Worum es hier geht

Dienstag, 31. Dezember 2013

Fundstücke: der Krankenwagen

Gerade habe ich laut lachen müssen, als mir beim Sortieren der Autokiste ein Krankenwagen in die Finger fiel:


Aus diesem Krankenwagen musste unser damaliger Nachbar, Dr. med. Jürgen Claus einmal eines meiner Kinder befreien.
Ach, mein Siebgedächtnis.
Ich überlege gerade sehr, wer von beiden seinen Finger so in das Fenster der hinteren Tür gesteckt hat, dass es unmöglich schien, ihn wieder zu befreien.
Ich tippe auf meine Tochter, bin aber nicht sicher.
Unser Nachbar hat uns recht häufig aus chaotischen Situationen retten dürfen.
Ich tippe immer mehr auf meine Tochter, denn sie vertraute ihm sehr oft sehr viel mehr als ihrer eher ungeschickten Mutter ...
Nun, den Krankenwagen habe ich nun besten Gewissens in der Autokiste meines Sohnes verstaut, denn das böse Fenster ist enfernt und so sollte der Krankenwagen keine böse Falle mehr darstellen.

(übrigens vertraue ich darauf, dass meine Kinder irgendwann spontan herumtauschen und sich nicht weiter daran stören, wem ich jetzt was wo einpacke - meine Tochter hatte all ihre Autos nach und nach ihrem Bruder überlassen. Gelegentlich, besonders zu ihrem Geburtstag, schenkte er ihr dann einige zurück um ein schönes Geschenk für sie zu haben - und ließ sich dann gelegentlich durch erneutes Zurückschenken erfreuen, trösten oder bestechen)

Morgen wird es ernst ...

Gerade sitze ich mitten im Chaos.
Die Kate sieht aus wie eine offene Wunde - aber ich habe da dieses leise irre Grinsen im Gesicht.
Vorhin war ich auch noch fettig und staubig, mit wirrem Haar im Nachthemd, aber immerhin diesen Eindruck konnte ich durch Duschen und frische Kleidung schon mal wieder abmildern.
Gestern habe ich in einem Großeinsatz die schäbige Kommode und den ebenfalls schäbigen Katzenkratzbaum direkt zum Abfallhof entsorgt und mir dann den chaotischen Rest des Zimmers vorgenommen.

Ich habe eine große Kiste mit Lego befüllt.
Dann habe ich mich durch 2 Schränke voller Spiele gewühlt und all das im Wohnzimmer neu untergebracht, was wir tatsächlich gerne spielen.
3 Stapel und ein Wäschekorb warten nun darauf, entweder in die "Station" gebracht zu werden, bei Ebay eingestellt oder zu Freunden geschickt zu werden.
Viele Spiele sind noch wie neu - ich denke mal, da wurde den Kindern zu Weihnachten und den Geburtstagen viel geschenkt und wir haben aber doch lieber weiter unsere Lieblingsspiele gespielt, bei denen wir uns dann nicht groß in neue Anleitungen einlesen mussten.
Einiges haben wir gespielt und es ist aber "verjährt".
Ich habe mir immer einen Stapel Spiele gegriffen, geguckt, ob das jeweilige Spiel bei Ebay überhaupt Chancen auf einen Käufer hätte, und dann notfalls eine neue Anleitung ausgedruckt.
Für verlorene Spielanleitungen gibt es Sammlungen im Internet - Ravensburger zB hier: http://www.ravensburger.de/spielanleitungen/

Nach diesem Krafakt habe ich mir dann auch noch die Fächer mit den Kassetten, CDs, DVDs und Computer-Spielen der Kinder vorgenommen.
*ächz*
In kaum einer Hülle war das drin, was drauf stand.
In einem alten Kinderkassetten-Koffer habe ich nun all das fein säuberlich einsortiert, was wir wirklich geliebt haben.
Dann habe ich noch 2 Stapel mit Kassetten gemacht, die ich jeweils meinem Sohn und meiner Tochter in ihre Erinnerungskisten legen werde.
(das sind riesige Stahlkoffer, die ich in meinem ersten Entrümplungsjahr angeschafft habe - eine grandiose Idee, kann ich nur sagen! Dort kann ich nun schön trocken, sauber und gezielt alles unterbringen, was einfach nicht mehr aktuell in den Zimmern herumfliegen muss, aber doch wert ist, aufgehoben zu werden.)
Bibi Bloxberg für sie und TKKG für ihn.

Heute gilt es noch, alle Autos meines Sohnes in eine Kiste zu packen und dann sämtliche Stapel hier wieder abzutragen.
Also, Dinge wirklich bei Ebay einzustellen, Freunden zu schicken ... bzw versandfertig zu machen.
Am 02.01. werde ich dann zu besagter Station fahren und den Wäschekorb Spiele entsorgen.

Zurück bleibt übrigens "mehr"!
Wenn man sich jetzt vor die Spiele stellt , erschlägt einen kein übersichtliches Chaos mehr, sondern wir stehen vor unseren Lieblingsspielen, können einfach zugreifen und loslegen.
Weniger ist halt tatsächlich mehr.
(noch dazu habe ich jeden einzelnen Karton geöffnet und verirrte Steine wieder in die richtigen Kartons gepackt.
alle Kärtchen etc. gezählt und dafür gesorgt, dass wir unbesorgt loslegen können, da einfach alles vollständig ist)
Ein gutes Gefühl.

Danach kommt noch das große Putzen, denn meine Hunde liegen hier herum und vor Langeweile fällt ihnen nichts Besseres ein, als kräftig zu haaren ...

Montag, 30. Dezember 2013

Entrümplungsverluste Teil I

Ja, manchmal geht es auch daneben.

Eben habe ich auf dem Dachboden nach der passenden Kiste für das Lego gesucht.
Dabei entdeckte ich, dass die lang vermissten Muffin-Formen IN einer Blechkuchen-Transportkiste waren.
Ok, da finde ich sie natürlich nie.
Also habe ich die Muffin-Formen gut sichtbar in ein Regal gestellt.
Dann befand ich die unterste Kiste im Kistenstapel als passendste Lego-Kiste.
Ich bückte mich, wühlte die Kiste hervor und stieß dabei die Muffinformen hinter das Regal.
Mist!
Also krabbelte ich durch das Regal nach hinten und fand immerhin eine der beiden Formen.
Auf dem Rückweg verfing sich meine Duttnadel im Regal und plötzlich wallten meine Haare abwärts, während meine Duttnadel sich mit leisem *Pling* zwischen die dicken Eichenbohlen meines Dachbodens verkrümelte.
Menno!
Die ist weg!
Nächstes Mal mache ich mir doch wieder den Lara Croft Zopf ...
Aber immerhin habe ich die perfekte Lego-Kiste mit Deckel und immerhin eine einsatzbereite Muffinform ...

Der Tag von Michael Schumachers Skiunfall

Während ich friedlich vor mich hin entrümple, kommen 2 Nachrichten immer wieder.
Einmal die von Michael Schumachers Skiunfall und die von einem Ferrari-Fahrer, der 65 km von hier in Norderstedt gleich 2 Frauen umgebracht hat, weil er beim Einbiegen von einer Nebenstraße auf die Schleswig-Holstein-Straße die Kontrolle über seinen Sportwagen verloren hat.
58 Jahre alter Ferrari Fahrer, der derart auf eine Straße auffährt, dass es ihn auf die Gegenfahrbahn schleudert.
Da hat man direkt ein Bild vor Augen.
Man fragt sich allerdings auch, ob man nicht von den Medien zu genau diesem Bild verführt wird.
Solche Unfälle passieren ja leider dauernd, aber in die Endlosschleife sämtlicher Nachrichten brachten es nicht die beiden Toten, sondern der knallrote Ferrari.
Das Ganze läuft auch unter dem Schlagwort "Ferrari-Crash".
Oder eine Überschrift: Ferrari außer Kontrolle.
Abends habe ich dann im seriösen 1. Programm den Tatort gesehen, als plötzlich eine Eilmeldung eingeblendet wurde.
Man erwartet ja gleich Schlimmstes.
Flugzeuge in Hochhäuser gekracht,
Selbstmordattentäter am Kölner Hauptbahnhof - so etwas.
Ne, es geht um Schumi.
Oje, denke ich angesichts der Eilmeldung. Gestorben, denke ich.
Nö ... es gibt absolut gar nichts Neues.
Das seriöse 1. Programm, die ARD, will nur, das ich auf die Tagesthemen warte und mir anhöre, wie eine extra aus Paris zugeschaltete Journalistin sagt, dass viele Fans Schumi via Twitter Glück wünschen.
Dann wird vor das Krankenhaus geschaltet und ein nervöser Fan simultan übersetzt, der mit Schumi-Kappe auf dem Kopf verkünden darf, dass er hofft, Schumi käme mit einer Narbe davon.
Also, meinetwegen dürfen sämtliche Sender und Zeitungen pleite gehen.
Den zu befürchtenden Verlust an Seriosität, haben wir doch längst hinter uns ...

Ok, ok, ... Entrümpeln ...
Ich bin in dem Zweitzimmer weiter gekommen.
Ich habe die Ikea-Kommode mit den 9 Schubladen gründlich geschrubbt und sie aus dem Zimmer in den Flur geholt.
(fragt nicht wie ...)
Fotos gemacht und dann via Google-Bildersuche über "Ikea Kommode" ein Foto meiner Kommode gesucht, damit ich herausfinde, wie sie heißt.
Vajer übrigens.
Als solche steht sie nun in meinen Ebay-Auktionen und wartet auf einen Abnehmer.
Das sieht auch gar nicht so schlecht aus, denn obwohl ich es auf Selbstabholer eingeschränkt habe, hat die Kommode heute schon 11 Beobachter. (von denen allerdings keiner die 40,- Euro zahlen möchte, die ich als Sofort-Kaufpreis angesetzt habe)
Der Schubladenschrank direkt daneben ist "um"
Den werde ich gleich komplett ausräumen und wenn möglich zum Abfallhof schaffen.
Zu meiner Freude entdeckte ich, dass er bis auf die unterste Schublade schon leer ist (das habe ich im Herbst erledigt)
und in der untersten Schublade scheint hauptsächlich Lego zu sein.
Das kommt in eine schöne, große Kiste und ab auf den Dachboden.
Derart ermutigt, habe ich dann mal in die anderen Schränke geguckt.
Da mein Sohn umgeräumt hat, hat er keine Bücherregale mehr und all seine Bücher befinden sich in Kisten oder Stapeln.
Ungut.
Die Spiele-Regale sind dafür voll mit Kram, den wir gar nicht mehr spielen.
Und zwar so voll, dass ich die Lage als hoffnungslos erachtete und lieber ignorierte.
Gestern habe ich spontan einfach mal sämtliche Puzzles herausgeholt.
Zum Puzzeln komme ich nicht mehr und möchte es auch gar nicht mehr.
Meine Katzen werden mit den Jahren immer bekloppter und wenn ich irgendwo ein Puzzle beginne, kann ich ganz sicher sein, dass sich eine Katze mitten hinein legt.
Zurück bleiben Haare, Dreck und Chaos unter den Teilen ...
5 Puzzle habe ich nun bei Ebay eingestellt (aber in 2 Auktionen).
Was die ganzen Kleinkinder-Spiele angeht, werde ich jetzt mal sieben, was in die Erinnerungskiste kommt und was ich in der "Station" abgebe.

Soweit meine Pläne für heute.

Ah: Vorräte kochen
Statt aus dem Schrank, habe ich gestern auf einen Rutsch ein kleines Vorratslager vom Dachboden "gekocht".
Hirse und Dinkel in Kochbeuteln aus dem Bio-Laden.
Dazu helle Tüten-Soßen von Ikea.
Sehr lecker mit Zwiebeln und einer Dose grüner Bohnen.
Für heute habe ich Dinkel über Nacht eingeweicht und gedenke eine Dinkelsuppe zu kochen.

Wenn ich heute ganz viel schaffe, verschwindet noch ein Korb mit Korken vom Dachboden (wenn ich die Kommode zum Abfallhof bringe) und ich räume noch den Ofen und die Stellfläche über dem Kühlschrank auf.
räum, räum, räum ...

Sonntag, 29. Dezember 2013

Schlaf und so ...

Na, das hat dann ja mal wieder wunderbar geklappt mit dem frühen zu Bett Gehen ...
Kurz nach 2 Uhr morgens lag ich endlich im Bett.
Damit liege ich lediglich 3,5 Stunde hinter dem, was ich eigentlich will.

Evtl. sollte ich einfach einmal komplett durch machen und nicht gegen 2-3 Uhr morgens ins Bett gehen, sondern eben bis 22.30 Uhr durchhalten.
Derzeit gehe ich zwischen 2 - 3 Uhr schlafen und stehe gegen 11 Uhr auf.
Nicht gut.
Gar nicht gut.
Bringt mir im Dorf auch irgendwann einen unguten Ruf ein, wenn zB die Post oder wer auch immer vor der Türe steht, schon langsam über den Feierabend nachdenkt und ich komme mit Schlaf in den Augen, zerzaustem Haar und im Schlafanzug an die Tür.

Auch meine Hunde finden es doof, wenn so wenig Zeit zwischen
"Frauchen wird wach"
und
"draußen wird es dunkel!"
liegt.

Gestern habe ich nichts entrümpelt, sondern nur wieder aufgeräumt.
Zwischendurch muss ich immer wieder dafür sorgen, dass es hier wohnlich aussieht und nicht so "frisch umgegraben".

Mein Plan, nicht mehr einzukaufen, ist halb aufgegangen.
Ich musste Katzen- und Hühnerfutter einkaufen und habe mir auch frische Milch, Kaffee und Spülmittel gekauft.
Beim Verkochen der Vorräte habe ich den Gefrierschrank schon ziemlich leer bekommen.
Aus irgendwelchen Gründen horte ich noch Unmengen Himbeeren.
Was wollte ich damit wohl machen?
Ich überlege, ob ich sie zu Konfitüre verarbeite.

Um mehr Zeit zum Entrümpeln und meine Arbeit zu haben, habe ich leider eher die Frischvorräte verarbeitet, statt mich mal ans "Trockenfutter" zu machen.
Ich habe 2 Fächer geleert und alles in einen Korb gepackt.
In diesen Fächern stehen nun statt Vorräten, Küchengeräte.
Ich würde gerne noch 2 Fächer leeren.

Ab Januar möchte ich hier im Blog dann auch wieder oben und unten die "Leisten" setzen.
Also, viele Vorsätze für mein 2014-Projekt.

Samstag, 28. Dezember 2013

Das Dezember-Vorspiel

Über Weihnachten machte es *hach* und mich interessierten weder das Entrümpeln, noch meine Taille.
Ich legte die Füße hoch, guckte dusslige Serien, las und las und war träge.
Die Hunde zerrten mich einmal täglich vor die Haustüre, aber ansonsten ... nichts.

Ich denke, das muss auch mal sein und werde solche "Inselchen" 2014 auch hinnehmen.
Füße hoch, ausspannen und darauf vertrauen, dass die Entrümplungs-Reflexe nach kurzer Pause wieder einsetzen.

Wenn ich mal überlege, wie viel mehr Zeit man mit weniger Kram hat.
Wie viel weniger Zeit ich mit dem Aufräumen und Putzen verbrächte.
Und wie viel tiefer ich mich auf einzelne Dinge/Themen einlassen könnte, wenn ich sie
a) klarer sehen könnte
b) mehr Zeit für sie hätte
c) mehr Geld für sie übrig hätte

Irgendwo sah ich eine Sendung über "Experten", die Leuten beim Trödeln helfen.
Davon gab es auch eine Promi-Version.
Man kam in das Zuhause einer sehr netten, hübschen Schauspielerin und in mir machte es
"Baaaah!"
denn dicht an dicht und überall standen, hingen und lagen "Sachen".
Die wollte sie aber gar nicht loswerden.

In Geschäften sieht man wunderschöne Dinge, geschickt angestrahlt, sauber, neu, verlockend.
Man lässt sich verführen, kauft ein und stellt es daheim dann zu der Beute der letzten Jahrzehnte, wo das glitzernde Einzelstück aus dem Geschäft, dann einfach untergeht ... aber in den nächsten Jahren ständig geputzt und aufgeräumt werden muss.
Den Blick auf anderes verstellt und einen "beschäftigt".

Nach Jahrzehnten des "oh, das glitztert! das will ich haben!", werde ich hoffentlich nicht eben so lange brauchen, um mich hier auf das Wesentliche zu reduzieren.

Ich werde meine Konsum-Diät samt Entrümplungs-Aktion von 2012 also 2014 wiederholen.

Bücher

In den letzten Tagen wurde mir bewusst, dass ich auch meinen Bestand an Büchern erneut drastisch reduzieren werde.
Da die Kate so niedrige Wände hat, habe ich sehr wenig Stellfläche für Bücherregale.
Und ich bin nicht der Typ, der ein und das selbe Buch immer und immer wieder liest.
Mir schwebt vor, ein paar Lieblingsbücher zu behalten und mich ansonsten auf Kochbücher, Bildbände und Sachbücher zu beschränken.
Insbesondere die alten Kochbücher aus den 30er Jahren.

Schlaf

Über Weihnachten habe ich einen tollen Plan ausgeklügelt, mit dem ich künftig mehr schlafen werde.
Also:
zwischen 19 und 20 Uhr schlüpfe ich schon in meinen Schlafanzug und erledige das komplette Badezimmer-Programm.
Dann steht zwischen mir und meinem Bett am späten Abend nämlich nicht mehr meine eigene Trägheit, die mich bleiern noch für Stunden auf das Sofa nagelt, weil ich mich einfach nicht zum Waschen, Zähneputzen etc aufraffen kann.
Zu müde zum Schlafen Gehen.
Außerdem signalisieren die geputzten Zähne:
heute wird nichts mehr gegessen!

Ich finde mich sehr genial
... und wollte dies auch gestern gleich mal umsetzen, aber ...

... nach den trägen Tagen, packte mich dann gestern endlich wieder der "Räum" und ich nahm mir nicht nur endlich den Wäschekorb vor, in den ich das letzte Regalfach geschubst hatte, sondern ich leerte auch gleich noch den ersten "Quadranten" im Zweitzimmer meines Sohnes, das aus ... diversen Gründen leider auch meine komplette Büroausstattung beinhaltet ... und dadurch wohl regelrecht zum "Zumüllen" freigegeben wurde.
Auch der letzte Woche entsorgte Staubsauger stand zB in diesem Zimmer.

Ich schleppte einen Stapel aus 3 großen Kisten zum Esstisch, in dem mein Sohn seine Comics und mehr aufbewahrte.
Dann sortierte ich diese Comics nach Jahrgängen, knipperte die Gummierung ab, mit der die dussligen Gimmicks ursprünglich an das Heftchen gepappt wurden und die nun aber die Comics aneinander pappte.
Um die Lücken in den Jahrgängen zu schließen, nahm ich mir gleich auch noch eine Schublade im Sohnes-Zimmer vor.
Nun ist alles wunderbar nach Jahrgängen geordnet und auf seinem Schreibtisch warten ein Taschenrechner, zig Heft-Umschläge, sein Schulmäppchen und ein paar Schulbücher auf ihn.
Alles Dinge, die zusammen mit Dingen, die in den Müll wanderten, irgendwie mit in die Comics geraten waren.
Jungs ...
Natürlich könnte man argumentieren, dass ich krass in seine Privatsphäre eingreife.
Da ich bei meiner letzten Räumungsaktion aber auf die Mappe mit absolut all seinen DVDs und Computerspielen stieß, ist er meinen Übergriffen gegenüber sehr aufgeschlossen.
Ich lasse dies auch immer nur stattfinden, wenn er weit, weit weg ist und er meine Reaktionen auf so manches Fundstück nicht gleich abbekommt.
Heute möchte ich nämlich evtl. eine Kommode fotografieren und bei Ebay einstellen, die ich im Herbst schon komplett entrümpelt hatte.
Zu meiner Überraschung war eine der Schubladen wieder gefüllt:
haha ... da klopft das Mutterherz gleich ein wenig schneller ...
Ich habe via Email angefragt, ob ich die Flaschen ins Altglas geben darf, oder er sie aus sentimentalen Gründen aufbewahren möchte :)

Also, räum, räum, räum ... zig Hörbücher bei Ebay eingestellt ... räum, räum, räum
und um 3.41 Uhr morgens bin ich dann endlich ins Bett gegangen.

Und das Beste ist:
nach so viel Räumen und Sortieren, sieht es hier nun aus, als sei eine Bombe hochgegangen.
Eine Haar-Bombe!
Überall liegt nun etwas herum und alles ist dicht behaart.
Das mit den Haaren haben meine Hunde erledigt.

Jedenfalls werde ich heute also erst einmal wieder aufräumen und putzen, bevor ich weiter entrümpeln kann.

Und um 19 Uhr ziehe ich dann meinen Schlafanzug an ...


Montag, 23. Dezember 2013

Drop Dead Diva

gestern:
Schritte: 10.184
Geräte: ./.
geräumt: 1 Regalfach
weggeschickt: 482 Gramm Ebay
Ebay: ./.
Wellness: ./.
Kultur: ./.
Ruhe: spät

Heute begann der Tag mit 83:11= ca 7,5
In meiner Mailbox sind noch 83 Mails und ich habe noch 11 kinderlose Tage um diese zu bearbeiten.

In den letzten beiden Tagen hatte ich die allerbesten Vorsätze, bin aber hoffnungslos "versumpft".
Immerhin haben die Hunde nicht leiden müssen und ich habe hier so aufgeräumt und geputzt, dass jederzeit Besuch kommen könnte.
Ich habe auch noch ein sehr leckeres Apfelbrot im Kühlschrank um Besucher mit Kaffee und Kuchen zu verwöhnen.
Allerdings locke ich niemanden aktiv an, da ich a) das Versumpfen durchaus mal genieße und b) doch all die höllisch guten Vorsätze habe.

Immerhin habe ich an beiden Tagen jeweils ein gewichtiges Teil entsorgt.
Samstag bin ich mit einem Staubsauger zu einem Nachbarn geflitzt, der als Bastler bekannt ist.
Dieser Staubsauger hatte angesichts der geballten Hunde- und Katzenhaare bei uns innerhalb kürzester Zeit nachdem Amazon ihn uns gebracht hatte, sein junges Leben wieder ausgehaucht.
Er macht ein seltsames, unschönes Geräusch und saugt nicht mehr gut.
Um nicht in Tierhaaren unterzugehen, hatte ich ratzfatz einen neuen Staubsauger gekauft, konnte mich aber nicht entschließen, dieses eigentlich noch neue Stück zum Elektroschrott zu geben.
Der Nachbar signalisierte Interesse ... und bekam 7,2 kg Staubsauger vor die Tür gestellt.

Gestern kam es dann ganz arg:
nach der Hunderunde guckte ich ein paar Folgen Drop Dead Diva und googelte nebenbei nach News zu der Serie und spannenden Details über die Schauspieler. Dabei kümmerte ich mich aktiv um den Abbau meiner Likör-Vorräte.
In den USA wird wohl gerade an Staffel No 6 gedreht.
Mich interessierte natürlich, was in Staffel No 5 auf uns zukommt (bei Staffel No 4 bin ich gerade) und musste über die sehr inbrünstigen Diskussionen der Fans grinsen, die es vollkommen unglaubwürdig finden, dass Owen Stacey küsst!
Dazu muss man wissen, dass Owen der Ex-Verlobte von Jane ist - Staceys beste Freundin.
Und Stacey hat doch nun ernsthaft Owen als Sperma-Spender gewählt, da sie ein Baby haben möchte.
Fans zweifelten an, dass Stacey, ihres Zeichens ein Model, einen etwas molligen Mann mit Herzproblemen als Sperma-Spender wählen würde, noch dazu wo er eben besagter Ex-Verlobter ist.
Ne, das geht gar nicht.
Völlig unglaubwürdig.
Und passt daher auch überhaupt nicht in eine Serie um das Fotomodel Deb, das bei einem Unfall verstirbt, im Himmel aber impulsiv auf eine Return-Taste drückt und daraufhin im Körper der Anwältin Jane wieder aufwacht, die gerade angeschossen wurde (und dabei verstirbt).
Das Urkomische daran ist, dass Jane dick ist.
Ich denke ja, dass Deb, eine ziemlich hohle Blondine, einen grandiosen Tausch gemacht hat, denn Jane ist sehr intelligent, hat ein abgeschlossenes Jura-Studium und einige Jahre Berufserfahrung und eine grandiose Stimme.

Ok ... Taille ... gestern komplett ignoriert, aber in Sachen Entrümpeln habe ich noch schnell unsere Steinpolier-Maschine zum Müll gestellt.
Allerdings grübel ich gerade, ob ich ihr nicht doch noch eine Chance gebe ...
Wir hatten sie mit Steinen beladen in den Schuppen gestellt, wo sie dann eingefroren ist und ihr junges Leben aushauchte.
Evtl. reicht eine Grundreinigung?
Oder aber der Motor ist verschmort.
Ok, sie bekommt noch einen genaueren Blick ...

Weg sind:
Kram: 24.589 + 565 Gramm - Ebay versandt + 152 Gramm CDs
Kilos: 0,7 kg

Samstag, 21. Dezember 2013

Der Tag an dem Justine Sacco berühmt wurde und ihren Job verlor

gestern:
Schritte: 10.184
Geräte: ./.
geräumt: 1 Regalfach
weggeschickt: 482 Gramm Ebay
Ebay: ./.
Wellness: ./.
Kultur: ./.
Ruhe: spät

Ich komme gar nicht dazu, etwas über gestern zu schreiben, weil ich zu neugierig bin, wie die Justine Sacco Story weitergeht.
Eine PR Expertin, die kurz vor ihrem Flug nach Südafrika getwittert hat:
Going to Africa. Hope I don't get AIDS. Just kidding. I'm white!
Mit diesem Tweet hat sie sozusagen Weltruhm erlangt.
Den Shitstorm, den sie da losgetreten hat, hat sie sicherlich nicht erwartet.
Noch bevor ihr Flieger in Südafrika landete, war ihr Spruch tausendfach weltweit zitiert, kommentiert, interpretiert, fotografisch gesichert und verflucht worden.
Auch ihr Arbeitgeber war fleißig. Er kündigte ihr, entfernte sie als Ansprechpartnerin von seiner Webseite und distanzierte sich meilenweit von ihrem Tweet.
Da ich selbst einen rabenschwarzen, eher kruden Humor habe, musste ich erst einmal herzlich lachen.
Das ist so ein absurdes Ding, das es doch eigentlich nur ein gruseliger Scherz sein kann, oder?
Mit über 40 Jahren, habe ich allerdings mittlerweile heraus, meine Scherze eine Weile auf der Zunge rollen zu lassen, bevor ich sie ans Licht lasse.
Ich bin sehr gespannt, ob und was Frau Sacco zu ihrem Tweet noch zu sagen hat und ob sie ihren unfreiwillig erlangten Weltruhm irgendwie nutzen kann.
An ihrer Stelle würde ich mich ganz schnell an die Aids-Hilfe wenden und versuchen, irgendeine Art Werbung für die Aids-Hilfe aus diesem Tweet zu machen.
"Habe gerade erfahren, auch hübsche, weiße Mädchen können Aids bekommen - wer hätte das gedacht?"
oder so ...

Ok, ok ... zurück zum Entrümpeln und Erschlanken ...

Heute habe ich ca 150 kg Nachwuchs weggebracht.
Das kann ich aber nicht als Entrümplungserfolg listen, denn sie kommen nächsten Jahr zurück ...

Was das Erschlanken angeht, muss mein Low Carb jetzt evtl. mal pausieren, denn ich habe beschlossen, in den nächsten 14 Tagen möglichst nicht wenig einkaufen zu gehen und meine Vorräte hier abzubauen.
Die Küchenschränke sind voll - was schade ist, denn ich würde gerne meine sämtlichen Küchengeräte und -Utensilien mal greifbarer verstauen.

Die Vorratshaltung, die einst sinnvoll war, als die Kinder noch klein waren, hat sich selbst überholt und so schmelze ich seit Wochen den Bodensatz ab. Wenn ich zB meine Vorräte an Marmelade und Apfelmus so betrachte, habe ich vermutlich schon mehr eingekocht, als ich je verbrauchen kann. Andererseits möchte ich aber auch ungerne 14 Tage von Marmelade und Apfelmus leben.
Mal schauen, wie ich das umsetze.

Meine Entrümplungsleistung gestern, war auch eher gering.
Zwar habe ich ein vollgestopftes Fach
komplett ausgeräumt,
ausgewischt und wieder eingeräumt

Die Frage ist jetzt nur, wo ich all den Kram lasse, der jetzt noch in dem ... Wäschekorb lagert.
Ich denke, ich werde des Korbes Inhalt morgen mal sortieren.
Ja, morgen ist gut.
Heute nicht mehr.
Muss mal gucken, ob es etwas Neues von Justine gibt ...

Weg sind:
Kram: 17.389 kg + 1 Staubbsauger
Kilos: 0,7 kg


Freitag, 20. Dezember 2013

extrem schwer - Marion

gestern:
Schritte: 3.435
Geräte: ./.
geräumt: besagter Korb
weggeworfen: 5,6 kg aus dem Korb
Ebay: 2 Schals
Wellness: ./.
Kultur: ich fürchte, "extrem schwer" zählt nicht ...
Ruhe: spät


Da ich Mittwoch unterwegs war, habe ich mir die verpasste Folge "extrem schwer" online angesehen.
Gruselig.
Marion, die Abnehm-Kandidatin dieser Folge, hatte entweder eine Mutter, die direkt aus der Hölle in den Kreißsaal geschickt wurde, oder eine satte Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Bei zu viel Schicksal, tippe ich mittlerweile schnell auf Zweiteres.
Ich kenne jemanden mit Borderline. Eine eher verstörende Erfahrung, kann ich nur sagen. Jemand, der so viel erlitten hat, der von so vielen Menschen übelst mitgespielt wurde und bei der man sich regelrecht verpflichtet fühlt, viel Zeit, Geduld und Verständnis aufzubringen und vieles zu verzeihen, weil sie alles immer durch erlittenes Leid entschuldigen kann.
Bis man sich selbst plötzlich als böse Fee in ihrer Märchenwelt wiederfindet, weil man einmal keine Zeit für sie aufbringen konnte.

Seither habe ich ein unheimliches Faible für fröhlich oberflächliche Menschen, bei denen der schlimmste Schicksalsschlag ein abgebrochener Fingernagel war ...

Na jedenfalls, die arme Marion hatte eine gruselige Kindheit voller Vernachlässigung, sexuellem Missbrauch und Hunger.
Dann einen gewalttätigen Ehemann und während des "extrem schwer"-Jahres bekam sie auch noch Krebs.
Verständlich, dass sie darum von ihren 163 kg nur 45 kg abnehmen konnte und am Ende der Sendung dennoch frenetisch als "neue Marion" gefeiert wurde.
Felix Klemme war ihr in der Sendung (leider) nicht nur Diätcoach gewesen, sondern gleich auch noch Therapeut, mit dem sie nicht nur wund reibende Gespräche führte, sondern der sie dann gleich auch noch zu ihrem früheren Elternhaus begleitete, in dessen Nähe sie einen (vor der Kamera geschriebenen) Brief an ihre Mutter und Kram begrub.

Bei den Psycho-Stellen der Serie hatte ich dann lieber meinen gemütlichen Sofa-Platz verlassen und die Spüle ausgeräumt.
Am Ende der Sendung reichte mir auch ein Blick auf die neue Marion und die Gewichtsverlust-Angabe und *zack* knipste ich aus, bevor weiteres, Dramatisches kommen konnte.

Danach war ich platt und alle ... und spürte den Vorteil meines Blogs, denn nur um heute erwähnen zu können, dass der Korb entrümpelt ist, habe ich tatsächlich damit begonnen ... und zu meinen Erstaunen auch geschafft, ihn leer zu räumen.
5,6 kg Kram sind nun in der Mülltonne:
1 kaputter Schirm
1 Ladekabel (wovon auch immer)
2 defekte Taschenlampen
1 Tuch
1 Stirnband
1 Brillenputztuch
2 Sonnenbrillen (oder 3-D-Brillen?)
Altkleider (eigentlich mein Flickkorb, aber ... "Altkleider" und weg ...)
1 Schal
1 defekter Schuhlöffel
1 defekte Hundeleine
1 schäbiges Hundehalsband

2 Schals, die ich mal auf einem Kunsthandwerkermarkt gekauft, aber niemals getragen habe, stellte ich umgehend bei Ebay ein.
Ich bin gespannt, ob sie Käufer finden.
Für das Foto hatte ich sie auf ein weißes Tablett gelegt und Freunde lästerten direkt über die Fotos:
Ute: Lol, der sieht aus wie sehr seltsames Essen...
Nathaly: Ich dachte auch erst Spinat-Rote Beete-Carpaccio
Ulla: Sorry, aber mir gings ebenso
Ich habe "gedroht" bei Facebook zu schweigen, bis die Schals verkauft sind - und zu meinem Erstaunen gibt es sogar ein Gebot auf den blauen Schal.

Die ersten Auktionen sind nun auch schon durch - zu meiner leisen Freude keine 1,- Euro-Auktionen.
Das erste Buch habe ich gleich gestern versandt - 627 Gramm
Für ein weiteres Buch + DVD (482 Gramm) ging abends die Zahlung ein und ich versende es heute noch.

Das Entrümpeln mit dem Abnehmen zu kombinieren, hat in Sachen Motivation übrigens Vorteile.

Weg sind:
Kram: 16,907 kg + 482
Kilos: 0,7 kg

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Wladimir Kaminer "bestanden"

gestern:
Schritte: 5.873
Geräte: ./.
geräumt: 1 Korb
weggeworfen: ./.
Ebay: ./.
Wellness: Angel Wings ;-)
Kultur: Wladimir Kaminer in der Fabrik
Ruhe: gegen Mitternacht (wegen ")

Heute gibt es kein neues Aufräumprojekt, denn sonst laufe ich Gefahr, dass sich am Jahresende mein gesamter Besitz in Wäschekörben befindet, die ich "nur noch eben mal" durchsortieren muss.
Gestern hatte ich recht spontan den Inhalt eines "was ist das eigentlich?"-Körbchens mit in den Wäschekorb gegeben, in dem sich bereits der Inhalt der beiden Schal, Mütze und Handschuh-Schubladen befand.
Und danach kam ich dann zu gar nichts mehr ... und dann mussten wir auch los, da ich Karten für die Lesung von Wladimir Kaminer in der Fabrik hatte.
"Mama, was heißt "teilbestuhlt"?", fragte mein Nachwuchs.
"Dass wir stehen müssen!", sagte ich mit einem Blick auf die Uhr.
Und so kam es auch.
Wir standen oben auf der Galerie, hatten einen guten Blick auf Herrn Kaminer und (zumindest ich) schmerzende Füße.
Hin und wieder wagten ein paar der Stehenden, sich einen Stuhl aus dem Bistro zu nehmen und ein Weilchen zu sitzen.
Immer nur ein Weilchen, da die Angestellten, wenn sie herum kamen und Gläser einsammelten, natürlich meist darauf hinweisen mussten, dass die Stühle nicht aus dem Bistro auf die Galerie geholt werden durften.
Versicherungstechnische Gründe.
Alle nickten immer verständnisvoll, brachten den Stuhl weg ... und holten sich nach einer Weile dann einen anderen ... saßen ein Weilchen ... nickten verständnisvoll ...
Die Lesung war sehr nett ... bis auf die Teile, in denen Herr Kaminer moralisierte oder die Politik streifte.
Glücklicherweise beschränkte sich das auf die beiden letzten Geschichten, die auch nicht aus dem Buch stammten.
Am eher mauen, braven Applaus, dürfte er schließen, dass er sie nicht unbedingt drucken lassen muss ;-)
(nicht, dass er nicht Recht gehabt hätte. Er hatte Recht, aber auf sehr langatmige, langweilige Art und Weise)
Meinen schmerzenden Füßen raunte ich zu, dass alles viel schlimmer hätte kommen können, denn einen Augenblick lang hatte ich erwogen, Pumps zu tragen, oder sehr sehr hohe Stiefeletten, deren Absätze mich nahezu auf Idealgewicht bringen.
(meine Größe + Absatzhöhe - zum Gewicht ...)
Schwiegen meine Füße, jaulten meine Knie und plötzlich moserte dann auch noch mein Rücken herum.
Neben mir stand mein Nachwuchs und um lästerlichen Bemerkungen zu vermeiden, lauschte ich andächtig dem lesenden Herrn Kaminer.
Oh, fein, er kam auch zum Thema Pubertät.

Wieder daheim warf ich noch einen schnellen Blick zu Ebay, wo meine ersten Auktionen durch waren.
Sehr schön - keine 1,- Euro Auktionen dabei und ein Käufer hat bereits bezahlt.
Daher heute wie gesagt kein weiteres Entrümpeln, sondern erst einmal ein Sortieren des alten Krams und Versand des Ebay-Krams.

Weg sind:
Kram: 10,680 kg + 627
Kilos: 0,6 kg

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Von den enormen Vorteilen des Übergewichts

gestern:
Schritte: 5.475
Geräte: ./.
geräumt: 2. Schublade
weggeworfen: ./.
Ebay: ./.
Wellness: ein Lumumba auf dem nächsten Weihnachtsmarkt
Kultur: ./.
Ruhe: auf dem Sofa entschlafen

Im Dezember scheine ich unter Wellness wohl eine Art Alkoholismus zu verstehen.
Aber gestern habe ich meine sämtlichen Kinder und jeweiligen Partner zu ein wenig vorweihnachtlicher Harmonie auf einem Weihnachtsmarkt genötigt und auch ca 30 Minuten davon genießen können, bevor die üblichen Geschwisterstreitereien die Weihnachtsstimmung verfliegen ließ.
30 Minuten sind gar nicht mal schlecht, der Lumumba war lecker und/aber heute Morgen habe ich meinen Waagen-Boykott wieder aufgegeben.
Statt abzunehmen, habe ich also ein Pfund wieder an mich gerafft.

*seufz*

Und was das Entrümpeln angeht, so habe ich zwar ganz eindeutig 2 Schubladen entschlossen ausgeräumt,
aber ... der Inhalt der beiden Schubladen dümpelt nun in einem Wäschekorb herum.
Ich habe dann für heute noch einen meiner geliebten Körbe mit hineingekippt und werde dann heute ... genau diesen Wäschekorb nach und nach wieder sortieren.
Also ganz bald.
Ich komme nur jetzt gerade nicht an die Sachen ran, weil:
Irgendwann lerne ich noch, keine Wäschekörbe auf den Boden zu stellen.
Sicher ist nur, dass ich nun alles waschen muss, was ich behalten möchte.
Evtl. erleichtert das das Entrümpeln etwas?


Ach so.
Gestern habe ich vergessen zu berichten, dass Übergewicht enorme Vorteile haben kann:

Von den enormen Vorteilen des Übergewichts

Als ich am Abend meine Kette ablegen wollte, war mein Hals nackt.
Keine Kette.
Dafür aber Panik!
Die Kette trage ich seit knapp 20 Jahren.
Die Kette war teuer!
Schnappatmung.
Oh Hölle, ich war den ganzen Tag hektisch unterwegs.
Hier, da, dort, im Wald und und und
... in den Tiefen meines BHs, geborgen, weich und mittig ...
meine Kette!
Bei einem 70-A-Körbchen wäre die Kette ohne Halt durch die Bluse gerutscht und auf Niewiedersehen verschwunden!

Weg sind:
Kram: 10,680 kg
Kilos: 0,6 kg

4 Gramm "entrümpelt"

vorgestern:
Schritte: 15.009
Geräte: ./.
geräumt: 1 Schublade
weggeworfen: ./.
verkauft: ./.
Wellness: ein Punsch im Wunschpunsch
Kultur: ./.

Mit einer Freundin, die noch mitten in einem wie nun einmal üblich belastenden Scheidungsverfahren steckt, hatte ich mal herumgescherzt, sie solle doch ihren Ehering versetzen und dann könnten wir uns einen schönen Tag machen, als sie wegen der Restlänge eines Monats und ihrem hauchdünnen Kontostand lieber auf einen Stadtbummel verzichten wollte.
Wir mussten zwar beide lachen, zogen dies aber nicht ernsthaft in Erwägung.
Als mir nun der Verschluss meiner Kette kaputt ging, fiel mein Blick auf meinen eigenen Ehering, der ein "Schattendasein" im Inneren meines Schmuckkästchens fristet.
Was macht man mit einem Ehering nach dem Ende einer Ehe?
Erinnerungsstücke habe ich genug ... eines macht bald Abitur ;-)
Kurzentschlossen packte ich den Ring zusammen mit der Kette in das Kästchen und fragte später beim Juwelier, ob er den Ring ankaufen könnte.
In der gleichen Straße gibt es einen Laden, der mit grellen Plakaten verkündet, dass er "Altgold" ankauft, aber ... das hat er einfach nicht verdient, der Ring.
So einen Tritt möchte ich ihm gar nicht geben.
Der Goldschmied sah, wie ich meine Nase kraus zog, als er genau diesen Laden erwähnte ... beguckte sich meine Kette eine Weile und stimmte dann doch zu, den Ring zum Goldpreis mit der Reparatur der Kette zu verrechnen.
Oh, fein!
In Sachen Schmuck habe ich einen teuren Geschmack, weshalb ich überhaupt sehr wenig Schmuck habe und wenn ich "meine Kette" schreibe, meine ich "meine Kette".
Wenn der Ring nun für einen neuen Verschluss sorgt, finde ich den Abschied würdig, angemessen und liebevoll.
Genau so habe ich mich damals auch aus meiner Ehe verabschiedet.
(meine Meinung und da nur ich hier zu Wort komme, müsst Ihr das nun einfach glauben :)

Das waren jetzt nur 4 Gramm "Tagesentrümplung", aber ich fühle mich doch angenehm erleichtert und beschwingt.
Erst im Nachhinein ging mir so richtig auf, wie wichtig und richtig die Tatsache und die Methode waren, mich von meinem Ehering zu verabschieden.

Weg sind:
Kram: 10,680 kg
Kilos: 1,1 kg

Montag, 16. Dezember 2013

das große Los

gestern:
Schritte: 9.552
Geräte: ./.
geräumt: Sonntag :)
weggeworfen: ./.
Ebay: ./.
verschenkt: 1 Bücher-Fehlkauf - 1.226 Gramm
Wellness: ein Glühwein am Meer
Kultur: ./.
Ruhe: 0.43 Uhr

Gerade wollte ich von den Vorzügen des frühen Zu Bett Gehens berichten, als mir bewusst wurde, dass auch 0.43 Uhr nicht früh im eigentlichen 22.30 Uhr Sinne ist. Es erschien mir lediglich früh, da ich auch gestern problemlos die Nacht wieder hätte zum Tage machen können.
Glücklicherweise waren wir aber am Meer gewesen und nach einem Strandbesuch kann ich immer schlafen,
muss sogar aufpassen, dass ich nicht bereits auf der Rückfahrt damit anfange ...

Geräumt habe ich gestern nichts, da Sonntag war und ich als Freiberuflerin schwer aufpassen muss, nicht einfach 365 Tage rund um die Uhr zu arbeiten.
Stattdessen haben wir sogar einen schön altmodischen Sonntagsausflug gemacht.
Mein erwachsenes Töchterlein weckte mich mit Kaffee und der halb entsetzen Frage, was ich bitteschön mit ihrem Schlüppi machen würde. Ihr wisst schon, Unterwäsche ...
Nun, ich hatte nach der Abwasch-Kühlschrank-Herd-Aktion auch noch Wäsche gefaltet und dies war das einzige Wäschestück von ihr dabei. Kurz hatte ich überlegt, ob ich sie um 3 Uhr morgens damit wecke, dass ich ihre Unterwäsche in ihren Schrank räumte, aber irgendwas sagte mir: lass das!

Also räumte ich nur alle anderen Wäscheteile von meiner Tagesdecke in die jeweiligen Schränke und legte ihren Schlüppi auf meinen Nachttisch, auf den sie mir nun gerade meinen Sonntags-Kaffee stellen wollte.

Kommen wir nun also zu ihrer halb verwirrten Frage zurück, die ich damit beantwortete, dass ich mir besagtes Wäschestück an die Wange hielt und meinte,
"ach weißt du, damit schmuse ich immer ein wenig, wenn ich mich einsam fühle!"
"Manchmal bist du seltsam! Sehr sehr seltsam!"
behauptete sie und schaute sich interessiert die beiden Kleider an, die noch außen am Schrank hingen.
Um diesen "Seltsam-Eindruck" nicht zu vertiefen, sagte ich ihr NICHT, für wessen - oder überhaupt - Beerdigung ich da eingekauft hatte, sondern lächelte hold, nippte an meinem Kaffee und schlug vor, ans Meer zu fahren ... - ... mittags.
"Dann müssen wir aber aufstehen! Jetzt!", meinte sie, denn es WAR bereits Mittag.
Kurz nach Kaffee drehte ich also eine 4.000-Schritte Runde mit den Hunden und dann ab ans Meer.
Erst lecker und nahezu Low Carbig Fisch gegessen (die Bratkartoffeln dazu waren natürlich böse, aber lecker) und dann in der Dämmerung noch einen kleinen Weihnachtsmarkt besucht, mit "Laaaaast Christmas ...", Punschbuden und Feuerkörben, an denen Kinder ihr Stockbrot buken.
Ja, der Glühwein war auch böse.
Da ich aber sonst komplett auf Alkohol verzichte, habe ich keinerlei schlechtes Gewissen.
Ein Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt am Meer - das hat Charme, den genieße ich und habe dann auch wieder genug Alkohol für Wochen gehabt.
Dennoch ... auf der Waage war ich heute nicht.

Dafür bin ich mit Meike Winnemuth nun schon fast wieder in Hamburg angekommen.
In "Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr
" beschreibt sie, wie sie nach einem großen Geld-Gewinn ein Jahr lang jeweils einen Monat in 12 verschiedenen Städten dieser Erde lebte.
Zu Beginn des Buches beschloss ich umgehend, dies nach dem Auszug meiner Kinder auch zu tun.
Aber nach nur 4 Städten, empfand ich so für mich, dass ich lieber jedes Jahr 3 Monate irgendwo anders leben möchte.
Auf November, Dezember, Januar ... oder so, könnte ich hier ganz gut verzichten.
Kalt, grau, nass.
Es macht Spaß, sich so etwas durch den Kopf gehen zu lassen.
Ich bin gespannt, ob und was ich dann tatsächlich mal mache.
Derzeit grübel ich, ob ich das Buch behalte oder verkaufe.
Hm, bei Ebay geht gerade eines für über 10,- Euro über die Theke ... ich glaube, ich habe mich entschieden ;-)

Außerdem ... fast vergessen ... geht gleich ein Buch mit zur Post, das ich spontan der Tochter einer Autorin aufs Auge drücke, die folgendes gepostet hatte:

Mir kam gleich dieses Buch in den Sinn, das ich für einen bestimmten Zweck zu spontan gekauft hatte.
Es passte einfach nicht und ... lag rum.
1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast): Wie ich es trotzdem geschafft habe von Frau van Laak, kann ich übrigens nur empfehlen.
Ich hatte befürchtet, es sei so eine Selbstmitleidslektüre und wurde positiv von einer Frau überrascht, die einen Kinnhaken des Schicksals als Herausforderung annimmt und es am Ende so klingen lässt, dass man sie fast um den Ruin, das Scheitern ihrer Ehe und die damit verbundene Chance beneidet.
Sehr inspirierend für alleinerziehende Freiberufler ...
(oder evtl. auch einfach nicht glücklich verheirateten Müttern mit großer Angst vor einem Ausbruch aus der Tristesse)

Mein Räum-Projekt für heute muss klein sein, da ich nämlich einen Ausflug mit einer Freundin auf dem Tagesprogramm habe.
Sie hat überraschend heute frei bekommen und so fahren wir gleich spontan nach Lübeck ... nächster Weihnachtsmarkt.

And the winner is:
Meine Handschuh- und Mützenschublade
Derer habe ich 2 und ich werde versuche, auch bei Zeitknappheit nicht einfach alles in die 2. Schublade zu stopfen, was mich vor schwerere Entscheidungen stellt :)




Weg sind:
Kram: 10,676 kg
Kilos: 1,1 kg




Sonntag, 15. Dezember 2013

böses, böses Mädchen!

gestern:
Schritte: 7.464
Geräte: ./.
geräumt: Tüten-Schublade
weggeworfen: Tüten, Einzelsocken, Platzsets
Ebay: ./.
Wellness: ausgiebige Pediküre
Kultur: ./.
Ruhe: 3.43 Uhr

Die Uhrzeit ist leider kein Scherz.
Der Vollmond naht und ich scheine vorzugehen.
Jedenfalls war ich um 22.30 Uhr hellwach und habe gar nicht erst versucht, mit einem Tee ins Bett zu gehen.
Stattdessen habe ich den Kühlschrank ausgeräumt, geputzt und jetzt sieht er richtig gut aus.
Dann die Backbleche geschrubbt und den Herd eingesprüht.
Einen kapitalen Geschirrberg weggespült (ok, damit hatte ich begonnen).
Und nebenbei einen halben Beutel Studentenfutter gefuttert.
(kann ich das als Kultur verbuchen?)

Evtl. hat das alles weniger mit dem Vollmond, als mit den Online-Bestellmöglichkeiten zu tun.
Erinnert Ihr Euch an den Schlussstrich?
Als ich damit rang, ein Thema aus dem Kopf zu bekommen, da die gedankliche Kreisdreherei zu keinem befriedigenden Ergebnis führen konnte, habe ich wohl mit Alkohol und Online-Shopping nachgeholfen.
Verwerflich, ich weiß.
Zwecks figürlicher Motivation habe ich mich auf die Suche nach einem Diät motivierenden Kleid begeben, das im kommenden Jahr zu 2 Anlässen eine Diva aus mir machen soll.
Here we go now ...
Da ich ja jetzt schlank werde, bestellte ich es in Größe 44
Derzeit trage ich eine Kleidergröße 50 oder mehr.
Würde ich ein Oberteil in A-Linie in waldgrün nehmen könnte man mich schmücken und als Weihnachtsbaum verwenden.
Umweltfreundlich.
Natürlich schaute ich mir noch weitere Kleider an und probierte mich so durch meine Likörvorräte.
Jemand hatte gesagt, ich sei gar nicht dick ... nein, ich sei fett.
Autschn.
Ok, diese Mischung aus "Autschn", akuter Konfrontations-Sinnlosigkeit (-feigheit, -unlust, -müdigkeit) und scheinbar real existierender Bosheit, führte zur Bestellung eines weiteren Kleides:
Ist das nicht das perfekte Kleid für eine Beerdigung?

Als ich das Päckchen bekam, durchfuhr mich ein reuiges:
Ach du Schande, habe ich das ernsthaft bestellt?
samt kleinem Flashback zu diesem Abend.
Ich schleppte meine Beute vor den Spiegel und stellte fest, dass diese Marke mein neuer Favorit sein könnte.
In beiden Kleidern sehe ich dick und kugelrund aus.
Da ich aber dick und kugelrund bin, finde ich viel interessanter:
in beide Kleider passe ich jetzt schon rein
(würde mich damit aber nirgends blicken lassen)
Sie haben beide das Potential mit mir zu ... schrumpfen oder, sollte Freund Jojo zuschlagen, mich auch noch eine Weile wieder in höhere Gewichtsregionen zu begleiten.

Oh, teuer ...
Spontan beschloss ich:
die behalte ich.
Das kleine Schwarze muss ja nicht zwangsläufig eine Friedhof-Premiere erleben.
Nein, eigentlich wirklich nicht und ... ich habe auch nicht vor, hilflose Voodoo-Puppen mit Nadeln zu piesacken.
Aber das Kleid, das behalte ich, als heimlichen Panzer gegen unnötig boshafte Bemerkungen.

Müsst Ihr alles nicht verstehen.
Wer es doch versteht, probiere es einfach mal aus ... es lässt mich leise kichern und erleichert den Umgang mit ... jemandem.

Da heute Sonntag ist, gibt es kein Entrümpeln.

Weg sind:
Kram: 9,45 kg
Kilos: 1,1 kg

Jäger erschießt Pony ...

gestern:
Schritte: 6.798
Geräte: ./.
geräumt: 1 Karton
weggeworfen: 3,2 kg Schraubgläser
Ebay: ./.
Wellness: ausgiebige Maniküre
Kultur: ./.
Ruhe: 22.30 Uhr

aufgeräumt:

der Karton vom Dachboden und noch ein wenig drumherum
Also, in dem Karton waren Gläser und Flaschen, die ich aufgehoben hatte,
weil man darin sicher irgendwann etwas einkochen könnte.
Die Sache ist nur, dass wir mittlerweile sehr viel mehr Gläser aufheben,
als ich dann im Sommer befülle.
Aus dem Karton habe ich also alle wirklich schönen Marmeladengläser und schöne Flaschen heraus genommen und in das entsprechende Regal sortiert.
Da der Karton dann recht leer war, habe ich aus dem Regal dann gleich mal wieder die Schraubgläser herausgenommen, die dort schon länger standen und mir im Endeffekt doch nie schön genug waren um sie zu benutzen.
(ich habe auch noch reguläres Altglas weggebracht, aber das habe ich hier nicht mit gewogen)

Insgesamt habe ich gestern etwas ... durchgehangen und getrödelt.
Meine Mutter schickte mir zig Anfragen zu irgendwelchen Facebook-Spielen
und als gute Tochter ist man natürlich regelrecht verpflichtet, solche Anfragen bevorzugt und sorgfältig zu beantworten.
Natürlich ist es für meine Mutter schöner, wenn ich ihr nicht nur Herzen, Bohnen und und und ... schicke, sondern selbst auch eine Runde spiele. Ich tue das also aus rein töchterpflichtigen Gründen.
Ich ballerte ein wenig mit Papa-Birnen auf Obst und Nüsse (fragt nicht ...)
weckte schlafende Vögel und befreite eingefrorene Pinguine im Märchenland
rettete Haustiere
und wurde Held auf einer Farm
nein, nicht Farmville - irgendwo habe ich dann doch Grenzen ...

Und als ich aufschaute, konnte ich schon fast den Sonnenuntergang erahnen.
Oh, Hölle!
Ich sprang auf, schnappte mir die Hunde und das Altglas,
fuhr am Container vorbei und dann in die Feldwege, um meinen Hunden und mir dort noch Auslauf zu verschaffen,
bevor es dunkel würde.
Nach ein paar Minuten kam ich zu einer schönen großen Weide, auf der ich meinen Hunden ihren heißgeliebten Ball werfen wollte.
Im nächsten Moment krachte in meiner gefühlt unmittelbaren Nähe ein Schuss.
Ich keuchte vor Schreck laut und hätte mir fast ... in die Hose ... Ihr wisst schon.
Mir kam umgehend der Artikel in den Sinn, den ich morgens gelesen hatte.
Jäger erschießt Pony
Der Mann hatte versehentlich auf einer Weide bei einem Reiterhof ein Pony erschossen, das er für ein Wildschwein gehalten hatte.
Im ersten Moment hatte ich Angst um meine Hunde,
im nächsten Moment hatte ich panische Angst um mich - und die Hunde!
Ich hatte eine beige Jacke an und es war nicht nur dämmerig, sondern auch den ganzen Tag schon furchtbar nebelig gewesen.
"Furchtbar" erst in diesem Moment - eigentlich mag ich Nebel - aber nicht, wenn sich in meiner Nähe so ein schießwütiger Mitmensch aufhält, der mich mit einem Reh verwechseln könnte.
Ja, ok, oder einem Nashorn, aber die sind hier doch seltener anzutreffen.
Oder ein Rind.
Panisch rief ich meinen Hund.
Knut!
Ha! Klingt doch wie "Muh!"
Ich rief noch einmal - was meinen Hund verwirrte, der quasi auf meinen Füßen stand.
Außerdem, wenn ich ständig nach meinen Hunden rief, lockte ich damit nur Leute an, die mir erzählen würden, dass sie dort an die Leine gehören. (tun sie nicht, ich habe mich erkundigt und auf diesen Feldwegen dürfen sie laufen)
Im Gegensatz zu dem Unbekannten mit dem Gewehr, jagen die beiden eh nicht.
Wirklich nicht - kein Jagdtrieb.
Ich wollte jedenfalls nur noch schnell zurück zum Auto.
Konnte kaum atmen vor Panik und erwartete jederzeit einen dumpfen Schlag und dann ... Blut.
An mir oder meinen Hunden.
Statt erneut Knut zu rufen, begann ich zu singen.
Bestimmt Klasse:
durch den Adrenalinschub war ich noch kurzatmiger, als ich sonst schon bei Spaziergängen bin
Meine Stimme ist auch im Idealfall ... unschön.
Aber meine Angst vor der nächsten Kugel hätte mich sogar vor Dieter Bohlen singen lassen.
"Yellow Submarine" übrigens.
Ja, so ein gut gepanzertes U-Boot hätte ich jetzt gerne gehabt.
Ich hastete mit den Hunden Richtung Landstraße und Auto zurück und sang
We all live in a *keuch* yellow subarine *keuch* yellow submarine *keuch* yellow submarine.
In the tauuuuuun *keuch* wäh Ei wos boooooon *keuch*
liwd ä Määään *keuch* ...
Endlich befand ich mich auf der Spurbahn, die zu der Landstraße führte.
Ich wähnte mich fast in Sicherheit, als hinter mir plötzlich ein Jeep aus dem Wald gerast kam.
Panisch rief ich nach meinen Hunden.
Zu streng in der Stimme und prompt machte meine Hündin das, was sie immer macht, wenn sie mein Ton einschüchtert:
sitz!
Sitz!, so glaubt sie, passt immer.
Jedenfalls bin ich meist froh, wenn sie irgendwas macht, wenn ich ein Kommando gebe und mit Sitz! macht sie meist gute Erfahrungen.
Entsetzt zerre ich sie von der Spurbahn an den Wegesrand, als auch schon der Jeep an uns vorbeiprescht.
Ja, sind denn heute nur Deppen unterwegs?
Im nächsten Moment geht mir auf, dass in dem Jeep vermutlich ein frustrierter Jäger sitzt, der keine Beute machen konnte, weil da irgendso eine militante, dicke Tierschützerin plötzlich mit schauderhaftem Gesang das Wild verjagt hat!

Im Auto habe ich jedenfalls erst einmal hysterisch gelacht und konnte damit auch während der Rückfahrt nicht aufhören.
Gruselig ... daheim fand ich bei meiner Recherche dann diese Seite:
Jagdunfälle aktuell
Nachdem ich das gelesen habe, möchte ich eigentlich nur noch singend in den Wald!

Fast vergessen:
mein Aufräumprojekt des Tages war die Tüten-Socken-Servietten-Schublade im Geschirrschrank.
Diese Schublade muss ich regelmäßig entrümpeln, da meine Kinder den Begriff "Einzelsocke" gerne so auffassen, dass sie zwecks Arbeitserleichterung schlicht alle Socken dort hinein stopfen, deren Partner sie beim Wäsche Sortieren nicht sofort sehen.
Und ich stopfe alle Tüten hinein, denn die kann man immer mal brauchen (wie man sieht, nicht)
Spätestens, wenn meine eigentliche Sockenschublade seltsam leer ist, da ich fast nur schwarze Socken habe und die kann man ja wahnsinnig schlecht unterscheiden und darum -> ab in die Schublade - nehme ich mir diese Schublade also vor.
Ihr werdet sie in 2014 bestimmt öfter mal sehen ...
Diesmal entsorgte ich:
241 Gramm Einzelsocken (entweder tatsächlich einzeln, oder schäbig)
198 Gramm Tüten
511 Gramm Platzsets
erst überlegte ich noch, ob ich sie bei Ebay einstelle, aber dann übernachtete der Kater darauf und ... -> Müll



Weg sind:

Kram: 9,45 kg
Kilos: 1 kg

Freitag, 13. Dezember 2013

von aufgeräumten Schuhschubladen

gestern:

Schritte: 11.252
Geräte: ./.
geräumt: 2 Schuhschubladen
weggeworfen: 4,9 kg Schuhe
Ebay: 3 Bücher und eine DVD
Wellness: ./.
Kultur: Hitchcock- ich beichte
Ruhe: 22.43 Uhr


aufgeräumt:
die Schuhschubladen
ab in den Schuhcontainer 4,9 kg Schuhe

Gestern konnte ich sehr merken, wie gut mir so eine Projekt-Idee tut.
Kaum wurde es draußen dunkel, senkte sich eine bleierne Müdigkeit auf mich herab und all meine guten Vorsätze, noch auf das Laufband zu gehen, verschwanden zugunsten des Wunsches, auf die Couch zu gehen und geistlose Serien zu gucken.
Ohne Tageslicht, funktioniere ich einfach nicht.
Mein Töchterlein hatte dann noch die gute Idee, Tee zu kochen und einen schönen alten Hitchcock-Film zu gucken.
Verlockend.
Ich sagte auch zu, räumte aber doch erst noch beide Schuhschubladen aus, saugte sie und drückte der Tochter dann noch den Staubsauger in die Hand, damit sie bitteschön einmal staubsaugen konnte, während Mutti die Schuhe sortierte.
Ich sortierte alle Fehlkäufe in die Kiste für den Schuhcontainer und alles, was zu abgetragen oder vom Hund zernagt war, gleich raus in die Mülltonne.
Die Fehlkäufe ... ja, Schuhe, die erst mal wunderbar preiswert oder nett und unverzichtbar wirkten, dann aber doch nahezu ungetragen die Schubladen verstopften, da sie entweder unbequem oder unpraktisch waren.
Dicke Füße können sich sehr energisch über den einen oder anderen Schuh aufregen ...
In den Schubladen sind übrigens meine Dorf-Alltagsschuhe.
Pumps und High Heels dürfen, egal wie unbequem oder untragbar sie mit meinem derzeitigen Kampfgewicht auch sein mögen, auf ihrem Ehrenplatz in meinem Schlafzimmer bleiben.
Die empfinde ich eher als Deko und Motivationsmaterial.

Danach gab es dann Hitchcock und Tee.
Geht doch nahezu als Kultur durch, oder?
Danach gab es Pomelo und Criminal Minds.
Pomelo ist übrigens mein Rettungsanker gegen Heißhunger.
Naja, eher eine Bremsspur.
Man ist so beschäftigt, erst das Netz, dann die Plastikfolie aufzuschneiden, dann die dicke Schale aufzuschlitzen, die dicke weiße Haut abzuziehen und dann Spalte für Spalte aufzuschneiden und das Fruchtfleisch herauszubrechen.
Dazu mag ich den Geschmack sehr gerne und die Dinger sind gesund und kalorienarm.
Ich muss gleich wieder welche nachkaufen, denn das war gestern die letzte.
Jeden Abend überfällt mich dieser komplett nutzlose Heißhunger, der scheinbar gleichzeitig ein paar Regionen meines Hirnes ausschaltet, denn fast immer folge ich ihm brav und begebe mich auf die Nahrungssuche.
Gruselig.
Kommt mir nicht mit Disziplin ...
Statt des Nutella Glases dann eine Pomelo mit ins Wohnzimmer zu schleppen, ist schon eine Höchstleistung.
(oder zur Tanke zu fahren und so ein Halbliter-Becherchen Ben & Jerrys zu kaufen, Amaretto drüber zu kippen und einfach nur glücklich zu sein ...)(Cookie Dough, übrigens)
Nach der Pomelo und vor dem Zähneputzen, plünderte ich tatsächlich noch die nächsten Tage meines Adventskalenders und drückte sie sorgfältig wieder zu.
Böse ...
Aber wirklich peinlich wird es erst, wenn man die Türchen der Kinder plündert, sorgfältig wieder zudrückt und am nächsten Tag unschuldig guckend zuschaut, wie sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen.
Habe ich nicht gemacht, nein!

Gemacht habe ich dagegen mittags eine lange, lange Hunderunde durch den Nebelwald.
Ein Wetter wie eine gebundene Graupensuppe. Grau in Grau in Grau und leiser Nieselregen.
Die Runde hat ca 7.000 Schritte und ich bin immer wieder froh, dass ich nicht Teilnehmer an so einer Qualshow bin, wie ich sie zu gerne gucke.
Neben Castings wird es immer beliebter Dicken beim Abspecken zuzuschauen.
Je höher das Anfangsgewicht, desto besser.
Biggest Loser, extrem schwer ...
Und jedesmal haben die da sehr einschüchternde Bewegungsprogramme.
Nix für mich ... ich muss schon bei einem einfachen Waldspaziergang dauernd mal stehen bleiben und wenn ich mit einer Freundin gehe und gleichzeitig auch noch rede, werden die Pausen noch häufiger.
Sie weiß es zu schätzen, dass sie immer dann zu Wort kommt, wenn es bergauf geht, wobei bergauf bei meinem Gewicht schon all das ist, was eben nicht ganz eben oder bergab ist.
Ich merke das sofort an meinen Oberschenkeln und meiner Atmung.
Ganz praktisch bei einer Wattwanderung, weil man dann gut mitbekommt, ob man gerade eine Sandbank erklimmt und die Gefahr besteht, dass hinter einem gleich schon mal die Flut einläuft.
Ansonsten erkenne ich kaum einen Nutzwert darin.

Heute habe ich mein Aufräumprojekt mal bescheiden gehalten:
Mein Blick fiel auf dem Dachboden auf diesen Karton.
Spontan habe ich ihn geknipst und zum Aufräumprojekt für Freitag den 13. erklärt, denn ich muss aufpassen, dass ich noch all meinen anderen Kram neben der Bewegung und dem Entrümpeln schaffe.


Ich habe mit einer Freundin telefoniert und ihr erzählt, dass ich für 2014 umfassende Lebensverbessernde Maßnahmen plane.
Ok, ich nannte es "improvement".
Und sie nannte es ein Happiness-Projekt und dass ich dann auch noch die Faktoren Kultur und Sex aufnehmen muss.
(darum mein Pochen darauf, dass Hitchcock Kultur ist)
Den Sex habe ich umgehend zugunsten von Wellness gestrichen.
Gut, ich werde meinem Körper nun bewusst täglich irgendwas Nettes gönnen, aber das muss in meinen Augen kein ... Mann sein.
Und meine Kinder würden mich erwürgen, wenn Mutti hier über fleischliche Gelüste bloggen würde, die keine kulinarischen Hintergründe hätten.

Weg sind:
Kram: 5,3 kg
Kilos: 0,7 kg

Donnerstag, 12. Dezember 2013

das Ende einer Hochstaplerin :)

gestern:

Schritte: 8.506
Geräte: ./.
geräumt: ein Riesenstapel
weggeworfen: 1 ehemaliger Lieblingspulli
Ebay: 2 Bücher
Wellness: ./.
Ruhe: 23.09 Uhr

Gestern durfte ich die überraschende Tatsache bemerken, dass ein Tag nur 24 Stunden hat und ich im Winter nur recht wenige davon aktiv nutzen kann. In meinem früheren Leben war ich wohl ein Bär und alles an mir schreit nach Winterschlaf.
Das würde auch die enorme Menge gebunkerten Speck erklären!

Jedenfalls habe ich die letzten Reste meiner Hochstapelei noch heute Vormittag geräumt und sortiert.
Aber nun ist alles wirklich ordentlich aufgeräumt, im Altpapier oder bei Ebay gelandet, was man gestern noch auf dem Stapel sah.
Dort wo sich gestern der Riesenstapel türmte, sitzt heute ein kleiner Weihnachtsmann.

2 Bücher habe ich bei Ebay eingestellt und dabei bemerkt, dass Ebay nun die Option anbietet, dass die Bücher von selbst wieder neu eingestellt werden, wenn die Auktion ohne Bieter ausläuft. Gibt es das schon lange?
Evtl. schon immer und ich habe es nur nie gemerkt?

Beim Waschen schaffte ich es dann auch, einen schäbig gewordenen Lieblingspulli in den Müll zu geben.
Unrettbar abgestoßen, ausgeblichen und verfleckt.
Dennoch hat er es noch zweimal in den Kleiderschrank und an meinen Körper geschafft ... als er neu war, war er sooo toll!

Als ich dann endlich zum Gassi Gehen aufbrach, war es schon fast dunkel und so ist aus meinem Vorsatz, täglich 10.000 Schritte zu gehen, am ersten Tag schon mal nichts geworden.

Auch lag ich nicht um 22.30 Uhr im Bett.
Gegen 22 Uhr überfällt mich nämlich gerne der Heißhunger und ich muss machen, dass ich ins Bett, statt an den Kühlschrank komme.
Außerdem übertreibe ich es gerne völlig mit dem Wachbleiben und lande dann gegen 3 Uhr im Bett.
Mit entsprechender Müdigkeit am folgenden Tag.

Heute habe ich getrickst - 22.23 Uhr im Bett, aber mit Laptop.
Halb gefuscht.

Kurz noch mein Entrümplungsprogamm für heute:
meine beiden Schuh-Schubladen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

und los ...

Zuerst ein kühner Schritt auf die Waage:

ich gönne mir einen kurzen Moment der Schnappatmung, koche mir einen Kaffee und überlege, wo ich mit dem Entrümpeln beginne.

Die Schuhschubladen kommen mir in den Sinn.

Gute Idee, aber ein Blick durch die Zimmer bringt mich auf den Gedanken, dass ein Abbau meiner Stapel dringlicher ist.

Ich neige dazu, schnell Ordnung zu schaffen, indem ich Stapel bilde oder Wäschekörbe mit dem fülle, was sich nicht stapeln lässt und sie dann für Gäste unsichtbar hinter meinem Bett verschwinden lasse.


Derzeit keine Wäschekörbe hinter dem Bett -> sehr gut!

Aber Stapel ...
Ich trage alle Stapel zusammen:
Dieser Stapel wird heute ordentlich abgetragen.

Was das Gewicht angeht, beginne ich mit dem Frühstück:
2 Tomaten, 2 Eier, Pfeffer und Kräutersalz.


Der Anfang ist gemacht!
Den Rest schaffe ich auch noch :)

der Schlussstrich

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10.12.21013 abends ...
Wisst Ihr, was das da für ein dicker Strich ist?
Ein Schlussstrich.
Naja, ich werde ihn wohl noch öfter ziehen müssen.
Und natürlich werde ich jetzt nicht erzählen worunter ich einen Schlussstrich ziehe, denn unter diesem Strich hat das Thema nichts mehr zu suchen.
Keine Bange, ich verdränge nicht.
Ich habe mir irgendwann sogar eine Therapie dazu gegönnt.
Eine meiner besten Ideen überhaupt! Aber gelegentlich schwappt die Vergangenheit in die Gegenwart und Gegenwart taugt nichts, wenn man ständig um Themen kreist, die in der Vergangenheit interessant waren.
Wenn überhaupt.

Um meine Gedanken wieder im Hier und Jetzt zu verankern, brauche ich ein Projekt.

Taille und Entrümpeln.

Gute Projekte.
Meine Taille und meinen Dachboden wieder freizulegen, dürfte mich 2014 ganz hervorragend beschäftigen.
Beginnen wir einfach damit, noch heute schlafen zu gehen.

Genau jetzt!