven.
Mir wäre nach:
noch mehr Abstand, dort den Kopf in den Sand stecken und mir dabei den Hintern bräunen lassen ...
Die Sand-Diät hätte auch weniger Kalorien.
Derzeit stehen hier überall Plätzchen herum und ich bin jemand, der weiß, dass er mit Plätzchen ganz wunderbar Stress kompensieren kann.
Die Plätzchen sind auch nicht vom Himmel gefallen.
Die habe ich durchaus selbst an strategisch günstige Stellen gestellt.

Bis gestern hätte ich nun wenigstens behaupten können, dass ich immerhin für Bewegung sorge.
Für viel Bewegung.
Aber kaum wollte ich gestern den entsprechenden Eintrag verfassen, überkam mich das große Nichtstun.
Ich war müde, träge und überhaupt:
es wird immer wieder zu Trainingspausen geraten!
Jaaaa!
Wenn man zu viel trainiert, dann ... keine Ahnung ... irgendwas sprach ganz doll dagegen.
Ich war so müde und ausgelaugt.
Und darum verharrte ich Plätzchen kauend vor dem Bildschirm und sah mir sämtliche Folgen der letzten Biggest Loser Staffel online an. Immerhin lernt man dabei auf englisch fluchen.
Auf Hulu findet man die 16. Staffel der amerikanischen Loser, die noch deutlich professioneller daher kommen, als die deutschen Loser.
Dort specken derzeit nämlich ehemalige Sportler ab - eine der Teilnehmerinnen hat olympisches Gold daheim und auch die anderen waren mal echte Sport-Asse.
Danach war es dann 1 Uhr morgens und ich wühlte bei Youtube nach den Biggest Loser Skandalen der letzten Jahre.
Teilnehmer, die umgehend wieder zunahmen oder/und öffentlich über die Fake-Methoden bei der Show berichten.
Denn das muss man im Hinterkopf behalten:
Biggest Loser ist eine Show, keine Dokumentation.
Und daher gibt es Drehbücher und Tricks, Tricks, Tricks.
ZB sind die einzelnen Wochen in den USA durchaus auch mal 6 Wochen lang, was Gewichtsverluste von 33 Pfund in einer Woche erklärt.

Und danach landete ich dann auch noch bei Ajay Rochester.
Sie war von 2006-2009 die Moderatorin der australischen Loser und hat seither so um die 50 kg zugenommen.
Wieder mal etwas abgenommen, wieder zugenommen ... Ihr wisst schon ...
Dumm ist sie aber nicht:
sie hält sich und ihre Pfunde recht gut im Geschäft.
Selbst unsere Dumpfbacken-Presse berichtet gerne über die australische "Pummel-Nixe".
Ich mag ihren Humor und es wurde 4 Uhr morgens, bevor ich ins Bett plumpste.

Ratet mal ... für Sport fühle ich mich nun zu ... träge.
Dafür mache ich mir Sorgen, wie das nächste Woche an der Elternfront weitergeht.
Ich glaube, ich backe mir noch ein paar Plätzchen ... und serviere hier DEN Klassiker.

Neuer Tag 1 wird der 01.01.2015
Aber dann ... ich sage Euch ... dann geht es hier richtig ab!

*krümel*

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Grummel

So, wieder im Lande und durchaus bereit, völlig unverdrossen:
Tag 1
zu sagen ...

Ja, ich war in der Heimat, habe meine liebe Mama besucht
und lecke nun meine Wunden.
Am ersten Tag erzählte sie mir fröhlich, sie habe ein Gedicht geträumt.
Ein Achtzeiler, mit rund-gesund und fett-nett Krams.
Ja, ich träume auch immer in Achtzeilern.
Ich habe sie eine Woche lang täglich zum Kaffee besucht und täglich hold zu Bemerkugen zu meinem Gewicht gelächelt.
Meine Einstellung zur Mutterschaft ist eine andere.
Aber ich habe schlicht resigniert, was meine Einstellung zum Tochter Sein angeht.
Alle paar Monate muss ich meinen Pflichten mal nachkommen und an einer Auseinandersetzung bin ich nicht mehr interessiert.
Dieses Verhältnis ist vor vielen Jahren gestorben.
Es gibt nichts mehr zu klären, nur noch Pflichten zu erfüllen.

Gut, berichten ich morgen von ... Tag 1 :)

Montag, 1. Dezember 2014

1. Adventskalendertürchen - für Frau Ding Dong

Sport / Bewegung: Weniger Rumsitzen, mehr Bewegung!
Habe ich mich in diesem Jahr mehr bewegt oder weniger?
In welcher Hinsicht habe ich meine Bequemlichkeit reduziert?


Ich habe mein Level wohl insgesamt gehalten.
Durch die Hunde bin ich zu einem täglichen Spaziergang gezwungen, wenn es mir nicht gelingt, diese Pflicht meinem Alien aufs Auge zu drücken.
Zudem versuche ich immer wieder täglich auf das Laufband zu gehen.
Auch mal mit mehr oder weniger Energie.
Gerade mal wieder mit mehr Energie.
Ich habe auch meinen Schrittzähler wieder hervorgewühlt und bringe ihn täglich über etwas mehr als 10.000 Schritte zum Jubeln.
Da ich insgeheim einsehe, dass es mir schwer fällt, auf Essen zu verzichten *sigh* lege ich gesteigerten Wert auf regelmäßige Bewegung und bin über die Auswirkungen ganz froh.
So wiege ich zwar über 100 kg, konnte aber vorgestern problemlos 4 Stockwerke in einem Parkhaus Treppen steigen, als der Aufzug außer Betrieb war.
Und das noch dazu unter erheblichen Glühweineinfluss *hicks*
Ich merkte unterschwellig, dass meine Begleitung hektisch plante, wie eine Wiedervereinigung zwischen mir und dem Auto zu erreichen sei, wobei er die 4 Stockwerke und die dazwischen liegende Treppe eindeutig für eine für mich nicht zu nehmende Hürde hielt.
Oben angekommen, vermied ich zu sprechen, um sogar den Schein, NICHT kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen, wahren zu können.
Die Stufen hatte ich deutlich lockerer genommen, als meine Beine sich anfühlten.
Für 2015 nehme ich mir wie immer noch mehr Bewegung und dafür weniger Gewicht vor.

Tag 8 ... Dezember

Am Wochenende hatten wir Besuch und haben viel unternommen ... und gegessen ... weshalb ich den Schritt auf die Waage heute unterlassen habe.
Ich möchte ihn weder mir, noch der Waage zumuten.
Mein Alien hat "den Kram" diesmal weder in seinen Kleiderschrank, noch unter das Bett gestopft.
Diesmal hat er mich mit einem randvollen Wäschekorb überrascht.
Da die Sachen nun hinreichend häufig hin und her geräumt wurden, sind sie allerdings auch wieder so angeschmuddelt, dass ich ein erneutes Waschen für durchaus angebracht hielt und so läuft gerade die Waschmaschine.

Dennoch möchte ich mich über den Alien nicht beklagen, denn eine der Unternehmungen des Wochenendes, bestand im ausgiebigen Besuch von gleich 2 Kunsthandwerkermärkten, die er nahezu klaglos über sich ergehen ließ.
Na, da kann ich doch wohl mal ein wenig ungetragene Wäsche erneut waschen ...

Freitag, 28. November 2014

Tag 5 - 107,8 kg - mein Leben mit dem Alien ...

Heute Morgen habe ich die Waage böse angestarrt.
Sie starrte völlig unbeeindruckt zurück.
Aber wirklich völlig unbeeindruckt!

Mir dämmerte, dass ich das nicht gewinnen konnte und so stieg ich eben wieder runter.
Pft ...

Ich muss aber auch zugeben, dass ich gestern weniger zu Sport, denn zu Sushi kam.
Und Sushi ist tückisch.
Japanisch, Fisch, macht nicht dick, sagt das innere Schweinehündchen, und man futtert, als würde viel Sushi ganz besonders schlank machen.
Macht es übrigens nicht.

Als ich gestern die Wäsche machte, fiel der Groschen mit dem Alien.
Ich faltete nämlich hauptsächlich meine Wäsche.
Es waren sogar mehr Teile meiner gar nicht mehr hier wohnenden Tochter in der Wäsche, als von meinem Pubertier.
Und nein, ich faltete keine rosa Wäsche, sondern Grau, Schwarz - sowas.

Ich betrat das Zimmer des Alien erneut und öffnete den Kleiderschrank.
Ziemlich leer.
Unser Wäschekorb: ziemlich leer.
???

Ok, ächzend ließ ich mich zu Boden sinken und riskierte einen Blick unter das Bett.
Aha.
Kurz überlegte ich, zur Besenkammer zu krabbeln, aber ich war tapfer, stand auf, ging zur Besenkammer, holte einen Besen und ließ mich vor des Aliens Bett wieder zu Boden sinken.
(allein deshalb hätte die Waage heute schon was ganz anderes anzeigen sollen!)
Mit dem Besen angelte ich wahre Wäschegebirge ins Freie.
Und noch 2 Wasserflaschen.
Als ich die Wäsche näher betrachtete, kam ich ins Grübeln:
hatte er wohl einen Stapel T-Shirts nach dem Tragen ordentlich wieder zusammengefaltet und dann unter das Bett geschubst?
Oder hat er einen Stapel T-Shirts, die Mutti liebevoll gewaschen, getrocknet, geglättet und gefaltet AUF sein Bett gelegt hatte, einfach UNTER das Bett geschubst, als er müde vom Computerspielen war und ihm nach Schlaf gelüstete?

Tja, so ein Alien - woher soll er wissen, dass saubere, frisch gefaltete Wäsche IN einen Kleiderschrank gelegt werden soll?
Ich entfernte ein paar Wollmäuse von den Shirts, verwarf umgehend den Gedanken, sie erneut zu waschen und legte sie IN seinen Kleiderschrank.
Den Rest des Plunders warf ich auf sein Bett.
Ich habe beschlossen, den Blick unter sein Bett in mein tägliches Trainingsprogramm aufzunehmen.

Als ich dies soeben in die Praxis umsetzte, kniete ich prompt im Wasser.
Im Wasser?
Ich verfolgte die Spur des Wassers und kam schnell darauf:
einmal mit dem Aufräumen beschäftigt,
(er hat einfach alles vom Bett in den Kleiderschrank gestopft)
(Ich habe alles wieder aufs Bett geschmissen)
hat er auch gleich seinen Kaktus gegossen.
Die völlig trockene Kaktuserde hat natürlich keinerlei Wasser aufgenommen und so bildete sich ein kleiner See vor dem Bett meines Alien-Sohnes.
Nur ein Alien kann es völlig normal finden, morgens vom Bett aus in einen kleinen See zu stapfen und seinen Weg völlig unbeeindruckt ins Bad fortsetzen (ich folgte den getrockneten Fußspuren und erwartete fast, auf einen Yeti zu stoßen ...)
Aber nein, nur ein leeres Bad.
Gut, ich legte den See wieder trocken.

Gestern war ich nachmittags dann wieder im Flüchtlingscafe.
Bis auf die Ehrenamtlichen, keine bekannten Gesichter.
Ich war erst recht spät gekommen und eine von den anderen Ehrenamtlichen drückte mir freudig über mein Erscheinen umgehend das Plastiktöpfchen mit dem Kleingeld in die Hand.
Wir bauen jede Woche einen Flohmarkt auf, bei dem Kleidungsstücke und Taschen zu 10 Cent das Stück gekauft werden können.
Von den 10 Cent kaufen wir neue Kekse, Kaffee und Tee für die nächste Woche.
Bei der Kleidung handelt es sich jeweils um Kleiderspenden für das Flüchtlingscafe.
An der Tür zählen wir dann die gewählten Stücke durch, kassieren die Leute ab und stecken die Kleidung in eine Plastiktüte.
So der Idealfall.
Mittlerweile ist es so, dass die Menschen nur ca 2 Wochen in dem Flüchtlingsheim bleiben müssen, bis sie auf neue Unterkünfte verteilt werden. Für uns schade, weil die Kontakte dadurch sehr oberflächlich bleiben, aber da das Heim eher nicht schön sein soll, für die Leute natürlich erfreulich, dort nicht zu lange bleiben zu müssen.
Es ist nur sehr lustig, eine herrlich chaotisch absurde Situation, dass wir da jedes Mal zwischen 50 und 100 Menschen erst Kaffee, Tee und Kekse servieren - kostet nichts.
Und sie dann in einen Raum mit Kram kommen, wo sich dann alle Sachen aussuchen - und an der Tür steht dann eine drollige Dicke, rappelt mit einem Becher und sagt "10 Cent pro Stück!"
Ich wiederhole das auf Englisch und grinse sehr breit.
Probehalber zähle ich die Kleidungsstücke des Ersten durch und sage ihm freundlich, dass ich 50 Cent bekomme.
Meist ist jemand dabei, der Englisch kann und dann spricht sich sagenhaft schnell herum, was Sache ist.
Lustig ist, dass dann viele zu der Kleidung zurück gehen und sich noch mehr aussuchen.
Dass wir diese 10 Cent nehmen, ist tatsächlich eine gute Sache, da ein Bezahlen aus den Leuten Kunden macht und keine Almosenempfänger.
Erst fand ich es völlig bescheuert, die Leute "abzuzocken" - noch dazu, weil es eben wirklich gar nicht so einfach ist, die Sache mit den 10 Cent zu "erklären". Aber mittlerweile bin ich auch völlig überzeugt, denn es bringt uns auf "Augenhöhe".
Wenn ich 90,- Cent haben möchte, bekomme ich oft 1,- Euro - und ein "Ok!" - also, 10 Cent Trinkgeld, für die ich mich auch umgehend bedanke.
Es wird viel gelacht.

Gestern aber kam es komplett anders als sonst, denn einer der Anwesenden, der überhaupt keine Kleidung ausgesucht hatte, warf mir im Rausgehen ganz selbstverständlich 1,- Euro in meinen Becher.
Äh?! Hallo?!
Und bevor ich irgendwas unternehmen konnte, warfen mir zig Leute einfach so Geld in meinen Becher.
Oh, oh, das lief aus dem Ruder ...
Eine "Kollegin" lachte herzlich und meinte, ich solle nun zumindest ein paar Weihnachtslieder singen für mein Geld.
Ich versuchte unsere 10 Cent Geschichte zu erklären, aber die Anwesenden hatten nun begriffen, dass ich Geld sammle und noch 3 Leute warfen mir ein paar Münzen in den Becher, bis ich den dusseligen Becher energisch verschwinden ließ und demonstrativ damit begann, die ausgesuchten Kleidungsstücke von jemandem zu zählen.
Mittendrin stand ein kichernder junger Mann, der dann irgendwas sagte und plötzlich funktionierte das mit den 10 Cent ganz hervorragend.
So ein Schuft!
Er kam aus Hamburg, sprach besser Deutsch als Arabisch und war gekommen um Verwandte zu besuchen, denen die Flucht gelungen war.
Mitnehmen darf er sie leider nicht, denn sie dürfen in der ersten Zeit den zugeteilten Ort nicht verlassen.

Mein Alien fragte abends, warum wir nicht einfach Schilder machen.
Ha ...
Wir haben Flugblätter in ca 20 Sprachen dort liegen, aber es hat sich herausgestellt, dass die "irgendeiner kann bestimmt Englisch!"-Methode schneller ist und eigentlich auch immer hinhaut.

Später kam dann noch ein ganz entzückendes, junges Paar mit einem Kleinkind und einem Säugling.
Das Baby war winzig.
Deutlich kleiner als mein Alien bei seiner Geburt.
Seine Mama wickelte ihn vor unseren Augen noch einmal frisch und fest in Decken ein.
(das nennt man übrigens "Pucken")
Eine Methode, nach der unsere Eltern und Großeltern als Babies auch gewickelt wurden und der stolze Papa erwartete wohl schon, dass wir irgendwas dazu sagen würden, denn er fühlte sich genötigt, uns zu erklären, dass diese erzwungene Unbeweglichkeit Babies "stronger" macht.
Irgendwie waren wir aber wohl alle aus der "ich weiß es besser"-Phase heraus, in die man durch die Geburt eines Kindes gerne gerät und so sprang keine von uns auf das Thema an.
Stattdessen kramten und wühlten wir uns durch Kisten und Kartons hin zu winzigen Babyklamotten.
Die bekommen wir immer wieder gespendet, aber sie "gehen" gar nicht so gut, denn so kleine Babies sind doch selten im Flüchtlingsheim.
Wiedersehen werden wir das junge Paar nicht, denn sie kommen nächste Woche schon in eine neue Unterkunft.
Er ist Informatiker - ich denke mal, diese kleine Familie wird - wie so viele andere, kaum Probleme haben, ganz schnell zum braven Steuerzahler zu werden, wenn man sie nur lässt ...

Danach "unterhielt" ich mich mit einem recht alten Mann, der 3 Kinder dabei hatte.
Seine Enkel.
Sein Sohn ist tot und die Mutter der drei Kinder in England.
Oje, hoffentlich ist der Opa der 3 Kinder fitter, als er aussieht, denn bis die Mutter aus England den Behördenweg zu ihren Kindern schafft, dürfte reichlich Zeit verstreichen.

Abends in den Nachrichten dann die Berichte über demonstrierende Deutsche, deren Boote voll sind.
Angst vor Überfremdung, Angst vor wachsender Islamisierung.
Hm
Wer meint, weder Rassist, noch Unmensch zu sein und dennoch Unbehagen beim Gedanken an all die Flüchtlinge verspürt, die da in unser Land "strömen", der sollte vielleicht einfach mal selbst in Sachen "Flüchtlingshilfe" aktiv werden.
Die "" weil unser wchentliches Cafe ganz nett, aber sicher keine große Hilfe für irgendwen ist.

Gestern haben einige Medien berichtet: Ausländer bringen Deutschland Milliarden
Wenn wir uns mit den Leuten unterhalten, dann hört man heraus, wie sehr die in den Startlöchern sind, hier gleich wieder loszulegen.
"Syrien ist kaputt!", erfahren wir immer wieder und dass (und was) man sich jetzt hier aufbauen möchte.
Und was man in Syrien schon aufgebaut hatte.

Ach ja, Fräulein Rottenmeier ... die gestrenge Dame, befindet sich ja in einem herrlichen Machtkampf mit der eigentlichen Leiterin unseres Flüchtlingscafes.
Die beiden fechten einen Krieg über die Pappkartons aus, in denen wir a) die Kleidung für den Flohmarkt aufbewahren und derzeit b) all die Geschenke für unsere Weihnachtstombola.
Die zugewiesenen Schränke sind voll und wir hatten noch ca 20 Kartons sauber an die Wand eines Kellerraums gestapelt.
Die mussten nun gestern weg.
"Ach, wie sollen wir das denn jetzt nur schaffen? - aus dem Keller? - die schweren Kisten?"
Ich nahm mir eine der Kisten, trug sie nach oben, bis ich in Sichtweite der Leute kam und stellte mich dabei hinreichend ungeschickt an - im nächsten Moment ging ich mit 8 netten Männern zurück in den Keller.
Ha! Im Gegensatz zu den deutschen Männern, haben "unsere Araber" übrigens nie "Rücken" ... oder so etwas.
Tja, und damit Fräulein Rottenmeier glücklich ist, haben sämtliche Ehrenamtlichen jetzt wieder Kisten sonstwo stehen, damit die Wand des unbenutzten Kellerraums nicht 2 Wochen lang, bis zur Tombola, voller Kisten steht.
Wie gesagt, ich liebe Fräulein Rottenmeier für ihre Bereitschaft, die Rolle der "Bösen" zu übernehmen, denn ganz ehrlich:
die Fräulein Rottenmeiers dieser Welt, sind doch die Würze, die solche Grüppchen sehr genießen ...

So, das Laufband ...

Donnerstag, 27. November 2014

ein Alien!

Endlich ist der Groschen gefallen:
er ist ein Alien!

Wow!
Ich halte Euch auf dem Laufenden ...
;-)

Tag 4 ... und das Pubertier ...

Wie gemein!
Zu Tag 3 hätte ich einen so schönen Beitrag schreiben können, wie ich abends noch auf das Laufband ging und aller Trägheit zum Trotz noch meine 100 Minuten durch die Gegend ... äh nein, über das Laufband stapfte und am nächsten Morgen mit einem Gewicht von 106,8 kg belohnt wurde.
Aber gestern kam ich nicht dazu.
Heute eigentlich auch nicht, aber ich begreife so langsam, dass mich das Bloggen auf der Spur hält.
Also:
Tag 4 und das Pubertier!
Mein Pubertier hatte gestern so einen Tag, an dem er die mütterliche Aufforderung, sich an der Hausarbeit zu beteiligen - ich glaube, ich bat ihn, seinen Teller IN die Spüle zu stellen UND vorher noch die Krümel in die Biotonne zu wischen - mit dem dringenden Wunsch, auszuziehen, beantwortete.
Ja, er ist ganz bestimmt der allererste Siebzehnjährige auf der Welt, der keine Lust hat im Team Mutti dem Wettkampf um das gemütlichste Zuhause beizuwohnen.
Der erste Pubertist, der völlig undankbar auf einen schmackhaften Chinakohlsalat reagiert und sich weigert noch ein Stück von dem Kuchen zu essen, der ihm schmeckte, so lange er ihn für einen Nusskuchen hielt. Leider hat er dann im Internet gelesen, dass es ein Kürbiskuchen mit Nüssen ist.
Gelegentlich hat mein Job Nachteile.
Unter anderem den, dass er zu wenig Geld einbringt um all die Wunschträume eines Pubertiers und seiner Schwester "Lady Glitzerprinzessin" zu erfüllen.
Ihm eine eigene Wohnung in der Nähe seines Gymnasiums zu finanzieren, denn immerhin hat seine Schwester auch eine eigene Wohnung in der Nähe der Uni - und muss keinen doofen Chinakohlsalat essen ...

Also ... das Übliche halt.
Aber leider ausgetragen in dem Moment, als ich mich gerade auf das Laufband schwingen wollte.
Statt dessen saß ich dann ein wenig am Tisch, versank ein wenig im Selbstmitleid - immerhin ist Chinakohlsalat total gesund und ich hatte eine halbe Mango mit hineingeschnitten (die das Pubertier auch aus seiner Portion herauspickte).
Nein, an Sport war nicht zu denken, wenn man doch so sehr litt.
Aber an Essen.
An Essen kann man immer denken, ganz besonders in solch tragischen Momenten ...

mömpf mömpf mömpf

Gut, ich werde es so schnell nicht ändern können, dass mich solche "Diskussionen"
(man beachte bitte die Anführungszeichen UND die Kursivstellung)
zermürben und mir jedesmal die Illusion unseres Familienidylls rauben.
Aber ... ich werde mal versuchen, meine Erwartungshaltung an mein Pubertier zu ändern.
Ich bin übrigens in seinem Alter ausgezogen.
Also ok, ich habe die 18 noch abwarten müssen, aber ich kann seinen Fluchttrieb durchaus nachempfinden.
Der liegt bei uns vermutlich in der Familie.
Ich werde aus dem jungen Mann keinen Vorzeigesohn machen, wie man ihn aus amerikanischen Spielfilmen kennt, aber diese kleinen Streber werden für ihr Geschleime auch teuer bezahlt und sobald die Kameras aus sind, sind sie bestimmt auch garstig zu ihren Filmmüttern und schreiben später auch noch böse Bücher darüber, wie ihre echten Mütter ihnen ihre Kindheit und ihr Geld raubten ...
Ich werde mir in den nächsten Tagen eine Liste machen, was mir für mich wichtig ist und was ich für meinen Sohn möchte.
Seine Möglichkeiten fördern - aus ihm mache ich keinen perfekten Hausmann mehr und wenn meine Schwiegertochter mir später mal Vorwürfe macht, dass der Kerl sich von vorne bis hinten bedienen lässt, werde ich lügen und behaupten, dass das hier aber ganz anders war.

Gerade habe ich 8 angebrochene Wasserflaschen aus seinem Zimmer geholt.

Ich kann mich schon hören:
"Also, ich habe meine Kinder immer zu Ordnung und Disziplin erzogen!"
Das wäre ja noch nicht mal gelogen ... ich habe mich damit nur nicht durchsetzen können.
Ganz ehrlich, ich freue mich auch darauf, wenn er in absehbarer Zeit für sein Studium auszieht.
Wenn ich von seinem Geschlunze und seiner Trägheit in Sachen Haushalt völlig abgekoppelt bin.
Wenn er dann hier ist, ist er Gast und Gäste ... hey, DAS ist es:
ich muss ihn wie einen Gast behandeln!

Ähm, wo ich eigentlich hin wollte:
... aufs Laufband ...

Dienstag, 25. November 2014

Tag 2 ... - 100 Gramm ... 107,6 kg

Heute Morgen, nach dem Abklingen der Kopfschmerzen, bin ich doch recht erwartungsvoll auf die Waage gehopst, da ich gestern tatsächlich voll motiviert und vorbildlich gehandelt hatte.
Ich war 139 Minuten auf dem Laufband ... und kam dann zu gar nichts mehr.
Im Endeffekt war ich um 22 Uhr dann noch mit Staubsaugen und dem Abwasch beschäftigt und fiel erst um 1.30 Uhr nachts ins Bett.
Und die Hunde hatten keinerlei Spaziergang bekommen.
Es war schon richtig, der Bewegung eine gewisse Priorität zu geben, da sie sonst tatsächlich immer zu kurz kommt, aber sagen wir mal, der Bewegung mit den Hunden sollte ich dann innerhalb der Bewegungsprioritäten unbedingt auch eine Priorität einräumen, da sie doch an Tageslicht gebunden ist.
Dazu kam dann noch ein unrühmlicher Ausflug an die Tankstelle, da ich feststellen musste, dass keine Milch mehr im Haus ist und ich kann doch keinen Kaffee ohne Milch trinken.
Jetzt habe ich nicht meine geliebte fettarme BioMilch, sondern gut & günstig Vollmilch, die für ihren Namen aber erstaunlich teuer war.

Aber:
ich war 139 Minuten auf dem Laufband.
Mein kleiner Schrittzähler jubelt ganz erstaunt über 17.255 Schritte von gestern.
(er jubelt schon bei 10.000, was abends oft zu schnellen Spaziergängen im Flur führt, wenn er noch nicht jubelt ...)
Was mir auf dem Laufband aufgefallen ist:
lief ich zu Beginn bei 4, 4,5 kmh, so war mir gestern 5 kmh zu langsam und ich stellte auf 5,1 kmh hoch.
Das ist immer noch nicht wirklich schnell, weiß ich jetzt.
Wenn ich bei myfitnesspal auf schnelles Gehen kommen möchte, muss ich bei 5,7 kmh ankommen.
Aber das versuche ich jetzt nicht auf HauRuck - ich stelle das Laufband immer auf die Geschwindigkeit, die mir gerade gut liegt.

Ah, ausgerechnet 139 Minuten, da ich Die Knockouts, Folge 13 Staffel 4
von The Voice of Germany gesehen habe.
The Voice ist die einzige Casting Show, die ich mag.
Klar, ist auf viel Fake dabei - ist halt auch eine Show, aber eben auch wundervolle Stimmen und manchmal kommt das Moppelchen im langweiligen Sweatshirt weiter, weil sie eben die bessere Stimme hat, als die Schönheit im Minirock.
Und was mir ein wohliges Gefühl gibt, sind eben Erscheinungen, wie Rita Movesian



Die Stimme Deutschlands kann also ruhig ein paar Falten haben und orientalisch, modern klingen.
Übrigens, etwa so, nur jünger (sorry, Rita), sehen die meisten Leute aus, die wir wöchentlich im Flüchtlingscafe begrüßen dürfen.
Modern, voller Energie und nett.

Übrigens der zweite "Desert Rose"-Auftritt bei der Voice, glaube ich.
Mein All-Time-Lieblingsauftritt bleibt diese Version der Desert Rose:


Vinh Khuat vs Momo Djender
Man findet beide bei Facebook und bekommt immer wieder neue Lieder von ihnen zu hören.

Hach, heute hatte der schwärmende Teenie in mir die Tastatur fest im Griff :)

Montag, 24. November 2014

Tag 1 ... mal wieder ... 107,7 kg

Ich erwache mit trommelndem Kopfschmerz und trockenem Rachen.
Der Kopfschmerz scheint wie Hagel auf meinen Kopf einzuhämmern.
Das ist relativ neu, hat mich aber beim Aufwachen nun schon mehrfach unangenehm überrascht.
Immerhin weiß ich, dass das bald abklingt.
Ich grüble, ob ich mich im Schlaf seltsam verdrehe und dann laut schnarchend und verdreht diesen Kopfschmerz züchte.
Gelegentlich überlege ich, eine Webcam neben meinem Bett laufen zu lassen um zu schauen, was da im Schlaf dem Kopfschmerz voraus geschieht.
Aber kaum läuft das heiße Wasser durch den Kaffeefilter, wird mir auch ganz schnell wieder bewusst, dass ich lieber doch keinen Videobeweis von meinem lautstarken Schlaf haben möchte.
Böse zuckt der krude Gedanke durch mein Hirn, dass ich zu den Dicken gehöre, die mit Atemmaske und Sauerstoffgerät schlafen sollten.
Geht Euch das auch so?
Ich gehe eigentlich nie zum Arzt, egal was ich habe, weil ich davon ausgehe, dass es mit meinem Übergewicht zusammenhängt.

Gut, der Kaffee ist getrunken, der Kopfschmerz Vergangenheit und wie ich das schon so ausdrucksstark überschrieben habe:
Tag 1

Ja, klar, selbst ich muss grinsen.
Und ich habe auch nur folgenden Plan:
viel Bewegung,
viel Schlaf,
wenig Kalorien.

Ich habe vor längerer Zeit MyFitnessPal für mich entdeckt und zähle dort - öfter mal - Kalorien.

Zu einer Diät im Sinne von Low Carb, Low Fat, Low Brain, kann ich mich nicht aufraffen.
Mir fehlt derzeit der Wunderglaube und ich weiß, wie sehr mich der Wunsch nach einer Ausnahme vom Low Irgendwas dann wieder aus der Kurve trägt und meine Diät-Absichten im Nirvana versickern lässt.
Daher versuche ich es einfach mit
"mehr Kalorien verbrennen, als ich zu mir nehme"

Ganz klar ist, dass ab Januar wieder ein "ich kauf nix"-Jahr folgt, da mir das einfach einen Riesenspaß gemacht hat.

Und los ...

Donnerstag, 20. November 2014

back on the blog ... Highway to hell

Sagt mal, ist das jetzt sehr verrückt, wenn ich einfach wieder hier bin?
Das mit dem leeren Nest zündet einfach nicht und die Wortspielerei mit dem "ordentlich abnehmen" gefällt mir so viel besser.
Hat mehr Schwung.

Gestern rauschte das Autoradio gruselig vor sich her, aber im Hintergrund lief ein Lied, das ich mag.
Also ließ ich das Radio rauschen.
Meine Generation saß noch mit dem Mikro des Kassettenrekorders vor dem Radio und lauerte auf Lieblingslieder.
Und dann hatten wir wundervolle Kassetten, in denen die Lieder unvermittelt beginnen, wo man neben dem Refrain die eigene Oma zum Essen rufen hört, oder ein Lied endet hastig mit dem durchdringenden Pieps der Verkehrsnachrichten oder der Abmoderation eines Radiosprechers.
Darum ... ich höre ein schönes Lied und blende das Rauschen aus.
Fertig.
Aber neben mir rastet ein verwöhnter Bursche fast aus.
Er drückt das Radio aus, ich drücke das Radio wieder an.
Kleine Machtprobe und es ist sehr wichtig, dass ich mich durchsetze.
Wir kommen in den Elbtunnel ... wir rauschen nun ohne schönes Lied im Hintergrund durch den Tunnel ... auf der anderen Seite des Tunnels höre ich wieder mein Lied und meinen Sohn, der mir erzählt, wie er sich darauf freut, wenn er sein eigenes Auto hat.
Hm, 12 Klasse Gymnasium, denke ich ... G9, übrigens.
Und da möchte jemand Jura studieren.
Kann noch eine ganze Weile dauern mit dem eigenen Auto.
"Und dann musst du dir anhören, was immer ich hören will!" sinniert er.
"Warum und wohin sollte ich denn mit dir in deinem Auto fahren?", frage ich freundlich.
Eine Weile schweigt er.
Dann kommt: "wenn ich dich ins Altersheim bringe, läuft "Highway to hell!""
Na, wenn das nicht rosige Aussichten sind.
Ich glaube, ich werde dann mal ein Taxi nehmen!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

hier geht es weiter

http://leeres-nest.blogspot.de/

Ich dachte, ich ändere mal den Titel und komme zum drohenden
Empty Nest Syndrom

Empty Nest war schon in sämtlichen Schreibweisen vergeben, daher
"leeres Nest"

:)

Mittwoch, 24. September 2014

Ach ja ...

Gerade ist eine Freundin zu Besuch und meint:
"in deinem Blog tut sich ja leider gar nichts mehr!"
Mit blanken, verwunderten Augen sah ich sie an, bis der Groschen fiel:
Ach ja, mein Blog!

Ich hatte von einem Thema - weder Entrümpeln, noch Abnehmen - so derart die Nase voll,
dass ich alles mied, was mich zu arg erinnerte.
Aber jetzt, so frisch erinnert, kündige ich an, dass es hier ab Montag, den 29.09.2014 wieder losgeht!

Samstag, 12. Juli 2014

Uppsi ... 105,8 kg

Nahezu täglich auf dem Laufband,
nahezu täglich entrümpelt,
seit einer Woche vorbildlich in Sachen Low Carb - bzw Dukan.

Da war doch noch was?

Ach ja!
Mein Blog!

Also, passiert ist nichts.
Rein gar nichts.
Selbst bei meiner Mutter läuft alles - für ihre Verhältnisse - glatt.
Ok, die Pflegerin hat zwischendurch einmal halbherzig gekündigt, da meine Mutter sich eine Art Kurschatten aus der Klapse mitgebracht hat, der nun mit im Haus wohnt.
Nun wohnt die Pflegerin anderswo und hat tatsächlich mal so etwas wie Freizeit.
Und der Kurschatten wohnt mit im Haus.
Meine Mutter strahlt und glüht und ist vermutlich die Letzte, die je mitbekommen wird, dass sie da gerade einen späten Frühling erlebt. Den wir ihr allerdings gönnen.
Schon weil das Väterchen dabei auch auflebt.
Also sind wir alle bereit, den Kurschatten als "Pfleger" anzusehen - bzw. ich habe ihn noch gar nicht gesehen und werde nur telefonisch auf dem Laufenden gehalten.

Und hier bei mir?
In Sachen Abnehmen kam ich bei den eiweißreichen Lebensmitteln an.
Ich beschloss, mit eiweißreichen Lebensmitteln abzunehmen und stellte daher Listen zusammen, in denen ich besonders eiweißreiche Lebensmittel auflistete, bis ich über Dukan stolperte, der mir diese Arbeit bereits abgenommen hat.
Er hat eine Liste mit 100 Lebensmitteln aufgestellt, von denen man sich ernähren soll.
In einer Einführungsphase wird man auf 72 Lebensmittel beschränkt.
Klang für mich sinnvoll und ich legte einfach los.
Erst am 2. Tag kaufte ich auch ein entsprechendes Buch dazu - das hätte ich mir sparen sollen, denn die Dukan-Rezepte sind nicht meins.
Süßstoff, Light-Produkte, Eiweißpulver und anderer Dreck.
Sage ich mal so.
Aber die Liste mit den 100 Lebensmitteln gefällt mir weiterhin.
Ich glaube, wenn man sich an diese Liste hält, ist man auch recht nah am "Clean Eating", das die Generation meiner Tochter so anspricht.

In der letzten Woche war ich ca täglich für 45 Minuten auf dem Laufband, habe dabei eine Folge "Once upon a time geguckt" und dabei ordentlich geschwitzt. Ich muss immer Küchenrollenpapier mit zum Laufband schleppen, denn sonst kann ich vor lauter Schweiß nicht mehr gucken.
Anfangs ging ich mit gemächlichen 4 kmh und mittlerweile finde ich 4,8 - 5 kmh gemütlich.
Mir ist klar, dass ich zuerst einmal jede Menge Wasser verloren habe.
Da ich aber in den letzten Wochen unter schmerzhaft dicken Füßen litt, sobald ich irgendwo gesessen hatte, ist das mit dem Wasser schon grandios. Abends Sandalen tragen zu können - wow!

Entrümpelt habe ich auch.
Meine Kiste mit den Gebrauchsanweisungen der letzten Jahrzehnte, ging komplett ins Altpapier, denn sollte ich wirklich zu irgendeinem Gerät mal die Anleitung brauchen, bin ich zuversichtlich, sie im Internet zu finden.
Eine alte Laptop-Tasche, ein alter Einkochtopf, ein Stapel Tischdecken -> Müll
Zig Haushaltsutensilien, die teilweise noch original verpackt auf dem Dachboden lagen, konnte ich an meine Tochter und meine Putzfee abtreten. Manchmal bekommt man Dinge geschenkt, die andere praktisch finden - und die man darum eben auch anderen geben sollte.

Ich habe aber auch eingekauft:
4 Sport-Shorts
2 Sport-TShirts, die super schnell wieder trocknen

Also: es geht weiter :)

Mittwoch, 4. Juni 2014

Meine Waage hat ihre Tage ... 109,5 kg

Anders ist dieses Gewicht nun wirklich nicht zu erklären ...

Obwohl doch ... angesichts der Hitze hier im Norden, scheint mein Körper Wasser zu bunkern.
So gesehen bin ich eine Oase.

Nein, natürlich macht mich diese Entwicklung nicht glücklich und ich finde es auch nicht wirklich lustig, aber es hilft ja nur:
anfangen und dran bleiben.

Oder ignorieren ...

Erfreulicher war es dann, dem Vorratsschrank auf dem Dachboden den Rest zu geben.
Nun enthält nur noch 1 Fach Selbstgemachtes, während in den anderen Fächern nun Backformen und Bräter stehen.
Ich habe gleich noch 2 große Kisten Altglas als solches erkannt und auch gleich entsorgt.
Zuvor waren das "kann man noch brauchen"-Schraubgläser.

Nachmittags habe ich dann mein neues Spielzeug eingeweiht.
Ich habe jetzt auch etwas, mit "Apps".
Da habe ich mir gleich die App von myfitnesspal.com heruntergeladen und dann heute mal meine sämtlichen Lebensmittel dort eingetragen.
Man empfiehlt mir 1.550 Kalorien zu mir zu nehmen und ... ich habe dann doch 2.169 verputzt.
Interessant, denn ich habe den Tag schon eher als kalorienarm empfunden und könnte problemlos noch etwas essen.
Bzw. es ist gerade gar nicht so problemlos, nicht doch noch mal in den Kühlschrank zu schauen.

Als ich meinen Tag dort für heute schloss, gab man mir sehr motivierend mit auf den Weg:
Wenn jeder Tag wie der heutige wäre... Wäre dein Gewicht in 5 Wochen 108,6 kg




Dienstag, 3. Juni 2014

Mr. Darcy ist tot

Gestern habe ich gelesen, dass Mr. Darcy gestorben ist.
Ich konnte nicht weiterlesen und habe das Buch beiseite gelegt.
Ich sah Colin Firth in den albernen Weihnachtspulli vor mir und mich übekam eine tiefe Traurigkeit.
Nun, immerhin habe ich herausgelesen, dass Bridget auch erst mal 5 Jahre um ihn getrauert hat, bevor das Buch einsetzt, das auf jeden Fall wieder in ein Happy End münden wird.
Nur eben ohne Mr. Darcy.
Eine völlig überdrehte 51jährige Bridget mit 2 Kleinkindern.
Vielleicht braucht das Buch einfach nur eine 4jährige Ruhephase in meinem Regal, bis auch ich meine Trauer um Mr. Darcys Ableben überwunden habe.
Natürlich musste die Autorin zu dieser Wendung greifen, denn eine Trennung der beiden war undenkbar.
Ich weiß noch, als ich damals bemerkte, dass meine Ehe verstorben war.
Es war gruselig.
Insbesondere, da ich als Trauernde nicht mit Beileid rechnen konnte, da mein Gatte kerngesund war.
Irgendwann in der Trennungsphase sagte ich mal, dass ich ihm natürlich alles Gute wünsche, es aber doch schön fände, Witwe zu sein. Ich könnte ihn und unsere Ehe problemlos völlig überhöhen und um ihn trauern.
Stattdessen war ich "die Böse" und musste unser Leiden noch durch völlig nutzlose Dinge wie Eheberatung und Co. verlängern.
Während unsere Ehe leise zu stinken begann und Fliegen anzog, erzählten mir besorgte Mitmenschen, dass wir kämpfen und an die Kinder denken müssten.
Puh, bin ich froh, dass wir unserer Ehe doch noch rechtzeitig ein würdiges Begräbnis gönnten und uns somit eine tiefe Freundschaft retten konnten. Fast hätte mich der Wunsch, eine gute Mutter zu sein und allgemeiner Rechtfertigungsdrang dazu gebracht, etwaige Eigenheiten meines Mannes zu Makeln hochzupushen und überhaupt ekelig von ihm zu reden um ein wenig Unterstützung zu erfahren.
Jetzt, rückblickend bin ich froh - nicht nur, keine Witwe zu sein, denn ich hätte einen innigen Freund weniger in meinem Leben und meine Kinder wären ohne Vater aufgewachsen - sondern eben, dass wir rechtzeitig aus einer toten Beziehung ausgestiegen sind.
Eben wegen der Kinder.
Gute Mütter beenden schlechte Ehen!

Mir fällt dazu prompt wieder eine Anekdote mit meiner Mutter ein, die ich Euch aber vorenthalten werde :)

Ok, ok, ok ... mir ist in den letzten Tagen (Wochen und Monaten) aufgefallen, wie selten ich eigentlich zu meinem Alltag komme.
Während Bridget also noch mit 51 Jahren unverdrossen über ihren Tagebucheinträgen ihr Gewicht und ihren Zigarettenkonsum notiert, halte ich das kaum mal 3 Tage am Stück durch.
Immerhin Zigartten - 0 denn geraucht habe ich noch nie.
Und wenn ich jetzt wenigstens sagen könnte:
hach, nach dem Strandtag war ich zu müde zum Entrümpeln
hach, von dem Museumsbesuch war ich noch zu erfüllt von ...
hach, der Abend war so romantisch, aber ich möchte ja keinen Porno schreiben


Ne, stattdessen fahre ich ein paar Tage lang herum um auf Wunsch meiner Mutter das perfekte Hotel für meine Eltern zu suchen,
das nie benutzt wird.

Spreche mit einem Nachbarn ab, dass er künftig als Hausmeister bei meinen Eltern fungiert,
was meine Mutter umgehend umstößt, da sie nun lieber eine Bekanntschaft aus der Klapse als Hausmeister/Pfleger einstellen möchte.
(bestimmt eine tolle Idee)

Entrümple ich den Kleiderschrank meiner Mutter, während diese Bubble Witch und andere spannende Facebook-Spiele spielen muss.

und und und

Ich habe fertig ...

Es regt sich der Trotz ... und ungewogen und wenig erwähnt, habe ich es im Hintergrund doch durchgezogen, immerhin auf dem Dachboden Fach für Fach einen Vorratsschrank zu entrümpeln und mich von eher ungeliebten Gelees des letzten Jahrzehnts zu trennen.
Wieder etwas gelernt:
die Pflaumen gehören den Vögelchen und Co.
(ok, das hatte ich ja schon länger beherzigt)

Neu ist eher:
man kann mühevoll gemachte Gelees und Marmeladen, die kein Schwein mag, auch einfach wegwerfen!

Es tut mir natürlich Leid um Gläser und Zutaten,
wie gesagt:
noch trauriger ist es um den Platz, den sie blockieren
und
die Arbeit die sie machen, denn gelegentlich möchte man das Regal ja doch mal putzen

Dennoch ... es macht keine Freude zu berichten, dass man Vorräte wegwirft, wenn einem doch bewusst ist, dass anderswo Menschen hungern. 1. Welt-Probleme ...
Nur hungern die nicht weniger, wenn ich die Gläser weiter im Regal verstauben lasse.
Da waren die Entrümplungsaktionen bei meinen Eltern doch hilfreich.
Munteres Gläser-Raten:
was meinst du, was das ursprünglich mal war?

Oder auch der Gedanke, dass Flug-Ananas und Co. evtl. doch ökologischer sind, als einige Zentner Gemüse und Obst aus dem Garten in gleich 2 Kühltruhen über Jahrzehnte frisch zu halten, aber nie zu verbrauchen.

Wer kennt ihn nicht, diesen Gedanken beim Blick in die Tiefkühltruhe:

Keine Ahnung, was das ist, von wann das ist und wer das je essen soll
aber das sind gute, teure Lebensmittel, die kann man ja nicht einfach wegwerfen!


(Ich habe die Truhe bei der Scheidung meinem Ex überlassen und mit meinem Gefrierschrank gehe ich einmal wöchentlich hart und streng ins Gericht, so dass ich meinen Kompost immerhin nicht auch noch teuer kühle ...)

So, das Entrümpeln läuft auf Sparflamme also weiter ... aber mein Gewicht ...
Ab morgen ziehe ich das mit den Wiegetagen wieder durch.
Aber knallhart!
Bestimmt!




*ach so ... nein, man kann selbstgemachte Gelees, Säfte und Konfitüren nicht weitergeben, da man wenig Verlässliches über die genauen Zutaten und Haltbarkeiten mitteilen kann.

Dienstag, 27. Mai 2014

Frühling ... ein Albtraum!

Für jemanden, dessen Streben das Entrümpeln ist, das Down Shiften, das große Weniger ... ist der Frühling ein verdammter Alptraum, da die Natur wuchert, sich vermehrt, wächst, quillt und aus allen Nähten platzt.
Wehe dem Entrümpler, der einen Garten hat und den besten Zeitpunkt verpasst hat, ihn komplett zu betonieren!
Das viele Grün da draußen scheint täglich näher zu kommen.

Nun gut, keine Sorge, es stört mich nicht wirklich, denn ich habe einen Plan.
Und Rindenmulch.
Was meinen Garten angeht, so brauche ich nur 2 Dinge:
meine Motorsense und Rindenmulch.
Ok, und Pappkartons.
Zuerst wird gesenst, dann werden Kartons flach gemacht und ausgelegt und dann kommt Rindenmulch darüber.
Und schon sehen Teile des Gartens fast ordentlich aus.
Da ich das schon seit Jahren betreibe, müsste mein Garten irgendwann auf einem Berg liegen.
Wenn man an die Küste fährt, sieht man öfter höher gelegene Bauernhöfe.
Meine Vermutung, dass diese über Jahrzehnte ihre Gärten auf meine Art bearbeitet haben, traf aber nicht zu.
Angeblich haben die künstlich aufgetragenen Wälle eher mit Wasser zu tun, denn mit Giersch.
Aber wer weiß?!

Letzte Woche Donnerstag ertrank die Gegend in einem wahren Unwetter.
Und statt mich Freitag dann um die Schäden im Garten kümmern zu können, fuhren wir erneut zu meinen Eltern.
(und mein Garten nutzte die Zeit und all das Regenwasser um in 3 Tagen zu wuchern, wie sonst in 4 Wochen ...)
Mein Väterchen zeigte mir gleich einmal sehr eindrucksvoll, warum es so wichtig ist, dass er noch nicht ins Altersheim kommt:
er begrüßte mich mit "Hallo Pfundi!" und bezeichnete meine Mutter als meine Mutter.
In seiner vertrauten Umgebung hält er mich also nicht mehr für eine polnische Krankenschwester.
Er kommt dort überhaupt viel besser zurecht und wirkt auch nicht wie ein alter, hilfloser Tanzbär.

Meine Schwestern und ich verbrachten einen Tag entrümpelnd im Haus.
Die beiden nahmen sich die Speisekammer vor und schafften vor Jahrzehnten gebunkerte Lebensmittel weg.
Ich sortierte mit meiner Mutter ihren Kleiderschrank durch.
Ach nein, ich habe gar keine Lust hier weiter zu erzählen ...
Stellt Euch einfach den üblichen Frust vor.
Vor uns tat sie dankbar, hinterrücks aber erzählt sie nun jedem, wir würden jetzt schon mal alles aus dem Haus schaffen und könnten nicht einmal ihr Ende abwarten.
Jaja ... möchte jemand Grillfleisch 1998 haben?

Sehr schön, ich bin nun gut 500 km entfernt, habe einen Garten voller Giersch und Brennnesseln, einen Dachboden voller Kram und einen Körper voller Fett.

Da mein Garten voller Obstbäume steht, insbesondere kleine, saure Kirschpflaumen, habe ich ein Regal voller Plaumenmus und -gelee auf dem Dachboden. Davon habe ich gestern schon mal ein Fach leer geräumt und hatte somit Platz für ein paar Backformen und Töpfe.
Anfangs hatte ich noch den Wahn, dass man die Pflaumen ja nicht verkommen lassen dürfte und habe sie geerntet und verarbeitet.
Das Problem ist nur, dass wir keine Pflaumenfans sind und unser Bedarf an Pflaumenprodukten somit herzlich gering ist.
Nach einigen Jahren sinnloser Arbeit, habe ich immerhin Ernte und Verarbeitung aufgegeben.

Nachdem ich am Wochenende dann mit meinen Schwestern gemeinsam vor so manchem Weckglas das lustige "Inhalt-Raten"-Spiel gespielt hatte, fiel mir das Wegwerfen gestern dann erstaunlich leicht.
(Und das, obwohl meine Gläser allesamt beschriftet sind.
Pflaumengelee, Pflaumengelee, Pflaumengelee ... (Pflaumen in den Entsafter, Saft mit Gelierzucker zu Gelee gekocht - das war die schnellste Verarbeitung ...)
Über Jahre hatte ich noch den Gedanken, die Pflaumengeleegläser "irgendwann und irgendwie" sinnvoll zu nutzen.
Jetzt möchte ich nur noch den Platz sinnvoll nutzen, den sie blockieren.


Samstag, 24. Mai 2014

And you may ask yourself Well...How did I get here?

Wenn ich das richtig sehe, bin ich heute ca. 7 Stunden auf der Autobahn unterwegs gewesen um 2 doofe Tage zu haben.

Naja, halb doof und halb sehr schön.
Einerseits werden wir morgen in meinem Elternhaus entrümpeln, aber anderseits sehe ich meine beiden Schwestern und werde auch bei der einen übernachten.

Sonntag dann die große Geburtstagsfeier meiner Schwiegervaters.
Dafür war ich gestern sogar shoppen.
Ich habe mir einen neuen, Figur formenden Body gekauft.
Eine patente Verkäuferin nahm mir den Mieder-Body ab, den ich gefunden hatte.
Ich hätte ihn gerne eine Nummer größer gehabt, da die 100 C zwar durchaus passte und formte, ich aber sah, dass mir das Teil am Rücken einen regelrechten Fett-Buckel formte.
Dort wo der Rückenausschnitt war, ballte sich mein Rückenfett regelrecht.
Die Größen gingen aber "nur" bis zur 100.
Ansonsten passte der Body auch tadellos und formte wie verrückt und ich beschloss einfach, meine Haare offen zu tragen.
Stattdessen kaufte ich im Endeffekt einen Body in einer 95 C, der auch noch doppelt so teuer war.
Dafür war er aber auch nur halb so dick, halb so viel Sauna-Gefühl.
Ich beäugte den Rückenausschnitt, als die Verkäuferin fragte, wie der Body saß.
Peinlich berührt, hielt ich mir den Vorhang vor den Körper und bemerkte noch peinlicher berührt, dass die Dame mir einfach über die Schulter in den Spiegel guckte und dort natürlich meine volle Breitseite betrachten konnte.
Sie griff einmal *zack* in den Rückenausschnitt, hob mich samt Body mal kurz an und siehe da:
der Fett-Buckel war weg.
Oh!
Ok, sagte ich, dann brauche ich nur jemanden, der mich Sonntag mal kurz am Ausschnitt packt und kräftig zerrt!
Mein Töchterlein sagte zu, dies zu tun.
Jetzt sehe ich immer noch aus, wie eine dicke Frau im Kleid - aber immerhin nicht mehr wie ein heftig schwitzendes Pirelliweibchen ...

Dennoch ... insgesamt 1.000 km Fahrt für eher wenig Freude.

Ich glaube, daran muss ich in den nächsten Wochen/Monaten mal arbeiten.

Und ja, ich musste grinsen angesichts der Familien-Entrümplungsideen.
Aber der Schwiegerpapi freut sich so, dass wir extra kommen und da habe ich das mit der Absage nicht über das Herz gebracht.
(ich wollte ... immerhin war ich schon zum echten Geburtstag da ... und hatte auch vor, mir damit die große Feier zu sparen ... aber dann hat er vor meinem Sohn eine Lobrede auf mich, meine Verlässlichkeit etc. gehalten ... und schon fand ich, dass er den Aufwand absolut lohnt ...)

Egal ... Same as it ever was ...


Dienstag, 20. Mai 2014

Hat jemand meinen Alltag gesehen?

Ta ...
Eigentlich führe ich hier ja einen Blog darüber, wie ich mein Zuhause entrümple,
nichts kaufe
und nebenbei schlank, schön und begehrenswert werde.

Ich komme nur nie dazu.

Zuoberst eine kleine Auflistung meiner Schritte von gestern, des entrümpelten Zimmers, meines Gewichtsverlusts.
Das war so nett und übersichtlich geplant.

Wenn Du Gott zum Lachen bringen möchtest, erhzähle ihm von Deinen Plänen ...

Der Spruch ist nicht von mir, aber immer wahr.
Und John Lennon steuert den hier bei:
Life is what happens while you are busy making other plans.
Den habe ich über die Todesanzeige meines Vaters gesetzt.
(bitte weiteratmen - nicht Väterchen, sondern Vater ... ich sagte doch Patchworkfamilie ... und meinen Vater habe ich bereits vor knapp 10 Jahren beerdigen müssen)
(Mein armes Väterchen durfte gestern ein Altersheim besichtigen und ich hörte, es habe ihm eher nicht gefallen ...)
(aber nein, ich werde jetzt keinen epischen Beitrag über meine Mutter, die tolle Frau schreiben)

Also, immer noch kein Alltag in Sicht.
Wann immer möglich, folge ich nun dem Lockruf des Gierschs in den Garten und rupfe.
Gestern wollte ich auch noch die Motorsense anwerfen, da ich alle Pflanzen, die ich erhalten möchte frei gerupft habe und nun sensen könnte, aber wie jedes Jahr, zickt die Motorsense erst einmal herum und ist nun bei unserem heimischen Fahrradhändler gelandet, der sie erst einmal wieder auf Trab bringt.

Den gerupften Giersch und die Brennnesseln zu wiegen, fände selbst ich albern.

Dazu kommt, dass mein Töchterlein nun zuhause ist.
Die Abi-Prüfungen sind geschrieben und sie hat Zeit und zieht bald aus.
Das führt bei ihr zu einem gesteigerten Kuschelbedürfnis.
War ich früher froh, sie überhaupt kurz auf ein Hallo zu sehen, fühle ich mich jetzt fast an jene Zeiten erinnert, da ich sie mit ins Badezimmer nehmen musste, wenn ich mal Pipi musste.
Und natürlich denke ich "nutze die Zeit, bald ist sie weg!" und dann nutze ich die Zeit, aber gelegentlich wird dieser Gedanke ein kleiner "bald ist sie weg!"-Stoßseufzer.

Böse ...
Es ist übrigens nicht wahr, dass ich Kaffee lieber mag als meine Kinder.
Ich mag ihn nur eben VOR meinen Kindern ...

Das gesteigerte Kuschelbedürfnis meiner Tochter führt zu einem gesteigerten Polterbedürfnis meines pubertierenden Sohnes.
Der findet mich zwar dumm und peinlich, möchte aber natürlich, dass Mami ihm mindestens so viel Aufmerksamkeit schenkt, wie seiner Schwester (die Mami ja eh viel lieber hat, jawohl ...)

Als ich gestern zur Toilette ging, fragte ich dann tatsächlich freundlich, ob sie mitkommen wollen ...

Und das Tückische an der "heutigen Jugend" sind ja diese doofen Handys.
Tochter kommt gut gelaunt an den Esstisch. Ich arbeite, gut gelaunte Tochter daddelt am Handy herum.
Das Daddeln wird hektischer, zorniger und plötzlich ist die Tochter wieder Single, hat entsprechend Liebeskummer, muss ihren Beziehungsstatus bei Facebook ändern und all die eingehenden Anfragen beantworten ...
Ok, das war jetzt eine überspitzte Darstellung.

Eine Freundin meinte mal, sie habe immer wenn sie am Tisch säßen, das Gefühl, die Männer hätten unter dem Tisch die Hosen geöffnet und würden sich ihre "Dinger" betrachten. Dabei hätten alle nur "unauffällig" ihre Handys unter der Tischdecke und würden "von Zeit zu Zeit" nach ihren Nachrichten schauen.

Gut, kurz gesagt, statt hier mit Volldampf zu entrümpeln und tolle Workouts zu machen, führe ich tiefschürfende Gespräche, rupfe Giersch und Brennnesseln und am Wochenende muss ich wieder nach NRW.
Unter anderem hat mein Schwiegervater Geburtstag und ich sehe all meine Ex-Schwäger und -Schwägerinnen wieder, die mich allesamt ca 20 kg leichter kennen und dieses Gewicht schon zu hoch fanden.
Oh, das wird eine Verlustigung allererster Kajüte.

Ob ich bis Sonntag noch besagte 20 kg wieder abnehmen kann?


Montag, 19. Mai 2014

Schlank mit Giersch

Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich eine Blogpause eingelegt habe.
Irgendwie vergeht die Zeit im Moment etwas schneller als sonst.

Ok, also am Sonntag, den 11.05. kam meine Tochter mit ihrer Biggest-Loser-Idee für uns beide.
Sie hat bei der Abi-Vorbereitung und während der Prüfungsphase ganz schön zugenommen, was außer ihr wohl keiner sehen würde - außer natürlich, sie zieht das tolle Kleid an, das wir im Herbst schon mal für den Abi-Ball gekauft haben, der Ende Juni stattfindet.

Wir haben 200,- Euro als Preis für diejenige eingesetzt, die bis dahin prozentual am meisten abnimmt.
Voll motiviert nahm ich die Hunde für eine schön lange Hunderunde und nach ca. 100 Metern stolperte ich, flog recht unelegant erst auf die Knie und dann die Hände.
Eigentlich hätte ich einfach da unten bleiben und wieder nach hause krabbeln sollen, aber ich rappelte mich wieder auf, humpelte heim und ließ mich bedauern, pflegen und in den nächsten Tagen durfte der Nachwuchs mit den Hunden gehen, während ich daheim auf dem Sofa leise vor mich hin jaulte.

Plötzlich und unerwartet war es wieder Sonntag und mein Töchterlein schubste mich unbarmherzig auf die Waage.
Sie hatte 1,9 kg abgenommen.
Ich stand vor einer 109,7 kg
Vermutlich halte ich den Rekord mit dem erfolglosesten Diättagebuch überhaupt ...

... aber immerhin bin ich von der Waage gestiegen, in meine Gartenklamotten und habe den Tag dann damit verbracht, in meinem Vorgarten den Urwald aus riesigen Brennnesseln, Diesteln und Giersch zu rupfen.
Außerdem behielt ich meinen Vorsatz im Auge, mich möglichst Low Carb zu ernähren.
Mittags kochte ich Blumenkohl und machte mir dazu eine sehr leckere Soße aus einem Rest Cashew-Mus, den ich mit Wasser erhitzte, sämig rührte und dann noch mit Frischkäse verlängerte.
Damit war auch dieses Reste-Glas verbraucht ...

Da ich in den 2 Wochen, in denen mein Väterchen hier war, weder beruflich, noch im Garten aktiv werden konnte und danach erst mal ein riesiges Arbeitsgebirge abarbeiten musste, sind die Brennnesseln auf eine imposante Höhe von ca. 1,80 m angewachsen.
Sie lassen sich zwar eben so schnell ausrupfen, wie kleine Brennnesseln, aber der Transport auf den Kompost im hinteren Teil des Gartens ist umfangreicher ...

Wer nun ein kleines, nettes Gärtchen hat:
Bei mir sind es 1.600 Quadratmeter Wildnis.

So, da ich dauernd unterbrochen werde ... heute Morgen zeigte die Waage dann 107,7 kg an.
Immer noch schrecklich, aber immerhin stimmt die Richtung.

Ach, ich habe übrigens damit begonnen, meinen Kleiderschrank wieder zu bestücken.
Alles was ich zuvor schon sortiert hatte, hängt nun wieder im Schrank.
Ein tolles Gefühl - ich muss nur überlegen, was zueinander, zu meiner Laune, zum Anlass oder zum Wetter passt.
Zu meiner Figur passt ja trotz Zunahme alles.
Das erspart schon mal sehr viel Frust!
(und Zeit)

Donnerstag, 8. Mai 2014

Sondermeldung - ich werde verlinkt :)

Hach, ich liebe es ja, wenn mein Blog verlinkt wird.
Bisher kommen alle Leser hier scheinbar von Sudda Sudda
aber - tataaaa:
unbemerkt kam jetzt auch noch die Septemberwelle dazu.

Damit hat sich die Zahl der Links zu meinem Geschreibsel verdoppelt.
Cool

Wer im Glashaus sitzt ...

... sollte weniger über seine Mami lästern ...

Nachdem ich hier mit Wonne einen Beitrag über die versiffte Küche meiner lieben Mutti veröffentlicht habe, öffnete ich voller Selbstgerechtigkeit meinen eigenen Küchenschrank.
Ach, ich wollte einfach noch ein wenig im Gefühl der Überlegenheit baden,
denn immerhin entrümple ich ja nun schon eine ganze Weile,
kaufe bewusst und achtsam ein und obwohl die Fächer des Vorratsschranks etwas übervoll wirken, dachte ich, das läge einfach daran, dass ich sehr wenig Platz für Vorräte habe.
Auf so wenig Platz, wirkt auch der sinnvollste Vorrat etwas chaotisch!
... dachte ich ...

Gut, ich sollte nicht lästern.
Ich räumte das oberste Fach aus:
meine Backzutaten (nicht Mehl und Zucker - die haben eigene Fächer)
sondern eher Hefe, Backpulver, Sesam, Mohn ... und Deko für Plätzchen und Kuchen.

Nach einigen Minuten, war meine Selbstgerechtigkeit erst einmal verflogen und wich einem ungläubigen Kichern.
Ich habe wohl einen Hang dazu, kleine Deko-Möhren und Lebensmittelfarbe zu kaufen.
Ja, ich erinnere mich durchaus, beides des öfteren gekauft zu haben.
Allerdings erinnere ich mich nicht daran beides je benutzt zu haben.
Bzw selten. Sehr selten.
Was dann dazu führte:


7 Packungen Speisefarbe ... so ganz zurechnungsfähig bin ich evtl. auch nicht.

Gestern fand ich im Fach darunter dann nicht ganz so intensive Anhaltspunkte für eine kapitale Macke.
3 angebrochene Packungen "Perlgraupen" und 2 angebrochene Packungen Linsen, die sich ganz wunderbar gemeinsam kochen ließen.
Abgekühlt, in eine große Schüssel umgefüllt, habe ich es nach und nach als Beilage zu diversen Mahlzeiten "verbraten".
Lecker!
Evtl. sollte ich mehr Perlgraupen und Linsen kaufen?
Ah, nein ... immerhin habe ich in gewohnter Halbherzigkeit beschlossen, es wieder mit Low Carb zu probieren und die durchaus leckere Graupen-Linsen-Mischung ist alles Mögliche, aber nicht Low Carb.

Auch der Kühltruhe habe ich meine Aufmerksamkeit geschenkt.
Ich horte TK-Brokkoli, Fisch und aus irgendwelchen kruden Gründen auch tiefgekühlte Beeren.
Ich mag keine Kerne, darum mag ich Beeren nur "entkernt", bzw. entsaftet.
Aber zuerst einmal habe ich mich nun meinen Brokkoli-Vorräten gewidmet und schon mal 2 Beutel verarbeitet.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Klamottenkur offiziell geendet hat.
Ich komme weiterhin mit ca 60 Kleidungsstücken zurecht und möchte auch erst einmal alles durchsortieren, bevor ich meinen Schrank wieder (über)fülle.

Viel zu tun!